Drei Feuerwehrmänner hissen die US-Flagge
Zwei Feuerwehrmänner hissen vor der Ruine des World Trade Centers die Flagge der USA. Bei den Terroranschlägen kamen knapp 3.000 Menschen ums Leben. Bildrechte: dpa

Gedenken USA erinnern an die Anschläge von 9/11

Die Terroranschläge vom 11. September jähren sich am Mittwoch zum 18. Mal. In den USA wird an einen der schwersten Angriffe der jüngsten Vergangenheit auf das Land erinnert. Dabei kamen fast 3.000 Menschen ums Leben. Auch heute noch beschäftigt "9/11" die Menschen. 18 Jahre nach den verheerenden Angriffen mit insgesamt vier Flugzeugen werden nun einige der mutmaßlichen Strippenzieher erneut vor Gericht gestellt.

Drei Feuerwehrmänner hissen die US-Flagge
Zwei Feuerwehrmänner hissen vor der Ruine des World Trade Centers die Flagge der USA. Bei den Terroranschlägen kamen knapp 3.000 Menschen ums Leben. Bildrechte: dpa

Der 11. September 2001 war ein Dienstag, der die Welt veränderte. 19 Terroristen entführten insgesamt vier Flugzeuge. Zwei von ihnen wurden in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York gesteuert. Ein weiteres Flugzeuge krachte ins Pentagon. Das vierte Flugzeug stürzte bei Shanksville in Pennsylvania ab. Vorausgegangen war eine Revolte der Passagiere.

Am 18. Jahrestag der Anschläge finden in den USA zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt, die größten an den Anschlagsorten New York und Washington. US-Präsident Donald Trump wird beim Gedenken im Pentagon in Arlington teilnehmen. Am 9/11-Denkmal in New York findet die zentrale Gedenkfeier statt.

Gesetze und Kontrollen verschärft

Seit den Anschlägen von 9/11 sind die USA in einem "War on Terror". Der heute wieder breit diskutierte Einsatz der US-Streitkräfte in Afghanistan nahm damals seinen Anfang. Gesetze und Kontrollen wurden verschärft. Der US-Marinestützpunkt Guantánamo auf Kuba wurde 2002 in ein Internierungslager für Gefangene erweitert.

Komplizierte Verfahrensfragen

World Trade Center
Nachdem zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers gerast waren, stand das Gebäude in Flammen. Bildrechte: dpa

Dort sitzt auch Chalid Scheich Mohammed ein. Er gilt als Kopf der Anschläge und musste nun auf dem langwierigen Weg zu einem Prozess gemeinsam mit anderen Drahtziehern der Terrorattacken von New York und Washington wieder vor Gericht erscheinen.

Alle fünf Angeklagten waren zu Beginn der Anhörung vor einem Sondertribunal im US-Gefangenenlager Guantánamo anwesend.

Was vor 18 Jahren passierte, kam in der Anhörung in Guantánamo am Montag zunächst nicht zur Sprache. Stattdessen ging es um komplizierte Verfahrensfragen. Wie soll mit geheimen Informationen umgegangen werden? Warum werden immer wieder die Verfahrensregeln geändert?

Seit 2003 in US-amerikanischer Gefangenschaft

Über allem stehe die Tatsache, dass die Angeklagten gefoltert worden seien, um Geständnisse zu erhalten und Beweise zu sammeln, machte der Verteidiger von Scheich Mohammed, Gary Sowards, klar. Der Angeklagte selbst soll einst die "Nummer drei" der Terrororganisation Al-Kaida gewesen sein.

Scheich Mohammed ist seit 2003 in US-amerikanischer Gefangenschaft, 2006 kam er in das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo Bay. Mindestens 183 Mal wurde er dem sogenannten Waterboarding ausgesetzt, wie aus einem 2014 veröffentlichten Bericht des US-Senats hervorgeht. Dabei wird Ertränken simuliert. Die so erzwungenen Aussagen können bei einem Verfahren vor Gericht nicht verwendet werden.

Neue Verfügung von US-Präsident unterzeichnet

In die Nähe des Gedenkens an die Anschläge von 9/11 rückte US-Präsident Donald Trump auch eine neue Verfügung, die er am Dienstag unterzeichnete. Sie erlaubt es der US-Regierung, leichter Sanktionen gegen Anführer von Terrorgruppen zu verhängen. Damit soll es dem Finanz- und Außenministerium zudem einfacher gemacht werden, gegen Banken vorzugehen, die wissentlich Geschäfte mit Terroristen betreiben.

US-Außenminister Mike Pompeo erklärte im Weißen Haus, mit der Neuregelung könnten auch Terroristen ins Visier genommen werden, ohne sie mit spezifischen Anschlägen in Zusammenhang bringen zu müssen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. August 2019 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. September 2019, 11:26 Uhr