MDR-Pionier Moderator Juergen Schulz gestorben

Der Leipziger Moderator Juergen Schulz ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Zuschauern des DDR-Fernsehens war er bekannt durch Sendungen wie "Alles singt" und "Auf eine runde halbe Stunde". Nach Gründung des MDR war Schulz vor allem im Radio zu hören.

Juergen Schulz
Juergen Schulz bei der Aufzeichnung der Sendung "Musik für Sie" im Jahr 2009. Bildrechte: MDR / Uwe Frauendorf

Der Leipziger Fernseh- und Radiomoderator Juergen Schulz ist tot. Er starb laut MDR-Informationen bereits am Sonnabend im Alter von 76 Jahren.

Dem Mitteldeutschen Rundfunk war Schulz in besonderer Weise verbunden: Am 1. Januar 1992 moderierte er den Sendestart von MDR KULTUR. Danach war er viele Jahre als Moderator des Senders sowie als Nachrichtensprecher von MDR INFO tätig. Unter anderem moderierte er seit dem Jahr 2000 mehr als 500 Mal die Sendung "Sonntagsraten".

Einem großen Publikum war Juergen Schulz außerdem durch das Fernsehen bekannt. Er gehörte zu den Pionieren des Studio Halle des DDR-Fernsehens, für das er seit 1975 vor und hinter der Kamera arbeitete. Unter anderem moderierte Schulz von 1980 bis 1989 die Talkshow "Auf eine runde halbe Stunde", von der 120 Ausgaben gesendet wurden. Als Co-Moderator wirkte er bei der Musikshow "Alles singt" (1976-1991) an der Seite von Hans-Georg Ponesky mit.

Heiter und dem Leben zugewandt

Auf Tausenden von Postkarten, Faxen und Mails für die Sendung "Sonntagsraten" seien nicht nur die fünf Antworten zu lesen gewesen, sondern auch "zahlreichen Bekenntnisse zum stimmlichen Charisma von Juergen Schulz, seinem heiteren, dem Leben und der Sinnlichkeit zugewandten Wesen", hieß es aus der Redaktion von MDR KULTUR zum Tod des Kollegen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Juni 2020 | 18:00 Uhr

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