Sommerurlaub Kritik an Partyexzessen deutscher Urlauber auf Mallorca

Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca haben am Wochendnde Hunderte zumeist betrunkene Urlauber auf der Partymeile ohne Masken und Abstandsregeln gefeiert. Berichten regionaler Medien zufolge geriet die Situation am Ballermann völlig außer Kontrolle. Die Polizei schritt nicht ein. Auch in Magaluf wurde Party gemacht, als hätte es das Coronavirus nie gegeben.

Palma de Mallorca: Straßenverkäufer stehen vor dem von Touristen gut besuchten Lokal "Las Palmeras" in der so genannten Bierstraße. In der vorigen Nacht sollen hunderte Urlauber aus Deutschland am Ballermann auf Mallorca Party gemacht haben, ohne sich um die derzeit in Spanien geltenden Corona-Regeln zu scheren. Die Regionalregierung der Balearen hat die Einführung einer strengen Maskenpflicht angekündigt, die am Montag, 13. Juli 2020 in Kraft treten soll. Dann müssen alle Menschen in der Öffentlichkeit Mund- und Nasenschutz tragen, selbst dann, wenn der Sicherheitsabstand gewahrt werden kann.
Nachtleben in den Straßen Mallorcas. Bildrechte: dpa

Zum ersten Mal nach dem Corona-Lockdown vor rund vier Monaten haben Hunderte Touristen am Ballermann wieder Party gemacht und die in Spanien geltenden Corona-Schutzvorschriften missachtet.

Palma de Mallorca: Straßenverkäufer stehen vor dem von Touristen gut besuchten Lokal "Las Palmeras" in der so genannten Bierstraße. In der vorigen Nacht sollen hunderte Urlauber aus Deutschland am Ballermann auf Mallorca Party gemacht haben, ohne sich um die derzeit in Spanien geltenden Corona-Regeln zu scheren. Die Regionalregierung der Balearen hat die Einführung einer strengen Maskenpflicht angekündigt, die am Montag, 13. Juli 2020 in Kraft treten soll. Dann müssen alle Menschen in der Öffentlichkeit Mund- und Nasenschutz tragen, selbst dann, wenn der Sicherheitsabstand gewahrt werden kann.
Bildrechte: dpa

Die Regionalzeitung "Última Hora" titelte "Chaos" und berichtet, vorwiegend betrunkene Touristen hätten an der Playa de Palma Straßenhändler umarmt, hemmungslos mit Fremden geflirtet, keine Masken getragen und die Abstandsregeln nicht eingehalten.

Das Blatt schrieb, die Lage sei am Sonnabend am Ballermann völlig außer Kontrolle geraten. Besonders auf der berühmt-berüchtigten Bierstraße wurde gefeiert, als hätte es das Coronavirus nie gegeben. Die Polizei schritt nicht ein. Die Regionalregierung von Mallorca hatte bereits am Donnerstag die Corona-Regeln verschärft. Wer ab Montag Mund und Nase nicht bedeckt, dem drohen 100 Euro Strafe. Nur am Pool und am Strand gilt keine Maskenpflicht.

"Das Coronavirus hat den Sauftourismus nicht getötet"

Besorgniserregende Szenen gab es unterdessen nicht nur am Ballermann, sondern auch in anderen Teilen der Insel – so zum Beispiel laut regionalen Medien im besonders bei Briten beliebten Magaluf westlich der Inselhauptstadt, wo hemmungslose Party-Urlauber auf geparkten Autos getanzt und dabei hohe Sachschäden verursacht hätten. Hier soll es im Gegensatz zu den Partys am Ballermann Festnahmen gegeben haben.

Die Szenen zeigten, so die "Mallorca Zeitung", wie groß die Gefahr einer zweiten Corona-Welle auf Mallorca sein könnte. Solch große Ansammlungen feiernder und trinkender Menschen hatte man auf den Balearen seit der Öffnung der Grenzen für ausländische Touristen Mitte Juni bisher nicht gesehen. Der "Diario de Mallorca" fasst das Wochenende mit den Worten zusammen: "Das Coronavirus hat den Sauftourismus nicht getötet".

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Juli 2020 | 11:00 Uhr

34 Kommentare

Armin C. vor 3 Wochen

@Maria A.
Vielleicht hätten Sie schreiben sollen die "Freie Deutsche Jugend"?
(Falls das nicht auch zu "pauschal" ist?)
-
"alten weißen Männern" - der ist gut!
Aber vergessen Sie nicht die "alten weißen Frauen",
sonst hagelts Proteste wegen der Frauenquote?!

Anni22 vor 3 Wochen

1. war das zu erwarten (wer hat die Reisewarnung aufgehoben?)
2. wird das nicht nur auf Malle passieren (passiert auch bei uns (Großstadt-Cornern)
Bin mir auch nicht sicher, ob man das wirklich in einer freien Gesellschaft verhindern kann.


emlo vor 3 Wochen

Sorry, aber Sie schreiben ziemlichen Unfug. Wieso kann denn die Regierung "tun und lassen, was sie will"? Und wieso halten "alle" still? Da scheinen Ihnen aber so einige Meldungen durch die Lappen gegangen zu sein! Die demokratischen Prozesse sind alle ganz normal in Gang und es gibt keinen "Ausnahmezustand", auch wenn Sie den in Anführungszeichen gesetzt haben. Sie können z.B. jederzeit Petitionen einreichen, Demonstrationen anmelden usw. usf.