Drei Tote Staatsanwaltschaft ermittelt nach Lawinenunglück

Nach dem Lawinenunglück in Südtirol mit drei Toten, darunter eine Mutter und ein Mädchen aus Thüringen, wird gegen fünf Personen ermittelt. Sie stehen im Verdacht, die Lawine fahrlässig ausgelöst zu haben.

Rettungskräfte arbeiten bei einer Suchaktion nach einer Lawine auf einer Skipiste
Bei dem Lawinenunglück kamen drei Menschen ums Leben. Bildrechte: dpa

Nach dem Lawinenunglück in Süd-Tirol am Samstag mit drei toten Deutschen ermittelt die Staatsanwaltschaft Bozen. Wie die Behörde mitteilte, stehen fünf Personen im Verdacht. Ihnen werden fahrlässige Tötung und Herbeiführung eines Lawinenunglücks vorgeworfen. Um wen es sich dabei handelt, wurde nicht bekannt.

Für die Beweisaufnahme wurde die betroffene Piste im Schnalstal gesperrt. Die Ermittler müssen herausfinden, ob der Betreiber das Risiko falsch eingeschätzt oder ein Skifahrer das Unglück abseits des Hauptwegs ausgelöst hat.

Silvesterfeuerwerk fällt in Gedenken aus

Am Montagabend waren Gedenkfeiern im Schnalstal angesetzt. Bei einem Fackelzug fuhren Skilehrer der örtlichen Skischule in der Nähe der Unglückspiste ab, sagte eine Mitarbeiterin. Der Fackellauf finde jedes Jahr statt. Dieses Mal sei er aber stiller und ohne Party. Nach Angaben der Gemeinde fällt am Dienstag zudem das offizielle Silvesterfeuerwerk aus. Auch die Südtiroler Landesregierung gedachte am Montag im Rahmen einer Regierungssitzung der drei Opfer und sprach den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.

Die Lawine hatte am Samstag eine Mutter und ihre sieben Jahre alte Tochter sowie ein weiteres sieben Jahre altes Mädchen getötet. Die Opfer stammen aus dem Kyffhäuserkreis in Thüringen sowie aus Nordrhein-Westfalen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. Dezember 2019 | 18:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Dezember 2019, 20:03 Uhr

1 Kommentar

Elsburg vor 14 Wochen

Elsburg

Sehr trautige, ja auch sehr tragische Unfall-Todesserie ... statistisch ggf Verkettung widriger Ursachen +Umstände - auch bzgl der Anzahl be~ u. getroffener Personen!

Jeder Treffer ist einer zuviel;
jeder bestimmt selbst, welchem (konkret auch unvorhersehba-rem) Risiko er sich aussetzen will - wobei kein Leben ohne Risiko möglich ist - selbst Willkür ist nicht immer ausschließbar - wie zB durch Terrorist'2o19 in Halle /Saale leider wieder schmerz-lichst bewies ! ...

Das einzig sichere im Leben ist doch von Anbeginn der Tod - ob natürlich oder vorzeitig endend ist allgemein terminlich antizipatorisch immer offen!

Deshalb gibt man die Hoffnung auf Leben nicht auf bis zur Gewißheit über dessen Ende, des Todes!
>Diese Hoffnung (aufs Leben) stirbt zuletzt< !

Daheim als Kinder zu Großeltern aufs Land in Sommerferien mußten wir uns stets an beiden letzten Ferienentagen bei den benachbarten Familien persönl.verabschiebden - "Auswirdersehen" sagen, weil nie selbstverständlich!