Der mexikanische Drogenboss Joaquin "El Chapo" Guzman wird nach seiner Gefangennahme zu einem Hubschrauber geführt.
Joaquin "El Chapo" Guzmán wird bis ans Ende seiner Tage in einem US-Gefängnis bleiben. Bildrechte: dpa

Strafmaß verkündet Lebenslag plus 30 Jahre für Drogenboss "El Chapo"

Der berüchtigte Drogenboss "El Chapo" muss bis ans Lebensende im Gefängnis bleiben. Ein New Yorker Gericht verurteilte den Mexikaner zu lebenslang plus 30 Jahre Haft. Obendrein soll er 12,6 Milliarden Dollar zahlen.

Der mexikanische Drogenboss Joaquin "El Chapo" Guzman wird nach seiner Gefangennahme zu einem Hubschrauber geführt.
Joaquin "El Chapo" Guzmán wird bis ans Ende seiner Tage in einem US-Gefängnis bleiben. Bildrechte: dpa

Der mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán muss für den Rest seines Lebens ins Gefängnis. Ein Gericht in New York verkündete am Mittwoch das Strafmaß gegen den langjährigen Chef des berüchtigten Sinaloa-Kartells. Laut Richter Brian Cogan wurde der 62-Jährige zu lebenslanger Haft plus 30 Jahre verurteilt. Zudem dürfe er keinen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen.

Noch 12,6 Milliarden Dollar zu zahlen

Sicherheitskräfte führen Joaquin Guzman Loera, alias El Chapo, ab
"El Chapo" war von Mexiko an die USA ausgeliefert worden. Bildrechte: IMAGO

Außerdem forderte das Gericht "El Chapo" auf, eine Summe von 12,6 Milliarden Dollar zu zahlen. Wie die Staatsanwaltschaft zuvor mitgeteilt hatte, ist dieser Betrag die "konservative Schätzung" jener Summe, die Guzmán aus der Drogenkriminalität eingenommen hat.

"El Chapo" war im Februar in einem Mammutprozess in allen zehn Anklagepunkten für schuldig gesprochen worden - unter anderem wegen Drogenschmuggels in großem Stil, des Handels mit und des Gebrauchs von Waffen sowie wegen Geldwäsche und der Beteiligung an einer Verbrecherorganisation.

Todesstrafe war ausgeschlossen

Die Staatsanwaltschaft hatte sich für eine lebenslange Haftstrafe ausgesprochen. Guzmáns Verteidiger hatten bis zuletzt erfolglos versucht, den Prozess neu aufrollen zu lassen. Die nach US-Bundesgesetz zulässige Todesstrafe war nach einer Einigung zwischen den USA und Mexiko, von wo aus Guzmán nach seiner Festnahme ausgeliefert worden war, als Strafe ausgeschlossen worden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. Juli 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2019, 09:40 Uhr