Sumatra-Nashorn-Weibchen
Schätzungen zufolge leben in Asien nur noch etwa 80 Sumatra-Nashörner in freier Wildbahn. Bildrechte: dpa

Vom Aussterben bedroht Malaysias letztes Sumatra-Nashorn ist tot

Das letzte in Malaysia lebende Sumatra-Nashorn ist gestorben. Die Art war einst in weiten Teilen Südostasiens und sogar in Ostindien heimisch. Inzwischen gibt es weltweit nur noch knapp 80 Tiere in freier Wildbahn.

Sumatra-Nashorn-Weibchen
Schätzungen zufolge leben in Asien nur noch etwa 80 Sumatra-Nashörner in freier Wildbahn. Bildrechte: dpa

Malaysias letztes Sumatra-Nashorn ist tot. Die 25-jährige Nashorndame Iman starb im malaysischen Teil der Insel Borneo an Krebs, wie die Naturschutzbehörde des Bundesstaats Sabah am Sonntag mitteilte. Das Tier habe wegen seiner Tumore zuletzt an starken Schmerzen gelitten, sagte Behördenchef Augustine Tuuga der Nachrichtenagentur AFP. "Ich denke wir können bestätigen, dass das Sumatra-Nashorn in Malaysia jetzt ausgestorben ist", fügte er hinzu.

Rückgang durch Wilderei und Zerstörung des Lebensraumes

Das Sumatra-Nashorn ist das einzige asiatische Nashorn mit zwei Hörnern. Einst waren Sumatra-Nashörner in weiten Teilen Südostasiens und sogar in Ostindien heimisch, nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF leben inzwischen aber nur noch knapp 80 Tiere. Einige der Nashörner leben noch in Indonesien. Ihre Zahl ging insbesondere durch Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraumes stark zurück.

Malaysias letzter Sumatra-Nashornbulle Tam war im Mai gestorben. Er hatte im selben Schutzgebiet wie Iman im Bundesstaat Sabah gelebt. Sabah liegt im nördlichen Teil der Insel Borneo, die von Malaysia, Indonesien und dem kleinen Staat Brunei geteilt wird.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. November 2019 | 12:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. November 2019, 13:57 Uhr