Eine junge Frau trägt Creme unter ihren Augen auf.
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Augenpflege Tipps für rundum schöne Augen

Strahlend schön und leuchtend, Augen gelten als Fenster zur Seele. Doch die Wirklichkeit ist oft ernüchternd. Die Augen sehen müde und abgekämpft aus. Die Hautpartien rund ums Auge altern schneller als andere Stellen. Tipps für rundum schöne Augen gibt es von Kosmetikerin Tina Pfau.

Eine junge Frau trägt Creme unter ihren Augen auf.
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Warum altert die Haut rund um die Augen schneller?

Die Zeit bringt es leider mit sich, dass der Teint um die Augen unregelmäßiger und fleckiger, die Haut dünner und unelastischer wird. Die Stützfunktion des Bindegewebes lässt nach, die Haut verliert an Volumen, die Versorgung mit Nährstoffen wird schlechter. Ein ungesunder Lebensstil tut ein Übriges: Sonnenbäder, Nikotin, Alkohol und wenig Schlaf, schlechte, einseitige Ernährung.

Was hilft, den Alterungsprozess zu verlangsamen?

Ab 30 Jahren unbedingt zu einer reichhaltigen Augenpflege mit cremiger Konsistenz greifen. Dann profitiert die Haut zudem von Anti-Aging-Wirkstoffen, die die Kollagen- und Elastinbildung sowie die Zellerneuerung anregen. Dazu zählen etwa Peptide, Niacinamid (Vitamin B3), Vitamin C und Spurenelemente. Wer die Augen jung halten will, sollte außerdem den Schatten bevorzugen. Beispielsweise das Tragen einer XL-Sonnenbrille, und man sollte auf UV-Filter in der Augencreme achten.

Wie entstehen Augenringe?

Eine Frau trägt eine Creme im Gesicht auf
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Das hängt davon ab, ob sie eher bläulich oder bräunlich schimmern. Bläuliche Schatten entstehen, wenn durch den Abbau von Fettgewebe die Haut unter den Augen dünner wird und die darunterliegende Muskulatur hindurchscheint. Bei bräunlichen Augenringen dagegen ist die Haut übermäßig pigmentiert, sie sind häufig angeboren.

Hier helfen Wirkstoffe, die die Mikrozirkulation anregen – sie sollen die bläulichen Schatten mildern. Ein bewährter Wirkstoff ist Koffein. Weil sich der Effekt aber nur langsam aufbaut, sind Anti-Augenringe-Fluids mit leichter Tönung besser geeignet. Aber es helfen auch ganz spezielle Augencremes.

Was tun gegen Tränensäcke?

Für die unschönen Schwellungen gibt es viele Gründe. Manchmal ist der Abfluss der Lymphe gestört, dann bilden sich Ödeme – etwa, wenn die Nacht zu kurz war. Manchmal quellen die Fettansammlungen derart auf, dass sie die Sicht einschränken. Wenn der Unterlidmuskel mit den Jahren schwächer wird, können die Augenfettkörperchen nach unten absacken.

Bei vorübergehenden Schwellungen können spezielle Produkte ausreichen, wie kühlende Augen-Roll-ons und -gele mit Extrakten aus Rosskastanie oder spezielle Augencremes.

Welche Hausmittel helfen?

Hausmittel wie eiskalte Löffelrücken und Schwarzteebeutel machen unter dem Auge wieder "schlank". Für zehn Minuten auflegen und das Gesicht dabei komplett entspannen. Eine Akupressur-Massage entstaut ebenfalls.

Trend: Microblading

Schluss mit zu dünnen Augenbrauen, dass verspricht die Microblading-Methode.

So funktioniert's: Mit einem Skalpell ritzt die Kosmetikerin haarähnliche Striche in die Haut. Anschließend wird Farbe aufgetragen, die unter den vorgeschnittenen Ritzen haften bleibt. Vor der Behandlung sollten mögliche Allergien geklärt werden, um gesundheitlichen Risiken vorzubeugen. Bevor die Farbe unter die Haut kommt, müssen die Abstände zwischen den Augenbrauen akkurat ausgemessen werden. Das ist wichtig, damit beide Brauen am Ende auch symmetrisch sitzen.

Damit das Farbergebnis auch wirklich passt und alles nicht zu hell oder gar zu dunkel wird, sollte die Farbe vorab getestet werden. Anders als beim Permant-Make werden beim Microblading organische oder mineralische Pigmente in die Haut gebracht, die durch die natürliche Erneuerung der Hautschichten nach circa ein bis zwei Jahren wieder verbleichen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 14. Mai 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2018, 17:00 Uhr