Beauty-Tipps So pflegen Männer ihre Haut richtig

Auch Männer legen Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Doch welche Pflegeprodukte brauch man(n) überhaupt? Kosmetik-Fachfrau Tina Pfau gibt Tipps und klärt auf, was jeder Mann im Badschrank haben sollte.

Ein Mann schaut in einen Spiegel und hält in der Hand eine kleine Tube.
Bildrechte: Ilong Göll

Männerkosmetik liegt voll im Trend

Augenbrauenzupfen und Brusthaar-Entfernung sind längst kein Tabu mehr. Auch Cremes und Parfums sind im Badezimmer Standard. Popstars und Spitzensportler haben es vorgemacht: Selbst Schminken ist für Männer längst kein No-Go mehr. Wenn auch nicht so offensichtlich und plakativ. Doch Abdeckstift und Co. gehen schon mal.

Inzwischen ist Männerkosmetik auch ein Karriere-Booster, findet Kosmetikerin Tina Pfau. Ein gut gepflegter Mann wirkt einfach überzeugender, weil er auf sich achtet. Das kommt schließlich auch bei Geschäftskunden an.

Was sollten Männer kosmetisch machen?

Männer legen zunehmend Wert auf Schönheitspflege. Doch welche Pflegeprodukte brauchen Männer überhaupt? Kosmetik-Expertin Tina Pfau gibt Tipps, damit man(n) alles richtig macht.

Die Haut täglich reinigen

Einem Mann wird von einer Frauenhand Creme an die Nase getupft.
Bildrechte: Ilong Göll

Ein echter Mann lässt nur Seife und Wasser an die Haut? Das reicht in den wenigsten Fällen aus. Für einen gesunden und strahlenden Teint sollte die Männerhaut morgens und abends mit einem Waschgel und mit einem Gesichtswasser gereinigt und geklärt werden. Regelmäßige Peelings helfen, um Hautunreinheiten vorzubeugen. Dabei werden die abgestorbenen Hautzellen entfernt und die Haut kann besser atmen. Die beste Vorbeugung gegen Hautunreinheiten. Und: spätestens ab 40 freut sich auch die Männerhaut über zusätzlichen Schutz und Feuchtigkeit durch Cremes.

Niemand mag spröde Hände

Hand aufs Herz: Spröde und raue Hände sehen nicht nur unschön aus, sondern fasst auch niemand gerne an. Da sollte eine Handcreme schon drin sein: Sie sorgt für glatte und geschmeidige Haut und verhindert Trockenheitsflecken sowie Rötungen.

Ein schöner Bart will gepflegt werden

Ein rasiertes Gesicht wirkt attraktiv. Auch ein Bart kann in Sachen Sex-Appeal mithalten. Aber nur, wenn er auch gut gepflegt ist. Das heißt: Waschen, regelmäßig trimmen und mit etwas Öl pflegen. Empfehlenswert ist für einen gepflegten Vollbart eine Länge von knapp zwei Zentimetern.

Die persönliche Duftnote

Männer schwitzen mehr als Frauen. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Darum folgen viele Männer bei der Wahl eines Deos der Devise: Es muss den Schweißgeruch im Zaum halten, mehr aber auch nicht. Doch ein hochwertiges Deo kann viel mehr, es verleiht auch Individualität. Übrigens: Benutzten in den 60er-Jahren in Deutschland lediglich 10 Prozent der Männer ein Eau de Toilette, sind es inzwischen nahezu so viele Männer wie Frauen.

Was unterscheidet weibliche und männliche Haut?

Die Haut von Männern ist dicker, fester und darum zunächst resistenter gegen Falten. Sie hat auch mehr Pigmente und kann daher Sonnenstrahlen etwas besser verkraften. Das liegt daran, dass Männer über mehr Testosteron verfügen. Nachteil ist, dass Männer daher zu öliger Haut neigen. Sie haben eine erhöhte Talgproduktion und deshalb meist größere Poren. Die lästige Folge: Entzündungen, Pickel, Akne. Ab 40 wird’s besser, dann aber kommen die typischen Alterserscheinungen.

Was sind die klassischen Männerbeschwerden?

Hautreizungen entstehen nicht nur durch ölige Haut, sondern auch durch das Rasieren. Aber auch Nikotin, Alkohol und schlechte Ernährung zeigen sich durch Ausschläge, Pickel, Rötungen der Haut. Und natürlich alles, was auch Frauen nervt: Zornesfalten, Schlupflider, Augenringe, Doppelkinn oder Krähenfüße um die Augen. Ein typisches Zeichen des Alters sind auch hängende Wangen.

Regelmäßige Pflege ist daher wichtig.

Was sind die größten Fehler, die Männer machen?

Das ist recht einfach. Nämlich: Gar nichts zu machen, wenn Probleme auftauchen. Denn das wirkt nicht etwa männlich, sondern schlicht ungepflegt. Sonnenbaden ohne Sonnenschutz geht heute schließlich auch nicht mehr.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 06. Mai 2019 | 17:00 Uhr