Listerien Räucherlachs als Auslöser für Listeriose-Ausbrüche

Das Robert Koch-Institut hat Anzeichen dafür gefunden, dass bei 22 vergangenen Listeriose-Ausbrüchen offenbar Lachsprodukte die Ursache waren. Es gibt Hinweise, dass geräucherter oder gebeizter Lachs die Quelle der Erkrankung war.

Elektronenmikroskopische Aufnahmen von Listerien (Listeria monocytogenes) auf der Oberfläche einer dendritischen Zelle.
Auf geräuchertem Fisch können sich Listerien finden. Bildrechte: dpa

Bei 22 in der Vergangenheit liegenden bundeslandübergreifenden Listeriose-Ausbrüchen in Deutschland waren möglicherweise geräucherter oder gebeizter Lachs die Ursache. Zu dem Schluss kommt das Robert Koch-Institut in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung.

Listeriose ist eine Infektionskrankheit, die durch Listerien ausgelöst wird. Das sind Bakterien, die für gesunde Menschen meist ungefährlich sind, für Risikogruppen jedoch tödlich sein können.

Warnung an Verbraucher

Das BfR hatte Verbraucherinnen und Verbraucher zuletzt im September darauf hingewiesen, dass der Verzehr von Räucherfisch mit Risiken behaftet sei. Schwangere, Ältere oder Menschen mit geschwächter Immunabwehr sollten Fisch und Meerestiere nur gut durcherhitzt essen, riet die Behörde.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Januar 2021 | 06:30 Uhr