Krankentransportfahrzeuge fahren zu einem Hangar auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn.
Krankentransporter warteten am Flughafen auf die Verletzten, um sie in Krankenhäuser zu bringen. Bildrechte: dpa

Nach Busunglück Verletzte Urlauber aus Madeira zurück in Deutschland

Drei Tage nach dem Busunglück auf Madeira sind die meisten Überlebenden am Samstag in Köln gelandet. Unter den Verletzten sind auch Urlauber aus Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Identifizierung der Toten dauert indes noch an.

Krankentransportfahrzeuge fahren zu einem Hangar auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn.
Krankentransporter warteten am Flughafen auf die Verletzten, um sie in Krankenhäuser zu bringen. Bildrechte: dpa

Die meisten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira sind wieder in Deutschland. Wie die Luftwaffe auf Twitter mitteilte, landete die medizinisch ausgerüstete Spezialmaschine der Bundeswehr am späten Nachmittag mit 15 verletzten Deutschen an Bord in Köln. Nach Angaben der Stadt sind unter den Verletzten auch Urlauber aus Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Laschet dankt Einsatzkräften

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet begrüßte die Eingetroffenen am Flughafen.

Den Rettungssanitätern, Ärzten und der Besatzung der fliegenden Intensiv-Station des Airbus "MedEvad" dankte Laschet für ihren Einsatz. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker ließ den Unfallopfern Genesungswünsche ausrichten.

Der Rettungsdienst der Domstadt erwartete die unterschiedlich schwer Verletzten mit mehreren Teams und Fahrzeugen, um sie in Krankenhäuser zu bringen. Für Angehörige hat der Reiseveranstalter Trendtours nach eigenen Angaben Hotelzimmer reserviert.

Eine Schwerverletzte nicht transportfähig

Wie portugiesische Medien unter Berufung auf Behörden berichten, war eine Deutsche noch nicht transportfähig und muss vorerst in der Klinik Dr. Nélio Mendonça in Funchal bleiben.

Menschen stehen an der Unfallstelle des Busunglücks.
Menschen stehen an der Unfallstelle des Busunglücks. Bildrechte: dpa

Bei dem Unglück am Mittwochabend waren insgesamt 29 Menschen ums Leben gekommen. Die endgültige Identifizierung war am Samstagabend noch nicht abgeschlossen. Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten aus Deutschland sollten noch mit den Ergebnissen der Autopsie durch Rechtsmediziner abgeglichen werden, hieß es.

Unter den Verletzten waren 25 Deutsche sowie der portugiesische Busfahrer und eine Fremdenführerin. Dem Reiseunternehmen zufolge wollten sieben Betroffene am Samstag mit normalen Flügen heimkehren. Für die Leichtverletzten waren vorher ausreichend Kontingente reserviert worden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. April 2019 | 18:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. April 2019, 21:09 Uhr