Kriminalität Ängste wegen Maskenpflicht in Geschäften

In "Spätis", Tankstellen und vielen anderen eher kleineren Geschäften haben Verkäufer derzeit ein mulmiges Gefühl, wenn Kunden maskiert in den Laden kommen. Die Polizei kann hier allerdings beruhigen: Zu mehr Raubüberfällen unter dem Schutz von Corona-Masken ist es bisher nicht gekommen.

Mann mit Atemschutzmaske beim Einkaufen
In größeren Geschäften wie Supermärkten ist die Maskenpflicht weniger beängstigend, in kleineren, wo Verkäuferinnen oft allein mit einem Kunden sind, aber schon. Bildrechte: imago images/Anton Novoderezhkin/TASS

Die wegen der Coronavirus-Pandemie angeordnete Maskenpflicht verunsichert Verkäuferinnen und Verkäufer vor allem kleinerer Geschäfte. Das hat MDR-AKTUELL-Reporter Andre Seifert in Gesprächen mit Inhabern solcher Läden festgestellt.

Eine von Michael Nochs Masken mit Sichtfenster
Mögliche Alternative: Schutzmaske mit Sichtfenster Bildrechte: Stickerei Noch

So sagte etwa der Betreiber eines Spätverkaufs in der Leipziger Südvorstadt, dass Stammkunden auch mit Maske erkennbar seien: "Aber mit Laufkundschaft ist es problematisch, weil wir gar nicht wissen, wer steht hinter der Maske." Da gebe es durchaus ungute Gefühle.

Die Polizei kann jedoch beruhigen: Überfälle mit Mund- und Nasenschutz spielten aktuell keine Rolle, sagte der Sprecher des Landespolizeipräsidiums, Pascal Ziehm, bei MDR AKTUELL: "Es ist verständlich, dass Ladenbesitzer ein mulmiges Gefühl haben. Allerdings sprechen die bisherigen Zahlen der sächsischen Polizei hier eine andere Sprache. Es ist sogar so, dass die ohnehin relativ geringen Zahlen von Raubdelikten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar noch um ein Fünftel zurückgegangen sind."

Aus Tätersicht lohnen sich Raubüberfälle auf kleinere Geschäfte in Zeiten der Corona-Pandemie ohnehin weniger, weil in den Ladenkassen wegen der deutlich häufigeren Kartenzahlungen der Kunden einfach weniger Bargeld liegt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Juni 2020 | 08:54 Uhr

6 Kommentare

Peter vor 30 Wochen

Bitte, Altmeister 50, fassen Sie sich an die eigene Nase. Sie haben die Maskenpflicht auf ein anderes Thema geleitet.
Übrigens finde ich die Parallelen von Den Haag zu Stuttgart verblüffend. In Den Haag ausgewiesene Corona-Gegner und Randalierer ohne Abstand und Maske. In Stuttgart habe ich auch keinen Randalierer mit Maske gesehen. Gehörten beide Randalierergruppen zum gleichen Klientel?

Altmeister 50 vor 30 Wochen

@ Peter
Hier geht es um die Maske als zusätzliches Angstinstrument im Zusammenhang mit Raub.
Wollen Sie damit ausdrücken, dass die ähnlichen Ereignisse in Den Haag das Ganze in Stuttgart völlig normal erscheinen lassen, sozusagen als wild ausufernder Maskenball mit Plünderung, der zum normalen Corona- Protest gehört ?

Peter vor 30 Wochen

Altmeister 50, Sie spielen mit Ihrem Statement sicherlich auf die Krawalle in Stuttgart an. Könnte es sein, dass die Randalierer dort wie einige andere Herrschaften auch nichts von den Corona-Schutzmaßnahmen hielten?
In einem anderen Bericht steht, dass es auch bei einer Anti-Corona-Demo in Den Haag zu ähnlichen gewaltsamen Auseinandersetzungen kam.