"MDRfragt" zu Ernährung und Bewegung Jeder Dritte hat in der Corona-Zeit zugenommen

"Bleiben Sie zu Hause", appelierte die Politik an die Bürgerinnen und Bürger. Dem folgten viele. Doch diese Coronaschutzmaßnahme hat wohl auch Nebenwirkungen. Jeder Dritte der Befragten Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat in der Corona-Zeit zugenommen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Befragung des MDR-Meinungsbarometers "MDRfragt" und des MDR-Magazins "Hauptsache gesund". Gut die Hälfte konnte ihr Gewicht halten. Jeder Zehnte gibt an, sogar abgenommen zu haben.

Junge Frau steht auf einer Körperwaage
Bildrechte: PantherMedia / Arne Trautmann

Einfluss auf das Körpergewicht hat u.a. die Bewegung. Aus den  Umfrageergebnissen geht hervor, dass sich jeder Dritte in der Corona-Zeit weniger bewegt hat als davor. Bei der Hälfte der Befragten hat sich nichts geändert. Aktiver geworden sind zehn Prozent der Umfrageteilnehmer.

Jeder Zehnte ernährt sich in der Pandemie ungesünder

Neben der Bewegung wirkt sich auch die Ernährung auf das Körpergewicht aus. Jeder Zehnte gab an, sich in der Pandemiezeit ungesünder ernährt zu haben als vorher. Die Mehrheit (81 Prozent) hat ihr Essverhalten beibehalten. Gesünder als vorher essen eigenen Angaben zufolge neun Prozent der "MDRfragt"-Teilnehmer.

Essverhalten in der Corona-Zeit
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25 Prozent kochen häufiger zu Hause

Ihre Essgewohnheiten haben laut Umfrage wenige verändert. Seit Pandemiebeginn kocht jeder Vierte häufiger zu Hause als vorher. Bei der Mehrheit ist in der heimischen Küche alles beim Alten geblieben. Bei der Nutzung von Lieferservices sieht es ähnlich aus. Jeder Fünfte hat in der Corona-Zeit häufiger bestellt oder das Essen im Restaurant abgeholt. Gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer nutzt die Außerhauszubereitung nicht mehr und auch nicht weniger als zuvor. 16 Prozent gaben in der Umfrage an, in der Pandemie weniger häufig als in der Vor-Corona-Zeit bestellt zu haben.

Familie kocht
Kochen zuhause: ein paar machen es seit der Corona-Zeit häufiger. Bildrechte: IMAGO

Und auch beim Zwischendurchnaschen von Süßigkeiten und Knabbereien hat nur eine Minderheit häufiger zugelangt als vor der Pandemie. 17 Prozent haben es in der Corona-Zeit häufiger getan. Fast drei Viertel haben ihr Naschverhalten trotz gestiegenen Frustlevels nicht geändert.

MDRfragt-Erhebung zu Ernährung und Bewegung in der Corona-Zeit Die Befragung wurde zwischen dem 12. und 15.02.2021 durchgeführt. Daran haben sich knapp 26.000 Menschen der drei mitteldeutschen Länder beteiligt. Das MDR-Meinungsbarometer ist eine gewichtete Online-Befragung, an der sich Einwohner aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beteiligen können. Es hat derzeit rund 41.000 registrierte Mitglieder.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Haupsache gesund | 18. Februar 2021 | 21:00 Uhr