Thomas Perlmann (r), Generalsekretär des Nobelkomitees, verkündet die Nobelpreisträger 2019 für Physiologie oder Medizin während einer Pressekonferenz, während die drei Gewinner auf eine Leinwand projiziert werden.
Am Montag hat in Stockholm die Bekanntgabe der diesjährigen Nobelpreisträger begonnen. Den Anfang machte der Medizin-Nobelpreis. Bildrechte: dpa

Bekanntgabe in Stockholm Medizin-Nobelpreis für zwei US-Forscher und einen Briten

Mit ihrer Entdeckung haben sie den Weg zu Therapien gegen Krebs und andere Krankheiten frei gemacht. Die Forscher Ratcliffe, Kaelin und Semenza fanden heraus, wie Zellen auf Sauerstoff reagieren. Jetzt haben sie einen Nobelpreis bekommen.

Thomas Perlmann (r), Generalsekretär des Nobelkomitees, verkündet die Nobelpreisträger 2019 für Physiologie oder Medizin während einer Pressekonferenz, während die drei Gewinner auf eine Leinwand projiziert werden.
Am Montag hat in Stockholm die Bekanntgabe der diesjährigen Nobelpreisträger begonnen. Den Anfang machte der Medizin-Nobelpreis. Bildrechte: dpa

Der Nobelpreis für Medizin geht dieses Jahr an den Briten Peter Ratcliffe sowie die US-Amerikaner William Kaelin und Gregg Semenza. Wie das schwedische Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mitteilte, werden sie damit für ihre Entdeckung molekularer Mechanismen ausgezeichnet, mit denen auch menschliche Zellen den Sauerstoffgehalt wahrnehmen, um sich dessen Veränderungen anpassen zu können.

Die Kenntnis dieser Mechanismen sei wichtig für die Behandlung zahlreicher Krankheiten, hieß es von der Jury. Diese Entdeckung habe neue Wege eröffnet für Strategien etwa gegen Anämie ("Blutarmut"), Krebs und andere Erkrankungen.

Nobelpreis-Woche eröffnet

Medaille mit dem Konterfei von Alfred Nobel
Im vergangenen Jahr ging der Medizin-Nobelpreis an zwei Krebsforscher. Bildrechte: dpa

Mit dem Preis für Medizin hatte am Montag die Woche der Nobelpreis-Verkündungen begonnen. Am Dienstag und Mittwoch sind der Physik- und der Chemie-Nobelpreis an der Reihe. Am Donnerstag folgt der Literatur-Nobelpreis. Am Freitag wird bekannt, wer den diesjährigen Friedensnobelpreis bekommt. Am kommenden Montag wird der von der schwedischen Reichsbank gesondert gestiftete Preis für Wirtschaft vergeben.

Die feierliche Verleihung der Preise findet am 10. Dezember statt, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel. Alle Auszeichnungen sind mit neun Millionen Schwedische Kronen, umgerechnet etwa 830.000 Euro dotiert.

Den Preis für Medizin haben seit 1901 insgesamt 216 Menschen erhalten, darunter zwölf Frauen. Der erste war an den deutschen Bakteriologen Emil Adolf von Behring gegangen - für die Entdeckung einer Therapie gegen Diphtherie.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. Oktober 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Oktober 2019, 15:54 Uhr