Polizeifahrzeuge
Rund 120 Polizisten sind im Einsatz, um den Urhebern der Drohschreiben vom Juli auf die Spur zu kommen. Bildrechte: imago/Eibner

Auch in Mitteldeutschland Nach Drohschreiben: Razzien in vier Bundesländern

In Thüringen, Sachsen-Anhalt, Bayern und Baden-Württemberg hat die Polizei auf der Suche nach den Urhebern zahlreicher rechtsextremer Drohschreiben sieben Objekte durchsucht. Es gab sieben Beschuldigte, sechs von ihnen wurden vorläufig festgenommen, inzwischen sind sie wieder auf freiem Fuß.

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Rund 120 Polizisten sind im Einsatz, um den Urhebern der Drohschreiben vom Juli auf die Spur zu kommen. Bildrechte: imago/Eibner

Bei Razzien in vier Bundesländern wegen rechtsextremer Drohschreiben haben die Ermittler sechs Personen vorläufig festgenommen. Wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mitteilte, befinden sie sich inzwischen wieder auf freiem Fuß. Ein siebter Beschuldigter sei bei den Durchsuchungen in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt nicht angetroffen worden.

Sieben Einsätze in vier Ländern

Rund 120 Polizisten waren bei den Aktionen beteiligt. Es gab drei Einsätze in Bayern, zwei in Baden-Württemberg und je eine in Thüringen und in Sachsen-Anhalt. In Sachsen-Anhalt wurde nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) und die Generalstaatsanwaltschaft München eine Wohnung im Landkreis Mansfeld Südharz durchsucht. In Thüringen wurden demnach Räume in der Region Suhl durchsucht.

Die Ermittler hatten sich von den Durchsuchungen Hinweise auf die Urheber zahlreicher Drohschreiben erhofft. Laut LKA wurden Datenträger wie Computer, Smartphones und Festplatten sichergestellt - "alles was mit dem Versand von E-Mails zu tun hat", sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes. Sämtliche Beschuldigte stünden schon länger im Fokus polizeilicher Ermittlungen.

Die insgesamt 23 E-Mails vom Juli dieses Jahres enthielten unter anderem Drohungen zu Sprengstoffanschlägen gegen Moscheen, Parteizentralen, Medien und andere Einrichtungen. Unterzeichnet waren sie den Angaben zufolge unter anderem mit "Volksfront", "Combat 18" oder "Blood and Honour".

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. Oktober 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Oktober 2019, 08:41 Uhr