Lungenkrankheit Coronavirus - zwei neue Infizierte in Bayern

Die Zahl der mit dem neuen Coronavirus Infizierten ist in Deutschland auf zwölf gestiegen. Das bayerische Gesundheitsministerium meldete zwei weitere Erkrankte, darunter ein Kind.

Illustration - Coronavirus 2019-nCoV
Zwei weitere Menschen in Bayern haben sich nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Bildrechte: dpa

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag zwei neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit sind im Freistaat acht Menschen an dem neuartigen Virus erkrankt. Alle acht stehen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto in Stockdorf bei München.

Weiteres Kind eines Webasto-Angestellten erkrankt

Zunächst hatte das Ministerium mitgeteilt, dass ein Kind eines Webasto-Angestellten erkrankt ist. Bei dessen Vater war die neuartige Virusinfektion bereits in der vergangenen Woche nachgewiesen worden. Ein weiteres Kind ist ebenfalls positiv getestet worden. Alle drei Familienmitglieder befinden sich nach Angaben von Ärzten derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.

Achter Mitarbeiter des Autozulieferers infiziert

Am Abend wurde der zehnte Fall gemeldet. Bei dem neuen Betroffenen handelt es sich um einen weiteren Mitarbeiter des Automobilzulieferers. Der Mann wurde den Angaben zufolge in die Münchner Klinik Schwabing gebracht.

Bei Webasto sind nun insgesamt acht Mitarbeiter und die beiden Kinder betroffen. Angestellte des Unternehmens hatten sich bei einer aus China zu einer Schulung angereisten Kollegin angesteckt. Webasto kündigte an, seine Firmenzentrale in Stockdorf im Landkreis Starnberg bis Dienstag kommender Woche zu schließen.

Insgesamt zwölf Menschen in Deutschland betroffen

Insgesamt gibt es damit in Deutschland bislang zwölf bestätigte Fälle von Erkrankungen durch das neuartige Coronavirus. Zwei der Patienten gehörten zu den mehr als hundert Menschen, die am Sonnabend mit einem Sonderflug aus Wuhan zurückgeholt worden waren. In Thüringen hatte sich Verdachtsfälle in Nordhausen sowie in Erfurt und Apolda nicht bestätigt. Auch nach Verdachtsfällen in Sachsen-Anhalt gab es Entwarnung.

WHO kämpft gegen Falschmeldungen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO kündigte am Montag an, dass sie verstärkt gegen Falschmeldungen und Gerüchte im Zusammenhang mit dem Virus vorgehene will. In China sind nach aktuellen Behördenangaben vom Montag mehr als 17.000 Menschen erkrankt, 361 starben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. Februar 2020 | 22:00 Uhr