White Island Tote bei Vulkanausbruch in Neuseeland

Auf der neuseeländischen Insel White Island sind Dutzende Touristen von einem Vulkanausbruch überrascht worden. Die Polizei rechnet mit mehr als 20 Toten.

Weißer Rauch steigt aus einem Inselvulkan.
White Island ist Neuseelands einzige aktive Vulkaninsel.  Bildrechte: dpa

Auf der neuseeländischen Insel White Island sind bei einem Vulkanausbruch offenbar mehr als 25 Menschen ums Leben gekommen. Bis zum Montagabend wurden fünf Tote geborgen und 18 Verletzte gerettet. Mehr als 20 Personen werden noch vermisst. Hoffnung auf weitere Überlebende besteht nach Angaben der Polizei aber nicht mehr. Bei Erkundungsflügen seien keine Lebenszeichen entdeckt worden.

50 Besucher während Ausbruch in Vulkannähe

Zum Zeitpunkt der Eruption hatten sich laut Polizei etwa 50 Touristen und Touristenführer in der Nähe des Vulkans aufgehalten. Darunter waren auch Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs. Über mögliche deutsche Betroffene liegen dem Auswärtigen Amt keine Informationen vor.

Auf Live-Bildern von dem Vulkan war zu sehen gewesen, dass sich eine Gruppe von Besuchern nur wenige Sekunden vor dem Ausbruch am Boden des Kraters aufgehalten hatte. Mehr als ein halbes Dutzend Menschen lief innerhalb des Kraterrandes, als der White Island Vulkan plötzlich ausbrach. Dann wurde das Bild dunkel.

Rettungskräfte können nicht auf die Insel

Zunächst seien 23 von ihnen in Sicherheit gebracht worden. Fünf von ihnen seien aber ihren schweren Verletzungen erlegen. Auch einige der 18 Überlebenden erlitten demnach schwere Verbrennungen. Weil weitere Ausbrüche befürchtet wurden, ist ein Betreten der Insel aktuell nicht möglich.

Insel unbewohnt

Den letzten größeren Ausbruch gab es 2016. Der Vulkan war schon seit mehreren Wochen wieder verstärkt aktiv. White Island liegt etwa 50 Kilometer von der Küste von Neuseelands Nordinsel entfernt und befindet sich in Privatbesitz. Die Insel ist unbewohnt. Mehrere Unternehmen bieten aber Tagestouren für Touristen an.

Die Insel wird pro Jahr von etwa 10.000 Ausflüglern besucht, das Betreten ist nur mit einem ausgebildeten Führer erlaubt. Die Touristen müssen dabei standardmäßig einen Schutzhelm und wegen austretender Schwefeldämpfe eine Atemschutzmaske tragen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. Dezember 2019 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Dezember 2019, 09:27 Uhr

1 Kommentar

wer auch immer vor 6 Wochen

Zur falschen Zeit am falschen Ort.

Ein Ausbruch ist nicht vorhersehbar.
Damit muss man immer rechnen.