Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr räumen eine Straße.
Einsatzkräfte räumen eine Straße bei Kals in Osttirol. Bildrechte: dpa

Schnee- und Regenfälle Ein Toter und mehrere Verletzte in Österreich

Bei Abgängen von Geröll- und Schlammlawinen sind in Österreich ein Mensch getötet und weitere verletzt worden. Häuser wurden zerstört, Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten, Bahnstrecken und Straßen blockiert.

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr räumen eine Straße.
Einsatzkräfte räumen eine Straße bei Kals in Osttirol. Bildrechte: dpa

Bei dem Unwetter- und Schneechaos in Österreich ist am Montag ein Mensch ums Leben gekommen. Mehrere weitere wurden verletzt. In Bad Kleinkirchheim in Kärnten wurde ein Haus durch eine Schlammlawine erfasst und fast vollständig zerstört. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 79-jährige Besitzer hinter seinem Haus von der Lawine erfasst und getötet.

Im benachbarten Bundesland Salzburg schob eine Mure in dem Kur- und Wintersportort Bad Gastein zwei Häuser aufeinander und zerstörte sie. Aus beiden Häusern wurde je eine Frau verletzt geborgen.

Lage in mehreren Bundesländern angespannt

Nach tagelangen schweren Schnee- und Regenfällen war die Lage in den Bundesländern Kärnten, Salzburg, Tirol und in der Steiermark am Montag angespannt.

Bad Gastein: Im Ortsteil Badbruck ist in der Nacht zu Montag eine Schlammlawine auf zwei Wohnhäuser niedergegangen.
In Bad Gastein hat eine Schlammlawine zwei Häuser getroffen. Zwei Menschen mussten gerettet werden. Bildrechte: FEUERWEHR BAD GASTEIN/APA/dpa

Allein in Kärnten gab es seit Sonntag mehrere tausend Feuerwehreinsätze. 1.400 Haushalte waren bis Montagmittag ohne Strom. Mehrere Orte in Kärnten und Salzburg waren von der Außenwelt abgeschlossen.

Straßen waren wegen Überschwemmungen und Geröll nicht befahrbar. Es gab etliche Katastropheneinsätze. Die Einwohner wurden aufgerufen, ihre Wohnungen und Häuser nicht zu verlassen. Mehrere Gebäude wurden evakuiert.

Zahlreiche Bahnstrecken blockiert

Auch zahlreiche Bahnstrecken wurden von Gerölllawinen blockiert und mussten gesperrt werden. Im Ost- und Südtiroler Pustertal entgleiste ein Zug, als eine Gerölllawine auf die Gleise niederging. Personal und Passagiere konnten unverletzt gerettet werden. Wegen eines Lawinenabgangs in der Nähe der Talstation der Stubaier Gletscherbahnen waren vorübergehend 650 Gäste und Mitarbeiter der Bahn im hinteren Stubaital eingeschlossen.

Tauernautobahn zeitweise gesperrt

Neustift Im Stubaital: Die Stubaitalstraße ist nach einem Lawinenabgang gesperrt.
Wegen der Schneemassen sind in Österreich zahlreiche Straßen gesperrt. Bildrechte: dpa

Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA waren im Westen und Süden Österreichs auch zahlreiche andere Zugstrecken wegen Lawinen gesperrt. Teilweise war wegen gleichzeitiger Straßensperrungen nicht einmal Schienenersatzverkehr möglich.

Die Tauernautobahn wurde wegen Lawinengefahr vorübergehend gesperrt. Am Montagabend wurde die Sperrung wieder aufgehoben.

Zweithöchste Lawinenwarnstufe

Nach Angaben des österreichischen Wetterdienstes waren von Freitag- bis Montagmorgen in Oberkärnten, Osttirol und den südlichen Regionen von Salzburg stellenweise bis zu 300 Millimeter Niederschlag gefallen. Für Osttirol, die südlichen Ötztaler Alpen, die Brennerregion und die südlichen Stubaier Alpen bis zum Zillertaler Hauptkamm galt weiter die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. November 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. November 2019, 20:31 Uhr