Infektionsgefahr Peking sagt wegen Coronavirus große Neujahrsfeiern ab

China hat wegen des Coronavirus seine großen Neujahrsfeiern in Peking abgesagt. Bis Mittwochvormittag meldete die Staatsfernsehen 17 Todesopfer. In der betroffenen Provinz Hubei seien 544 Menschen erkrankt.

Menschen tragen Mundschutz
In China fürchten die Behörden eine weitere Ausbreitung des Coronavirus. Deshalb wurden in Peking Großveranstaltungen im Rahmen des Neujahrsfestes abgesagt. Bildrechte: dpa

Die großen Neujahrsfeiern in Peking finden wegen des Coronavirus nicht statt. Auch einige touristischen Attraktionen würden geschlossen. Damit zogen die offiziellen Stellen Konsequenzen aus immer mehr Todes- und Krankheitsfällen. Am Mittwochvormittag wurden 17 Tote und mindestens 570 Erkrankte gemeldet. Auch im Ausland wurden Fälle nachgewiesen.

Erste Übertragung auf den Menschen bei Tiermarkt?

Ausgangspunkt sei offenbar ein Tiermarkt in Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei. Die ersten Erkrankungen seien bei Menschen aufgetreten, die diesen Tiermarkt besucht hatten. Zunächst waren die Behörden davon ausgegangen, dass das Virus zwar von Tieren auf Menschen, nicht aber von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Inzwischen bestätigten Mediziner, dass sowohl eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich ist. Ein Übertragungsweg sei dabei die sogenannte Tröpfchen-Infektion.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Januar 2020 | 13:00 Uhr