Neuregelungen Bundesländer wollen Online-Glücksspiele erlauben

Seit langem verhandeln die Länder über eine Reform des deutschen Glücksspielmarkts. Er ist wegen des boomenden Schwarzmarkts im Internet in Schieflage geraten. Bisher illegales Zocken im Internet soll künftig erlaubt sein.

Eine Computermaus liegt auf einem Stapel Glücksspiel-Jetons.
Die Bundesländer haben sich auf eine weitgehende Reform des deutschen Glücksspielmarktes geeinigt. Bildrechte: dpa

Die Bundesländer haben sich nach langen Verhandlungen auf eine weitgehende Reform des deutschen Glücksspielmarktes geeinigt. Diese sieht vor, bisher illegale Glücksspiele im Internet wie Online-Poker oder Online-Casinos künftig zu erlauben, meldet die Deutsche Presse-Agentur.

Neue Maßnahmen zum Spielerschutz

Geplant sind strenge Regeln zum Spielerschutz, wie etwa ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro. Eingeführt werden soll außerdem eine Sperrdatei sowie eine neue zentrale Glücksspielbehörde der Länder. Der Jugend- und Spielerschutz soll gewährleistet, das Entstehen von Wettsucht verhindert werden.

Die Länder ringen seit langem um eine Neuregelung des deutschen Glücksspielmarktes. Diese ist notwendig, weil es in den vergangenen Jahren massive Veränderungen mit einem Boom von bisher nicht regulierten Glücksspielen im Internet gegeben hat. Bisher hat als einziges Bundesland Schleswig-Holstein Lizenzen für Online-Glücksspiele vergeben. Der neue Staatsvertrag soll am 1. Juli 2021 in Kraft treten soll.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Januar 2020 | 09:00 Uhr