Campingurlaub Mit dem Wohnmobil durch Europa

Immer mehr Deutsche entscheiden sich für einen flexiblen Urlaub mit dem Wohnmobil. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man muss nicht im Voraus buchen und gestaltet die Route selbst und Ziele nach den individuellen Bedürfnissen. Warum sich gerade eine Wohnmobilreise durch Europa lohnt und wo es preiswerte Campingplätze gibt, erklärt Reiseexpertin Gesine Jüttner.

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Grenzenloses Campingvergnügen

Camping klingt nach Freiheit, Unbeschwertheit und unkompliziertem Urlaub, nach Flexibilität und nach Familienspaß. Und vielleicht verbringen gerade deshalb immer mehr Menschen ihre Ferien auf wenigen Quadratmetern im Zelt oder auf vier Rädern im Wohnmobil.

Dabei ist Camping aber schon längst nicht mehr einfach nur Zelten mit wenig Komfort. Der Urlaub auf dem Zeltplatz ist vielfältiger geworden und die Ansprüche steigen: WLAN und Satellitenschüssel gehören mittlerweile zur Grundausstattung.

Für jeden Geschmack etwas dabei

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Campingplätze gibt es in fast allen Regionen der Erde und so lässt sich ein Campingurlaub ganz nach den eigenen Vorlieben planen. Viele der Plätze liegen in Küstennähe, sodass einem entspannten Badeurlaub nichts im Wege steht. Was ist schließlich romantischer, als morgens aus dem Zelt zu klettern und bei einer Tasse Tee das glitzernde Meer zu beobachten?

Naturfreunde finden ebenso eine große Auswahl an Campingplätzen in den Bergen, die oft mit einer Panoramaaussicht punkten und ein guter Ausgangspunkt für aktive Wanderungen sind. Doch selbst ein Städtetrip lässt sich wunderbar mit einem Campingurlaub verbinden. Besonders in den Vororten zahlreicher Metropolen warten Zeltplätze auf die Reisenden.

Ausstattung und Annehmlichkeiten

Die meisten Plätze verfügen über verschiedene Angebote, sodass man sowohl mit dem Zelt als auch mit Camper oder Wohnwagen hinfahren kann. Die Zeiten, in denen eigenes Campingequipment Voraussetzung für einen Campingurlaub war, sind längst vorbei.

Bequem und begehrt sind hier Mobilheime, die ausgestattet wie kleine Ferienwohnungen in die Landschaft des Campingplatzes integriert sind. Hier kann man mit wenig Gepäck anreisen und trotzdem die Vorteile eines Campingurlaubs genießen. Ungewöhnliche Unterkunftsarten wie Blockhäuser, Tipis, Baumhäuser oder Campingfässer sind ein echtes Highlight. Vor allem Kinder lieben solche Campingabenteuer.

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In Südeuropa sind viele Campingplätze mit Sportplätzen und Pools ausgestattet, während in Nordeuropa wetterbedingt auch größere Aufenthaltsräume oder Saunen vorzufinden sind. Wählen Sie aus verschiedenen Stufen des Komforts: von der kompletten Selbstversorgung über fest aufgebaute Zelte und Mobilheime bis hin zum Glamping als luxuriösester Form des Campingurlaubs. Allen gemeinsam sind große Flexibilität und die Naturverbundenheit.

Jedes Land in Europa ist flächendeckend mit Campingplätzen ausgestattet. Es gibt einfache und preiswerte Campingplätze ab 16,95 Euro – nach oben alles offen. Als Besitzer einer Campingcard ACSI können Sie bis zu 50 Prozent in der Nebensaison sparen. Auch der ADAC bietet für 23 Euro eine Campcard an.

Die beste Reisezeit

Die optimale Reisezeit für Ihr Campingabenteuer hängt natürlich vom geplanten Urlaubsziel ab. Generell ist jedoch die warme Jahreszeit zu empfehlen. Im Sommer kann man so die unterschiedlichsten Aktivitäten im Freien unternehmen. Wer die Hauptsaison umgehen kann, der hat natürlich eine größere Auswahl und günstigere Preise.

In der Hochsaison unbedingt reservieren

In der Hochsaison sind allerdings viele Campingplätze so gut wie ausgebucht. Eng werden kann es im Sommer vor allem auf den Inseln und an der Küste. Besonders die Campingplatzbetreiber an Nord- und Ostsee empfehlen daher dringend, in den Monaten Juli und August vorab zu reservieren.

Das gilt vor allem für alle, die mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, denn für sie ist es doppelt ärgerlich, wenn sie nach der Ankunft keinen Platz bekommen. Achtung: Manche Campingplätze sind außerdem exklusiv für Dauercamper und nehmen gar keine Kurzurlauber auf.

Die richtige Ausrüstung

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Die richtige Ausrüstung ist der Schlüssel zu einem gelungenen Zelturlaub. Das fängt bei der Auswahl des Zeltes an. Für einen längeren Urlaub sollte es neben den Schlafplätzen auch noch ausreichend Platz für das Gepäck bieten. Damit es auch bei Regen innen trocken bleibt, sollte das Zelt außerdem aus einem wasserdichten Außen- und einem Innenzelt bestehen.

Zum Schlafen benötigen Camper, Isomatte und Schlafsack. Wer öfter zelten geht, sollte bei der Isomatte nicht das allerbilligste Modell wählen. Komfortabler als die einfachen Schaumstoffmodelle sind selbstaufblasbare Isomatten, die sich nach Gebrauch wieder platzsparend zusammenrollen lassen.

Bei den Schlafsäcken reicht im Sommer meist ein leichtes Modell. Im Herbst oder Frühjahr, wenn es nachts schon mal empfindlich kühler wird, sollte aber auf jeden Fall ein wärmerer Schlafsack ins Gepäck. Schilder auf den Schlafsäcken erklären, für welche Temperaturen das jeweilige Produkt geeignet ist.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 09. März 2020 | 17:00 Uhr