Österreich Mehr als 50 Corona-Infizierte im Ferienort St. Wolfgang

Im österreichischen Ferienort St. Wolfgang sind 53 Coronavirus-Infektionen festgestellt worden. Weitere Hunderte Testergebnisse stehen noch aus. Droht ein neuer Hotspot wie im Wintersportzentrum Ischgl?

26.07.2020, ֖sterreich, St. Wolfgang: Das Ortsschild von St. Wolfgang. Mit Hunderten von Tests haben Behörden auf einen Corona-Ausbruch im beliebten oberösterreichischen Touristenort St. Wolfgang reagiert.
Beliebtes Urlaubsziel im Salzkammergut: St. Wolfgang am Wolfgangsee. Bildrechte: dpa

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen am bei deutschen Urlaubern beliebten Wolfgangsee in Österreich ist weiter gestiegen.

Einem Sprecher des Bundeslandes Oberösterreich zufolge waren 53 der am Samstag vorgenommenen 628 Tests positiv. Am Sonntag wurden demnach weitere 419 Tests vorgenommen, deren Ergebnisse am Montag erwartet werden.

Getestet wurden Mitarbeiter von Tourismus-Betrieben, Gäste und Einheimische. Die ersten Infektionen waren bei Auszubildenden und Praktikanten in mehreren Hotels und Gaststätten festgestellt worden.

Kontakte beschränkt

Salzkammergut - St. Wolfgang
Das idyllische St. Wolfgang ist bei deutschen Touristen sehr beliebt. Bildrechte: dpa

Die Gemeinde rief Bewohner und Gäste auf, abends zuhause oder in den Unterkünften zu bleiben. St. Wolfgang hat etwa 2.750 Einwohner. Im Ort sollen sich etwa 500 bis 800 Touristen aufhalten.

Der Ausbruch weckt Erinnerungen an den österreichischen Skiort Ischgl in Tirol, der in der Anfangsphase der Pandemie ein Zentrum der Corona-Ausbreitung in ganz Europa war.

Schutzmaßnahmen wieder verschärft

Insgesamt waren in Österreich am Wochenende etwa 1.500 Menschen mit dem Virus infiziert. Schwerpunkte bei den Neuinfektionen sind die Bundesländer Wien und Oberösterreich.

Angesichts der Entwicklung weitete Österreich die Maskenpflicht wieder aus. In Supermärkten, Bank- und Postfilialen muss seit Freitag wieder ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. Juli 2020 | 20:30 Uhr

27 Kommentare

DER Beobachter vor 13 Wochen

Zumal die Infizierten und die Erkrankten zunehmend jünger sind als noch vor einigen Wochen, und sich gerade dort. Wo sich aktuell Hinz und kunz trifft, auch unter Jüngeren schwere Verläufe häufiger als bisher bei uns ereigneten...

DER Beobachter vor 13 Wochen

Und weil ich mir heute noch das Genick brechen könnte oder überfahren werden, soll ich bis dahin nicht einen in diesen Zeiten empfohlenen (fremd)Schutz tragen oder auf empfohlenen Abstand gehen? Wie bekloppt ist das denn?

Peter vor 13 Wochen

Critica, für die von Ihnen benannten Risiken bis ich weitgehend selbst verantwortlich. Bei Corona ist das anders. Ich infiziere mich bei jemand Anderen. Und wenn dieser Andere, auch angestachelt durch bestimmte Politiker, gegen Regeln verstößt, die mich schützen sollen, dann ist es mein gutes Recht, die Einhaltung der Regeln einzufordern.