Notarzt Rettungswagen des DRK Deutschen Rotes Kreuz
Rettungseinsätze dauern wegen Verkehrsbehinderungen durch Straßenbauarbeiten oft länger. Bildrechte: imago/Ralph Peters

Rotes Kreuz Baustellen behindern Rettungseinsätze

Das Bayerische Rote Kreuz beklagt mangelnde Informationen über Baustellen auf den Straßen gerade in der Sommerzeit. Dadurch verzögerten sich Rettungseinsätze. Schlechte Abstimmung gefährde Menschenleben.

Notarzt Rettungswagen des DRK Deutschen Rotes Kreuz
Rettungseinsätze dauern wegen Verkehrsbehinderungen durch Straßenbauarbeiten oft länger. Bildrechte: imago/Ralph Peters

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) sieht durch die vielen Baustellen gerade in der Urlaubszeit seine Rettungseinsätze behindert. Fahrspur- und Straßensperrungen verlängerten die Anfahrtswege für Rettungsfahrzeuge oder verhinderten sogar Einsätze. Teils machten Baustellen Durchgangsstraßen zu Altenheimen, Schulen oder Arztpraxen komplett unzugänglich.

Rettungsdienste beklagen mangelnde Informationen

Das BRK fordert, dass Bauämter Rettungsdienste in die Planungen für den Straßenbau einbeziehen und genauer informieren. Dann könnten Rettungssanitäter aktuelle Straßensperrungen und Umleitungen besser einplanen. Nur in Einzelfällen funktioniere die Zusammenarbeit. Oft fehle das Verständnis für den Rettungsdienst als unverzichtbaren Teil der Daseinsvorsorge.

Als Beispiel nennt das BRK die Einengung dreispuriger Straßen auf eine Spur. Dort kämen Rettungswagen oft nicht vorbei. Um die vorgegebenen Hilfsfristen einzuhalten seien dann zusätzliche Einsätze von Rettungsdiensten nötig.

Zurückhaltung in Mitteldeutschland

In Mitteldeutschland wurde der Vorstoß des BRK mit Zurückhaltung aufgenommen. Vom Landesverband Sachsen-Anhalt hieß es, solche Probleme seien eher nicht bekannt. Bei der Baustellenplanung würden Rettungskräfte wie die Feuerwehr zudem grundsätzlich mit einbezogen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. August 2019 | 06:22 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. August 2019, 14:13 Uhr