Ein älteres Seniorenpaar beim Einkaufen im Supermarkt
Bildrechte: IMAGO

Produktrückrufe Rückrufaktionen: Das sollten Verbraucher wissen

Glassplitter in der Marmelade oder bedenkliche Inhaltsstoffe im Joghurt – immer wieder werden Produkte von ihren Herstellern zurückgerufen. Doch wie funktioniert so eine Rückrufaktion und wie erfahren Verbraucher davon?

Ein älteres Seniorenpaar beim Einkaufen im Supermarkt
Bildrechte: IMAGO

Wie funktioniert eine Rückrufaktion?

Trotz aller Sorgfalt kommt es immer wieder vor, dass Produktchargen mit bedenklichen, ja gar gefährlichen Fremdkörpern oder gesundheitsgefährdenden Keimen in den Supermarkt-Regalen landen.

Petra Müller von der Verbraucherzentrale Thüringen
Petra Müller von der Verbraucherzentrale Thüringen Bildrechte: Verbraucherzentrale Thüringen

"Wenn ein hinreichender Verdacht besteht, dass Lebensmittel die Gesundheit gefährden könnten, müssen die Hersteller und Händler sofort aktiv werden", erklärt Petra Müller von der Verbraucherzentrale Thüringen. "Die Unternehmen sind verpflichtet, öffentlich vor der potenziellen Gefahr zu warnen und am Regal oder am Eingang darauf hinzuweisen, dass mit einem bestimmten Produkt etwas nicht in Ordnung ist", so die Verbraucherschützerin.

Auch die zuständige Behörde kann eine Rückrufaktion anordnen, wenn diese nach einer Risikobewertung angemessen erscheint. Um Haftungsrisiken zu vermeiden, ziehen die Hersteller oft schon im eigenen Interesse Konsequenzen.

Wo kann man sich über Rückrufaktionen informieren?

Ein Kunde bezahlt an einer Kasse im Supermarkt
Bildrechte: imago/photothek

Wer nicht regelmäßig die Aushänge studiert, kann sich auf dem Portal Lebensmittelwarnung.de informieren. Bereits seit mehreren Jahren fassen die zuständigen Behörden der Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Informationen für Verbraucher auf dem Portal zusammen. Dazu gehören Warnungen zu Lebensmitteln und neuerdings auch Hinweise zu Bedarfsgegenständen sowie Kosmetik. Oft geben die Unternehmen ihre Warnungen auch an Medien weiter.

Welche Rechte und Pflichten haben Verbraucher?

Betroffene Produkte können Kunden auch ohne Kassenbon zurückgeben. Am besten dort, wo sie es gekauft haben. Das Geld wird erstattet.

Kunden, die Sicherheitsmängel an einem Produkt feststellen, sollten den Hersteller informieren. Wichtig ist, den Mangel so genau wie möglich zu beschreiben. Nur dann kann der Hersteller die notwendigen Schritte unternehmen, um die Gefahr für andere Verbraucher zu beseitigen.

Diese Produkte wurden in letzter Zeit zurückgerufen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 22. August 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2019, 09:52 Uhr