Unwetter Schwere Überschwemmungen in China

In China haben Überschwemmungen und seit Wochen anhaltender Regen Schäden von umgerechnet acht Milliarden Euro verursacht. Derzeit spitzt sich die Lage entlang des Jangtse weiter zu, dort wurde die zweithöchste Hochwasser-Warnstufe ausgerufen. Die Armee ist im Einsatz.

Überschwemmungen in China
Überschwemmungen in der chinesischen Provinz Jiangsu. Bildrechte: dpa

China hat wegen anhaltender Regenfälle und Überschwemmungen entlang des Jangtsekiangs (kurz: Jangtse) den Hochwasseralarm auf die zweithöchste Stufe angehoben. Am stärksten betroffen sind den staatlichen Medien zufolge die im Osten gelegenen Provinzen Jiangsu und Jiangxi.

Überschwemmungen in China
Wassermassen in der ostchinesischen Provinz Jiangsu Bildrechte: dpa

Der Pegelstand des Poyang-Sees, dem größten Süßwassersee des Landes, sei auf über 22,52 Meter gestiegen – so hoch wie noch nie. Tausende Soldaten wurden in die Region geschickt, um kilometerlange Uferbefestigungen zu verstärken und einen Durchbruch der Wassermassen zu verhindern.

Die Behörden machen extreme Wetterbedingungen infolge des Klimawandels für den starken Regen verantwortlich. Seit Juni halten die Niederschläge an und haben bereits Schäden von rund acht Milliarden Euro verursacht.

Mehr als 200 Flüsse über der Alarmschwelle

In den vergangenen Tagen hatten die seit Wochen auftretenden heftigen Regenfälle auch in anderen Teilen Chinas schwere Überschwemmungen und teilweise Erdrutsche verursacht. Mehrere Menschen kamen ums Leben, Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen.

Nach Regierungsangaben überschritten seit Anfang Juli 212 Flüsse die Alarmierungsstufe, von denen 19 auf historische Höchststände gestiegen sind.

Überschwemmungen in China
Überschwemmte Straßenzüge. Bildrechte: dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Juli 2020 | 11:00 Uhr