Studie der DAK Viele Schüler trinken regelmäßig Energydrinks

Fast jeder fünfte Schüler zwischen zehn und 17 Jahren greift mindestens einmal im Monat zu einem Energydrink. Das hat eine Befragung der DAK ergeben. Viele Konsumenten berichten von gesundheitlichen Folgen wie Schlafstörungen und Übergewicht.

Energy-Drinks
Energydrinks sind bei vielen Jugendlichen beliebt. Die Krankenkasse DAK warnt vor dem Konsum. Bildrechte: dpa

Viele Schulkinder trinken regelmäßig Energydrinks. Das ergab eine Befragung der Krankenkasse DAK-Gesundheit bei Schülern der fünften bis zehnten Klassen. Danach gaben 19 Prozent der befragten 10- bis 17-Jährigen an, mindestens einmal pro Monat Energydrinks zu trinken.

Zehn Prozent erklärten, einmal im Monat zu Energydrinks zu greifen, sechs Prozent tun dies mindestens ein Mal in der Woche und drei Prozent täglich. Insgesamt wurden mehr als 14.000 Schüler in 13 Bundesländern befragt, mit Ausnahme von Bayern, Hamburg und dem Saarland.

Die Untersuchung ergab, dass die Zahl der Kinder, die Energydrinks zu sich nimmt, mit der Klassenstufe steigt. So trinken sieben Prozent der Schüler in den Klassenstufen 5 und 6 regelmäßig Energydrinks. In den Klassenstufen 7 und 8 sind es 21 Prozent, in den Klassenstufen 9 und 10 bereits 29 Prozent.

Folgen: Schlafstörungen, Hyperaktivität und Übergewicht

Die Krankenkasse DAK erklärte, ihre Studie zeige, dass der Konsum von Energydrinks gesundheitliche Folgen für die Schüler habe. So berichteten 63 Prozent der Jungen und Mädchen mit täglichem Konsum von Problemen beim Ein- und Durchschlafen. In der Gruppe der Schüler, die nie oder nur selten Energydrinks zu sich nehmen, gaben 41 Prozent an, unter Schlafstörungen zu leiden.

Darüber hinaus ergab die Studie, dass 16 Prozent der Schüler mit häufigem Energydrink-Konsum unter Übergewicht leiden. Das seien doppelt so viele wie bei Schülern, die auf die Getränke verzichten.

Laut DAK-Gesundheit wirken sich die Energydrinks auch negativ auf das Konzentrationsvermögen aus. So könnten sich 21 Prozent der Schüler, die täglich zu den koffeinhaltigen Softdrinks griffen, nur schwer konzentrieren. Sie ließen sich zudem leicht ablenken. Von solchen Problemen berichteten nur sechs Prozent der Schüler, die keine Energydrinks zu sich nähmen.

DAK für bessere Kennzeichnung

DAK-Vorstandschef Andreas Storm sagte, gerade für Heranwachsende seien aufputschende Softdrinks bedenklich. Sie enthielten viel Koffein, seien extrem gesüßt und steckten voller synthetischer Zusatzstoffe.

Storm forderte bei MDR AKTUELL, die Energydrinks besser zu kennzeichnen. Auf den Dosen sollten klar Warnhinweise angebracht werden. Es sollte auf mögliche Folgen wie Hyperaktivität und Schlafstörungen hingewiesen werden. Auch ein generelles Werbeverbot brachte Storm ins Gespräch.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. September 2019 | 12:20 Uhr