Nach Sturm "Sabine" Wind lässt nach: Letzte orkanartige Böen am Dienstag

Das Schlimmste vom Sturm "Sabine" ist überstanden – der Montag stand im Zeichen des Aufräumens. Am Dienstag fegen dann nur noch vereinzelt orkanartige Böen über Mitteldeutschland. Lesen Sie hier die Bilanz nach dem Sturm.

Auto durch umgefallenen Baum beschädigt
Während des Sturms wurden einige Autos unter herabstürzenden Bäumen begraben – so wie hier in Dresden. Bildrechte: Roland Halkasch

In der zweiten Nachthälfte zu Dienstag kann es in Mitteldeutschland auch im Flachland noch einmal orkanartige Böen geben. MDR-Meteorologin Michaela Koschack sagte, auch im weiteren Tagesverlauf werde es noch vereinzelte Böen von bis zu 100 km/h geben, diese würden aber zunehmend weniger.  

Sogar Schnee ist Koschak zufolge bis ins Flachland möglich. Hier könne es also auch glatt werden. Im Bergland schneit es sogar richtig. Im Thüringer Wald und im Erzgebirge seien bis zu 15 Zentimeter Neuschnee möglich, erklärte die Meteorologin. Lange halte das kalte Wetter aber nicht an. Bereits am Wochenende erwartet Koschak wieder bis zu 14°C – das Wetter bleibe aber wechselhaft.

Nach "Sabine": Aufräumen in Mitteldeutschland

In Mitteldeutschland stand der Montag nach dem Sturmtief "Sabine" im Zeichen des Aufräumens. In der Nacht war die Feuerwehr vor allem im Harz und in der Altmark zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt – Hauptproblem waren umgestürzte Bäume auf den Straßen.

Auch am Morgen musste die Feuerwehr noch einige Male zur Kettensäge greifen. Mancherorts hatten umgestürzte Bäume Autos unter sich begraben und Totalschäden verursacht – glücklicherweise gab es keine Verletzten.

Der Sturm deckte auch etliche Dächer ab. Im sächsischen Netzschkau wurde das Dach einer Kita zerstört, in Marienberg, ebenfalls in Sachsen, landete das Dach einer Turnhalle auf der Wiese davor.

Nach "Sabine": Sturmschäden in Mitteldeutschland

Ein Baum ist auf ein Auto gestürzt
In Leipzig stürzte ein Baum auf diesen Audi. Bildrechte: Eric Pannier
Ein Baum ist auf ein Auto gestürzt
In Leipzig stürzte ein Baum auf diesen Audi. Bildrechte: Eric Pannier
Ein Feuerwehrmann steht auf einer Leiter und richtet Dachziegel nach Sturmschäden.
In Eisfeld in Thüringen fegte "Sabine" die Ziegel vom Dach und die Schieferplatten von der Fassade. Bildrechte: MDR/News5/Ittig
Dachpappe und Dämmmaterial liegen vor einem Gebäude im Garten
Im sächsischen Netzschkau beschädigte der Sturm das Dach einer Kita. Bildrechte: News5
Ein Flachdach liegt neben einem Gebäude auf einer Wiese.
In Marienberg in Sachsen landete das Flachdach dieser Turnhalle auf der Wiese vor der Halle. Bildrechte: Bernd März
Feuerwehrmänner lassen Wasser in einer überfluteten Straße ablaufen.
Die Thüringer Feuerwehr hatte auch mit überfluteten Straßen zu kämpfen. Bildrechte: MDR/Feuerwehr Heilbad Heiligenstadt
Dach stürzt auf geparkten Pkw
Im Dresdner Stadtteil Großzschachwitz wurde dieses Auto unter der Dachpappe eines Flachdachs begraben. Bildrechte: Roland Halkasch
Auto durch umgefallenen Baum beschädigt
Dieses Auto wurde in Dresden durch einen umgestürzten Baum demoliert. Bildrechte: Roland Halkasch
Sturmschäden in Taucha
Im sächsischen Taucha deckte der Sturm ein Dach ab. Bildrechte: TNN
Sturmschäden in Taucha
Dieses Auto in Taucha konnte nur noch abgeschleppt werden. Bildrechte: TNN
Ein Arbeiter beseitigt mit einem Gebläse Rinde und Äste von einer Straße.
Aufräumen nach "Sabine": In Sachsen-Anhalt hatten die Arbeiter besonders viel zu tun, um die Straßen wieder freizumachen. Bildrechte: dpa
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Tote in Polen und Großbritannien

Meldungen von Verletzten gab es in Mitteldeutschland lediglich eine: Am Sonntagabend wurde ein Mann im Ilm-Kreis von seinem Dach geweht, als er versuchte, dieses zu sichern. Das teilte das Landratsamt am Montag mit.

In Polen und Großbritannien gab es durch das Sturmtief, das dort "Ciara" hieß, dagegen drei Tote. Zwei Polinnen starben in ihrem Auto durch herabstürzende Dachteile, ein Brite wurde durch einen auf sein Auto stürzenden Baum erschlagen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 10. Februar 2020 | 17:45 Uhr

1 Kommentar

Eulenspiegel vor 16 Wochen

Also ich denke an solchen Stürme sollten wir uns gewöhnen. Das wird in Zukunft noch schöner.