Versicherer zu "Sabine" Experten schätzen Sturmschäden auf 600 Millionen Euro

Versicherungsexperten schätzen die Schäden durch das Orkantief "Sabine" in Deutschland auf mehr als eine halbe Milliarde Euro. Es sei allein mit 500.000 Schäden an Gebäuden zu rechnen. Zum Vergleich: Der Orkan "Kyrill" kostete die Versicherer im Jahr 2007 nach heutigem Wert rund drei Milliarden Euro.

Ein Baum ist auf ein Auto gestürzt
"Sabine" richtete Schäden in Höhe von mehr als einer halbe Millarde Euro an – und war damit ein mittelschweres Ereignis. Bildrechte: Eric Pannier

Das Orkantief "Sabine" ist über Deutschland hinweggezogen – nun geht es an die Begutachtung der Schäden. Versicherungsexperten gehen davon aus, dass der Sturm, der am Sonntag und Montag über der Bundesrepublik wütete, die Versicherer rund 600 Millionen Euro kosten wird. Dabei gehen die Versicherungsmathematiker von der Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) davon aus, dass an 500.000 Gebäuden Schäden entstanden sind.

Ein Baum ist auf ein Auto gestürzt
In Leipzig stürzte ein Baum auf diesen Audi. Bildrechte: Eric Pannier
Ein Baum ist auf ein Auto gestürzt
In Leipzig stürzte ein Baum auf diesen Audi. Bildrechte: Eric Pannier
Ein Feuerwehrmann steht auf einer Leiter und richtet Dachziegel nach Sturmschäden.
In Eisfeld in Thüringen fegte "Sabine" die Ziegel vom Dach und die Schieferplatten von der Fassade. Bildrechte: MDR/News5/Ittig
Dachpappe und Dämmmaterial liegen vor einem Gebäude im Garten
Im sächsischen Netzschkau beschädigte der Sturm das Dach einer Kita. Bildrechte: News5
Ein Flachdach liegt neben einem Gebäude auf einer Wiese.
In Marienberg in Sachsen landete das Flachdach dieser Turnhalle auf der Wiese vor der Halle. Bildrechte: Bernd März
Feuerwehrmänner lassen Wasser in einer überfluteten Straße ablaufen.
Die Thüringer Feuerwehr hatte auch mit überfluteten Straßen zu kämpfen. Bildrechte: MDR/Feuerwehr Heilbad Heiligenstadt
Dach stürzt auf geparkten Pkw
Im Dresdner Stadtteil Großzschachwitz wurde dieses Auto unter der Dachpappe eines Flachdachs begraben. Bildrechte: Roland Halkasch
Auto durch umgefallenen Baum beschädigt
Dieses Auto wurde in Dresden durch einen umgestürzten Baum demoliert. Bildrechte: Roland Halkasch
Sturmschäden in Taucha
Im sächsischen Taucha deckte der Sturm ein Dach ab. Bildrechte: TNN
Sturmschäden in Taucha
Dieses Auto in Taucha konnte nur noch abgeschleppt werden. Bildrechte: TNN
Ein Arbeiter beseitigt mit einem Gebläse Rinde und Äste von einer Straße.
Aufräumen nach "Sabine": In Sachsen-Anhalt hatten die Arbeiter besonders viel zu tun, um die Straßen wieder freizumachen. Bildrechte: dpa
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Ein Baum ist auf ein Auto gestürzt
Bildrechte: Eric Pannier

"Kyrill" deutlich teurer

Mit den Kosten, die nach anderen Stürmen angefallen sind, ist "Sabine" aber nicht zu vergleichen. Den Angaben zufolge kostete der Orkan "Kyrill" im Jahr 2007 die Versicherer nach heutigem Wert rund drei Milliarden Euro. "Sabine" werde für die Versicherer dagegen ein mittelstarkes Ereignis werden, wie es alle drei bis vier Jahre vorkomme, hieß es von MSK.

Weiter orkanartige Windböen in tieferen Lagen

Am Dienstag waren noch einige Tief-Ausläufer über Mitteldeutschland zu spüren. Nach Angaben von MDR-Meteorologin Michaela Koschak gab es am Dienstag am Brocken Windgeschwindigkeiten von 145 km/h in den Spitzen, auch auf dem Fichtelberg und Hochwald volle Orkanstärke mit 122 und 128 km/h. In tieferen Lagen habe es in Schauernähe orkanartige Windböen über 100 km/h gegeben. So bleibe es im Laufe Tages windig mit vereinzelten Sturmböen. Ab Donnerstag werde es ruhiger.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 11. Februar 2020 | 19:30 Uhr

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