Coronavirus-Pandemie Ticker: Raschere Impfungen für Grundschullehrer und Erzieher

Grundschullehrer und Erzieher gehören künftig einer Impfgruppe mit höherer Priorität an. Im CDU-Präsidium hat sich die Kanzlerin zu Grundrissen möglicher Lockerungen geäußert. Im Impfskandal von Halle sind die Diensträume von OB Wiegand durchsucht worden. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit verzeichnet einen Höchststand an psychischen Erkrankungen. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Montag, 22. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:01 Uhr | Freiwillige Corona-Schnelltests gut angenommen

Im Thüringer Landkreis Schmalkalden-Meiningen haben kostenlose freiwillige Corona-Schnelltests für alle Einwohner begonnen. Wie Vizelandrätin Susanne Reum am Abend sagte, wurden seit dem Nachmittag 310 Menschen getestet. Dabei habe es ein positives Testergebnis gegeben. Die Corona-Tests im Landkreis Schmalkalden-Meiningen sollen am Dienstag fortgesetzt werden. Dazu sind drei Teams mit Rotkreuz-Helfern und Bundeswehrsoldaten im Einsatz.

20:41 Uhr | Flaggen auf halbmast für Corona-Tote in den USA

Menschen tragen Schutzmasken, während sie vor einem Kaufhaus im New Yorker Stadtteil Brooklyn warten.
Anstehen in New York während der Pandemie Bildrechte: dpa

Die US-Regierung wird ihre Flaggen für fünf Tage auf halbmast setzen, um der fast 500.000 Corona-Toten in den Vereinigten Staaten zu gedenken. Sprecherin Jen Psaki sagte, Präsident Joe Biden werde dies im Rahmen einer Gedenkveranstaltung anlässlich des "traurigen Meilensteins" am Montagabend (Ortszeit) anordnen.

Bis zum Mittag hatten US-Behörden nach Daten der Universität Johns Hopkins 499.186 Todesfälle nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gemeldet. In absoluten Zahlen gibt es in keinem anderen Land der Welt so viele bestätigte Corona-Todesfälle.

19:13 Uhr | Raschere Impfungen für Grundschullehrer und Erzieher

Eine Frau drückt ein Pad auf ihren Oberarm, nachdem sie eine Spritze erhalten hat.
Lehrer und Erzieher werden jetzt früher geimpft Bildrechte: dpa

Bund und Länder haben sich auf schnellere Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Erzieher geeinigt. Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) verständigte sich mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn darauf, Erzieherinnen und Erzieher sowie Beschäftigte an Grund- und Förderschulen in die Priorisierungsgruppe 2 aufzunehmen. Das teilte am Abend der bayerische Gesundheitsminister und GMK-Vorsitzende Klaus Holetschek mit.

Diese Berufsgruppen sollten ein Impfangebot erhalten, soweit der nötige Impfstoff in den Ländern vorhanden sei. Sie waren bislang in der Priorisierungsgruppe 3 eingestuft. Der Bund wird dafür seine Impfverordnung anpassen und die Änderungen bis zum Mittwoch einarbeiten.

19:00 Uhr | Schnelltest-Pläne von Spahn offenbar vorerst gestoppt

Die Corona-Schnelltestpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind offenbar vorerst gestoppt worden. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios wurde diese Entscheidung vom sogenannten Corona-Kabinett getroffen. Der Start werde um eine Woche auf den 8. März verschoben. Es gebe noch zu viele offene Fragen. Auch einige Bundesländer seien unzufrieden mit dem bisherigen Konzept aus dem Gesundheitsministerium. Die Schnelltest-Strategie soll nun nächste Woche beim Bund-Länder-Treffen besprochen werden.

17:52 Uhr | Corona-Warn-App reagiert künftig auf kürzere Kontakte

Junge Frau mit der Corona-Warn-App auf ihrem Smartphone
Corona-Warn-App zeigt niedriges Risiko an Bildrechte: imago images / Petra Schneider

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes soll künftig auch auf kürzere Risikobegegnungen anschlagen. Bislang informiert die App ihre Anwender, wenn sie sich zehn Minuten oder länger in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. Dieser Zeitraum werde nun auf fünf Minuten verkürzt, hieß es aus der Bundesregierung.

Durch die Anpassung der Risikoberechnung werde ein leichter Anstieg der als tatsächlich risikoreich eingeschätzten Begegnungen, die in der App rot markiert werden, erwartet, hieß es. Außerdem werde auch die Zahl der erfassten Begegnungen mit niedrigem Risiko, die in der App grün markiert werden, "moderat steigen". Die Formel sei auch wegen der neuen Coronavirus-Varianten mit einem höheren Infektionsrisiko angepasst worden.

17:03 Uhr | Johnson kündigt Aufhebung der Corona-Beschränkungen an

Boris Johnson
Der britische Bremier Boris Johnson Bildrechte: dpa

Die britische Regierung will bis zum 21. Juni alle Beschränkungen in der Coronavirus-Pandemie in England aufheben. Das sagte der britische Premierminister Boris Johnson bei der Vorstellung seines Lockdown-Fahrplans im britischen Unterhaus in London. Der Lockdown soll in mehreren Schritten im Abstand von fünf Wochen aufgehoben werden und mit der Wiederöffnung der englischen Schulen am 8. März beginnen. Voraussetzung ist demnach jedoch, dass sich die positiven Trends bei der Reduzierung von Infektionszahlen und der Impfkampagne fortsetzen ließen und keine neue Virus-Variante die Lage verändere, betonte Johnson.

16:08 Uhr | Zwei neue Impfzentren in Thüringen

Impfung in einem Impfzentrum
Zwei neue Impfzentren für Thüringen Bildrechte: IMAGO / Patrick Scheiber

In Thüringen sollen zusätzlich zu den bestehenden regionalen Impfstellen zwei große Impfzentren entstehen. Sie werden nach Angaben von Gesundheitsministerin Heike Werner auf dem Gelände der Erfurter Messe und in Gera eingerichtet. Die Eröffnung sei für den 10. März geplant.

Die Thüringer Landesregierung rechnet damit, dass die Hersteller bald mehr Impfstoff liefern. In den neuen Impfzentren könnten bis Ende März rund 60.000 Termine vergeben werden.

15:45 Uhr | Steinmeier appelliert an Menschlichkeit

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die reicheren Nationen dazu aufgerufen, von ihren Corona-Impfstoffmengen etwas an ärmere Länder abzugeben.

Das ist nicht einfach, aber es ist eine Frage der Menschlichkeit und eine Frage unserer eigenen Maßstäbe, an denen wir uns messen lassen.

Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident

Steinmeier sagte in einer gemeinsamen virtuellen Pressekonferenz mit dem Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, in den nächsten Wochen und Monaten würden Impfstoffdosen noch überall ein knappes Gut sein. Je rascher auch wir in Deutschland und in Europa bereit seien, ein wenig von dem abzugeben, was uns gesichert sei, desto eher könnten wir das Infektionsgeschehen global eindämmen.

14:11 Uhr | Diensträume von Halles OB Wiegand durchsucht

In Halle sind die Diensträume von Oberbürgermeister Bernd Wiegand durchsucht worden. Hintergrund ist die vorzeitige Corona-Impfung des parteilosen Politikers. Die Ermittler erklärten, es bestehe der Verdacht, das die Impfreihenfolge missachtet worden sei. Möglicherweise liege der Straftatbestand der veruntreuenden Unterschlagung vor.

Wiegand und mehrere Stadträte hatten vor rund zwei Wochen eine Corona-Impfung erhalten, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren. Wiegand begründete das damit, dass keine anderen geeigneten Personen zur Verfügung gestanden hätten und der Impfstoff zu verfallen drohte. Das Landesverwaltungsamt in Sachsen-Anhalt hat ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

14:00 Uhr | Wirtschaftsforscher fordert Weg aus der Krise

Welchen Schaden hat Corona in der Wirtschaft hinterlassen? So genau lasse sich das derzeit gar nicht beantworten, meint der Wirtschaftsforscher Reint Gropp aus Halle. Was jedoch wichtig sei, sei ein Weg aus der Krise.

13:49 Uhr | Konzept soll wieder Zuschauer bei Sport und Kultur ermöglichen

Rund 40 Verbände, Veranstalter und Einrichtungen aus Sport und Kultur haben ein Konzept für die schrittweise Rückkehr von Zuschauern in Stadien, Theatern und Sporthallen vorgelegt.

Danach könnten mit Hygienekonzepten, groß angelegten Tests und systematischer Kontakt-Nachverfolgung in Gebäuden 25 bis 30 Prozent und an der frischen Luft 35 bis 40 Prozent der Zuschauer zugelassen werden. Mit spezifischen Konzepten seien auch höhere Auslastungen möglich, hieß es. Auf einen Zeitpunkt für die Umsetzung legen sich die Organisationen nicht fest.

13:40 Uhr | Corona-Lockdowns vernichteten Hunderttausende Minijobs

Die Corona-Maßnahmen haben bundesweit Hunderttausende Minijobs gekostet. Der Pressesprecher der Minijob-Zentrale, Wolfgang Buschfort, sagte dem MDR, vor der Corona-Krise habe es bundesweit rund sieben Millionen Minijobber gegeben. Derzeit seien es rund 870.000 weniger. Allein in Sachsen verloren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr mehr als 17.000 geringfügig Beschäftigte ihren Job. In Thüringen waren es mehr als 9.000, in Sachsen-Anhalt fast 3.000.

13:19 Uhr | Höchststand bei psychischen Erkrankungen

Die Krankschreibungen wegen psychischer Probleme haben im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Laut einer Analyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit gab es wegen psychischer Krankheitsausfälle rund 256 Fehltage je hundert Versicherte. Das waren 56 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Der Anstieg der Ausfalltage wegen psychischer Erkrankungen betraf vor allem Frauen. Die wichtigste Ursache für Krankschreibungen waren Depressionen. Den größten Zuwachs gab es bei den Anpassungsstörungen. Damit ist eine Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis, etwa einen Trauerfall, gemeint.

13:04 Uhr | IAB befürchtet Lehrstellen-Krise und Jugendarbeitslosigkeit

Die Corona-Pandemie und die zu ihrer Eindämmung getroffenen Maßnahmen werden offenbar eine Krise auf dem Lehrstellen-Markt auslösen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Demnach könnte jeder zehnte ausbildungsfähige Betrieb zum neuen Ausbildungsjahr weniger Lehrstellen anbieten als noch im Vorjahr. IAB-Direktor Bernd Fitzenberger befürchtet, dass viele Jugendliche auf der Strecke blieben und Karrierechancen nachhaltig geschädigt würden. Die gesellschaftliche Folge sei häufige Arbeitslosigkeit. Außerdem fehlten die nicht ausgebildeten Fachkräfte dem Arbeitsmarkt der Zukunft.

11:48 Uhr | Merkel für Öffnungs-Strategien mit Vorsicht

Bundeskanzlerin Angela Merkel plädiert für Öffnungs-Strategien mit Vorsicht. In Online-Beratungen des CDU-Präsidiums erklärte sie nach Angaben von Teilnehmern, sie verstehe die Sehnsucht der Bürger nach Öffnungen. Öffnungsschritte müssten aber klug eingeführt und mit vermehrten Tests gekoppelt werden. Merkel sagte, sie sehe drei Bereiche, für die man Strategien festlegen müsse: die persönlichen Kontakte, den Bereich Schulen und Berufsschulen sowie Sportgruppen, Restaurants und Kultur. Wichtig sei, dass Öffnungen angesichts der sich ausbreitenden Virus-Mutationen nicht zu Rückschlägen bei den Infektionszahlen führten.

11:42 Uhr | Ganze Regionen in Tschechien abgeriegelt

In Tschechien liegt der Inzidenzwert zehnmal höher als in Deutschland. Ganze Regionen werden abgeriegelt. Trotzdem werden auch Ladenöffnungen diskutiert. In Polen gibt es im Streit um Impfungen sogar Morddrohungen.

11:09 Uhr | Berliner Amtsärzte kritisieren Verknüpfung von Maßnahmen an Inzidenzwerte

Die Berliner Amtsärzte fordern laut einem Bericht des "Tagesspiegel", Corona-Lockerungen nicht mehr an generelle Inzidenzwerte zu knüpfen. Es sei nicht zielführend, "Eindämmungsmaßnahmen an Inzidenzen von 20/35/50" zu koppeln, heißt es in einer entsprechenden Stellungnahme an die Senatskanzlei. Stattdessen schlagen die Mediziner "intensive Maßnahmen der Infektionsprävention" für Alte und Kranke und eine gleichzeitige Abmilderung der Maßnahmen für andere Gruppen wie Schulkinder vor.

Die zwölf Berliner Amtsärzte kritisieren in ihrer Stellungnahme, dass Inzidenzen nicht das "wirkliche Infektionsgeschehen" abbilden würden. Sie seien von Testkapazitäten und dem Testwillen der Menschen abhängig. Dadurch komme es zu "Schwankungen, die nicht die infektiologische Lage widerspiegeln".

10:21 Uhr | Bundesjustizministerin erwartet mehr Freiheiten für Geimpfte

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht erwartet, dass Personen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, mehr Freiheiten haben werden als Nicht-Geimpfte. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Hoteliers oder Gastronomen sagen, für Geimpfte ist der Zugang möglich", sagt die SPD-Politikerin den TV-Sendern RTL und ntv. Zwar reiche die Datenlage zur Übertragung von Infektionen nach der Impfung noch nicht aus. Wenn man aber wisse, dass man nach einer Impfung nicht mehr infektiös sei, dann gebe es auch keinen Grund mehr, "die Grundrechte einzuschränken". Der Zutritt zu Restaurants müsse aber auch für Menschen mit negativem Schnelltest möglich sein.

10:11 Uhr | Polen plant Negativ-Nachweis für Einreise

Für eine Einreise nach Polen könnte schon bald ein negativer Corona-Test notwendig werden. Wie Gesundheitsminister Adam Niedzielski dem Sender TVN sagte, ist eine entsprechende Regelung bereits für Ende der Woche geplant. Wer an der Grenze ein negatives Testergebnis vorlege, müsse sich nach der Einreise nicht in Quarantäne begeben.

09:40 Uhr | Giffey hält Schul- und Kita-Öffnung für richtig

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hält die Schul- und Kita-Öffnungen für richtig. Die SPD-Politikerin sagte im ZDF-Morgenmagazin, das sei auch im Sinne der Kinder und des Kindeswohls. Zugleich sprach sich Giffey für eine regionale Differenzierung aus. Bei stark steigender Inzidenz müsse wieder geschlossen und zurückgefahren werden. Giffey forderte, möglichst schnell das Personal in Schulen und Kitas zu impfen. Dies könne am besten mit mobilen Impfteams gelingen. Forderungen, das komplette Schuljahr für alle Schüler zu wiederholen, wies die Ministerin zurück.

09:05 Uhr | Ex-Städtetagspräsident nennt Lockdown "grausam für junge Menschen"

Der ehemalige Städtetagspräsident Ulrich Maly warnt davor, die Folgen des Corona-Lockdowns für Jugendliche zu unterschätzen. "Alle Kinder- und Jugendhäuser haben geschlossen, die Jugendverbände dürfen sich nicht zu ihren Gruppenstunden treffen, es findet kein Sport im Verein statt und kein Treffen der Gemeindejugend. Das ist grausam für die jungen Menschen", sagte der SPD-Politiker und frühere Oberbürgermeister von Nürnberg dem Radiosender Bayern 2. "Ich glaube, dass gerade die 16- bis 25-Jährigen durch den Lockdown ganz fürchterlich in ihrer Entwicklung gebremst sind."

08:45 Uhr | Bundestagswahl wegen Corona-Pandemie so teuer wie nie

Wegen der Corona-Pandemie wird die Bundestagswahl in diesem Jahr so teuer wie noch nie. Wie die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf einen Sprecher des Bundesinnenministeriums berichtet, hat die Behörde rund 107 Millionen Euro für die Wahl am 26. September veranschlagt. Damit steigen die Kosten erstmals auf über 100 Millionen Euro. Grund für den Kostenanstieg sei ein zu erwartender höherer Anteil an Briefwählern. Dadurch würden die unentgeltliche Wahlbriefbeförderung und die Versendung der Wahlbenachrichtigungen teurer werden. Eventuell würden auch mehr Helferinnen und Helfer in den Wahllokalen benötigt. 2017 kostete die Bundestagswahl noch 92 Millionen Euro.

08:16 Uhr | 7-Tage-Inzidenzen steigen weiter leicht an

In Deutschland ist die sogenannte 7-Tage-Inzidenz weiter leicht angestiegen. Laut Risklayer liegt sie bundesweit bei 64 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Auch für die mitteldeutschen Länder stiegen die Kurven weiter an. Für Mitteldeutschland liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei einem Wert von 98. Die 7-Tage-Inzidenzen im Zeitverlauf der vergangenen zwei Monate.

07:33 Uhr | Corona-Massentest im Kreis Schmalkalden-Meiningen

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen kann sich ab heute jeder Einwohner auf das Coronavirus testen lassen. In Zella-Mehlis, Schmalkalden und Meiningen sind Testzentren eingerichtet. Außerdem sind mobile Testteams im ganzen Landkreis unterwegs.

06:49 Uhr | Kitas und Grundschulen in mehreren Bundesländern öffnen wieder

In mehreren Bundesländern öffnen heute wieder Kindertagesstätten und Grundschulen. Nach rund zweimonatiger Schließung und Notbetreuung wird der Unterricht zum Teil im sogenannten Wechselbetrieb wieder aufgenommen, mit halben Klassen, die abwechselnd zur Schule kommen. Zum Teil gibt es Vollbetrieb mit festen Gruppen, die sich möglichst nicht begegnen sollen. In den Kitas werden wieder mehr oder alle Kinder betreut.

Die Einzelheiten regelt jedes Bundesland für sich: So sollen in Thüringen Kitas und Schulen nur öffnen, wenn es in dem betroffenen Landkreis in den vergangenen sieben Tagen weniger als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab. In Sachsen-Anhalt bleiben Schulen und Kitas noch bis Monatsende zu. In Sachsen haben die Einrichtungen bereits seit voriger Woche geöffnet.

06:30 Uhr | KBV-Chef Gassen will Astrazeneca-Verweigerer sanktionieren

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, spricht sich angesichts der Skepsis gegenüber dem Astrazeneca-Impfstoff für eine Lockerung der Impfreihenfolge aus.

Andreas Gassen
Gassen: "Wer nicht will, der hat schon." Bildrechte: dpa

"Wenn ein Impfangebot an jemanden ergeht und das wird abgelehnt, muss derjenige sich wieder ganz hinten anstellen und es kommen zuerst andere dran", sagt Gassen der Zeitung "Rheinische Post". Zunächst müsse ärztliches Personal in der Fläche durchgeimpft werden. Ihm fehle jedes Verständnis dafür, sich nicht mit Astrazeneca impfen zu lassen. "Dann muss man sagen: Wer nicht will, der hat schon. In Mangelzeiten ist diese Diskussion absurd", sagt Gassen. "Der Astrazeneca-Impfstoff ist hochwirksam, wirksamer als jeder Grippe-Impfstoff."

06:25 Uhr | Weltärztepräsident warnt vor Lockerung von Corona-Auflagen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Ulrich Montgomery, hat angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland vor einer Lockerung der Auflagen gewarnt.

Frank Ulrich Montgomery
Montgomery: "Wer über Lockerungen spricht, handelt unverantwortlich." Bildrechte: Adam Berry/dapd

Montgomery sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, wer in Zeiten steigender Reproduktionswerte über Lockerungen spreche, handele unverantwortlich. Bei jeder Lockerung werde es einen deutlichen Anstieg der Zahlen geben. Sowohl die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz als auch der Reproduktionswert waren in Deutschland zuletzt wieder gestiegen, gestern laut Robert Koch-Institut auf 60 beziehungsweise 1,1. Als Reaktion auf die Entwicklung forderte Montgomery eine Beschleunigung der Impfungen.

06:20 Uhr | SPD-Generalsekretär fordert Lockerung von Corona-Auflagen

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat vor dem nächsten Bund-Länder-Gipfel zur Corona-Pandemie am 3. März konkrete Öffnungsbeschlüsse gefordert. Klingbeil sagte der "Bild"-Zeitung, den Menschen müsse jetzt möglichst schnell vieles wieder ermöglicht werden. Von der Politik müssten nun andere Signale ausgehen "als immer dieses Zumachen, Verlängern." Es müsse nachvollziehbar werden, ab wann was geschehe. Beim letzten Bund-Länder-Gipfel waren die geltenden Corona-Regeln weitestgehend bis zum 7. März verlängert worden.

06:15 Uhr | Spahn verspricht Impfung für Kita- und Lehrpersonal ab März

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Corona-Impfungen für das Kita- und Lehrpersonal ab März in Aussicht gestellt. Der CDU-Politiker sagte am Abend in der ARD, nach den Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder wolle er die Impfverordnung zügig anpassen. Lehrkräfte und Erzieherinnen sollen sich dann ab März in ihren Impfzentren vorstellen können. Spahn stellte zugleich klar, dass zuerst alle Risikogruppen wie etwa über 80-Jährige durchgeimpft sein müssten. Derzeit sind Erzieher und Lehrer in der dritten Prioritätsgruppe, nun könnten sie in die zweite aufrücken.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 22. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier drunter.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Februar 2021 | 06:00 Uhr