Coronavirus-Pandemie Ticker: Drei-Stufen-Plan für Großveranstaltungen vorgestellt

Ein neues Konzept von Vertretern von Sport, Kultur und Wissenschaft soll es ermöglichen, trotz der Corona-Pandemie wieder Großveranstaltungen mit Zuschauern stattfinden zu lassen. Magdeburgs OB Trümper fordert Schnelltests vor dem Betreten von Geschäften wie Friseursalons. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland insgesamt geht kaum noch zurück. Alle Entwicklungen im Ticker.

Unser Ticker am Samstag, 20. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:34 Uhr | Irland lässt Gastronomie bis zum Sommer geschlossen

Irland will angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen das Gastgewerbe nicht vor dem Hochsommer öffnen. Das sagt der Ministerpräsident des Landes, Micheal Martin, dem Sender RTE. Bars, Restaurants, Cafes und Hotels in Irland waren in den vergangenen zwölf Monaten die meiste Zeit geschlosen. Die Regierung will bei der Öffnung vorsichtig vorgehen, da rund 90 Prozent der Neuinfektionen auf die britische Coronavirus-Mutation zurückzuführen sind.

20:49 Uhr | Fünf Thüringer Landkreise öffnen Kitas und Grundschulen gegen Empfehlung

Von den acht Thüringer Landkreisen mit erhöhten Inzidenzwerten haben sich fünf für eine Schulöffnung am Montag entschieden. Die Landkreise Gotha, Hildburghausen, Saale-Orla, Saale-Holzland und Weimarer Land werden entgegen der Empfehlung der Landesregierung ihre Grundschulen und Kindergärten öffnen. Das Gesundheitsministerium hatte Kreisen mit einem Inzidenzwert über 150 empfohlen, auf eine Öffnung zu verzichten.

19:58 Uhr | Drei-Stufen-Plan für Großveranstaltungen

Damit man endlich wieder aufs Konzert, in die Oper oder zum Handballspiel gehen kann, haben Vertreter von Sport, Kultur und Wissenschaft ein dreistufiges Konzept erarbeitet. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, gehören dazu in einer ersten Stufe personalisierte Tickets, Maskenpflicht und ausreichend Abstand zwischen den belegten Plätzen. Wer in einem Haushalt lebe, dürfe zusammen sitzen. In geschlossenen Räumen komme ein Lüftungskonzept hinzu. Außerdem müsse auf den Verkauf von Speisen und Getränken verzichtet werden.

Dem Konzept zufolge ist damit eine Belegung von 25 bis 30 Prozent möglich. Bei Freiluftveranstaltungen käme man auf bis zu 40 Prozent. Dort soll eine Maskenpflicht bis zu den Plätzen gelten. Bei mehr als 1.000 Besuchern soll es keinen Alkohol geben.

Sollen noch mehr Zuschauer oder Besucher an einer Veranstaltung teilnehmen, wären Schnelltests vor der Veranstaltung verpflichtend. Außerdem müsste sich der Veranstalter zu einer "digitalen Unterstützung des Kontaktmanagements" verpflichten.

Das Konzept haben 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstellt, etwa aus den Bereichen Virologie, Raumlufttechnik, Sport-, Kultur- und Rechtswissenschaften. Mitgezeichnet haben unter anderem der Deutsche Fußball-Bund, der Deutsche Bühnenverein und Festivals wie Hurricane, Rock am Ring, Wacken oder Lollapalooza.

15:21 Uhr | Erneut zwei Katzen mit Corona infiziert

Zwei Katzen, die einer an Corona gestorbenen Hamburgerin gehörten, sind ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden. Das bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit. Die Leitende Tierärztin des Hamburger Tierheims, Urte Inkmann, erklärte, den beiden Katzen gehe es gut. Sie hätten einen leichten Schnupfen und niesten ein bisschen. Die beiden kastrierten Kater seien getrennt voneinander untergebracht worden. Man sei guter Hoffnung, dass sie nächste Woche aus der Quarantäne entlassen werden könnten.

Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte, sind in Deutschland bislang insgesamt fünf Corona-Fälle bei Katzen und zwei bei Hunden gemeldet worden. Es lägen aber keine Hinweise vor, dass sich Menschen bei Hunden und Katzen mit Sars-CoV-2 infiziert hätten. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztiere wie Schweine und Hühner seien nicht infizierbar.

14:44 Uhr | Magdeburger OBM für Schnelltests vor Betreten von Läden

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper fordert Corona-Schnelltests bei der Wiedereröffnung von Läden oder Friseursalons. Solche Tests sollten vor dem Betreten erfolgen, sagte der SPD-Politiker dem MDR. Man müsse es wagen, geschickte Systeme unter besonderen Pandemiebedingungen zu entwickeln. Dann sei vieles möglich.

Unterdessen haben mehrere Bundesländer Zweifel an den geplantem Start von kostenlosen Selbsttests am 1. März angemeldet. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung erklärten zuständige Ministerien unter anderem in Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen, dass man die Planung kenne, die Umsetzung aber noch konkretisiert werden müsse. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will ab 1. März bundesweit kostenfreie Antigen-Schnelltests für die Bevölkerung zur Verfügung stellen. Sie dürfen bislang nur von geschultem Personal vorgenommen werden, zum Beispiel in Testzentren, Arztpraxen und Apotheken. Anfang März sollen dann auch Selbsttests für Laien zur Verfügung stehen.

14:11 Uhr | Spanien auf Risikogebiet herabgestuft

Die Bundesregierung streicht Spanien ab Sonntag von der Liste der Hochrisikogebiete. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen dort gesunken. Dem Robert Koch-Institut zufolge bleibt Spanien aber weiter Risikogebiet. Das bedeutet, dass bei der Rückkehr nach Deutschland kein negativer Test mehr vorgelegt werden muss. Man muss sich allerdings 48 Stunden nach Einreise testen lassen. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt.

Die Corona-Lage in Spanien hat sich seit Ende Januar nach strengen Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit stark verbessert. Damals lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 421. inzwischen beträgt der Wert 111. Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Grenzwert von 200 für die Einstufung als "Hochinzidenzgebiet".

13:40 Uhr | Ramelow verteidigt Schul-Erlass

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat die Kritik am kurzfristigen Erlass zur Schließung von Schulen und Kitas in Corona-Brennpunkten gekontert. Der Linken-Politiker sagte am Samstag: "Wir sind Anfang dieser Woche von sinkenden Werte ausgegangen, an drei Tagen war die Inzidenz unter 100, und jetzt steigt sie wieder – da hat die Gesundheitsministerin die Notbremse ziehen müssen." Die Änderung sei für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher nicht schön, räumte Ramelow ein. Auch sei die Kommunikation ärgerlich verlaufen.

Bodo Ramelow im Plenum
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel

Ramelow zeigt sich über die Infektionslage in Thüringen besorgt. "Wir werden in den nächsten Tagen ganz genau schauen, wie sich die Inzidenz entwickelt." Er gehe davon aus, dass die steigenden Fallzahlen auf Virusmutationen zurückzuführen seien. Etwa 185 Infektionen mit den Virusvarianten seien im Freistaat nachgewiesen worden. Thüringen habe es nicht zeitig genug geschafft, die hohe Inzidenz zu reduzieren, bevor die Mutanten anfingen, eine Rolle zu spielen. Anderen Bundesländern sei das gelungen.

13:15 Uhr | 150. Folge von Kekulés Corona-Kompass

Wann kam die Mutation nach Deutschland? Kann ich herausfinden, ob der Impfstoff bei mir tatsächlich wirkt? Machen Schnelltests die bisher üblichen Labortests bald überflüssig? Unter anderem um diese Fragen geht es in der neuen Folge von Kekulés Corona-Kompass:

12:52 Uhr | Wirtschaftsvertreter fordern einheitliche Öffnungsstrategie

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat sich für einen Neustart des wirtschaftlichen Lebens "nach bundesweit einheitlichen Kriterien mit nachvollziehbaren Regeln für die Unternehmen" ausgesprochen. Die Dachorganisation der 79 Industrie- und Handelskammern ließ Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eine Sammlung von Vorschlägen zukommen. Darin heißt es, Schnelltests und digitale Tools könnten wegweisend sein, um das wirtschaftliche Leben auch in derzeit stark betroffenen Bereichen zu reaktivieren. "Ziel ist es, eine wirtschaftliche Öffnung insbesondere dort bald zu ermöglichen, wo eine persönliche, am besten digitale Nachverfolgung möglich ist", zitierte die "Rheinische Post" aus dem Schreiben.

12:43 Uhr | Polen denkt über Grenzschließungen nach

Polen erwägt wegen des Infektionsgeschehens strengere Einreiseregeln an den Grenzen zu den Nachbarländern Tschechien und Slowakei. Gesundheitsminister Adam Niedzielski kündigte am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP für nächste Woche eine Entscheidung an. Für Menschen, die mit einem Testergebnis ihre Gesundheit nachweisen könnten, blieben die Grenzen offen. Das könne sich aber abhängig von der Entwicklung ändern. Niedzielski äußerte die Erwartung, dass die aktuelle Corona-Welle in Polen im März oder April den Höhepunkt erreicht.

12:36 Uhr | USA: Scheidungsrate steigt sprunghaft

In den USA hat die Scheidungsrate innerhalb eines Jahres um mehr als ein Drittel zugenommen. Vor allem Ehepaare, die sich vor weniger als fünf Jahren das Ja-Wort gaben, ziehen die Reißleine, stellt der Online-Dienst "LegalTemplates" fest. Betroffen sind auch mehr Familien mit Kindern als 2019. Familientherapeuten sehen einen Grund in den enormen psychischen Belastungen durch die Pandemie.

12:21 Uhr | Russland lässt dritten eigenen Impfstoff zu

Russland lässt einen dritten heimischen Impfstoff gegen das Coronavirus zu. Nach Angaben von Ministerpräsident Michail Mischustin sollen die ersten 120.000 Dosen des Serums namens "CoviVac" im März bereit stehen. Groß angelegte klinische Studien gibt es bisher nicht. Ähnlich war Russland mit seinem ersten Corona-Impfstoff "Sputnik V" im vergangenen Jahr vorgegangen und damit international auf Kritik gestoßen. Im ersten Halbjahr will Russland nach Regierungsangaben 88 Millionen Dosen Impfstoff gegen das Coronavirus produzieren.

12:16 Uhr | Protokoll zum "Impfskandal von Halle"

Seit Wochen sorgt die Corona-Impfung von Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand und zehn Stadträten für Diskussionen. Die Politiker wurden immunisiert, obwohl sie in der Impfreihenfolge nicht an der Reihe waren. Zwei Radioreporterinnen von MDR AKTUELL sind der Frage nachgegangen, was am 17. Januar 2021 genau passiert ist – dem Tag, an dem der Impfskandal seinen Ausgang nahm. Hören Sie im Audio das Protokoll eines Tages:

10:52 Uhr | Höchste Inzidenz in Thüringen bundesweit

Thüringen bleibt mit Abstand das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland. Mit 120 nachgewiesenen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstag in keinem anderen Bundesland eine höhere Inzidenz vor. Am zweithöchsten war der Wert in Sachsen-Anhalt mit 87, bundesweit lag er bei 58. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) schrieb dazu am Samstag, wenn die Werte zu hoch blieben, müssten sich auch die Maßnahmen in Thüringen daran orientieren. "Leider ist noch keine Entspannung eingetreten."

10:28 Uhr | Schul-Erlass: Thüringer Landräte kritisieren Landesregieung

Die Meininger Landrätin Peggy Greiser hat den neuen Thüringer Erlass für Schulöffnungen kritisiert. Greiser sagte dem MDR, sie könne die Entscheidung der Landesregierung nachvollziehen, die Öffnungen an die Infektionszahlen zu koppeln. Allerdings hätte man die Kreise deutlich früher informieren müssen. An einem Freitagnachmittag Schulen und Eltern auf eine völlig neue Situation vorzubereiten, sei schlichtweg unmöglich.

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen dürfen ab Montag wegen der hohen Inzidenz nach dem neuen Erlass keine Grundschulen oder Kindergärten öffnen. Greiser kündigte an, dass zumindest die Notbetreuung großzügig ausgelegt werden solle.

Kritik kommt auch aus dem Nachbarlandkreis Hildburghausen. Vizelandrat Dirk Lindner sagte, die Art und Weise, wie das Land agiere, sei nicht mehr nachvollziehbar.

10:14 Uhr | Harzer Politiker fordern Öffnung für Tourismus

Politiker aus dem Landkreis Harz verlangen eine Öffnung von Tourismus, Handel und Gastronomie unter Corona-Regeln. Landrat Thomas Balcerowski (CDU) und zehn Bürgermeister wandten sich einem offenen Brief an Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. Unter ihnen sind auch die Oberbürgermeister von Wernigerode und Quedlinburg. In ihrem Brief fordern sie ein Ende des Lockdowns möglichst noch vor den Osterferien. Andernfalls stünden viele Familienbetriebe vor dem Aus. Auch die Zukunft der Innenstädte stehe auf dem Spiel. Aufgrund ihrer Wirtschaftsstruktur sei die Region wie keine andere von den Lockdown-Auswirkungen betroffen.

Postkarte: Skispringer im Harz 4 min
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Ende des 19. Jahrhunderts, da gab es praktisch keinen Wintertourismus. Damit sich das ändert, veranstalteten Hoteliers und Wanderfreunde in diesen Tagen vor 125 Jahren das erste Winterfest in Deutschland.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir So 14.02.2021 11:40Uhr 03:52 min

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09:53 Uhr | Landrat warnt vor Besuchen im Vogtland

Der Landrat des Vogtlandkreises, Rolf Keil, warnt angesichts des frühlingshaften Wetters vor Besuchen in seinem Verwaltungsgebiet. Keil sagte, die 15-Kilometer-Regel gelte aufgrund der Infektionszahlen nach wie vor – auch für Besucher aus anderen Landkreisen. Die Polizei kündigte an, die Schutzmaßnahmen konsequent zu kontrollieren. Aktuell ist der Vogtlandkreis mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 152 der Brennpunkt in Sachsen.

08:35 Uhr | Infektionszahlen sinken kaum

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus gehen deutschlandweit kaum noch zurück. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland am Freitag 9.041 neue Fälle. Eine Woche vorher waren es 9.202. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner reduzierte sich demzufolge von 61,3 auf 61,2.

Eindrücklich zeigt sich die Stagnation in Mitteldeutschland. Hier meldeten die Behörden Risklayer zufolge am Freitag 1.451 neue Fälle – vor einer Woche waren es 1.450. Die neuen Fälle verteilen sich wie folgt auf die drei mitteldeutschen Länder: Thüringen meldete 570 Infektionen, Sachen 496 und Sachsen-Anhalt 385. In Thüringen stieg die Zahl der Neuinfektionen, während sie in Sachsen und Sachsen-Anhalt sank.

07:45 Uhr | Das Problem mit dem übrig gebliebenen Impfstoff

Reste von Impfstoffen, die an vermeintlich falsche Personen verabreicht wurden, haben in den in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen gesorgt. Der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen, Kai Kranich, erklärt im Interview die schwierige Lage in den Impfzentren. Der Druck auf die Mitarbeitenden sei sehr hoch, sagt er: "Es ist immer eine Gratwanderung: Einerseits keine Impfdosen wegschmeißen, andererseits möglichst nur Personen mit der höchsten Priorität impfen.

Kai Kranich, Sprecher DRK Sachsen
Bildrechte: Kai Kranich

Es ist ein riesiges Pokerspiel jeden Abend in den sächsischen Impfzentren um die Frage: Müssen wir noch eine weitere Ampulle anbrechen oder nicht?

Kai Kranich Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes Sachsen

Das komplette Interview lesen Sie hier:

07:24 Uhr | Sachsen macht Vorschriften zum Fernunterricht

Für Sachsens Schulen gibt es erstmals seit Beginn der Pandemie Vorgaben im Umgang mit dem häuslichen Lernen. Nach Informationen von MDR AKTUELL hat das Kultusministerium ein Schreiben an alle Schulen geschickt. Kultusminister Christian Piwarz reagiert damit nach eigenen Worten auf Fälle, in denen Lehrerinnen und Lehrer den Distanzunterricht verweigerten.

In dem Schreiben heißt es, häusliche Lernzeit sei Unterrichtszeit. Ein völliger Verzicht auf Online-Angebote sei nicht angemessen. Vorgeschrieben werden unter anderem verlässliche Strukturen, Feedback und das Angebot von Präsenz-Sprechzeiten.

06:45 Uhr | Dänemark schließt Grenzübergänge

Dänemark hat um Mitternacht 13 Grenzübergänge nach Deutschland dicht gemacht. Das Justizministerium in Kopenhagen verwies auf die Infektionslage in Flensburg. Wichtige Übergänge wie Frøslev oder Padborg blieben aber offen. Dort werde aber wesentlich intensiver kontrolliert.

In Flensburg werden inzwischen fast nur noch Infektionen mit der britischen Variante festgestellt. In der Stadt wurden die Corona-Regeln verschärft. Es gelten etwa nächtliche Ausgangsbeschränkungen.

06:40 Uhr | Giffey verteidigt Öffnung von Schulen und Kitas

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die in vielen Bundesländern geplanten Öffnungen von Kitas und Grundschulen gerechtfertigt. Die SPD-Politikerin erklärte, man könne die Kinder nicht noch viel länger zuhause lassen. Sonst seien Kinderschutz und Kindeswohl in Gefahr. Giffey sprach Vereinsamung, Bewegungsmangel und Bildungs- und Bindungslücken an. Außerdem seien auch viele Eltern am Ende. Die Belastungsgrenze sei erreicht. Zum Schutz von Kita- und Grundschulbeschäftigten forderte Giffey erneut zwei mal pro Woche Corona-Schnelltests.

Am Montag öffnen in zehn weiteren Bundesländern nach rund zwei Monaten wieder Kitas und Schulen.

Zeichnung des Christian-Wolff-Gymnasiums in Halle auf einer Schultafel. 72 min
"Corona ist Neu(stadt) - eine hallesche Schulklasse zwischen Ausbruch und Abiprüfungen" – zu finden bei MDR, apple, spotify, und fast überall wo es Podcasts gibt. Bildrechte: MDR/ Schörm

06:35 Uhr | Höhere Ausbildungsprämie geplant

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will im März ein neues Förderprogramm für Ausbildungsplätze auflegen und Unternehmen dabei eine erhöhte Prämien anbieten. Der SPD-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, viele Betriebe zögerten, ob sie angesichts der wirtschaftlichen Lage, Ausbildungsplätze anböten. Aber ein Einbruch bei den Ausbildungsstellen wäre für alle fatal. Die Ausbildungsprämie werde daher großzügiger als bislang bemessen.

Seit vergangenem Sommer können kleine und mittelständische Unternehmen einen Zuschuss von bis zu 3.000 Euro pro Ausbildungsplatz bekommen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Samstag, 20. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier drunter.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. Februar 2021 | 06:00 Uhr