Coronavirus Ticker: Zahl der Corona-Fälle in Deutschland steigt auf 26

Das neuartige Coronavirus breitet sich in Europa weiter aus. Vor allem in Norditalien steigt die Zahl der Fälle. In Deutschland gibt es nun 26 Menschen, die sich infiziert haben. Ein Patient ist in einem kritischen Zustand. Bundesgesundheitsminister Spahn spricht vom Beginn einer Epidemie.

Eine Mitarbeiterin des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg hält einen Abstrich eines 2019-nCoV Verdachtsfalles aus Baden-Württemberg in der Hand.
Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter aus. Bildrechte: dpa

23:58 Uhr | Drei neue CoVid-19-Fälle in Nordrhein-Westfalen

Bei der Überprüfung von Kontaktpersonen des erkrankten Ehepaares aus der Gemeinde Gangelt haben sich drei neue bestätigte CoVid-19-Fälle ergeben. Das teilten das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen und der Kreis Heinsberg am Abend mit. Zuvor war von zwei Neuinfektionen gesprochen worden. Außerdem gibt es laut der Behörden einen weiteren Verdachtsfall. Alle Betroffenen zeigten Grippesymptome und seien zu Hause. Eine stationäre Behandlung sei nicht notwendig. Damit gibt es in Deutschland nun 26 nachgewiesene Fälle mit dem neuartigen Coronavirus.

22:45 Uhr | Auch Bundeswehrsoldat hatte Kontakt zu schwer Erkranktem

Auch der erkrankte Bundeswehrsoldat steht im Zusammenhang mit dem schwer Erkrankten aus dem Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Laut Bundeswehr hatte er Kontakt zu dem Mann oder dessen Frau beim Karneval in deren Heimatstadt Gangelt. Zuvor hatte es nur geheißen, er habe erfahren, dass ein Bekannter von ihm wegen des Virus in Behandlung sei, und habe sich deswegen gemeldet. Nun werde versucht, seine Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Aus Sicherheitsgründen war am Mittwoch der Militärflughafen Köln-Wahn vorübergehend geschlossen. Dort ist der Soldat stationiert.

22:25 Uhr | Zwei neue Fälle in NRW - bundesweit 25 Menschen infiziert

In Nordrhein-Westfalen sind zwei weitere Personen nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Sie stehen im Zusammenhang mit dem erkrankten Ehepaar aus dem Kreis Heinsberg. Eins Sprecher des Kreises sagte, es handle sich um eine Mitarbeiterin des schwer erkrankten 47-Jährigen und um deren Lebensgefährten. Damit gibt es in Deutschland 25 bestätigte Fälle. Neben den 14 im Umfeld des bayerischen Autozulieferers Webasto und zwei Rückkehrern aus China, sind es nun vier Personen in Baden-Württemberg und fünf aus Nordrhein-Westfalen. Zu diesen fünf gehört auch der Bundeswehrsoldat, der in Koblenz behandelt wird.

21:18 Uhr | Erster Fall in Norwegen

In Norwegen ist der erste Coronavirus-Fall bestätigt worden. Die Gesundheitsbehörde des Landes teilte mit, die Person sei in der vergangenen Woche aus China zurückgekehrt und positiv auf das Virus getestet worden. Auch in Georgien ist das Virus angekommen. Das dortige Gesundheitsministerium meldet, erstmals habe sich in dem Land ein Fall bestätigt.

20:20 Uhr | Regionalzug nach Selbstdiagnose eines Fahrgastes gestoppt

Wegen des Verdachts auf eine Coronavirus-Erkrankung ist am Nachmittag ein Regionalzug von Frankfurt nach Saarbrücken mit 70 Reisenden gestoppt worden.

Rettungssanitäter stehen am Bahnhof von Idar-Oberstein
Zug bei Idar-Oberstein wegen Verdacht auf Coronavirus gestoppt. Bildrechte: dpa

Ein Sprecherin des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium teilte mit, ein Fahrgast habe an sich selbst Symptome festgestellt und sich beim Zugpersonal gemeldet. Daraufhin stoppten Bundespolizisten den Zug im Bahnhof Idar-Oberstein. Der Fahrgast wurde in ein Krankenhaus der Region gebracht, von den anderen Reisenden wurden Personalien und Kontaktdaten aufgenommen. Zwei Stunden nach dem Stopp konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen.

19:50 Uhr | Weitere Details zu infiziertem Bundeswehrsoldaten

Der erkrankte Soldat gehört zur Flugbereitschaft der Bundeswehr. Der behandelnde Arzt des Bundeswehrzentralkrankenhauses sagte in einer Pressekonferenz, der Soldat habe offenbar am 15. Februar im privaten Umfeld Kontakt zu einem mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen gehabt. Am Dienstagabend habe der Soldat von der Infektion seines Bekannten erfahren und sich daher an seinen Arbeitgeber gewandt. Dem Mann gehe es bis auf ein Kratzen im Hals gut. Woher er genau stammt, wurde nicht mitgeteilt.

19:13 Uhr | Erster bestätigter Fall in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist erstmals bei einem Patienten das neuartige Coronavirus festgestellt worden. Es handele sich um einen Soldaten, der im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt werde, teilte die Bundeswehr mit.

18:45 Uhr | Vierter Infizierter in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg hat sich ein weiterer Mann mit dem Coronavirus infiziert. Laut Gesundheitsministerium handelt es sich um einen 32-Jährigen aus dem Landkreis Rottweil. Er sei aus Italien eingereist und habe keine Verbindungen zu den bislang gemeldeten drei Patienten im Bundesland.

18:41 Uhr | Razzien bei Amazon und Ebay in Italien

Wegen Geschäftemacherei mit horrenden Preise für Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel hat die italienische Finanzpolizei Dokumente und Computerdaten der Online-Händler Ebay und Amazon beschlagnahmt. Die Angst vor dem Virus hatte zu dreisten Preisforderungen geführt. Am Dienstagmorgen bot ein Internetnutzer auf Ebay z.B. eine Ein-Liter-Flasche Desinfektionsmittel für 300 Euro an. Der italienische Verbraucherverband begrüßte das Vorgehen der Behörden. Präsident Massimiliano Cona sagte, das Problem sei nicht nur der astronomische Preis der Produkte, sondern auch der Verkauf von z.B. Masken, die nicht den Vorschriften entsprächen und nicht ausreichend schützten.

17:48 Uhr | Spahn sieht Deutschland am Beginn einer Epidemie

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland "am Beginn einer Coronavirus-Epidemie". Spahn sagte, er habe die Gesundheitsminister der Länder in einer Telefonkonferenz aufgefordert, ihre Pandemiepläne "zu aktivieren und ihr mögliches Inkrafttreten vorzubereiten". Die Lage habe sich in den letzten Stunden geändert, "das muss man leider sagen". Die Infektionsketten seien teilweise nicht nachzuvollziehen, sagt er. Es sei daher fraglich, ob die bisherige Strategie weiterhin aufgehe.

17:22 Uhr | Infizierter in Baden-Württemberg ist Arzt

Einer der beiden neu infizierten Patienten in Baden-Württemberg ist als Oberarzt in der Pathologie des Universitätsklinikums Tübingen beschäftigt. Der 60-Jährige soll seit dem Wochenende auch Kontakt zu anderen Medizinern gehabt haben. Das Klinikum teilte mit, diese Kontakte seien vollständig erfasst. Ein Dutzend Oberärzte seien getestet und "aus der Krankenversorgung rausgenommen worden". Die Tochter des Mannes hatte den ersten baden-württembergischen Patienten, einen 25-Jährigen aus dem Kreis Göppingen, nach Mailand begleitet. Sie ist ebenfalls erkrankt und in Behandlung.

17:16 Uhr | Nordmazedonien meldet ersten Coronavirus-Fall

Nordmazedonien bestätigt den ersten Coronavirus-Fall. Das Gesundheitsministerium erklärte, es handle sich um eine Frau, die kürzlich aus Italien eingereist sei.

17:04 Uhr | Evangelische Kirche empfiehlt Abendmahl zur Not auch ohne Wein

Die Evangelische Kirche in Deutschland sieht derzeit noch keinen Grund zu übertriebener Sorge oder gar zur Panik, will aber mit einem Mehr an Hygiene mögliche Ansteckungsgefahren, etwa beim Abendmahl, gering halten. Ein Sprecher sagte, es sei möglich, bei der Austeilung des Abendmahls vorübergehend Einzelkelche zu verwenden. Eine weitere Möglichkeit sei, die Abendmahls-Oblate vorsichtig in den Kelch zu tauchen, ohne dass dabei die Finger mit dem Wein in Berührung kommen.

Und schließlich meinte er: "Da wir darauf vertrauen, dass wir auch im Brot die ganze Fülle des Heils empfangen, kann in Zeiten großer Ansteckungsgefahr auch nur das Brot zu sich genommen werden."

16:51 Uhr | Weltmeisterschaft im Shorttrack abgesagt

Die Internationale Eislauf-Union ISU hat die für den 13. bis 15. März geplanten Shorttrack-Weltmeisterschaften in Seoul abgesagt. Zuvor hatten die zuständigen Behörden der südkoreanischen Hauptstadt die Schließung der vorgesehenen WM-Eissporthalle angeordnet.

16:34 Uhr | Beide Neu-Erkrankte gehören zu Göppinger Patienten

Die beiden neuen Infektionen in Baden-Württemberg hängen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa direkt mit dem ersten baden-württembergischen Erkrankten aus dem Kreis Göppingen zusammen. Bei den beiden handelt es sich um eine Reisebegleitung des Mannes sowie deren Vater. Sie gehören zu den insgesamt 13 Kontaktpersonen des Mannes, der sich nach einem Italien-Urlaub krank gemeldet hatte.

15:45 Uhr | Zwei weitere Infektionen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg haben sich zwei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Universitätsklinik Tübingen am Mittwoch mit. Zuvor war bereits ein Fall aus dem Kreis Göppingen bekannt. Damit steigt die Zahl der in Deutschland Infizierten auf 21.

15.43 Uhr | Offenbar mehr als 100 Deutsche in isoliertem Hotel

In dem wegen einer Coronavirus-Infektion isolierten Hotel auf Teneriffa halten sich offenbar über hundert Deutsche auf. Das Auswärtige Amt erklärte: "Wir gehen derzeit von einer niedrigen dreistelligen Anzahl Deutscher aus, die sich in dem Hotel befinden." Das Konsulat in Las Palmas de Gran Canaria und auch der Honorarkonsul auf Teneriffa würden die Entwicklungen genau verfolgen.

15:37 Uhr | IWH erwartet kurzen konjunkturellen Dämpfer

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erwartet als Folge des Coronavirus für die deutsche Wirtschaft eher nur einen kurzen konjunkturellen Dämpfer.

Vizepräsident Prof. Oliver Holtemöller sagte dem MDR-Magazin "Umschau", dem Dämpfer würden auch Nachholeffekte folgen. Diese könnten über einen längeren Zeitraum Ausfälle teilweise kompensieren. Holtemöller erklärte: "Konkret wird das davon abhängen, wie weitgehend die hierzulande noch zu erwartenden Maßnahmen sein werden." Nach Einschätzung des Instituts werden die Folgen der Coronavirus-Epidemie die Weltkonjunktur im ersten Quartal allerdings spürbar dämpfen.

15:12 Uhr | Zweite Erkrankte in NRW ist Kindergärtnerin

Bei der zweiten in NRW bestätigten Covid-19-Erkrankten handelt es sich um die Ehefrau des in Lebensgefahr schwebenden Patienten. Das bestätigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Sie arbeite in einem Kindergarten. Die Kinder aus der Einrichtung und deren Eltern seien angewiesen worden, zu Hause zu bleiben. Das Paar habe zwei schulpflichtige Kinder. Die beiden hätten derzeit allerdings keine Symptome. Das endgültige Ergebnis, ob sie infiziert seien, liege noch nicht vor. Wo sich beide Eltern angesteckt haben, ist noch unklar. Der Landrat des Kreises Heinsberg sagte, ein Geschäftspartner des Mannes, der nach einer angeblichen China-Reise zunächst als mutmaßliche Quelle gegolten habe, sei es nicht gewesen.

14:48 Uhr | Impfempfehlung für Ältere und Vorerkrankte

Die Berliner Gesundheitsverwaltung empfiehlt älteren und vorerkrankten Menschen Impfungen gegen Keuchhusten und Pneumokokken. "Die bisherigen Erkenntnisse über das neuartige Coronavirus zeigen, dass besonders über 60-jährige Menschen und chronisch Kranke gefährdet sind", teilte die Behörde mit.

14:25 | Dritter Toter in Japan

In Japan ist Medienberichten zufolge ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Mann gestorben. Damit steigt die Zahl der Toten im Land auf drei.

13:29 Uhr | Zweiter Coronavirus-Fall in NRW bestätigt

In Nordrhein-Westfalen ist der zweite Coronavirus-Fall bestätigt. Laut Universitätsklinikum Düsseldorf werden aktuell zwei infizierte Patienten behandelt: "Bei der zweiten Person, aus dem engen persönlichen Umfeld des Patienten, liegt nun auch ein positives Testergebnis vor", hieß es. Ob es sich um die Ehefrau des in Lebensgefahr schwebenden ersten Patienten aus dem Kreis Heinsberg handelt, blieb offen.

12:57 Uhr | EU-Länder sollen Notall-Pläne überarbeiten

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat alle EU-Länder aufgerufen, ihre Notfall-Pläne zu überarbeiten: "Die EU ist noch in der Eindämmungsphase, es ist wichtig, das zu unterstreichen", sagte sie. Die Lage könne sich aber schnell ändern. Das sehe man etwa in Italien.

12:56 Uhr | Kreis Heinsberg: Schulen bleiben bis Montag zu

Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen bleiben Schulen und Kindergärten bis Montag geschlossen. Das gab das Landratsamt bekannt. Die Stadt Geilenkirchen schloss zudem Schwimmbad und Stadtbücherei. Ein in Lebensgefahr schwebender Mann stammt aus diesem Kreis. Er wurde mit einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion in Erkelenz behandelt, inzwischen aber in Düsseldorf.

12.41 Uhr | WHO: Mehr neue Infektionen außerhalb Chinas

Erstmals seit dem Ausbruch des Coronavirus in China gibt es laut Weltgesundheitsorganisation WHO mehr neue Fälle außerhalb des Landes. In China seien am Dienstag 411 neue Infektionen gemeldet worden, 427 aus anderen Teilen der Welt. WHO-Chef Ghebreyesus sagte am Mittwoch, in China seien insgesamt rund 77.500 Infizierte gezählt worden, weltweit seien es bis Dienstag 80.988 gewesen.

12:16 Uhr | Zwölfter Toter in Italien

In Italien ist ein zwölfter Patient gestorben. Das teilte der Zivilschutz in Rom mit. Die Zahl der infizierten Menschen sei auf 374 gestiegen, hieß es am Mittwochmittag weiter. Zum Ende des Vortags hatte die Zahl bei etwa 320 gelegen und es waren elf Tote verzeichnet worden.

12:05 Uhr | Bisher 18 Infektionen in Deutschland

Bis Mittwochmittag sind 18 Infektionsfälle in Deutschland bestätigt.

11:30 Uhr | Neue Fälle in Hotel auf Teneriffa

In dem abgeriegelten Hotel auf der spanischen Ferien-Insel Teneriffa sind weitere Erkrankungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Laut Gesundheitsbehörden wurden die Ehefrau des zuvor erkrankten Mannes und zwei weitere Italiener positiv getestet. Ein Urlauber aus Deutschland berichtete der dpa, man dürfe das Hotelgebäude verlassen, nicht aber das Gelände. Hunderte Menschen sitzen dort fest.

11:26 Uhr | Auch DIW warnt vor ökonomischen Folgen

Bei einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ist nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung die Gefahr eines wirtschaftlichen Einbruchs auch in Deutschland groß. DIW-Chef Marcel Fratzscher sagte bei RTL, betroffen wären vor allem Exporteure, Autohersteller und Fluggesellschaften. Er forderte den Staat auf, mit Investitionen gegenzusteuern.

10:58 Uhr | Tourismusmesse in Berlin verschärft Zugangsregeln

Die Tourismusmesse ITB verschärft auf Anweisung der Behörden ihre Vorkehrungen. Wie die ITB mitteilte, darf nicht auf das Messegelände, wer innerhalb von 14 Tagen in den Risikogebieten in China, im Iran, in Italien oder Südkorea war, wer Kontakt zu infizierten Person hatte oder Symptome wie Fieber oder Husten zeigt. Die Messe soll kommende Woche in Berlin starten.

10:43 Uhr | Zweites Todesopfer in Frankreich

In Frankreich gibt es ein zweites Todesopfer durch das neuartige Coronavirus. Laut Gesundheitsministerium starb ein 60 Jahre alter Franzose in der Nacht zum Mittwoch in einer Klinik in Paris. Dort war Mitte Februar ein 80 Jahre alter Tourist aus China der Krankheit erlegen - das erste Todesopfer. Das Ministerium bestätigte zudem zwei neue Infektionsfälle im Land. Frankreich habe damit jetzt vier Fälle. Elf zuvor Infizierte sind den Angaben zufolge inzwischen wieder gesund.

10:10 Uhr | Patient in Baden-Württemberg geht es gut

Dem 25 Jahre alten Patienten des ersten Falls in Baden-Württemberg geht es gut. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit. Der junge Mann sei in Mailand gewesen und in einer Klinik in Göppingen jetzt isoliert unter Beobachtung. Das Gesundheitsamt habe Kontaktpersonen informiert und mache weitere aus.

10:09 Uhr | Zweiter Fall in Nordafrika - Algerien betroffen

Nach Ägypten hat nun Algerien als zweites afrikanisches Land einen Coronavirus-Fall bestätigt. Ein Anfang vergangener Woche eingereister Italiener sei positiv getestet, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das verstärkt von der WHO geäußerte Sorgen, dass das Virus in Ländern mit schlechten Gesundheitssystemen, wie vielen in Afrika, noch schwerer zu kontrollieren sei. Algerien hat enge Wirtschaftskontakte zu China und besonders im Energiesektor auch mit Italien.

10:01 Uhr | Keine Absage der Olympischen Spiele in Japan

Die Olympischen Spiele in Japan sollen nach bisheriger Einschätzung der Veranstalter nicht abgesagt werden. Das gilt nach IOC-Angaben auch für den Fackellauf von Griechenland nach Japan im Vorfeld.

10:00 Uhr | IW-Ökonom fordert: Produktionen zurückholen

Im Deutschlandfunk-Gespräch hat der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, vor dem Hintergrund der Virus-Krise ein Umdenken der Unternehmen gefordert. Sie sollten ihre Produktionen wieder nach Europa zurückverlagern, Wertschöpfungs- und Lieferketten verkürzen, um sie robuster zu machen.

09:37 Uhr | Polizei ermittelt Urheber von Fakenews

Nach der Verbreitung falscher Berichte über einen Coronavirus-Fall in Kaiserslautern sind zwei Verdächtige ermittelt. Laut Polizei kommt auf die 27 und 28 Jahre alten Männer nun unter anderem ein Strafverfahren wegen Vortäuschens einer allgemeinen Gefahr zu. Sie sollen "aus Spaß" einen gefälschten tagesschau.de-Artikel erstellt haben, der eine Infektion in einer Firma der Stadt vermeldete. Ein Bild davon sei über Messenger-Dienste versandt worden. Der Chef der Firma habe Anzeige erstattet, da es Auswirkungen auf den Betrieb gegeben habe. Einer der Männer habe sich inzwischen bei der Firma gemeldet und Reue gezeigt.

09:23 Uhr | Börsen-Talfahrt geht weiter

Die Angst von Anlegern vor einem durch die Epidemie verursachten Konjunktur-Einbruch belastet Börsen weltweit. Der deutsche Leitindex Dax startete am Mittwoch 1,1 Prozent tiefer als zum Schluss am Vortag – bei 12.655 Punkten auf dem tiefsten Stand seit mehreren Monaten.

09:07 Uhr | Hongkong verschenkt Bargeld

Die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ergreift wegen der drohenden Wirtschaftskrise eine ungewöhnliche Maßnahme: Alle dauerhaft gemeldeten Bewohner erhalten 10.000 Hongkong-Dollar (rund 1.180 Euro) in bar, insgesamt also rund 110 Milliarden Euro. Die Regierung hofft, dass die Menschen so wieder mehr Geld ausgeben und die lokale Wirtschaft am Laufen halten.

08:46 Uhr | Warnung vor Versorgungsenpässen in Europa

Der Präsident der Europäischen Handelskammer in China, Jörg Wuttke, hält wirtschaftliche Folgen durch das Virus für "weit krasser als die meisten vermuten". Er sagte der Zeitung "Die Welt", Folgen für die Versorgung auch in Deutschland würden unterschätzt. Große Reedereien hätten in den vergangenen vier Wochen gut 70 Container-Schiffe nicht auslaufen lassen. Da sie rund sechs Wochen unterwegs seien, kämen zwar immer noch Schiffe aus China an, bald aber würden es weniger und in "Europa etliche Produkte knapp". Ab März werde das besonders die Pharmabranche treffen, aber auch andere Bereiche.

08:20 Uhr | Deutsche Behörden beraten weiteres Vorgehen

Nach zwei nachgewiesenen Coronavirus-Fällen in Baden-Württemberg und Nordrhein Westfalen wird dort das weitere Vorgehen abgestimmt. Das NRW-Gesundheitsministerium plant diverse Gespräche, um die Lage bewerten und nächste Schritte planen zu können. Das Ministerium in Baden-Württemberg hatte zuvor erklärt, der Patient im Kreis Göppingen sei 25 Jahre alt und habe sich vermutlich in Mailand angesteckt.

07.44 Uhr | China überwacht Bürger im öffentlichen Raum

In China verstärken Behörden ihre Bemühungen, die Bewegung von Bürgern im öffentlichen Raum zu überwachen. Vor allem Städte haben "Big-Data"-Maßnahmen angekündigt, um das Virus einzudämmen.

07.16 Uhr | China desinfiziert Geldscheine

In China sollen jetzt auch Banknoten desinfiziert werden. Laut der Zeitung "China Securities Journal" wurden entsprechende Vorgaben von der Finanzaufsicht CBIRC verbreitet. Danach sollen Banken auch ihre Schalter und von Kunden besuchte Orte öfter desinfizieren.

07.25 Uhr | Wirtschaftliche Folgen der Epidemie

Nach einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen wird die Epidemie die Wirtschaft auch in den Nachbarländern bremsen oder sogar schrumpfen lassen: Australien, Südkorea, Taiwan, Singapur und Thailand steuern demnach auf die schlechteste Wirtschaftsentwicklung seit Jahren zu.

06:52 Uhr | Auch Schulen im Kreis Heinsberg bleiben zu

Im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg bleiben wegen des dort infizierten Mannes neben den Kindergärten am Mittwoch vorsorglich auch die Schulen geschlossen. Laut NRW-Gesundheitsministerium in Düsseldorf schwebt der Patient mit den Symptomen einer schweren Lungenentzündung im Hermann-Josef-Krankenhaus von Erkelenz in Lebensgefahr. Seine Frau sei dort ebenfalls stationär isoliert worden. Allerdings werde sie wegen leichterer Symptome behandelt. Ob auch sie mit dem neuartigen Virus infiziert wurde, stand weiterhin nicht fest.

05:59 Uhr | Thailand meldet neue Fälle - 40 jetzt insgesamt

Aus Thailand meldet das Gesundheitsministerium jetzt drei neue Fälle, womit die Gesamtzahl der Infektionen dort auf 40 stieg. Zwei Patienten seien von Japans nördlicher Insel Hokkaido vom Urlaub zurückgekehrt und hätten danach Kontakt mit dem dritten gehabt.

05:55 Uhr | Italien fürchtet um seine Wirtschaft

Italien fürchtet einen Rückschlag für seine ohnehin geschwächte Wirtschaft. Ökonom Andrea Giuricin von der Bicocca-Universität in Mailand sagte: "Uns geht es sowieso schon nicht sehr gut, und wir riskieren nun ernsthaft eine Rezession." Die Häufung der SARS-CoV-2-Infektionen im Norden lähmt die Wirtschaftsmetropole Mailand. Viele Geschäfte sind zu, Unternehmen senken ihre Produktion, der Tourismus liegt brach. Die Region Venetien um Venedig und die Lombardei stehen für ein Drittel der Wirtschaftskraft des ganzen Landes.

5:40 Uhr | US-Soldat in Südkorea an Coronavirus erkrankt

In Südkorea hat sich ein US-Soldat infiziert. Wie das Kommando der US-Streitkräfte in Südkorea mitteilte, wurde ein an der Basis Camp Carroll stationierter Militär positiv auf den Erreger getestet. Der mann befinde sich inzwischen außerhalb des Stützpunktes. Er sei in einer Wohnung in Quarantäne. Camp Carroll liegt 30 Kilometer nördlich der Millionenstadt Daegu. Sie ist das Zentrum der Epidemie in Südkorea. Inzwischen werden aus Südkorea mehr als 1.000 Fälle gemeldet.

4:22 Uhr | Starker Anstieg von Neuerkrankungen in China

Die Zahl der erkrankten Menschen ist in China weiter gestiegen. Nach Behördenangaben infizierten sich 406 Menschen neu, 401 davon in der Provinz Hubei. Am Vortag hatte es 508 neue Fälle gegeben. Damit liegt die Zahl der Erkrankten insgesamt nun bei mehr als 78.000, während die Behörden außerdem 52 weitere Todesopfer meldeten. Am Tag zuvor waren es 71 gewesen, alle aus der Provinz Hubei. Insgesamt sind damit in China nun 2.715 Menschen an den Folgen der Erkrankung gestorben.

3:01 Uhr | Vermutlich erster Coronavirus-Fall in Südamerika

In Brasilien gibt es den vermutlich ersten Coronavirus-Fall. Laut einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums kann es sich dabei auch um den ersten Fall in Südamerika überhaupt handeln. Man untersuche einen Fall in São Paulo. Wie ein örtliches Nachrichtenportal berichtet, hat ein Krankenhaus die Infektion bei einem 61-Jährigen festgestellt. Nun werde ein zweiter Test in einem Labor erfolgen. Der Mann soll zwischen 9. und 21. Februar in Norditalien unterwegs gewesen sein. Er wird derzeit zu Hause isoliert.

0:32 Uhr | San Francisco ruft "proaktiv" Notstand aus

Die US-Westküstenmetropole San Francisco hat wegen Befürchtungen einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus den Notstand ausgerufen. Die Stadtverwaltung teilte mit, der Schritt sei "proaktiv" erfolgt. "Zwar gibt es unter den Einwohnern von San Francisco noch keine bestätigten Fälle", sagte Bürgermeisterin London Breed. "Die globale Lage ändert sich aber rasch und wir müssen die Vorsorge verstärken." Nach einer Notstandserklärung können im Ernstfall sehr schnell Geld und andere Hilfsmittel mobilisiert werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. Februar 2020 | 15:00 Uhr