Coronavirus-Ticker 28. April: Kitas sollen schrittweise öffnen

Die Kindertagesstätten in Deutschland sollen in vier Schritten behutsam wieder geöffnet werden. Die Verbraucherzentrale Sachsen rät, bei Urlaubsbuchungen noch vorsichtig zu sein und abzuwarten. Schüler sollen noch vor den Sommerferien zur Schule gehen können, allerdings nur tage- oder wochenweise. Mehr dazu im Corona-Ticker.

Zwei Jungs spielen im Garten.
Die Familienminister von Bund und Ländern wollen die Kitas schrittweise wiedereröffnen. Ein Datum nannten sie nicht. Bildrechte: MDR/Unsplah/Ashton Bingham

Unser Ticker am Dienstag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Mittwoch.

23:45 Uhr | Sportminister für Fußball-Comeback im Mai

Die Sportministerkonferenz empfiehlt eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga Mitte/Ende Mai. Das berichtet die Rheinische Post am Dienstagabend mit Bezug auf Informationen aus der Ministerrunde. Am Donnerstag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer über eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ohne Zuschauer beraten.

23:10 Uhr | Russland verlängert Zwangsurlaub

Russland hat die arbeitsfreie Zeit bis 11. Mai verlängert. Präsident Wladimir Putin mahnte, der Höhepunkt der Pandemie sei noch nicht erreicht. Die landesweite Schließung der meisten Betriebe sollte eigentlich nur bis Ende April gelten. Die Löhne werden weiter gezahlt. Russland meldete am Dienstag mehr als 6.400 neue Infektionen. Insgesamt stieg die Zahl der bestätigten Ansteckungen auf etwa 93.500, offiziell gibt es 867 Corona-Tote. Putin stellte für Mitte Mai einen schrittweisen Ausstieg aus den Anti-Corona-Maßnahmen in Aussicht.

22:41 Uhr | Gericht: Saarland muss Ausgangsbeschränkungen lockern

Die Ausgangsbeschränkungen im Saarland müssen ab sofort gelockert werden. Das hat der Verfassungsgerichtshof des Landes entschieden. Zur Begründung hieß es, es gebe aktuell keine belastbaren Gründe mehr für das bisherige Verbot, die Wohnung zu verlassen. Damit seien Begegnungen in Familien und das Verweilen im Freien wieder möglich. Voraussetzung sei aber, dass die notwendigen Abstände und Kontaktbeschränkungen gewahrt würden. Saarländer durften seit dem 21. März ihre Wohnung wegen der Corona-Pandemie nur mit einem triftigen Grund verlassen. Dazu gehörten der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche.

21:50 Uhr | Experten-Chat "Geld oder Gutschein?" zum Nachlesen

Wegen der Beschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus sind Veranstaltungen abgesagt worden, Reisen ausgefallen. Doch was ist mit dem Geld, das schon bezahlt wurde? Im Chat gaben Ralf Reichertz, Simone Meisel und Claudia Neumerkel von den mitteldeutschen Verbraucherzentralen Antworten.

21:38 Uhr | Kitas sollen schrittweise wieder öffnen

Die Kindertagesstätten in Deutschland sollen Schritt für Schritt wiedereröffnet werden. Die Familienminister von Bund und Ländern sprachen sich für einen behutsamen Wiedereinstieg in vier Schritten aus. Die aktuelle Notbetreuung solle zunächst zu einer erweiterten Notbetreuung ausgebaut werden. Danach käme ein eingeschränkter Regelbetrieb in Betracht, als letzter Schritt schließlich der reguläre Betrieb. Ein konkretes Zieldatum wurde nicht benannt. Nach jedem Öffnungsschritt soll das Infektionsgeschehen zwei Wochen lang beobachtet werden. Auch der Unterricht an den Schulen soll langsam wieder in Gang kommen. Zumindest tageweise sollen alle Schüler in die Klassen gehen.

21:05 Uhr | Mehr als eine Million Infizierte in den USA

In den USA hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen die Marke von einer Million überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden bis Dienstag 1,002 Millionen Infektionen registriert. Die USA sind mit großem Abstand das Land mit den meisten bestätigten Infektionen weltweit. Allerdings wird in den Vereinigten Staaten auch besonders viel getestet: Nach Angaben der US-Regierung wurden bereits rund 5,5 Millionen Corona-Tests vorgenommen. Die USA sind auch das Land mit den meisten Corona-Toten weltweit. Laut der in Baltimore ansässigen Johns-Hopkins-Universität, die Infektions- und Todeszahlen weltweit auswertet, starben in den USA bereits mehr als 57.000 Menschen an dem Virus.

20:46 Uhr | Tschechien verlängert Ausnahmezustand

Tschechien hat anders als angekündigt den Ausnahmezustand verlängert. Das Parlament in Prag stimmte einer Verlängerung bis zum 17. Mai zu. Der Ausnahmezustand erlaubt es der Regierung, unter anderem das weitgehende Einreiseverbot für Ausländer vorerst aufrechtzuerhalten und medizinische Güter ohne Ausschreibung zu beschaffen. Die tschechische Regierung hatte ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zuletzt stark gelockert. So wurden die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben und die meisten Geschäfte wieder geöffnet. Weiterhin gelten eine Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit und ein Verbot von Versammlungen mit mehr als zehn Personen.

20:32 Uhr | Frankreich lockert Ausgangssperre

Frankreich will seine seit sechs Wochen geltende Ausgangssperre lockern. Premierminister Edouard Philippe kündigte in einer Regierungserklärung an, dass ab dem 11. Mai Geschäfte und schrittweise auch die Schulen wieder öffnen dürfen. Während es in den Geschäften keine Maskenpflicht geben soll, ist eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln vorgesehen. Außerdem sollen die Corona-Tests massiv ausgeweitet werden. Über die Wiedereröffnung von Cafés und Restaurants will die Pariser Regierung erst bis Anfang Juni entscheiden.

Bis Anfang September soll es keine Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmern geben. Auch Profispiele im Sport und Kulturfestivals soll es bis dahin nicht geben. Damit müsste die 1. französische Fußballliga abgebrochen werden. Das für Mai geplante Filmfest in Cannes fiele aus.

20:12 Uhr | British Airways will bis zu 12.000 Stellen streichen

Die Fluggesellschaft British Airways will wegen der Corona-Krise bis zu 12.000 Stellen streichen. Der Mutterkonzern der Airline, die IAG-Gruppe erklärte, es werde voraussichtlich mehrere Jahre dauern, bis sich der Flugverkehr wieder normalisiert habe. Derzeit beschäftigt British Airways 42.000 Mitarbeiter. Vor Kurzem hatte der IAG-Konzern bereits 22.600 Mitarbeiter wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit geschickt. 80 Prozent des Gehalts der Mitarbeiter wurden von der britischen Regierung übernommen. Zur spanisch-britischen IAG-Gruppe gehören auch die Fluggesellschaften Iberia und Vueling.

19:57 Uhr | Palmer entschuldigt sich für Corona-Äußerung

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat sich für Äußerungen zum Umgang mit Corona-Patienten entschuldigt. Der Grünen-Politiker sagte, er würde niemals älteren oder kranken Menschen das Recht zu leben absprechen. Es tue ihm leid, wenn er sich missverständlich oder forsch ausgedrückt habe. Palmer hatte eine Lockerung der Corona-Beschränkungen verlangt und dabei erklärt, man rette jetzt möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären. Kritiker nannten die Äußerung menschenverachtend. Gegenwind bekam Palmer auch aus der eigenen Partei.

19:23 Uhr | Sachsen-Anhalt weitet Kita-Notbetreuung aus

In Sachsen-Anhalt wird die Kita-Notbetreuung deutlich ausgeweitet. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne kündigte an, ab kommendem Montag könnten unter anderem Alleinerziehende landesweit das Angebot nutzen. Außerdem bekämen Eltern aus weiteren Berufsgruppen die Möglichkeit, ihre Kinder in Notbetreuung zu geben. Das gelte für Branchen, die ab Montag wieder öffnen dürfen, zum Beispiel Friseure oder Kosmetiksalons. Grimm-Benne zufolge soll die Kinderbetreuung bis zu den Sommerferien zum Regelbetrieb zurückkehren. Dafür solle stufenweise der Kreis der Familien erweitert werden, die Betreuungsanspruch erhalten. Voraussetzung bleibe, dass die Coronavirus-Infektionen auf einem moderaten Niveau blieben.

18:57 Uhr | Verbraucherzentrale: Urlaubsbuchung lieber aufschieben

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät, bei Urlaubsbuchungen noch vorsichtig zu sein. Reiserechts-Expertin Claudia Neumerkel sagte MDR AKTUELL, wegen der Corona-Pandemie könne man Kunden nur empfehlen abzuwarten. Sie sollten die Situation in den jeweiligen Urlaubswunschländern genau betrachten. Bei Reisen ins Ausland sollte man darauf achten, eine wirklich stornierbare Unterkunft zu buchen. Neumerkel verwies zugleich darauf, dass Kunden bei einer weltweiten Reisewarnung auf der sicheren Seite seien. Sie könnten dann in jedem Fall kostenlos stornieren. In der Praxis versuchten Veranstalter und Airlines aber oft, Rückzahlungen zurückzuhalten und stattdessen Gutscheine auszugeben. Darauf müsse sich der Kunde aber nicht einlassen.

18:15 Uhr | Deutschland-Tour abgesagt

Die Deutschland-Radrundfahrt fällt wegen der Corona-Krise in diesem Jahr aus. Wie die Veranstalter mitteilten, soll die Rundfahrt von Stralsund nach Nürnberg mit identischem Streckenverlauf nun im nächsten Jahr nachgeholt werden. Eigentlich sollte die Tour vom 20. bis 23. August stattfinden. Zu dieser Zeit sind in Deutschland aber noch alle Großveranstaltungen untersagt. Auch die bereits verschobene Tour de France der Radprofis steht wieder auf der Kippe. Sie sollte eigentlich vom 29. August bis 20. September stattfinden. Doch in Frankreich wurden bis Anfang September alle Großveranstaltungen verboten.

17:42 Uhr | US-Schutzmaskenhersteller mit Gewinnsprung

Die Corona-Krise hat dem US-Schutzmaskenhersteller 3M einen satten Gewinnsprung beschert. Nach Angaben des Konzerns lag der Überschuss im ersten Quartal bei 1,3 Milliarden US-Dollar. Das waren rund 45 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Plus war vor allem höheren Preisen für die Schutzausrüstungen zu verdanken. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge lediglich um knapp drei Prozent.

17:10 Uhr | Sachsens Wohnungsbesitzer fürchten um Mieteinnahmen

Sachsens Eigentümerverband "Haus & Grund" hat die Regelung zur Stundung von Mieten in der Coronakrise als unzureichend kritisiert. Bis Ende Juni können Mieter die Zahlungen aussetzen und das Geld innerhalb von zwei Jahren nachzahlen. Verbandspräsident René Hobusch sagte MDR AKTUELL, die Bundesregierung habe damit das Risiko des Zahlungsausfalls nur vom Mieter auf den Vermieter verschoben. Denen fehlten dann die Einnahmen, um Verbindlichkeiten bedienen zu können. Hobusch warnte, private Vermieter dürften nicht zum Sozialfall werden. "Haus & Grund" hoffe weiter auf einen Wohnfonds. Daraus könnten die Vermieter ihr Geld erhalten, und der Bund oder das Land würden die Auslagen später von den Mietern einfordern.

16:32 Uhr | Merkel für klimafreundlichen Neustart nach Coronakrise

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für einen klimafreundlichen Wiederaufbau der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie ausgesprochen. Merkel sagte beim Petersberger Klimadialog, es werde wegen der wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie schwierige Verteilungsdiskussionen geben. Umso wichtiger werde es sein, Konjunkturprogramme aufzulegen, die den Klimaschutz fest im Blick haben. Sie sollten deutlich machen, dass man nicht am Klimaschutz spare, sondern in zukunftsfähige Technologien investiere.

16:27 Uhr | Kekulé: Zahl der Neuinfektionen entscheidend

16:05 Uhr | Sachsen-Anhalt: Alle Schüler sollen vor Pfingsten einmal in die Schule

In Sachsen-Anhalt sollen bis zu den Pfingstferien alle Klassenstufen mindestens für einen Tag in die Schule zurückkehren. Das kündigte Bildungsminister Marco Tullner an. Falls die Landesregierung seinen Plänen zustimmt, könnten die Viertklässler und die Jugendlichen, die 2021 ihren Abschluss machen, ab Montag wieder regelmäßig in die Schule gehen. Zwei Tage später sollen die Jugendlichen dazukommen, die 2022 ihr Abitur machen wollen. Darüber hinaus soll vom 6. Mai an jeden Tag eine andere Klassenstufe in die Schulen kommen. Nach den Pfingstferien soll es regelmäßigen Unterricht für alle Klassenstufen geben, bei dem zwischen Unterricht vor Ort sowie Homeschooling gewechselt wird. Außerdem sollen die Klassen sollen in kleinere Gruppen aufgeteilt werden, um die Abstandsregeln zu gewährleisten.

15:55 Uhr | Luxemburg will alle Einwohner testen

Luxemburg will seine gesamte Bevölkerung auf das neuartige Coronavirus testen. Forschungsminister Claude Meisch sagte, alle gut 600.000 Einwohner sollten binnen eines Monats untersucht werden. Die Tests würden rund 40 Millionen Euro kosten. Zuerst sollen Studenten und Uni-Dozenten getestet werden, weil kommenden Montag der Unterricht an den Hochschulen wieder beginnt. Bislang wurden in dem Großherzogtum gut 39.000 Menschen auf das neuartige Coronavirus getestet. Dabei wurden rund 3.700 Infektionen nachgewiesen, 88 der Infizierten starben. In Luxemburg hat überdies jeder Einwohner bereits fünf chirurgische Schutzmasken erhalten, weitere Schutzmasken gingen an Unternehmen in dem Großherzogtum.

15:42 | Halberstädter Domfestspiele wegen Corona abgesagt

Der Corona-Pandemie fällt ein weiteres mitteldeutsches Musikfestival zum Opfer. In Halberstadt wurden die Domfestspiele abgesagt. Das Nordharzer Städtebundtheater und die Evangelische Kirchgemeinde teilten mit, alle Veranstaltungen würden auf das kommende Jahr verschoben. Eigentlich sollten sie Anfang Juni stattfinden. Geplant waren unter anderem Konzerte sowie Theater- und Ballettabende.

15:34 Uhr | Maskenpflicht beim Einkaufen jetzt auch in Berlin

Als letztes Bundesland hat Berlin eine Maskenpflicht im Einzelhandel beschlossen. Innensenator Andreas Geisel sagte, die Pflicht für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gelte ab Mittwoch. Er begründete das Nachziehen des Berliner Senats mit dem notwendigen Arbeitsschutz in den Geschäften sowie dem Erfolg der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. Dort ist das Tragen einer einfachen Mund-Nase-Bedeckung bundesweit seit Montag vorgeschrieben.

15:24 Uhr | Soforthilfe-Antrag in Sachsen-Anhalt jetzt online möglich

Soloselbstständige und Unternehmer in Sachsen-Anhalt können die Corona-Soforthilfen jetzt auch online beantragen. Das Wirtschaftsministerium teilte mit, dass online die gleichen Angaben gemacht werden müssen wie beim bisherigen Verfahren. Zusätzlich biete das Onlineformular auch eine Ausfüllhilfe an. Für Antragsteller wird ein Kundenkonto angelegt, um Betrugsversuche zu verhindern. Soloselbstständige, Freiberufler und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten können in Sachsen-Anhalt seit Ende März Zuschüsse von bis zu 25.000 Euro beantragen, um negative Folgen durch die Corona-Pandemie abzufedern.

15:06 Uhr | Chemnitzer Altenheim macht Besuche von Angehörigen möglich

Das Matthias-Claudius-Haus macht trotz Besuchseinschränkungen Treffen mit Angehörigen möglich. In der Cafeteria des Pflegeheims, die aufgrund der Schutzmaßnahmen derzeit nicht genutzt werden kann, sind drei sogenannte Besuchsboxen aufgestellt worden. Dort können sich Angehörige und Bewohner, getrennt durch eine Plexiglaswand, treffen und miteinander sprechen.

15:14 Uhr | Spahn hält an Lockerungen der Corona-Auflagen fest

Trotz des Wiederanstiegs der Infektionsrate hält Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an der vorsichtigen Lockerung der Corona-Schutzauflagen fest. Der CDU-Politiker sagte, die Reproduktionszahl sei zwar ein wichtiger Faktor. Wichtig sei aber auch die Gesamtzahl der Erkrankten. Die liege jetzt auf einem Niveau, mit dem man besser umgehen könne. Spahn kündigte zugleich an, dass Bund und Länder Mitte nächster Woche über erste Lockerungen für Gastronomie und Tourismus beraten wollen.

14:58 Uhr | Sachsen schickt weitere Schüler zur Schule

In Sachsen dürfen ab 6. Mai wieder mehr Schüler als bisher zum Unterricht. Kultusminister Christian Piwarz stellte dazu seinen Fahrplan für die Wiedereröffnung der Schulen vor. Danach ist ab Mittwoch kommender Woche wieder Unterricht für Schüler aller Vorabschlussklassen der Gymnasien, berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen geplant. Wann die Schule wieder für alle Schüler offen ist, steht noch nicht fest. Bisher waren die Schulen im Freistaat nur für die Schüler der Abschlussklassen geöffnet.

14:35 Uhr | EKM für behutsame Wiederaufnahme der Gottesdienste

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland will die Gottesdienste behutsam wieder aufnehmen. Das Landeskirchenamt erließ dazu eine Verfügung mit verbindlichen Vorgaben für alle Kirchgemeinden. So dürfen die Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen nicht länger als eine halbe Stunde dauern, bei Einhaltung der generellen Kontaktbeschränkungen. Auch Atemschutz ist vorgeschrieben. Auf gemeinsamen Gesang, Blasmusik und das Abendmahl muss verzichtet werden. Zudem werden die Gemeinden verpflichtet, Teilnehmerlisten zu führen. Ziel ist es, im Fall von Corona-Infektionen die Kontakte der Betroffenen nachverfolgen zu können.

13:55 Uhr | Kein regulärer Unterricht vor den Sommerferien

Trotz der Corona-Beschränkungen soll jede Schülerin und jeder Schüler vor den Sommerferien zumindest tage- oder wochenweise die Schule besuchen können. Das schlagen die Kultusminister der Länder den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel vor. Ein reguläres Unterrichtsgeschehen werde es vor den Sommerferien jedoch nicht geben, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig als Vorsitzende der Kultusministerkonferenz am Dienstag. Heim- und Präsenzunterricht sollen zudem besser verzahnt werden.

13:50 Uhr | App soll "möglichst zügig" zum Einsatz kommen

Die geplante Corona-App für Mobiltelefone zur Nachverfolgung der Kontakte von Corona-Infizierten soll nach Worten von Bundesgesundheitsminsiter Jens Spahn "möglichst zügig" einsetzbar sein. Dabei müssten Datenschutz und Datensicherheit gewahrt werden. Die Daten würden dezentral auf dem Handy gespeichert. Die Bundesregierung hatte zuvor mitgeteilt, die Corona-App werde von der Deutschen Telekom und SAP entwickelt und zur Marktreife gebracht.

13:30 Uhr | Sächsisches Ministerium gegen weitere Kita-Öffnung

Das sächsische Kultusministerium hält eine Öffnung von Kindertagesstätten derzeit für nicht möglich. "Wer eine weitere Öffnung der Kitas fordert, muss gleichzeitig sagen, wie dann Abstandsgebote und Hygieneregeln eingehalten werden können", sagte ein Sprecher. Es seien Hinweise von Gesundheitsexperten nötig, deren Aufgabe es sei zu sagen, wie die Bestimmungen zum Schutz vor Corona-Infektionen in den Einrichtungen umgesetzt werden können.

Reinhard Berner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Dresden, hat sich der Deutschen Presse-Agentur gegenüber bereits für eine schrittweise Öffnung von Kindertagesstätten mit kleinen Gruppen von bis zu sieben Kindern ausgesprochen. Er glaube nicht, dass es bei ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu einer explosionsartigen Vermehrung des Virus komme, so Berner.

13:12 Uhr | Delfine kehren in den Bosporus zurück

Wegen der coronabedingten Auflagen für den den Auto- und Schiffsverkehr in der Türkei kommen Delfine zurück in den Bosporus, die Meerenge zwischen Marmara und Schwarzem Meer.

12:54 Uhr | Urteil: Verkaufsverbot für größere Läden bleibt

In Sachsen-Anhalt müssen Läden mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern weiterhin geschlossen bleiben. Das entschied das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg. Die Richter lehnten den Antrag einer Handelskette für Sport- und Bekleidungsartikel gegen die Anordnung des Landes ab. Die Flächenbeschränkung sei eine notwendige Maßnahme zum Infektionsschutz.

Der Beschluss ist den Angaben zufolge nicht anfechtbar. Auch in Sachsen und Thüringen sind Klagen gegen die 800-Quadratmeter-Regelung anhängig. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München hatte das Verkaufsverbot gestern für verfassungswidrig erklärt. Es verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz.

12:46 Uhr | Umweltverbände: Über Corona nicht Klimakrise vergessen

Umweltverbände haben die Politik aufgerufen, über der Corona-Krise nicht den Klimaschutz zu vergessen. In einer gemeinsamen Erklärung von Deutschem Naturschutzring, Nabu und WWF heißt es, das wäre ein fatales Zeichen. Mit der Bekämpfung der einen Krise dürfe nicht die andere befeuert werden. Vielmehr müsse man endlich eine nachhaltige Transformation der EU vorantreiben.

Die Verbände riefen Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, sich für eine rasche und substanzielle Anhebung der europäischen Klimaziele bis 2030 und klimafreundliche Konjunkturprogramme einzusetzen. Merkel spricht am Nachmittag beim Petersberger Klimadialog. Auch UNO-Generalsekretär António Guterres steht auf der Rednerliste. Das gestern eröffnete Forum wird in diesem Jahr erstmals als Videokonferenz abgehalten.

12:35 Uhr | Halberstädter Domfestspiele wegen Corona abgesagt

Der Corona-Pandemie fällt ein weiteres mitteldeutsches Musikfestival zum Opfer. In Halberstadt wurden heute die Domfestspiele abgesagt. Das Nordharzer Städtebundtheater und die Evangelische Kirchgemeinde teilten mit, alle Veranstaltungen würden auf das kommende Jahr verschoben. Eigentlich sollten sie Anfang Juni stattfinden. Geplant waren unter anderem Konzerte sowie Theater- und Ballettabende.

12:25 Uhr | EZB sieht kein erhöhtes Infektionsrisiko durch Geldscheine

Durch Geldscheine besteht nach Angaben der Europäischen Zentralbank kein erhöhtes Corona-Infektionsrisiko. EZB-Direktor Fabio Panetta schrieb in einem Zeitungsbeitrag, darauf deuteten die Ergebnisse von Laboruntersuchungen hin. Demnach überlebten auf Oberflächen wie Plastik in den ersten Stunden zehn- bis hundertmal so viele Viren wie auf den Euro-Banknoten.

Andere Analysen zeigten, dass die porösen Oberflächen der Geldscheine das Virus deutlich schlechter übertragen könnten als glatte Materialien wie Kunststoff. Deshalb stellten Banknoten keine größere Gefahr dar. Zu ähnlichen Ergebnissen war zuvor bereits die Bundesbank gekommen.

12:20 Uhr | Zahl der Neuinfektionen erneut gesunken

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist unter 1.000 gesunken. Am Montag meldeten die Kreise und Städte laut der Datenbank des "Risklayer"-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie 935 neue Fälle. Am Sonntag waren es etwas mehr als 1.200.

Insgesamt wurden in Deutschland etwa 158.730 Fälle registriert. 106.395 Menschen sind bereits genesen, 6.126 an den Folgen des Virus gestorben. Mindestens fünf Landkreise in Deutschland verzeichnen derzeit keine Corona-Infektionen.

So verteilen sich die Fälle auf die Kreise:

Institutionen wie "Risklayer" oder die Johns-Hopkins-Universität stützen sich auf die durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

11:55 Uhr | Deutsche Skiurlauber unterstützen Ermittlungen

Mehr als 250 deutsche Urlauber haben sich einem Ermittlungsverfahren zur Ausbreitung des Coronavirus in Tirol angeschlossen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck "Focus Online". Insgesamt beteiligten sich 285 Personen aus mehreren Ländern. Das österreichische Bundesland Tirol gilt als Keimzelle für die Verbreitung des Corona-Virus. Vor allem im Wintersportort Ischgl sollen sich viele Menschen infiziert haben. Ein Verbraucherschutzverein in Österreich strebt nach Abschluss der strafrechtlichen Ermittlungen einen Zivilprozess an und will für die Betroffenen Schadenersatz in Millionenhöhe erstreiten.

11:25 Uhr | HDE für bundesweite Öffnung aller Geschäfte

Der deutsche Einzelhandelsverband HDE fordert eine bundesweite Öffnung aller Geschäfte ab dem 4. Mai. "Die Wiedereröffnung der Einzelhandelsgeschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ist durchweg sehr verantwortungsvoll verlaufen", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Ein Kundenansturm sei ausgeblieben und die Menschen verhielten sich "besonnen und risikobewusst", so Genth. Angesichts dieser positiven Erfahrungen sollte in einem nächsten Schritt die Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels nach flächendeckend einheitlichen Vorgaben ermöglicht werden.

11:10 Uhr | Krise schränkt Kampf gegen Borkenkäfer ein

Die Einschränkungen in der Corona-Krise belasten Waldbesitzer und Forstbetriebe im Kampf gegen den Borkenkäfer. Das ergab eine Recherche von MDR Aktuell. Bäume, die bei Stürmen im vergangenen Winter umgestürzt seien oder nach einem Borkenkäferbefall gefällt werden mussten, könnten nicht aus dem Wald geschafft werden, weil den beauftragten Unternehmen die Mitarbeiter fehlten. Umgefallene und nicht abtransportierte Bäume sind laut den Waldbesitzerverbänden allerdings Keimzellen für den Borkenkäfer.

Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Jahre hat den Wäldern in Mitteldeutschland bereits massiv geschadet und zur Ausbreitung des Schädlings beigetragen.

11:00 Uhr | Giffey startet Kampagne gegen häusliche Gewalt

Mit einer Poster-Aktion in Supermärkten will Bundesfrauenministerin Franziska Giffey Betroffene von häuslicher Gewalt in der Corona-Krise erreichen. Die Kampagne "Zuhause nicht sicher?" in Kooperation mit acht großen Einzelhandelsketten soll am Mittwoch in Berlin vorgestellt werden. Supermärkte gehörten in der Corona-Pandemie zu den wenigen öffentlichen Orten, die regelmäßig besucht würden, hieß es am Dienstag aus dem Ministerium. Bundesweit sollen in Zehntausenden Märkten Poster aufgehängt werden, die über die Initiative "Stärker als Gewalt" und Hilfsangebote informieren.

10:45 Uhr | Bahn verlängert Kulanzregelung

Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. Das gilt für Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn mit Reisedatum bis 4. Mai, die bis zum 13. März gekauft worden sind, teilte die Bahn am Dienstag mit. Die Bahn verlängert damit eine entsprechende Kulanzregelung, die bisher für Fahrten bis 30. April galt. Für Fernverkehrsfahrten nach dem 4. Mai gilt nun: Kunden können ihre Tickets noch bis zum 31. Oktober flexibel nutzen, sofern sie vor dem 13. März gekauft worden sind.

10:25 Uhr | RKI-Chef: "Wir wollen diesen Erfolg verteidigen"

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat am Dienstag erneut dazu aufgerufen, soweit es geht zu Hause zu bleiben und die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Lothar Wieler
RKI-Präsident Lothar Wieler Bildrechte: dpa

Der bisherige Erfolg sei ein hart erarbeiteter und müsse verteidigt werden, so Wieler. Im Vergleich zu anderen Ländern sei es Deutschland bisher gut gelungen, durch die Epidemie zu kommen.

Die Gesundheitsämter seien derzeit in der Lage, rund 1.000 Neuinfektionen pro Tag zurückzuverfolgen. Dies sei letztlich der entscheidende Faktor, um die Epidemie einzudämmen. Allerdings sei die Leistungsfähigkeit der Behörden regional sehr unterschiedlich, die Gesundheitsämter müssten massiv gestärkt werden, forderte Wieler.

10:15 Uhr | US-Experten warnen vor Lockerungen der Beschränkungen

In den USA rechnen führende Gesundheitsexperten mit mehr als 74.000 Corona-Toten bis Anfang August. Dies geht aus der jüngsten Prognose der Universität von Washington hervor. Der zuständige Institutsleiter Christopher Murray warnt, die Totenzahl könne noch höher ausfallen, wenn die Bundesstaaten ihre Beschränkungen zu früh lockern. Bis Montag sind laut einer Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters mehr als 56.000 Covid-19-Erkrankte in den USA gestorben.

09:50 Uhr | Müller: EU muss Vorreiterrolle übernehmen

Die EU muss nach Ansicht von Entwicklungsminister Gerd Müller eine weltweite Vorreiterrolle übernehmen - sowohl im Kampf gegen Corona als auch gegen den Klimawandel.

Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, CSU
Entwicklungsminister Gerd Müller Bildrechte: imago images/IPON

Der CSU-Politiker sagte, neben dem Schutzschirm sollte die EU auch ihren Green Deal für den Klimaschutz auf die Nachbarschaft und afrikanische Länder ausweiten. Nötig sei ein ehrgeiziges Investitions- und Innovationspaket für den Ausbau erneuerbarer Energie in Afrika. 600 Millionen Menschen hätten dort noch keinen Zugang zu Strom. Ab Juli hat Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft inne.

09:45 Uhr | Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor

Deutschlands Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor. Das ergab die monatliche Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter rund 9.000 Unternehmen zu ihrer Beschäftigtenplanung für die kommenden drei Monate. Das daraus ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer stürzte im April auf ein historisches Tief von von 86,3 Punkten ab. Das Institut teilte mit, noch nie sei der Rückgang so stark gewesen, die Arbeitslosigkeit in Deutschland werde steigen. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist nach Schätzung des Ifo-Instituts um etwa 16 Prozent eingebrochen.

09:25 Uhr | DIHK schlägt Ticket-System für Fußgängerzonen vor

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat ein Ticket-System vorgeschlagen, um den Zustrom von Menschen in Fußgängerzonen zu begrenzen. Das geht aus einem Konzeptpapier hervor, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Dieses Instrument sei vielfältig einsetzbar und werde bereits seit längerem genutzt, um Touristenströme zu steuern. Die Tickets könnten dem Papier zufolge über entsprechende Apps bereitgestellt werden.

08:50 Uhr | Altmaier erwägt weitere Hilfen für Gastronomie und Hotellerie

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erwägt weitere Hilfen für die von der Corona-Krise stark gebeutelten Gastronomen und Hoteliers. "Sollte es wider Erwarten noch lange dauern, bis eine volle Öffnung möglich ist, brauchen wir so etwas wie einen Rettungsfonds auch für die Gastronomie", sagt der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Über die dafür nötigen Konzepte würden die Ministerpräsidenten der Länder eventuell noch in dieser Woche beraten.

08:45 Uhr | Österreich lockert weitere Beschränkungen

Österreich hebt ab Mai die strengen Ausgangsbeschränkungen auf. Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, müssen noch einen Mindestabstand von einem Meter einhalten, sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Darüber hinaus sind ab Mai wieder Versammlungen von bis zu zehn Personen erlaubt. Auch Demonstrationen sollen unter bestimmten Voraussetzungen dann wieder möglich sein. Lokale dürfen unter der Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln bereits am 15. Mai wieder öffnen, Hotels ab dem 29. Mai. Die Maßnahmen gelten vorerst bis Ende Juni.

08:20 Uhr | Giffey für schrittweise Öffnung der Kitas

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ist für eine schrittweise Öffnung von Kindertagesstätten. Die SPD-Politikerin sagte im Deutschlandfunk, es gehe darum, die Lage etwa für Alleinerziehende oder für Kinder mit einem besonderen Sprachförderungsbedarf zu erleichtern. Wichtig sei, dass man nicht übers Ziel hinausschieße und dann einzelne Maßnahmen wieder zurücknehmen müsse. Reinhard Berner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Dresden, unterstützt den Vorstoß. Eine Öffnung funktioniere sicher mit kleinen Gruppen mit bis zu sieben Kindern, so Berner. Wichtig sei, dass die Besetzung relativ konstant bleibe.

08:10 Uhr | Thüringer Kliniken melden Kurzarbeit an

Weil sie Kapazitäten für Coronavirus-Infizierte vorhalten, haben viele Krankenhäuser in Thüringen derzeit wenig zu tun. Trotz des Rettungsschirms des Bundes bereiten einige Kliniken ihre Mitarbeiter auf Kurzarbeit vor.

08:00 Uhr | Die Lage in Mitteldeutschland

Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Landesfunkhäusern tickern auch heute, was in ihren Ländern in der Coronavirus-Krise passiert. Alle Informationen finden Sie hier:

07:40 Uhr | Kultusminister beraten zur weiteren Schulöffnung

Die Kultusminister der Länder wollen heute ein gemeinsames Konzept zur weiteren Öffnung der Schulen auf den Weg bringen. Das Papier soll am Donnerstag beim Treffen der Ministerpräsidenten-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel beraten werden. Gestern hatten die Kultusminister bereits einen Entwurf erarbeitet, über den Inhalt ist bisher nichts bekannt. Die Bundesländer wollen ab Montag die Schulen schrittweise für weitere Klassen öffnen.

07:30 Uhr | Homeoffice gewinnt an Bedeutung

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation geht davon aus, dass das Homeoffice künftig an Bedeutung gewinnt. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Josephine Hofmann verwies auf eine Studie, die besagt, dass vor der Krise etwa 30 Prozent der Angestellten in größeren Betrieben gelegentlich von zu Hause aus arbeiteten. Nach der Krise könnten es wesentlich mehr sein, so Hofmann. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte angeregt, ein Recht auf Homeoffice gesetzlich zu verankern. Schätzungen zufolge arbeiten derzeit acht Millionen Menschen von zu Hause aus.

06:45 Uhr | Werner fordert Bonus für Pflegekräfte

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner sieht Bund und Land in der Pflicht, Bonuszahlungen für die in der Corona-Pandemie besonders stark belasteten Pflegebeschäftigten umzusetzen. So liege etwa seit vergangener Woche ein abgestimmter Expertenvorschlag für Bonuszahlungen in der Altenpflege vor, sagte Werner. Demnach sollen Beschäftigte in der Altenpflege eine Sonderzahlung von bis zu 1.500 Euro erhalten. Werner fordert auch Boni für medizinisches Pflegepersonal.

06:20 Uhr | Juristen geben Schäuble Recht

In der Debatte um Lockerungen der Maßnahmen in der Corona-Krise haben Verfassungsrechtler Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble den Rücken gestärkt. Schäuble hatte davor gewarnt, alles dem Schutz von Leben unterzuordnen. Im Grundgesetz gehe der Schutz des Lebens nicht immer vor, sagte Leipziger Rechtswissenschaftler Hubertus Gersdorf. Man könne Menschen nicht vor dem Risiko bewahren zu sterben. Der Jurist Henning Rosenau von der Uni Halle sagte, die Grundrechte erlaubten, dass Politiker mit ihren Entscheidungen den Tod von Menschen bis zu einem bestimmten Grad in Kauf nähmen. Ansonsten müsste man zum Beispiel auch Tempo 130 auf der Autobahn einführen.

04:58 Uhr | Spahn will Klinikbetrieb ab Freitag schrittweise lockern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Krankenhäuser ab Freitag schrittweise wieder für alle Patienten öffnen. Das sieht ein Konzept des CDU-Politikers vor, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Darin fordere Spahn die Länder auf, die Zahl der Intensivbetten für Covid-19-Fälle zu reduzieren und die Kliniken schrittweise für andere Patienten zu öffnen. Die Entwicklung lasse es zu, ab Mai auch wieder planbare Operationen durchzuführen. Seit Mitte März hatten die Krankenhäuser alle medizinisch nicht zwingend notwendigen Behandlungen verschoben.

04:00 Uhr | Saisonstart für Freibäder in Thüringen mit Fragezeichen

Wenige Tage vor dem geplanten Saisonstart in den Freibädern ist unklar, ob die Bäder in Thüringen öffnen können. "Derzeit könne man keine Lockerungen in Aussicht stellen", teilte das Gesundheitsministerium des Freistaates mit. Die aktuelle Landesverordnung gilt bis zum 6. Mai. Üblicherweise starten die Freibäder um den 15. Mai herum in die Saison.

04:00 Uhr | AG Mittelstand fordert Entlastung für Unternehmen

Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand fordert, Unternehmen in der Corona-Krise bürokratisch und materiell zu entlasten. Steuern und Meldepflichten müssten reduziert und der Ausbau digitaler Dienste vorangetrieben werden. Zudem wird ein sogenanntes Belastungsmoratorium gefordert. Dazu zähle ein Aufschub von Zahlungen sowie ein Abbau gesetzlicher Belastungen. Dafür müssten Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten, teilte das Bündnis mit. Der Mittelstand sei durch die Corona-Krise erheblich gefährdet.

02:07 Uhr | Gewerkschaften bestehen auf Mindestlohn von 12 Euro

Die Gewerkschaften drängen darauf, trotz der Corona-Krise den Mindestlohn deutlich zu erhöhen. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", der Mindestlohn müsse zum kommenden Jahr auf zwölf Euro steigen. Derzeit liegt der Mindestlohn bei 9,35 Euro. Körzell bezeichnete die Forderung als untere Haltelinie. Nur so werde ein Abrutschen in die Armut verhindert. Körzell ist Mitglied der Mindestlohn-Kommission. Das Gremium aus Vertretern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern muss bis Ende Juni eine Empfehlung an die Bundesregierung abgeben, wie die Lohnuntergrenze zum 1. Januar angepasst werden soll.

01:52 Uhr | Einzelhandel erwartet bis zu 50.000 Insolvenzen

Der deutsche Einzelhandel erwartet, dass wegen der Corona-Krise bis zu 50.000 Unternehmen in der Branche pleite gehen. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Geschäfte im Nicht-Lebensmittel-Bereich hätten während der Schließungen rund 30 Milliarden Euro Umsatz verloren. Seit die Läden wieder geöffnet seien, kämen nur wenige Kunden. Dadurch verliert der Handel laut Genth weiterhin täglich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Man fürchte sehr, dass die Innenstädte nach der Pandemie nicht so aussähen wie vorher.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL Radio | 28. April 2020 | 06:00 Uhr