Coronavirus 18. August: Merkel für Masken in Schulen und für Bußgelder

Bundeskanzlerin Merkel ist gegen weitere Lockerungen der Corona-Regeln. Der Virologe Kekulé sieht Deutschland auf einen neuen Lockdown zusteuern. Zum Schulstart in Sachsen-Anhalt soll es zunächst eine Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts geben. Sachsen will Maskenverweigerer mit 60 Euro belangen, Sachsen-Anhalt verzichtet weiter auf Bußgelder. Die Bundeswehr meldet mehrere Coronavirus-Infektionen bei Soldaten im Nordirak. Alle Entwicklungen im Ticker.

Unser Ticker am Dienstag, 18. August 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:44 Uhr | RKI: 39 Prozent der Neuinfektionen bei Reiserückkehrern

39 Prozent der zuletzt in Deutschland positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich im Ausland angesteckt. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervor. In der Woche zuvor lag der Anteil demnach noch bei 34 Prozent, eine weitere Woche davor bei 21 Prozent. Am häufigsten wurden in den letzten vier Wochen der Kosovo, die Türkei, Kroatien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

Allerdings gab das RKI nicht an, wie groß der Anteil der Tests von Reiserückkehrern an allen Tests war. Diese Angabe ist notwendig, um zu beurteilen, wie groß der Anteil der eingeschleppten Infektionen tatsächlich ist. Es könnte beispielsweise sein, dass Rückkehrer im Schnitt häufiger getestet werden als der Rest der Bevölkerung.

22:05 Uhr | Lob und Tadel für die Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App ist aus Sicht der Bundesregierung ein Erfolg. Weil es in etwa 14.000 Fällen gelungen sein soll, Infektionsketten zu unterbrechen. Allerdings haben Fehlfunktionen für verbreiteten Zweifel gesorgt.

21:27 Uhr | Auch Österreich verhängt Reisewarnung für Mallorca

Wegen gestiegener Infektionszahlen rät nun auch Österreich seinen Bürgern ab, die spanischen Urlaubsinseln zu besuchen. Wie das österreichische Außenministerium mitteilte, gilt ab Montag eine Reisewarnung für Mallorca, Menorca und Ibiza. Für das spanische Festland gelten bereits strenge Einreiseregeln.

Wer ab Montag von den Balearen aus nach Österreich einreist, muss einen negativen Coronatest vorweisen oder sich auf das Virus testen lassen. Das gilt auch für Deutsche, die in den zehn Tagen vor ihrer Einreise nach Österreich auf den Balearen oder in einem anderen von Österreich ausgewiesenen Risikogebiete waren. Mehr als 30 Reiseziele, darunter Portugal, Kroatien und Schweden, stehen derzeit auf der österreichischen Liste der Risikogebiete. Für die Kontrollen von Autos an den Grenzen zu Italien, Ungarn und Slowenien wird die Polizei um 500 Einsatzkräfte aufgestockt.

20:24 Uhr | Das planen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Ende August treten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen neue Corona-Grundverordnungen in Kraft. Noch ist nicht in allen drei Ländern alles beschlossen. Ein Überblick:

19:35 Uhr | Haseloff: Zweiter Corona-Pflichttest für Reiserückkehrer möglich

Reiner Haseloff
Reiner Haseloff Bildrechte: dpa

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten könnte laut Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff bald ein zweifacher Corona-Test Pflicht werden. Der CDU-Politiker sagte, Bund und Länder seien sich bei Gesprächen einig gewesen, dass ein einzelner Test nicht ausreiche. Nur ein zweiter Test nach fünf bis sieben Tagen gebe Sicherheit. Haseloff sagte, bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz kommende Woche könnten neue Regeln festgelegt werden. Derzeit werde geklärt, welche technischen, rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für einen zweiten Pflichttest notwendig seien.

19:12 Uhr | Spahn plädiert für Absage von Karnevalssaison

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich einem Zeitungsbericht zufolge für eine Absage von Karnevalsveranstaltungen in diesem Winter ausgesprochen. Die "Rheinischen Post" schreibt, Spahn habe das in einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern des Gesundheitsausschusses des Bundestags gesagt. Spahn habe erklärt, er komme aus einer Hochburg des Karnevals und wisse um dessen große Bedeutung für Millionen Menschen: "Aber ich kann mir Karneval in diesem Winter, mitten in der Pandemie, schlicht nicht vorstellen."

Das Festkomitee Kölner Karneval kritisierte die Äußerung. Präsident Christoph Kuckelkorn sagte, eine pauschale Absage mehrere Monate vor der Session sei  wenig zielführend.

18:00 Uhr | Sachsen-Anhalt verschiebt Landesgartenschau auf 2023

Die für 2022 geplante sachsen-anhaltische Landesgartenschau in Bad Dürrenberg kann um ein Jahr verschoben werden. Wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte, stimmte die Landesregierung einer entsprechenden Bitte Bad Dürrenbergs zu. Die Corona-Pandemie habe zu Zeitverlusten bei der Vorbereitung und der Durchführung der Investitionen für die Schau geführt. Die offizielle Entscheidung will der Stadtrat Ende August in einer Sondersitzung fällen.  

Mit der Verschiebung der kommenden Landesgartenschau soll auch die übernächste um ein Jahr verschoben werden – auf das Jahr 2027.

17:35 Uhr | Staatliche Theater in Thüringen können wieder öffnen

Ende August tritt in Thüringen eine neue Corona-Grundverordnung mit mehreren Lockerungen in Kraft. Das teilte das Gesundheitsministerium in Erfurt mit. Danach können staatlich geförderte Theater nach fünf Monaten Schließzeit unter Auflagen wieder öffnen.

Bewohner von Pflegeheimen dürfen bei niedrigen Corona-Fallzahlen wieder uneingeschränkt Besuch empfangen – vorausgesetzt, die Corona-Neuinfektionen bleiben auf Kreisebene niedrig. Familienfeiern in geschlossenen Räumen müssen erst ab 50 und nicht wie bisher ab 30 Personen angemeldet werden.

Die Grundverordnung tritt laut Ministerium am 30. August in Kraft.

17:20 Uhr | Anmeldungen für Tim-Bendzko-Konzert weiterhin möglich

Für das Corona-Konzertexperiment mit Popsänger Tim Bendzko am Sonnabend sind auch nach Anmeldeschluss weitere Bewerbungen möglich. Die Organisatoren erklärten, wer 18 bis 49 Jahre alt sei und noch teilnehmen wolle, könne sich am Donnerstag oder Freitag am Veranstaltungsort in der Arena Leipzig registrieren lassen. Damit reagiere man auf entsprechende Anfragen.  

Sänger Tim Bendzko steht bei der Verleihung zur «Sportlerin des Jahres» auf der Bühne.
im Bendzko Bildrechte: dpa

In der regulären Anmeldezeit hatten sich 2.210 Menschen registrieren lassen. Angepeilt waren ursprünglich 4.200 Teilnehmer. Forscher der Uni Halle wollen mit dem Konzertexperiment "Restart-19" ein mathematisches Modell entwickeln, mit dem das Risiko eines Corona-Ausbruchs nach Großveranstaltungen berechnet werden kann. Derzeit sind große Kultur- und Konzertveranstaltungen untersagt.

17:00 Uhr | Kekulé: Wir steuern auf Lockdown-Szenario zu

Der Virologe Alexander Kekulé fordert angesichts wachsender Corona-Infektionszahlen ein massives Gegensteuern. Kekulé sagte MDR AKTUELL, die Infektionen würden ansonsten wieder exponentiell steigen. Wenn jeder Infizierte mehr als eine Person anstecke, könnten die Fallzahlen nicht mehr durch die Gesundheitsbehörden nachverfolgt und durch Maßnahmen wie Maskentragen und Abstandhalten reduziert werden. So eine Situation habe man bereits einmal gehabt, als der Lockdown beschlossen worden sei. Man müsse ganz klar sagen, dass man wieder auf solch ein Szenario zusteuere.

16:31 Uhr | Merkel für Masken im Unterricht und für Bußgelder

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine konsequente Durchsetzung der bestehenden Corona-Regeln angemahnt, um erneute Verschärfungen zu vermeiden. Man müsse jetzt die "Zügel anziehen" sagte sie bei einem Besuch bei NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Weitere Lockerungen könnten zurzeit nicht stattfinden.

Merkel begrüßte die Entscheidung mehrerer Bundesländer, Bußgelder zu verhängen, wenn etwa in Bussen oder Bahnen kein Mund- und Nasenschutz getragen wird. "Das sind nicht einfach Bagatelldelikte, sondern das sind immer wieder auch Gefährdungen der Mitmenschen." Auch die Nichteinhaltung der Quarantäne nach der Rückkehr aus Risikogebieten müsse mit Bußgeldern belegt werden.

Zudem sprach sich Merkel für eine Maskenpflicht an Schulen aus. Ausdrücklich lobte sie Nordrhein-Westfalens Kurs mit einer Maskenpflicht an weiterführenden Schulen auch im Unterricht. Dies sei besser, als nach zwei Wochen wieder Schulen schließen zu müssen.

16:05 Uhr | Bayern-Ministerin wusste früher von Coronatest-Panne

Die Coronatest-Panne an Autobahnen war Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml deutlich früher bekannt als bisher von ihr dargestellt. Huml bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung", wonach ihr Ministerium bereits am Montag per Email darüber informiert, wurde, dass Zehntausende Reiserückkehrer auf ihre Testergebnisse warten, darunter mehrere Hundert Infizierte.

Huml hatte die Testpanne zwei Tage später bekannt gemacht und erklärt, sie habe erst am selben Morgen vom Ausmaß der Panne erfahren. Zur Begründung sagte sie nun, in der Mail sei ihr eine Möglichkeit  präsentiert worden, wie das Problem bis zum folgenden Tag gelöst werden könne. Nachdem sich diese Hoffnung bis zum Mittwoch nicht bestätigt habe, habe sie gehandelt und die Öffentlichkeit informiert. Laut Zeitung war in der Mail noch von 338 positiv Getesteten die Rede, die noch nicht informiert wurden, am Mittwoch waren es dann mehr als 900.

15:29 Uhr | Kein Bußgeld für Maskenverweigerer in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt will weiterhin auf Strafen für Verstöße gegen die Maskenpflicht verzichten. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte, ein  Bußgeld werde derzeit nicht erwogen. Die jetzt geltenden Regeln seien passend. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne ergänzte, das sei auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Das Land habe sich bei der Einführung einer Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr absichtlich gegen ein Bußgeld entschieden. Mit Blick auf die derzeit eher niedrigen Infektionszahlen, sehe sie keinen Grund, das jetzt zu ändern.

14:55 Uhr | Frankreich führt  Maskenpflicht in Unternehmen ein

In Frankreich wird eine Maskenpflicht in Unternehmen eingeführt. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, soll sie überall dort gelten, wo sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begegnen - etwa in Besprechungsräumen, auf Freiflächen und Korridoren, in Umkleideräumen und Gemeinschaftsbüros. Medienberichten zufolge soll die Maske ab dem 1. September verpflichtend sein. Bisher galt lediglich eine Empfehlung, Masken am Arbeitsplatz zu tragen, wenn ein Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

14:28 Uhr | Maskenpflicht an Schulen in Sachsen-Anhalt an ersten beiden Tagen

In einem Gymnasium in Marktoberdorf gehen Schüler der oberen Klassen mit Maske wieder zum Unterricht.
In Sachsen-Anhalt soll es zum Schulstart eine Maskenpflicht geben (Symbolbild). Bildrechte: imago images / Action Pictures

An den Schulen in Sachsen-Anhalt soll es an den ersten beiden Schultagen in der kommenden Woche eine Maskenpflicht geben. Bildungsminister Marco Tullner zufolge gilt die Maskenpflicht auf dem Schulgelände, nicht aber im Unterricht. Die zweitägige Pflicht solle ermöglichen, den Gesundheitszustand aller Lehrkräfte und Schüler zu überprüfen und das neue Hygienekonzept vor Ort bekannt zu machen. Danach können die Schulleitungen festlegen, ob und wie weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz auf dem Schulgelände getragen werden muss.

Der CDU-Politiker sagte, den Schulen würden in den nächsten Tagen Schutzmasken und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Bei der Verteilung solle die Bundeswehr helfen. Tullner betonte, Sachsen-Anhalt sei bestmöglich auf das neue Schuljahr vorbereitet. Es werde aber kein Schuljahr mit einer Vollkaskoversicherung. Sollte es an einer Schule oder einer Region wieder Coronafälle geben, werde man dort wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen. Ministerpräsident Reiner Haseloff betonte, man hoffe, dass man nicht wieder Schulen schließen müsse. In Sachsen-Anhalt beginnt kommende Woche Donnerstag wieder der Unterricht.

13:34 Uhr | Sachsen will Bußgeld für Maskenverweigerer

Sachsen will vom 1. September an bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 60 Euro einführen. Das kündigte Sozialministerin Petra Köpping nach einer Kabinettssitzung an. Nach ihren Angaben soll das Kabinett in der kommenden Woche das Bußgeld beschließen. Die Ministerin sagte, man habe viele Beschwerden erhalten, dass sich ein Teil der Bevölkerung nicht an das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften halte. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind nur Menschen mit einem Attest und Schwerbehinderte.

13:12 Uhr | Bahn verstärkt Maskenpflicht-Kontrollen

Die Deutsche Bahn will die Einhaltung der Maskenpflicht in ihren Zügen verstärkt kontrollieren. Das Unternehmen teilte mit, derzeit würden täglich in rund 60 Fernverkehrszügen Sicherheitsmitarbeiter dafür eingesetzt. Die Anzahl der Kontrollen solle bis Anfang September mehr als verdoppelt werden. Der Bahn zufolge sind viele Fahrgäste vorbildlich und tragen einen Mund-Nase-Schutz. Viele würden eine Maske aufsetzen, wenn man sie auf die Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln hinweise. Reisende, die sich vehement weigerten, bildeten nach wie vor eine kleine Minderheit.

10:49 Uhr | 3. Corona-Testreihe beim 1.FC Magdeburg negativ

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg darf wieder das Mannschaftstraining aufnehmen. Der Verein teilte mit, auch die dritte Corona-Testreihe innerhalb von sieben Tagen sei negativ gewesen. Das Gesundheitsamt habe deshalb die Erlaubnis für das Training gegeben. Am Mittwoch sei noch ein Test geplant. Vor einer Woche war ein Spieler des Drittligisten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Fußballer ist weiterhin in häuslicher Quarantäne. Er zeigt dem Club zufolge keine Symptome.

10:22 Uhr | Coronavirus-Infektionen bei Bundeswehrsoldaten im Irak

Bei sechs Bundeswehrsoldaten im Nordirak ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich auf das Einsatzführungskommando. Demnach sind die Soldaten in separaten Containern isoliert worden. Sie sollen zeitnah nach Deutschland ausgeflogen werden. Solange würden die Krankheitsverläufe vor Ort in Erbil vom Sanitätspersonal beobachtet. Auch die Kontaktpersonen der Soldaten wurden getestet.

09:26 Uhr | Patientenschützer fordern Coronatests für Pflegeheime

Die Stiftung Patientenschutz hat an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn appelliert, Corona-Pflichttests in der Altenpflege einzuführen. Vorsitzender Eugen Brysch sagte, Spahn habe verbindliche Tests für Reiserückkehrer angeordnet. Verpflichtende Tests für Pflegekräfte, Pflegebedürftige und Angehörige fehlten aber bis heute. Auch die Altenpflege müsse vor einer zweiten Infektionswelle geschützt werden. Es dürfe nicht sein, dass die rund 820.000 Pflegebedürftigen in Heimen wieder isoliert werden müssten.

08:43 Uhr | Quarantäne nach Geburtstagsparty in Bayern

Im Landkreis Schwandorf in Bayern müssen 120 Kontaktpersonen eines mit Corona infizierten Urlaubsrückkehrers in Quarantäne. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Wie die "Mittelbayerische Zeitung" schreibt, war ein Mann am Donnerstag nach einer Italien-Reise getestet worden. Noch bevor er am Sonntag das Ergebnis erhalten habe, habe er an einer Geburtstagsparty mit rund 100 Gästen teilgenommen. Die anderen 20 Menschen seien weitere Kontaktpersonen des Mannes. Alle Kontaktpersonen sollen nun getestet werden.

07:00 Uhr | Ärzte fordern Gäste-Obergrenze für Feiern

Angesichts zunehmender Corona-Infektionen fordert die Ärztegewerkschaft Marburger Bund bundesweit einheitliche Vorgaben für Feiern. Die Vorsitzende Susanne Johna sagte den Funke-Medien, um das Ansteckungsrisiko auch im Herbst und Winter zu verringern, sollten sich die Länder bald einigen. Wichtig seien etwa Obergrenzen für Gäste und Konzepte fürs Lüften bei privaten und öffentlichen Feiern. Wenn die Infektionszahlen wieder stiegen, seien 150 Gäste in Innenräumen zuviel.

06:53 Uhr | Labore in Sachsen-Anhalt testen mehr

Labore in Sachsen-Anhalt haben zuletzt deutlich mehr Corona-Tests ausgewertet. Wie das Gesundheitsministerium bekannt gab, lag die Zahl der Proben Ende Juli täglich im Schnitt bei 3.370. Das seien etwa 50 Prozent mehr gewesen als Mitte Mai. Derzeit sorgen dem Ministerium zufolge vor allem die Reise-Rückkehrer für ein erhöhtes Testaufkommen. Aus den vorliegenden Meldungen lasse sich bisher aber nicht ablesen, dass es Gebiete gebe, in denen sich besonders viele Sachsen-Anhalter angesteckt hätten. Bei den zwölf neuen Fällen vom Wochenende seien zwei Betroffene aus Österreich zurückgekehrt, zwei aus Bulgarien, aber auch einer von der Ostsee. Bei den anderen Infektionsfällen würden die Aufenthaltsorte noch geprüft.

06:48 | Drastische Einbußen für Taxigewerbe

In Thüringen leidet das Taxi- und Mietwagengewerbe stark unter der Corona-Krise. Wie die Branchen-Fachverbände auf Nachfrage des MDR mitteilten, sind die Umsätze stark eingebrochen. Je nach Region seien sie zwischen rund 40 und etwa 80 Prozent zurückgegangen. Als wesentliche Ursachen dafür wurden vor allem abgesagte Veranstaltungen genannt, wie zum Beispiel Kirmes- und Stadtfeste, Konzerte und Messen. In Thüringen gibt es knapp 700 meist kleinere Taxi- und Mietwagenfirmen mit schätzungsweise etwa 2.000 Fahrzeugen.

06:40 Uhr | Nach Rückkehr aus Mallorca: Tullner nicht bei Kabinettssitzung

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner darf heute nicht persönlich an der Kabinettssitzung teilnehmen. Grund ist nach Angaben eines Regierungssprechers, dass Tullner am Samstag aus Mallorca und damit aus einem Corona-Risikogebiet zurückgekehrt sei. Er dürfe die Staatskanzlei zunächst nicht betreten und werde der Ministerrunde per Video zugeschaltet. Tullners erster Corona-Test ist den Angaben zufolge negativ gewesen. In wenigen Tagen soll eine zweite Probe folgen. Die Landesregierung will heute entscheiden, wie das neue Schuljahr in Sachsen-Anhalt unter Corona-Bedingungen ablaufen soll. Auch eine Maskenpflicht ist im Gespräch. So hatte Sozialministerin Petra Grimm-Benne eine 14-tägige Maskenpflicht vorgeschlagen.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. August 2020 | 06:00 Uhr