Covid-19 Coronavirus-Ticker: Russland schickt Corona-Hilfe in die USA

Russland schickt Corona-Hilfe in die USA. In Frankreich schnellen die Zahlen der Toten und Neuinfektionen nach oben. Die Bayreuther Festspiele fallen aus. In Deutschland wird über eine Mundschutz-Pflicht debattiert. Eine halbe Million Betriebe haben Kurzarbeit beantragt. Sachsen verlängert wegen der Corona-Pandemie die Ausgangsbeschränkungen um zwei Wochen. Dagegen fordert ein Hamburger Klinikchef einen Strategiewechsel: Er will junge Leute durch Ansteckungen immunisieren.

Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Donald Trump, Präsident der USA, geben sich die Hände
Bot seinem Amtskollegen Trump Hilfe an: Russlands Präsident Putin Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag endet hiermit. Wir danken für Ihr Interesse. Aktuelle Informationen zur Pandemie finden Sie ab Mittwochnacht wieder auf der Seite von MDR AKTUELL.

22:25 Uhr | Russland schickt Corona-Hilfe in die USA

Russland schickt im Kampf gegen die Corona-Pandemie Hilfsgüter in die USA. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, Präsident Wladimir Putin habe die Hilfe angesichts der schrecklichen Situation in den USA angeboten. US-Präsident Donald Trump habe sie angenommen. Ein Flugzeug mit medizinischer Ausrüstung solle noch heute starten. Russland unterstützt damit zum zweiten Mal in der Corona-Krise ein Nato-Land. Zuvor hatte es bereits medizinische und personelle Hilfe nach Italien geschickt.

22.15 Uhr | Hilfen für Kulturschaffende

Die Beschränkungen in der Corona-Krise sind für viele Kulturschaffende existenzgefährdend. Der Bund rechnet mit insgesamt bis zu 28 Milliarden Euro Ausfällen in der Kreativwirtschaft. Doch es gibt auch Hilfe - vom Bund, von den Ländern und von einzelnen Kommunen und Institutionen. MDR KULTUR hat eine Auswahl davon zusammengestellt.

21:42 Uhr | Sachsen führt Bußgeldkatalog ein

Mit der Verlängerung bis zum 20. April hat Sachsen seine Ausgangsbeschränkungen noch einmal modifiziert und einen Bußgeldkatalog beschlossen. Danach kostet das Verlassen des Hauses ohne triftigen Grund 150 Euro. Beim Besuch eines Krankenhauses oder Pflegeheims drohen künftig 500 Euro Bußgeld. Bei gröberen Verstößen sind bis zu 25.000 Euro möglich. Beim erlaubten Sport im "Umfeld des Wohnbereichs" wurde ein "vorrangig" vorangestellt, auch wurde in Ausnahmesituationen eine andere Begleitperson als den Lebenspartner bzw. Angehörige des gemeinsamen Hausstandes erlaubt.

21:32 Uhr | Bundeswehr kann nicht alle alle Anträge auf Amtshilfe erfüllen

Die Bundeswehr kann nicht alle Anträge auf Amtshilfe erfüllen. Das erklärte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer im ZDF. Es gebe sehr, sehr viele Anträge. Oft gehe es um Schutzausstattung und medizinisches Personal. Doch da sei die Bundeswehr genauso begrenzt wie andere zivile Einrichtungen auch. Die Ministerin betonte, dass man helfe, wo man könne - insbesondere dort, wo man über Fähigkeiten verfüge, die so kein anderer habe. Als Beispiel nannte sie die Verlegung von Intensivpatienten durch die Luftwaffe.

20:51 Uhr | 499 neue Todesfälle in Frankreich

Covid-19-Beratungszentrum in Nizza
In Frankreich steigen die Zahlen von Neuinfektionen und von Todesfällen Bildrechte: dpa

In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten drastisch gestiegen. Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon teilte mit, innerhalb von 24 Stunden habe es 499 neue Todesfälle gegeben, so viele wie noch nie seit Ausbreitung des Virus in Frankreich. Insgesamt gebe es nun 3.523 Todesopfer. Die Zahl der Infizierten stieg ebenfalls dramatisch, um 7.500 auf 52.000. Fast 23.000 von ihnen werden laut Salomon im Krankenhaus behandelt, mehr als 5.000 davon auf Intensivstationen. Ein Drittel der Intensivpatienten sei jünger als 60 Jahre.

20:29 Uhr | Die Corona-Krise in Mitteldeutschland - um 21:45 Uhr im MDR FERNSEHEN

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in Mitteldeutschland informieren wir Sie auch ausführlich im MDR Fernsehen um 21.45 Uhr sowie in unseren Podcasts.

20:20 Uhr | Das Corona-Daten-Update

Einmal am Tag fasst Datenjournalist Manuel Mohr die Daten des Tages zusammen. Diesmal widmet er sich der Unterscheidung zwischen absoluten und relativen Fallzahlen.

20:11 Uhr | Brasilien setzt auf Armee in Corona-Krise

Brasilien hat in der Corona-Krise den Einsatz des Militärs erlaubt. Justizminister Sérgio Moro erließ eine entsprechende Anordnung. Sie gilt zunächst bis zum 28. Mai und kann vom Justizministerium verlängert werden.  

Dem Erlass zufolge kann die Armee für die Sicherheit von medizinischem Personal und bei der Verteilung von Medikamenten und Lebensmitteln eingesetzt werden. Außerdem sollen Soldaten bei der Sicherung von Häfen, Flughäfen und Bahnhöfen helfen sowie Plünderungen und Vandalismus vorbeugen. 

Die Zahl der Corona-Infizierten in Brasilien stieg bis Dienstag auf mehr als 4500, 165 Infizierte sind gestorben. Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta befürchtet, dass das Gesundheitssystem bis Ende April unter der Last von immer mehr Covid-19-Kranken zusammenbrechen könnte.

19:52 Uhr | Jede vierte Firma beantragt Kurzarbeit

In Sachsen hat wegen der Corona-Krise fast jeder vierte Betrieb Kurzarbeit angemeldet. Das teilte die Regionaldirektion für Arbeit in Chemnitz mit. Betroffen seien nahezu alle Branchen. Die meisten Anzeigen kämen aus der Gastronomie, dem Einzelhandel und von Autohändlern. Auch in Thüringen ist etwa jedes vierte Unternehmen von Kurzarbeit betroffen, in Sachsen-Anhalt ist es jedes fünfte. Bundesweit haben nach Angaben von Arbeitsminister Heil rund 470.000 Betriebe Kurzarbeit beantragt. Dabei bekommen Arbeitnehmer in der Regel 60 Prozent ihres Nettogehaltes. Bei Betroffenen mit Kindern sind es 67 Prozent. In einigen Branchen wurde ein erhöhtes Kurzarbeitergeld ausgehandelt.

19:47 Uhr | Türkei mit besonders rasanter Virus-Ausbreitung

In der Türkei breitet sich das neuartige Coronavirus besonders schnell aus. Binnen Tagesfrist stieg die Zahl der bestätigten Infektionen um 2.704 bzw. 24,9 Prozent auf 13.531. Auch die Zahl der Toten stieg um etwa ein Viertel, auf 214. Die Türkei hatte am 11. März ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet.

19:06 Uhr | Bulgarien nimmt Mundschutz-Pflicht wieder zurück

Nach nur einem Tag hat Bulgarien die Pflicht zum Tragen von Mundschutzmasken in der Öffentlichkeit wieder aufgehoben. Gesundheitsminister Kiril Ananiew rief die Menschen zwar noch einmal auf, Schutzmasken zu tragen, nahm aber seine Anordnung vom Vortag zurück. Er reagierte damit auf eine Klagewelle beim Verwaltungsgericht. Hunderte Menschen hatten Beschwerde eingereicht, weil es zu wenige Masken zu kaufen gebe und deshalb der Staat diese bereitstellen müsste. In Bulgarien wurden bislang fast  400 Coronavirus-Fälle nachgewiesen. Acht Menschen starben bisher.

18:50 Uhr | Wagner-Festspiele fallen aus

Das Festspielhaus in Bayreuth
Keine Festspiele auf dem Grünen Hügel: Bayreuth fällt aus Bildrechte: imago/APress

Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Das teilten die Veranstalter am Dienstagabend mit. Die Festspiele hätten am 25. Juli beginnen sollen. Bereits gekaufte Karten behalten den Angaben zufolge ihre Gültigkeit für 2021. Die für diesen Sommer geplante Neuproduktion "Der Ring des Nibelungen" kann aber aus Gründen der Probenplanung voraussichtlich erst 2022 Premiere feiern. Im kommenden Jahr werden nach Aussagen der Festspiel-Leitung neben der vorgesehenen Neuproduktion "Der fliegende Holländer" die Wiederaufnahmen "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg", "Die Meistersinger von Nürnberg", "Lohengrin" und drei konzertante Aufführungen von "Die Walküre" auf dem Spielplan stehen.

18:43 Uhr | Infektionskurve in Italien flacht ab - Zahl der Toten hoch

In Italien hat sich die Ausbreitung des Coronavirus weiter verlangsamt, die Zahl der Toten bleibt weiter extrem hoch. Nach Angaben des Zivilschutzes stieg die Zahl der bestätigten Infektionen in den vergangenen 24 Stunden um etwa 4.000 auf nun 105.792. Zugleich starben 837 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der Opfer liegt nun bei 12.428. Der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes ISS, Silvio Brusaferro, sagte, die Kurve der Neuinfektionen zeige, dass ein Plateau erreicht sei. Das bedeute aber nicht, dass das Ziel erreicht sei.

17:57 Uhr | RKI hofft auf Ostern

Drei Mal am Tag fasst MDR AKTUELL die Meldungen des Tages zum Coronavirus zusammen. Im Abend-Update hören Sie, warum das Robert Koch-Institut auf Ostern hofft.

17:51 Uhr | Sachsen will Hilfe für Unternehmen ausweiten

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat weitere Unterstützung für Unternehmer in der Coronakrise angekündigt: "Wir sind auch innerhalb des Kabinetts im Gespräch über eine Erweiterung der Hilfen mittels zusätzlicher Unterstützungsprogramme und wollen bereits in dieser Woche weitere Schritte gehen." Ziel sei es, insbesondere dem sächsischen Mittelstand effektiv dabei zu helfen, gut durch die Krise zu kommen.

17:38 Uhr | Türkei will 90.000 Gefangene entlassen

Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat die türkische Regierungspartei AKP ein Gesetz zur vorzeitigen Entlassung von bis zu 90.000 Gefangenen auf den Weg gebracht. Nach den Worten von AKP-Fraktionsvize  Cahit Özkan sollen Gefangene über 65 Jahre, Frauen mit kleinen Kindern und Schwerkranke davon profitieren und ihre Reststrafe im Hausarrest absitzen können. Ausdrücklich ausgenommen von der Entlassung sind Gefangene, denen Terrordelikte vorgeworfen werden. Dazu zählen zahlreiche Regierungskritiker, Journalisten und politische Vertreter der kurdischen Minderheit.

17:24 Uhr | Weltweit mehr als 800.000 bestätigte Corona-Infektionsfälle

Drei Monate nach den ersten gemeldeten Fällen gibt es weltweit mittlerweile mehr als 800.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Die Johns-Hopkins-Universität wies am Montagnachmittag (17 Uhr) 803.000 Fälle aus. Fast die Hälfte davon entfiel auf die drei am schwersten betroffenen Länder USA (164.000), Italien (101.000) und Spanien (94.000). 39.000 Menschen sind bislang im Zusammenhang mit der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Anfang Dezember waren in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan erste Fälle der bis dahin unbekannten Lungenerkrankung aufgetreten. Am 31. Dezember meldete China erstmals Krankheitsfälle an die WHO.

17:14 Uhr | Italiens Gesundheitsinstitut geht von höheren Zahlen aus

Die Zahl der Corona-Toten in Italien ist aus Sicht des Nationalen Gesundheitsinstituts ISS womöglich höher als offiziell angegeben. ISS-Chef Silvio Brusaferro sagte, in den offiziellen Coronavirus-Daten seien keine Personen berücksichtigt, die zu Hause oder in Pflegeheimen gestorben seien. Die überwiegende Zahl an Tests habe nur in Krankenhäusern stattgefunden.

16:48 Uhr | Thüringen verzichtet auf Nachtragshaushalt

Thüringen verzichtet trotz der Corona-Krise auf einen Nachtragshaushalt. Finanzministerin Heike Taubert sagte nach einer Kabinettssitzung in Erfurt, das Land verfüge über Rücklagen von gut 800 Millionen Euro. Es gebe daher keinen Grund für einen Nachtragshaushalt, das Land könne die aktuellen Kosten der Corona-Krise auch so meistern. Über die Gesamtkosten der Krise wollte die SPD-Politikerin noch nichts sagen. Für seriöse Prognosen sei es noch viel zu früh.

16:40 Uhr | Scholz will Startups mit zwei Milliarden Euro helfen

Die Bundesregierung will Startup-Unternehmen schnell mit zwei Milliarden Euro helfen, damit in der Corona-Krise anstehende Finanzierungsrunden nicht platzen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagte, das seien ohnehin vorgesehene Gelder, die nun nur schneller zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Jungunternehmen seien die Zukunft. Sie dürften nicht von weiteren Finanzierungen abgeschnitten werden. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Deutscher Startups gibt es in Deutschland 9.000 solcher Jungfirmen mit 150.000 Mitarbeitern.

16:29 Uhr | Klinikum Wolfsburg nimmt wieder Patienten auf

Das Klinikum Wolfsburg nimmt wieder Patienten auf, nachdem es am Sonntag wegen mehrerer Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft einen vorübergehenden Aufnahmestopp verhängt hatte. Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs sagte, inzwischen lägen 90 Prozent der Testergebnisse vor. Demnach sind 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter infiziert. Insgesamt hat das Krankenhaus rund 2.000 Beschäftigte, von denen rund 200 getestet wurden, da sie als Kontaktpersonen von zwei Sars-CoV-2-Infizierten galten.

16:08 Uhr | Haseloff: Mundschutzpflicht nicht realisierbar

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat sich gegen eine Mundschutzpflicht im öffentlichen Raum ausgesprochen. Natürlich sei ein solcher Mundschutz eine Möglichkeit, sich und andere zu schützen, sagte der CDU-Politiker. Der Staat könne das aber nur anordnen, wenn es entsprechende Ressourcen gebe: "Die haben wir derzeit aber nicht." Ähnlich äußerte sich Sachsens Sozialministerin Petra Köpping. Sie empfiehlt zwar das Tragen einer Maske, meint aber: "Pflicht heißt, dass auch jeder eine Maske kaufen kann. So weit sind wir noch nicht." Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner lehnt eine Maskenpflicht aus einem anderen Grund ab: "Das vermittelt ein falsches Gefühl von Sicherheit."

15:57 Uhr | Polen – Minderjährige dürfen nicht mehr allein raus

Polen hat ein Ausgangsverbot für Minderjährige eingeführt. Wer unter 18 Jahre alt ist, darf nur noch mit einem Erwachsenen vor die Tür. So will die Regierung Jugendliche daran hindern, sich weiterhin in Gruppen zu treffen. Zudem werden Hotels und Parkanlagen geschlossen. Leihfahrrad-Stationen werden stillgelegt. In den noch geöffneten Lebensmittelgeschäften und Apotheken dürfen zwischen 10 und 12 Uhr nur Senioren einkaufen.

15:40 Uhr | Kekulé unterstützt Maskenpflicht

Der Virologe Alexander Kekulé unterstützt die Forderungen nach einer Maskenpflicht. Im Podcast von MDR AKTUELL sagte er, das sei immer noch besser als zu Hause zu bleiben. Zudem forderte er eine nationale Kraftanstrengung von Politik und Industrie, um mehr Kapazitäten für Corona-Tests zu schaffen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums können derzeit in Deutschland bis zu 500.000 Corona-Tests pro Woche durchgeführt werden. Damit würde es drei Jahre dauern, bis jeder Bürger einmal getestet sei.

15:14 Uhr | Spahn: Hälfte aller Intensivbetten für Covid-Patienten bereit

Rund 45 Prozent der bestehenden 28.000 Intensivbetten in Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn frei für die Behandlung von Coronavirus-Patienten. Spahn sagte, diese Kapazitäten seien etwa durch die Verschiebung von planbaren Operationen geschaffen worden. Es werde in den nächsten Tagen eine steigende Zahl von Intensiv- und Beatmungspatienten geben. Anders als in anderen europäischen Ländern habe sich Deutschland aber darauf vorbereiten können, weil die Corona-Infektionen "sehr frühzeitig" und auch durch umfangreiche Tests im Land erkannt worden seien.

14:52 Uhr | Bundesliga verlängert Pause bis Ende April

Die Bundesliga und die 2. Liga verlängern aufgrund der Coronavirus-Pandemie ihre Spielpause bis mindestens zum 30. April. Das haben die 36 Profi-Clubs am Dienstag beschlossen. Ob der Spielbetrieb im Mai fortgesetzt werden kann, ist völlig offen. Möglicherweise werden die verbleibenden 163 Partien in den höchsten beiden Spielklassen als Geisterspiele ausgetragen. DFL-Chef Christian Seifert sagte, zuallererst gehe es um die Kontrolle der Ausbreitung des Virus und insbesondere um den Schutz von Risikogruppen.

Die Leere Nordkurve im Borussia Park.
Die Fußballpause geht vorerst weiter. Bildrechte: imago/Team 2

14:47 Uhr | 470.000 Betriebe beantragen Kurzarbeit

Wegen der Corona-Krise haben bislang 470.000 Betriebe Kurzarbeit beantragt. Das teilte Arbeitsminister Hubertus Heil mit. Wie viele Menschen von Kurzarbeit betroffen seien, lasse sich derzeit noch nicht genau abschätzen. Die Bundesregierung hatte zuletzt im Eilverfahren Veränderungen beim Kurzarbeitergeld beschlossen, die rückwirkend bereits ab 1. März gelten. Unternehmen können demnach bereits dann Kurzarbeitergeld beantragen, wenn zehn statt bisher 30 Prozent der Beschäftigten im Betrieb von Arbeitsausfall betroffen sind. Zudem werden Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe erstattet.

14:05 Uhr | Auch Thüringen bleibt bei Ausgangsbeschränkungen

Thüringens Landesregierung will bis Ostern die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht lockern. Finanzministerin Heike Taubert sagte: "Wir bleiben bis zum 19. April dabei, so zu verfahren wie besprochen." Oberstes Ziel müsse sein, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Wann "ins ganz normale Leben" zurückgekehrt werden könne, sei derzeit noch offen. Zudem führten einige Kommunen eine Pflicht zum Mundschutz ein.

13:30 Uhr | Sachsen verlängert Kontaktbeschränkungen und empfiehlt Mundschutz

Sachsen verlängert wegen der Corona-Pandemie die Ausgangsbeschränkungen bis zum 20. April. Das hat die Regierung in Dresden beschlossen. Bislang galten die Einschränkungen nur bis 5. April. Sachsen folgt damit dem Vorbild anderer Länder wie Bayern. Gesundheitsministerin Petra Köpping empfahl zudem der Bevölkerung, in der Öffentlichkeit einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Sie verwies auf wieder steigende Infektionszahlen. Mit 154 neuen Ansteckungen gibt es nunmehr landesweit 2.084 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Todesopfer stieg binnen 24 Stunden um zwei auf 13.

13:20 Uhr | Klinikdirektor: Junge Leute durch Ansteckung immunisieren

Der Direktor der Uniklinik Hamburg-Eppendorf, Ansgar Lohse, spricht sich für ein Umsteuern in der Corona-Krise aus. Lohse sagte MDR AKTUELL, er befürworte den Ansatz, viele junge und gesunde Menschen schnell immun zu bekommen. Wer einmal am Coronavirus erkrankt sei, könne danach gefährdete Menschen nicht mehr anstecken. Daher sollten auch Kitas und Schulen zeitnah wieder geöffnet werden. Parallel müssten ambulante Pflegedienste und Pflegeheime stärker geschützt werden. Als Argument für den Strategiewechsel führte Lohse an, dass es einen Impfstoff gegen das Coronavirus erst im kommenden Jahr geben werde. Die derzeitigen Gegenmaßnahmen halte man bis dahin weder gesundheitlich noch wirtschaftlich durch.

13:05 Uhr | 849 neue Tote in Spanien

Spanien meldet mit 849 Covid-19-Todesopfern binnen 24 Stunden einen neuen traurigen Rekord. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg damit auf knapp 8.200, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte ein Rückgang der Zahl an neuen Opfern für Hoffnungen gesorgt. Hinzu kamen in Spanien 9.200 Neuansteckungen, insgesamt gibt es damit jetzt 94.417 offiziell bestätigte Infektionen.

12:50 Uhr | Warnung vor mehreren Medikamenten

Die französische Arzneimittelbehörde warnt vor gefährlichen Nebenwirkungen bis hin zum Tod bei experimentellen Therapien gegen die Lungenkrankheit Covid-19. Kliniken in Frankreich hätten bei ihren Corona-Patienten rund 30 schwere Nebenwirkungen von Medikamenten festgestellt, die derzeit getestet werden. Covid-19-Patienten wurde demnach unter anderem das Arzneimittel Plaquenil verabreicht. Es enthält den Wirkstoff Hydroxychloroquin, der in der Malaria-Prophylaxe eingesetzt wird. Auch vom Mittel Kaletra mit den Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir, mit dem HIV-Patienten behandelt werden, wird abgeraten.

12:40 Uhr | Infizierter trotz Quarantäne unterwegs

Ein Coronavirus-Infizierter in Schleswig-Holstein hat nach Behördenangaben die häusliche Quarantäne verlassen und Kontakt zu mindestens zehn Menschen gehabt. Das bestätigte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Ob der Mann möglicherweise noch mehr Personen getroffen habe, werde derzeit überprüft.

12:25 Uhr | Cheops-Pyramide leuchtet gegen Pandemie

Auf die Große Pyramide in Gizeh sind Botschaften zur Coronavirus-Pandemie projiziert worden. "Bleibt zuhause" und "Dank an jene, die uns sicher halten" war am Montagabend auf dem weltberühmten Grabmal des Pharao Cheops zu lesen. Die Pyramiden von Gizeh nahe Kairo sind ebenso wie andere Touristenattraktionen in Ägypten wegen der Pandemie derzeit geschlossen.

12:00 Uhr | Stiftungen fordern Evakuierung von Flüchtlingslagern

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat Deutschland und die EU zur Hilfe für Flüchtlinge auf den griechischen Inseln aufgefordert. Demnach sind die Zustände dort "in hygienischer und medizinischer Sicht desaströs". Wegen der Pandemie drohe eine humanitäre Katastrophe. Die Vorsitzende Petra Bendel mahnte, die Lager müssten dringend evakuiert werden.

11:45 Uhr | Rauchen erhöht Risiko

11:35 Uhr | USA mit doppelt so vielen Infektionen wie China

In den USA ist die Zahl der registrierten Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 auf mehr als 164.000 gestiegen. Damit liegt die Zahl nach Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore inzwischen doppelt so hoch wie in China, wo die Pandemie ihren Ursprung hat. Auch Italien mit mehr als 100.000 Ansteckungen und Spanien mit etwa 88.000 Fällen liegen mittlerweile über den offiziellen Zahlen aus China.

11:05 Uhr | Autohändler wollen wieder verkaufen

Autohersteller und Händler fordern, die Neuzulassung von Fahrzeugen bundesweit wieder zu ermöglichen. Viele Kfz-Zulassungsstellen hatten wegen der Kontaktbeschränkungen die Arbeit eingestellt. Mancherorts ist es Autohändlern wegen des Abstandsgebots untersagt, neue Autos an Kunden auszuliefern.

10:30 Uhr | RKI fordert Beibehaltung der Schutzmaßnahmen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für eine Beibehaltung der strengen Kontaktbeschränkungen in Deutschland im Kampf gegen Covid-19 geworben. Ferner sei auch weiterhin ein besonderer Schutz der Risikogruppen und die Ausweitung der Behandlungskapazitäten nötig. RKI-Chef Lothar Wieler sagte bei Vorstellung des neuen Lageberichts, die Pandemie werde noch einige Wochen und Monate anhalten. Er sei optimistisch, dass die Maßnahmen wirkten. Bis Ostern werde man Daten sammeln und dann über nächste Schritte beraten.

Wieler mahnte, Covid-19 ernstzunehmen. Die Sterberate sei in Deutschland mit 0,8 Prozent relativ gering, könne aber steigen. Das Durchschnittsalter der Todesopfer liege bei 80 Jahren. In dem Zusammenhang appellierte er an Großeltern, sich streng ans Abstandsgebot zu halten und möglichst nicht die Enkelkinder zu betreuen.

Zur Debatte um eine Mundschutzpflicht sagte Wieler, echte Virenschutzmasken seien vor allem für medizinisches Personal wichtig. Ein simpler Stoffschutz vor Mund und Nase bei vielen Menschen könne aber gegen die Verbreitung der Coronaviren helfen. Zur Handy-Ortung von Infizierten gibt es laut Wieler in Deutschland keine konkreten Pläne, in Südkorea habe dieses Tracking geholfen.

09:55 Uhr | Lambrecht pocht auf Freiwilligkeit beim Handy-Tracking

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hält eine Nutzung von Handydaten zur Eindämmung des Corona-Virus nur auf freiwilliger Basis für möglich. Im Deutschlandfunk sagte sie, die Daten dürften außerdem nur für eine bestimmte Zeit genutzt und müssten nach der Krise gelöscht werden. Lambrecht betonte, unter diesen Voraussetzungen halte sie es für möglich, dass mehr Menschen einer Erhebung von Bewegungsdaten zustimmten. Im Gespräch ist eine Smartphone-App, die den Nutzer anonymisiert warnt, wenn er Kontakt mit einem Infizierten hatte. Ziel ist es, die Infektionsketten zu unterbrechen. Dagegen hatte sich der Viruloge Alexander Kekulé skeptisch gezeigt:

Update | Thüringer Kommunen setzen auf Mundschutz

Jena will das Tragen einer Schutzmaske in vielen öffentlichen Bereichen ab kommender Woche zur Pflicht machen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, betrifft das alle Verkaufsstellen, den öffentlichen Nahverkehr und Gebäude mit Publikumsverkehr. Statt handelsüblicher Mund-Nase-Masken könnten auch Tücher oder Schals benutzt werden. Auch Besucher im Landratsamt Weimarer Land in Apolda müssen ab Dienstag einen Mundschutz tragen, um die Mitarbeiter vor einer möglichen Corona-Infektion schützen. Auch hier sind selbstgefertigte Masken oder Tücher vor Mund und Nase zulässig. Im Tagesverlauf kündigte auch der Landkreis Nordhausen an, das Tragen von Schutzmasken zur Pflicht zu machen.

Die Bundesregierung sieht eine Mundschutz-Pflicht bisher skeptisch, bestenfalls als Ergänzung zu den Hygiene-Regeln. Allerdings gibt es in Deutschland auch nicht genügend professionelle Masken für die Bürger. Auch die WHO ist gegen eine allgemeine Maskenpflicht. Der Sinn von Masken für alle ist umstritten. Dagegen hält der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach eine Mundschutz-Pflicht für medizinisch sinnvoll. In Österreich gilt eine solche Maskenpflicht beim Einkaufen.

09:20 Uhr | Warnung vor Betrug im Internet

Die Verbraucherzentralen warnen vor Betrügern im Internet, die die Ängste von Menschen wegen der Coronavirus-Pandemie ausnutzten. Verbandschef Klaus Müller sagte den Funke-Medien, es gebe einige Anbieter auf Online-Plattformen, die falsche Gesundheitsversprechen machten. Andere würden Artikel wie Atemschutz-Masken und Desinfektionsmittel anbieten, die nach Bezahlung nicht geliefert würden. Skepsis sei vor allem angebracht, wenn nur Vorkassen-Zahlung möglich sei.

08:45 Uhr | In Mitteldeutschland knapp 3.600 Infektionen

In Mitteldeutschland sind aktuell 3.582 Sars-CoV-2-Infektionen erfasst, etwa 250 mehr als am Montagvormittag. Laut Zählung des Karlsruher Instituts für Technologie waren es in Sachsen 2.034 (Montag: 1.884), in Sachsen-Anhalt 744 (682) und in Thüringen 804 (760) Fälle. Die Kolleginnen und Kollegen in den Landesfunkhäusern des MDR berichten in eigenen Tickern über regionale Entwicklungen.

08:35 Uhr | Selbsthilfe in Sachsen-Anhalt

08:25 Uhr | Köpping zu Problemen in Heimen

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping hat die strengen Regelungen in Pflege- und Seniorenheimen verteidigt. Köpping sagte MDR AKTUELL, das absolute Besuchsverbot sei hart und tue weh. Aber nur so könne eine Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden. Man halte sich an die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. In Ausnahmesituationen werde das Besuchsverbot gelockert, etwa wenn Menschen von Angehörigen Abschied nehmen wollten. Dafür gebe es separate Bereiche in den Heimen. Zugleich widersprach Köpping Vorwürfen, Pflegeheime stünden in der Lieferkette von Schutzkleidung am Ende. Die Einrichtungen seien weit oben, weil die Menschengruppen dort besonders gefährdet seien. Mehrere Pflegeheime in Deutschland melden gehäufte Infektionszahlen und Todesfälle.

07:05 Uhr | Warnung vor psychischer Belastung

Psychische Probleme durch die Coronavirus-Pandemie sind nach Ansicht von Experten in Krisenplänen nicht ausreichend berücksichtigt. Die Deutsche Gesellschaft Psychiatrie und Psychotherapie rät zu einer verbesserten Telefonberatung. In China habe sich das bewährt. Bereits psychisch kranke Menschen benötigten weitergehende Hilfen wie etwa Video-Sprechstunden. Die Berliner Psychiaterin Iris Hauth, Vorstand im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, erwartet "eine Welle" von neuen Patienten mit Angststörungen sowie "die Verschlechterung der Symptomatik von bereits psychisch Erkrankten". Der Berufsverband habe eine anonyme und kostenlose Corona-Hotline geschaltet. Unter der Telefonnummer 0800-777 2244 gibt es Beratung täglich von 8 bis 20 Uhr.

06:10 Uhr | Kassen verteidigen Krankschreibung per Telefon

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat die Krankschreibungen per Telefon gegen Kritik verteidigt. Verbandssprecher Lanz sagte MDR AKTUELL, man nehme in Kauf, dass Leute, die betrügen wollten, dies leichter tun könnten. Viele Menschen würden aber einem geringeren Risiko ausgesetzt, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren. Lanz betonte, man setze auf Solidarität, um die Krise zu bewältigen. Hausärzte dürfen Menschen mit Corona-Verdacht für bis zu 14 Tage krankschreiben, ohne sie tatsächlich untersucht zu haben. Die Regelung gilt noch bis Ende Juni.

05:50 Uhr | Dritter Test bei Merkel negativ

Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auch ein dritter Test auf das Coronavirus negativ ausgefallen. Das teilte ein Regierungssprecher mit. Die Bundeskanzlerin werde auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen. Merkel war von einem Arzt geimpft worden, bei dem sich später eine Ansteckung zeigte.

05:32 Uhr | Pflegeheime sehen sich bei Schutzausrüstung benachteiligt

Die Betreiber von Alten- und Pflegeheimen sehen sich bei der Ausstattung mit Schutzausrüstung benachteiligt. Das sagte die Chefin der Vereinigung privater Anbieter sozialer Dienste in Sachsen, Jaqueline Kallé, MDR AKTUELL. Priorität bei der Verteilung hätten Gesundheitsämter und Krankenhäuser. Pflegeheime stünden irgendwo am Ende der Kette. Kallé betonte, die Heime wollten aber auch ihre Mitarbeiter gleichberechtigt schützen. Schließlich könnten Pfleger kaum Abstand zu den Menschen halten, die sie versorgten. Laut Kallé gibt es in Sachsen noch keine Häufung von Corona-Infektionen in Pflegeheimen. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel von Marc Zimmer:

04:50 Uhr | Großflächige Coronavirus-Tests derzeit nicht machbar für Labore

Der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) hält großflächige Coronavirus-Tests in der Bevölkerung zum jetzigen Zeitpunkt für "illusorisch". BDL-Vorsitzender Andreas Bobrowski sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Testmaterialien wie Entnahmesets und Reagenzien für die Labore würden täglich knapper werden. Auch die Lieferzeiten für die PCR-Geräte seien lang. Tests müssten derzeit nach medizinischen Notwendigkeiten priorisiert werden, wozu das Robert Koch-Institut Kriterien erarbeitet habe.

04:24 Uhr | AirBnB will Gastgeber für stornierte Buchungen entschädigen

Die Ferienwohnungsplattform AirBnB will Anbietern, bei denen Gäste ihren Aufenthalt wegen der Corona-Krise storniert haben, eine Entschädigung zahlen. Nach Angaben des US-Unternehmens erhalten die Vermieter 25 Prozent des Preises der Buchung. Dabei seien insgesamt 250 Millionen US-Dollar eingeplant. Gleichzeitig weitete AirBnB den Zeitraum dafür aus. Abgedeckt würden nun Buchungen vom 14. März bis zum 31. Mai. Kunden könnten Buchungen, die in diese Zeit fallen, kostenlos stornieren. Dieses Angebot hatte zunächst nur bis Mitte April gegolten.

03:11 Uhr | Schwangere besorgt um Klinikaufenthalt

Auch viele Schwangere müssen aktuell auf Geburtsvorbereitungskurse und Hebammenbesuche verzichten. Sofern es geht gibt es Onlinekurse und Telefonate. Vor allem sorgen sich werdende Mütter aber um die Geburt: Wird ihr Partner dabei sein dürfen, oder müssen sie die Zeit im Kreißsaal und im Wochenbett allein meistern? Verena Gonsch fasst die aktuelle Lage für die Frauen zusammen:

03:00 Uhr | Grüne verlangen Einschreiten gegen Ungarns Notstandsgesetz

Die Grünen-Fraktion im Europaparlament hat die EU aufgefordert, gegen die Notstands-Politik in Ungarn vorzugehen. Fraktionschefin Ska Keller sagte der Deutschen Presse-Agentur, Ungarns Ministerpräsident Orban nutze die Corona-Krise aus, um seine Macht auszuweiten. Laut Keller müssen die EU-Kommission und Mitgliedsstaaten Orban zur Ordnung rufen. Das ungarische Parlament hatte ihn gestern mit Sondervollmachten ausgestattet. Das Notstandsgesetz ermöglicht es Orban, zeitlich unbefristet mit Dekreten zu regieren.

01:10 Uhr | Ärztepräsident: Immune Menschen sollen arbeiten dürfen

Die Bundesärztekammer hat sich dafür ausgesprochen, für immune Menschen die Kontaktsperre zu lockern. Wie Ärztekammerpräsident Klaus Reinhardt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte, sollen dafür möglichst viele Bürger auf Antikörper getestet werden. Wer eine Infektion hinter sich habe und immun sei, könne wieder zu Arbeit gehen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Diese Menschen seien weder gefährdet noch gefährdeten sie andere. Laut Reinhardt könnten sie daher als erste ins normale Leben entlassen werden.

01:00 Uhr | USA: Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden

In den USA sollen Schutzmaßnahmen verlängert werden. Wie US-Präsident Donald Trump mitteilte, gilt das für den Einreisestopp für Besucher aus Europa. Diese und weitere Beschränkungen sollten möglicherweise sogar verschärft werden. Es blieb zunächst unklar, bis wann der Einreisestopp verlängert werden soll. Etwa seit Mitte März können Menschen aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland nicht mehr in die USA einreisen. Ausgenommen sind unter anderem US-Amerikaner und Menschen mit einer langfristigen Arbeitsgenehmigung in den USA. Der Einreisestopp sollte ursprünglich nach einem Monat auslaufen.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 31. März 2020 | 19:30 Uhr