Coronavirus 11. August: Reisewarnung für Spanien ausgeweitet

In Spanien gelten jetzt auch Madrid und das Baskenland als Risikogebiete. Das Auswärtige Amt warnt deshalb vor Reisen dorthin. Wer in Mecklenburg-Vorpommern künftig keine Maske in Bussen und Bahnen trägt, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen. In Sachsen wird es in Schulen und Kitas weiter keine umfassende Maskenpflicht geben. Alle Entwicklungen im Ticker.

Menschen mitMasken sitzen auf einer Straߟenbank.
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt die spanische Hauptstadt Madrid inzwischen wieder als Risikogebiet, das Auswärtige Amt sprach eine Reisewarnung aus. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag, 11. August 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:25 Uhr | Reisewarnung für Spanien ausgeweitet

Die Bundesregierung warnt nun auch vor Reisen in Spaniens Hauptstadt Madrid und ins spanische Baskenland. Das Auswärtige Amt begründete den Schritt mit erneut hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus. Hier habe es mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tage gegeben. Deshalb habe das Robert Koch-Institut diese Gebiete zu Risikogebieten erklärt. Bereits seit Ende Juli gilt eine Warnung vor Reisen in drei spanische Regionen. Darunter ist auch Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava. Reisende, die aus diesen Regionen zurückkehren, müssen sich kostenlos auf das Coronavirus testen lassen oder in Quarantäne begeben. Außerdem können gebuchte Reisen in diese Regionen kostenlos storniert werden.

20:46 Uhr | Corona-Fälle in sieben spanischen Fußball-Vereinen

In Spanien sind bei sieben Profi-Fußballclubs Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Zum Start der Vorbereitung auf die neue Saison waren Spieler, Betreuer und Mitarbeiter der Clubs getestet worden. Betroffen sind die Erstligisten Deportivo Alaves, FC Valencia, SD Huesca und Betis Sevilla sowie die Zweitligisten Espanyol Barcelona, Real Mallorca und CD Teneriffa. Die Betroffenen stehen unter häuslicher Quarantäne. Am Sonntag war bekannt geworden, dass sich von Atletico Madrid - Gegner von RB Leipzig in der Champions League - zwei Spieler mit Corona infiziert hatten.

Zwei Fußballspieler kommen aus einem Hotel mit Mund-Nase-Schutz heraus. 1 min
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19:53 Uhr | Corona-Infektionen in Asylbewerberheim

In einem Asylbewerberheim in Bad Belzig in Brandenburg ist bei 16 Bewohnern das Coronavirus nachgewiesen worden. Nach Angaben des Landkreises steht die Gemeinschaftsunterkunft mit 134 Bewohnern bereits seit Freitag unter Quarantäne. Zuvor waren bei einigen Bewohnern Infektionen festgestellt worden. Die Infizierten wurden in isolierte Unterkünfte gebracht.

18:56 Uhr | Berlin lockert Abstandsregeln im Kino

Kinositze nah
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In Berliner Kinos muss künftig weniger Abstand gehalten werden. Dann soll jeder zweite Platz mit einem Besucher besetzt werden dürfen. Darauf hat sich nach Angaben von Kultursenator Klaus Lederer der Senat geeinigt. Bislang sind in den Kinos 1,50 Meter Abstand vorgeschrieben. Voraussetzung für die neue Abstandsregel ist eine gute Belüftung und das Einhalten der Maskenpflicht. Für Theater und Konzerthäuser soll die Regelung zunächst nicht gelten. Kinobetreiber hatten gefordert, die Abstandsregeln zu ändern, um mehr Tickets verkaufen zu können.

18:04 Uhr | Ärztekammer: Russischer Impfstoff Experiment am Menschen

Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Russland scharf kritisiert. Er sagte der "Rheinischen Post", er halte die Vorgehensweise für ein hochriskantes Experiment am Menschen. Die entscheidende dritte Testreihe sei noch nicht erfolgt. Er habe den Eindruck, dass ein autoritär regierter Staat seine Leistungsfähigkeit demonstrieren möchte.

Skeptisch äußerte sich auch der Virologe Alexander Kekulé. Er sagte MDR AKTUELL, bei anderen Krankheiten habe es viele Versuche mit ähnlichen Impfstoffen gegeben. Dabei sei nirgendwo etwas Vernünftiges herausgekommen. Russland hatte heute als erstes Land der Welt einen Corona-Impfstoff für die breite Anwendung in der Bevölkerung zugelassen. Die sonst üblichen Massentests erfolgten bislang nicht.

17:55 Uhr | Corona-Testpflicht für Erntehelfer in Bayern

Bayern hat eine Corona-Testpflicht für Erntehelfer und Saisonarbeiter eingeführt. Gesundheitsministerin Melanie Huml sagte, ab sofort dürften in landwirtschaftlichen Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeitern nur noch Personen beschäftigt werden, die zu Beginn ihrer Tätigkeit einen negativen Corona-Test vorlegen könnten. Damit sollen lokale Hotspots verhindert werden. Bei Verstößen drohen bis zu 25.000 Euro Strafe. Ende Juli hatte ein Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming im Landkreis Dingolfing-Landau bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

16:48 Uhr | Mehr positive Corona-Tests an A3 als an anderen Autobahnen

30.07.2020, Bayern, Bergen: Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz nehmen an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 8 (A8) an der Rastanlage Hochfelln-Nord einen Abstrich.
Bayern hat auf mehreren grenznahen Autobahn-Raststätten Teststationen eingerichtet. Bildrechte: dpa

An der A3 bei Passau werden mehr Reisende positiv auf das neuartige Coronavirus getestet als an anderen bayerischen Teststationen an Autobahnen und Flughäfen. Wie das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte, fielen am Testzentrum an der Raststätte Donautal-Ost mehr als 400 Corona-Tests positiv aus. Bei knapp 17.000 vorgenommenen Tests sei das eine Quote von 2,4 Prozent.

An den bayerischen Testzentren für Reiserückkehrer an Flughäfen betrage die Quote ein Prozent und an weiteren Autobahnraststätten 1,5 Prozent. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erklärte, woher die positiv getesteten Reisenden hauptsächlich kamen, lasse sich die Auswertung bislang nicht zu.

15:33 Uhr | Maskenpflicht in Brandenburger Schulen

In Brandenburgs Schulen ist ein Mund-Nasen-Schutz ab sofort Pflicht. Die Landesregierung beschloss, dass Mund-Nasen-Masken auch in Schulen und Horten getragen werden müssen. Die Regelung gilt nicht für Klassenräume und Pausenhöfe. In öffentlichen Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen wurde die Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase um mindestens rund drei Wochen verlängert.

15:25 Uhr | Mecklenburg-Vorpommern erhöht Bußgelder für Verstöße gegen Corona-Auflagen

In Mecklenburg-Vorpommern drohen künftig höhere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Vorschriften. Innenminister Lorenz Caffier sagte, wer sich nicht an die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr halte, müsse mit 150 Euro Bußgeld rechnen. Bisher sind es 25 Euro. Bei Verstößen gegen Quarantäne-Anordnungen würden statt 100 Euro mindestens 500 Euro verlangt.

Außerdem sollen in Mecklenburg-Vorpommern all jene in Quarantäne gehen, die aus einem Risikogebiet einreisen. Das gilt auch dann, wenn das Land am Tag der Rückreise nicht mehr als Risikogebiet eingestuft ist. Entscheidend ist, ob das Land in den letzten 14 Tagen Risikogebiet gewesen ist.

14:35 Uhr | Keine Maskenpflicht in Sachsens Schulen und Kitas

In Sachsen wird es auch im neuen Schuljahr keine umfassende Maskenpflicht in Schulen und Kitas geben. Kultusminister Christian Piwarz nannte als Grund die niedrigen Zahlen von Corona-Infektionen im Freistaat. Schulen könnten aber eine Maskenpflicht selbst anordnen. Zudem werde Schülern und Lehrern empfohlen, außerhalb des Unterrichts Mund und Nase zu bedecken. Wer sich innerhalb der vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten habe, dürfe die Einrichtungen nur mit einem negativen Corona-Test betreten.

14:08 Uhr | Labore weisen auf begrenzte Kapazitäten hin

Die stetige Zunahme von Corona-Tests in Deutschland stößt in den Laboren auf Kritik. Die Kapazitäten zur Untersuchung der Proben könnten nicht beliebig gesteigert werden, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Die immense Zunahme des Testgeschehens bringe die Labore mancherorts bereits an den "Rand ihrer Leistungsfähigkeit, trotz der im internationalen Vergleich sehr hohen Testkapazitäten", erklärte der Verband. Testen sei sinnvoll, es müsse aber gezielt und nicht anlasslos getestet werden.

Die Bundesregierung hatte jüngst eine Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten angekündigt. Auch andere Reisende können sich vielerorts kostenlos testen lassen. Warum aber Reisen ein Anlass für einen Test sein solle, solange zum Beispiel keine Symptome vorliegen, sei nicht erkennbar, sagte der ALM-Vorsitzende Michael Müller.

13:52 Uhr | Neue Infektionen in Neuseeland

In Neuseeland sind erstmals seit mehr als 100 Tagen wieder Neuinfektionen registriert worden. Laut Regierung handelt es sich um vier Fälle in einer Familie in Auckland. In der Stadt mit 1,7 Millionen Einwohnern wurden die Kontaktbeschränkungen verschärft. Die meisten Schulen, nicht lebensnotwendige Geschäfte sowie Cafés und Restaurants bleiben geschlossen. Die Einwohner wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Der Lockdown soll zunächst bis Freitag gelten. Neuseeland gilt als sehr erfolgreich im Kampf gegen Sars-CoV-2, nachdem es im März extrem strikte Maßnahmen ergriffen hatte. Im Juni hatte sich das Land coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt.

13:12 Uhr | Corona-Krise führt zu Überschuss bei Krankenkassen

Die Pandemie hat bei den AOK-Krankenkassen zu einem deutlichen Überschuss geführt. Sie erzielten nach Informationen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" im ersten Halbjahr ein Plus von 320 Millionen Euro. Grund sei ein noch nie da gewesener Einbruch bei Arztbesuchen und Operationen. Im Frühjahr seien fast alle planbaren Operationen in den Krankenhäusern verschoben worden, um Intensivbetten für Corona-Patienten frei zu halten. Außerdem hätten Patienten Arztbesuche aus Angst vor einer Ansteckung vermieden.

12:06 Uhr | Existenzangst bei Hotels und Gaststätten

Fast 60 Prozent der deutschen Gastrobetriebe sehen sich durch die Corona-Krise in ihrer Existenz gefährdet. Das geht aus einer Mitgliederbefragung des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga hervor. Präsident Guido Zöllick sagte, Restaurants und Hotels in den Urlaubsregionen schöpften zwar wieder Zuversicht. In vielen Städten sei die Lage der Betriebe aber weiter katastrophal. Es fehlten Geschäftsreisende und Touristen aus dem Ausland.

Zöllick zufolge beklagen die Betriebe für die ersten sieben Monate Umsatzverluste von durchschnittlich fast zwei Dritteln. Um eine Pleitewelle zu verhindern, müssten die Regelung zum Kurzarbeitergeld und die Mehrwertsteuersenkung verlängert werden.

11:30 Uhr | Laschet gegen geplantes Großkonzert

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat ein geplantes Großkonzert in Düsseldort mit 13.000 Zuschauern kritisiert. Er halte das Event "für kein gutes Signal", sagte der CDU-Politiker. Sein Kabinett werde noch am Dienstag die Rechtslage besprechen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits rechtliche Zweifel an dem Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und anderen Künstlern angemeldet. Es soll am 4. September stattfinden. Am Dienstag startete der Vorverkauf.

Ministerpräsident Laschet kündigte zugleich an, dass die neue Corona-Verordnung für Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland "keine weiteren Öffnungen" vorsehen werde.

11:12 Uhr | Russland verkündet Zulassung von Impfstoff

Russland hat nach den Worten von Präsident Wladimir Putin als erstes Land der Welt eine Impfung gegen das Coronavirus entwickelt. Die Impfung sei am Dienstagmorgen zugelassen worden, sagte Putin während einer vom Fernsehen übertragenen Videokonferenz mit Ministern. Sie ermögliche eine dauerhafte Immunität, erklärte der Präsident und fügte hinzu, eine seiner beiden Töchter habe sich schon impfen lassen.

Der Impfstoff wurde vom staatlichen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt. Getestet wurde er bislang nur an wenigen Menschen. Eine Zulassung vor dem Vorliegen der Ergebnisse großer klinischer Studien widerspricht eigentlich dem international üblichen Vorgehen.

11:02 Uhr | Bahn gegen Reservierungspflicht

Die Deutsche Bahn lehnt eine Reservierungspflicht im Fernverkehr trotz steigender Fahrgastzahlen ab. Konzernsprecher Achim Strauß sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, für die Bahn sei das keine Option, weil eine solche Pflicht mit vielen Einschränkungen verbunden sei: "Es ist nun mal so bei der Bahn, dass auch mal Fahrgäste spontan kommen. Ich denke an die 50.000 Bahncard-100-Kunden, ich denke an die vielen Kunden, die eine Monatskarte für eine bestimmte Strecke haben." Die Option, bestimmte Plätze frei zu halten, um Abstand zu gewährleisten, lehnt die Bahn ebenfalls ab. "Wir möchten Familien, wir möchten Pärchen auch weiter ermöglichen, zusammen zu sitzen", sagte Strauß. 

Auch das Bundesverkehrsministerium will an dem offenen Buchungssystem festhalten. Es verweist unter anderem darauf, dass sich Fahrgäste auf der Internetseite der Bahn darüber informieren können, ob Züge stark ausgelastet sind.

Viele Fahrgäste berichten zurzeit von teils wieder sehr gut gefüllten Zügen. Oppositionspolitiker halten es für fraglich, ob Bahnfahren unter diesen Umständen sicher ist.

09:06 Uhr | Bundesregierung prüft weitere Firmenbeteiligungen

Nach der Teilverstaatlichung der Lufthansa prüft die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge den Einstieg in mehr als ein Dutzend weitere Unternehmen. "14 Unternehmen haben bereits ausdrücklich Bedarf an einer Rekapitalisierung angezeigt", zitierte das "Handelsblatt" aus einer Antwort von Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nußbaum auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Fraktion.

Die Prüfungen stehen der Zeitung zufolge noch am Anfang. Aussagen über die Umfang und Art der Beteiligungen ließen sich noch nicht treffen.

Die Bundesregierung hatte Ende März einen 600 Milliarden Euro umfassenden Fonds aufgelegt, um Unternehmen vor den Auswirkungen der Corona-Krise abzuschirmen.

8:53 Uhr | Bayern bleibt bei kostenlosen Corona-Tests

Bayern will weiterhin kostenfreie Corona-Tests für Reiserückkehrer anbieten. Innenminister Joachim Herrmann sagte MDR AKTUELL, die Kosten seien insgesamt überschaubar. Sie wären jedoch immens höher, wenn man wegen Corona-Infektionen einen Landkreis oder das ganze Land stilllegen müsste.

Bayern hat zahlreiche Testzentren an Flughäfen, Bahnhöfen sowie Autobahn-Rastplätzen in Grenznähe eingerichtet. Zuletzt gab es eine kontroverse Diskussion darum, ob Reisende die Kosten für die Tests nicht selbst zahlen sollten.

7:45 Uhr | Fast 1.200 Neuinfektionen in Deutschland

Bundesweit sind am Montag 1.221 neue Coronavirus-Infektionen bestätigt worden. Das geht aus der Datenbank des am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelten Projekts "Risklayer" hervor. Zahlen übermittelt haben demnach 86 Prozent der Landkreise.

Auch in Mitteldeutschland gab es mehrere Neuinfektionen. Sachsen meldete 16 neue Fälle, Sachsen-Anhalt 14 und Thüringen elf.

Zu Wochenbeginn liegt die Anzahl der Meldungen überlicherweise etwas höher, weil nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende ihre Daten weitergeben. Mehr als 1.200 registrierte Neuinfektionen an einem Tag gab es zuletzt am 7. Mai.

Auch der Durchschnittswert der Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen steigt weiter an, auf derzeit 883 Neuinfektionen pro Tag in der letzten Woche. Damit steigt der sogenannte 7-Tage-Schnitt seit 29 Tagen stetig an, über 850 lag er zuletzt am 12. Mai.

06:50 Uhr | Griechenland verschärft Corona-Regeln

Wegen steigender Infektionszahlen verschärft Griechenland seine Corona-Auflagen wieder. Wie Regierungssprecherin Aristotelia Peloni im Fernsehen mitteilte, müssen vielerorts Bars und Restaurants künftig um Mitternacht schließen. Die Regelung gelte unter anderem für die beliebten Urlaubsinseln Kos, Korfu, Kreta, Rhodos und Santorin. Die Sperrstunde gilt zunächst bis zum 23. August.

Außerdem führt Griechenland für Bürger mehrerer EU-Staaten Einreisebeschränkungen ein. Sie müssen ab der kommenden Woche einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Deutsche sind davon nicht betroffen.

06:20 Uhr | 20 Millionen Infektionen weltweit

Die Zahl der weltweit bekannten Corona-Infektionen ist innerhalb von weniger als drei Wochen von 15 Millionen auf über 20 Millionen gestiegen. Das geht aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

Etwa die Hälfte der bestätigten Infektionen entfielen demnach auf nur drei Länder: die USA mit mehr als fünf Millionen Infektionen, Brasilien mit über drei Millionen und gut zwei Millionen in Indien.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. August 2020 | 06:00 Uhr