Coronavirus-Pandemie Ticker: Leipzig verbietet Ausschank von Glühwein

In Leipzig darf ab Donnerstag kein Glühwein mehr ausgeschenkt werden. In Deutschland sind womöglich hundertausende mangelhafte Schutzmasken im Umlauf. Bremen verbietet eine Querdenken-Demonstration. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Dienstag, 01. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:45 Uhr | Fehlerhafte Masken in Kliniken

In vielen Apotheken und Kliniken sind möglicherweise hunderttausende fehlerhafte Corona-Schutzmasken in Umlauf. Das ergaben Recherchen des ARD-Magazins "Report Mainz". Demnach sind bei Tests in den Labors der DEKRA mehr als 80 Prozent der Produkte durchgefallen. Bei ihnen handelt es sich um Masken aus China, die dem FFP-2-Standard entsprechen sollen. Bei ihnen fehlten nötige Filterfunktionen. Laut Laborbefund würden sie fast 43 Prozent der Viren durchlassen. Erlaubt seien maximal sechs Prozent.

Dem Bericht zufolge wurde im Klinikum Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz mit den mangelhaften Masken gearbeitet, auch auf Intensivstationen. Die Geschäftsleitung schloss nicht aus, dass es wegen der Masken zu Infektionen gekommen ist.

20:58 Uhr | Lockerungen in England

In England gelten von Mittwoch an wieder regional unterschiedliche Regelungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Eine entsprechende Verordnung der Regierung wurde am Dienstagabend vom Parlament in London abgesegnet. Das Land wird in drei Warnstufen eingeteilt. Trotz heftigen Widerstands aus Teilen der konservativen Regierungspartei wurden die Maßnahmen mit großer Mehrheit angenommen – auch dank zahlreicher Enthaltungen von Seiten der Opposition.

Für weite Teile des Landes bedeutet das eine Lockerung der Regeln. Nicht lebensnotwendige Geschäfte waren seit Anfang November landesweit geschlossen. Auch Restaurants und Pubs durften nicht öffnen. Das wird nun teilweise zurückgenommen.

21:00 Uhr | Erste Sars-Cov-2 Infektionen in den USA bereits im Dezember

In den USA hat es einer Studie zufolge womöglich schon Mitte Dezember 2019 Corona-Infektionen gegeben – einen Monat vor dem ersten bestätigten Fall. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende der US-Gesundheitsbehörde CDC. Sie untersuchten fast 7.400 Blutspenden, die zwischen dem 13. Dezember und dem 17. Januar dem Roten Kreuz gegeben worden waren. In über 100 der Blutproben fanden die Forscher Antikörper gegen das neue Coronavirus. Einige der Blutspenden waren bereits zwischen dem 13. und 16. Dezember in den Westküstenstaaten Kalifornien, Oregon und Washington gegeben worden.

Derweil stieg die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in den USA nach Angaben der CDC binnen eines Tages um über 152.000 auf rund 13,5 Millionen. Die Zahl der Toten erhöhte sich demnach um 1.251 auf 267.302. Damit bleiben die USA das mit Abstand am stärksten vom Virus betroffene Land:

19:54 Uhr | Neuer Daten-Newsletter

In der neuen Ausgabe des Corona-Daten-Newsletters erfahren Sie unter anderem, welche Auswirkungen ein Meldeverzug in den Gesundheitsämtern haben kann. Außerdem geht es um mehrere aktuelle Forschungsergebnisse:

19:43 Uhr | Länder bereiten sich auf Impfungen vor

In Hoffnung auf die baldige Zulassung eines Impfstoffs bereiten sich auch die drei mitteldeutschen Länder darauf vor, weite Teile der Bevölkerung zu immunisieren. In allen drei Ländern sollen jeweils in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Impfzentren entstehen. Hier finden Sie aktuelle Berichte zum Stand der Planungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt:

19:30 Uhr | Ungarischer EU-Abgeordneter tritt wegen illegaler Party zurück

Nach dem überraschenden Verzicht auf sein Mandat als Europaabgeordneter hat der ungarische Politiker Jozsef Szajer die Teilnahme an einer illegalen Party in Brüssel eingeräumt. "Ich war anwesend", schrieb der 59-Jährige, der Mitglied der ungarischen Regierungspartei Fidesz ist, in einer Stellungnahme vom Dienstag. Belgischen Medien zufolge handelte es sich um eine Sex-Party. Mit dem Rücktritt vom Sonntag, der zum neuen Jahr wirksam wird, habe er die politischen und persönlichen Konsequenzen gezogen. In Belgien gelten strikte Kontaktbeschränkungen.

17:45 Uhr | Madrid weiht umstrittenes Krankenhaus ein

In Madrid ist am Dienstag ein "Krankenhaus für Pandemien" mit über 1.000 Betten eingeweiht worden. Das Gebäude wurde in nur 100 Tagen fertiggestellt. Die ersten Covid-Patienten werde man "in den nächsten Tagen aufnehmen", sagte ein Sprecher. Die Klinik verfügt auch über 48 Intensivplätze.

Neue Betten stehen in dem leeren neuen Krankenhaus Enfermera Isabel Zendal während der offiziellen Eröffnung in Madrid.
Spanien hat in Rekordzeit eine Klinik für Covid-19-Patienten errichtet. Bildrechte: dpa

Mit Kosten von 100 Millionen Euro wurde das Projekt doppelt so teuer wie ursprünglich geplant. Opposition und Gewerkschaften kritisierten insbesondere, dass kein zusätzliches Personal eingestellt werde. Stattdessen sollen Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte aus anderen Krankenhäusern abgezogen werden – notfalls mit Zwangsversetzungen.

17:30 Uhr | Millionen Schnelltests verfügbar

Deutschland hat sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn monatlich mehr als 60 Millionen Corona-Schnelltests gesichert. Dies sei durch "Garantie-Verträge" mit großen Produzenten und Lieferanten gewährleistet worden, sagte er am Dienstag in Düsseldorf.

17:14 Uhr | Bremen untersagt Querdenken-Demo

Das Bremer Ordnungsamt hat eine für Samstag angekündigte große Demonstration der sogenannten Querdenken-Bewegung gegen die Corona-Politik verboten. Es geht um zwei Veranstaltungen vor dem Bahnhof sowie auf dem historischen Marktplatz, bei denen mit insgesamt 30.000 Teilnehmern zu rechnen sei, teilte die Innenbehörde am Dienstag mit.

Innensenator Ulrich Mäurer betonte, die Bremer versuchten seit Wochen unter teils großen persönlichen und wirtschaftlichen Opfern, die Infektionsrate wieder unter ein beherrschbares Maß zu drücken und jeden unnötigen Kontakt zu vermeiden.

Ulrich Mäurer, Bremer Innensenator, während einer Bundespresekonferenz im März 2017
Bildrechte: Imago-Stock

Vor diesem Hintergrund ist es hanebüchen und geradezu irre, was diese Leute unter Leugnung aller Fakten und Gefahren in Bremen planen.

Ulrich Mäurer, SPD Innensenator Bremen

Gegen die Entscheidung des Bremer Ordnungsamtes sind noch Beschwerden vor den Verwaltungsgerichten möglich.

17:04 Uhr | Impfstoffe im Blickpunkt bei Kekulés Corona-Kompass

In einer neuen Folge von Keklués Corona-Kompass äußert sich der Virologe Alexander Kekulé zur anstehenden Zulassung der ersten Covid-19-Impfstoffe:

16:32 Uhr | Leipzig verbietet Glühwein-Ausschank

Nach Plänen der Stadt Leipzig darf von Donnerstag an im gesamten Stadtgebiet kein Glühwein mehr ausgeschenkt werden. Zudem wird der Verkauf von Alkohol zwischen 22 und 6 Uhr verboten, kündigte die Stadtverwaltung am Dienstag an. Dies gelte für Gaststätten, Tankstellen und andere Stellen wie Spätverkäufe, den Bahnhof oder Lieferdienste. Außerdem wird es laut Ankündigung der Stadt ein noch strengeres Gebot zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Innenstadt geben.

Eine entsprechende Allgemeinverfügung soll am Mittwoch veröffentlicht werden und bis 28. Dezember gelten.

15:46 Uhr | Verschärfte Regeln im Altenburger Land

Im Altenburger Land dürfen ab Donnerstag bis 20. Dezember auch keine Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren in Sportvereinen trainieren. Das sieht die neue Allgemeinverfügung des Landratsamtes vor, die ab Donnerstag gilt. Sie geht damit über die Landesverordnung hinaus. Außerdem müssen Zoos und botanische Gärten schließen. Bibliotheken, Volks- und Musikhochschulen dürfen nur noch Online-Angebote machen.

In Krankenhäusern, Kur-Kliniken und Reha-Zentren gilt ein generelles Besuchsverbot, ausgenommen sind Geburts-, Kinder- und Palliativstationen sowie Hospize. Zudem wurde die Maskenpflicht ausgeweitet.

15:38 Uhr | 18 Prozent weniger Gewerbesteuer in Sachsen-Anhalt

Die Gemeinden in Sachsen-Anhalt haben in den ersten drei Quartalen dieses Jahres rund 18 Prozent weniger Gewerbesteuer eingenommen als im Vorjahreszeitraum. Das teilte das Statistische Landesamt mit. Das entsprach einem Rückgang um 116 Millionen Euro im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2019.

15:30 Uhr | Sachsen verteilt Millionen Gratis-Masken

Sachsen will in den nächsten Tagen fünf Millionen Gratis-Masken an Heime, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen verteilen. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sagte in Dresden, die FFP-2-Masken sollten kostenfrei an Besucher weitergegeben werden. Ziel sei es, ältere und kranke Menschen zu schützen. Zugleich wolle man vor Weihnachten und Silvester Besuche erleichtern.

14:09 Uhr | Formel-1-Weltmeister Hamilton mit Corona infiziert

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sein Mercedes-Rennstall mit. Hamilton habe bereits am Montag leichte Symptome gezeigt. Zwei Tests hätten nun die Befürchtungen bestätigt. Der 35-Jährige fällt damit für das vorletzte Saisonrennen am kommenden Sonntag in Bahrain aus. Wer den Briten ersetzen soll, steht noch nicht fest.

13:54 Uhr | Leipziger Gewandhaus sagt Veranstaltungen bis 3. Januar ab

Das Gewandhaus in Leipzig hat seine Veranstaltungen bis zum 3. Januar komplett abgesagt. Nach Angaben des Konzerthauses fallen damit in diesem Jahr auch das traditionelle Weihnachtsoratorium in der Thomaskirche und Beethovens 9. Sinfonie zum Jahreswechsel aus. Damit gehe man in Absprache mit der Stadt Leipzig noch etwas über die derzeitige sächsische Corona-Schutzverordnung hinaus. Diese untersagt Konzerte bis zum 28. Dezember. Für Januar und Februar kündigte das Gewandhaus bereits einen eingeschränkten Spielplan an.

13:05 Uhr | Ticketverkäufe für Kinos um 50 Prozent eingebrochen

Die Kinobetreiber in Deutschland haben im ersten Halbjahr gut 50 Prozent weniger Tickets verkauft als im Vergleichszeitraum 2019. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Dass nicht noch stärkere Rückgänge verzeichnet wurden, lag demnach am Comeback der Autokinos. Dort seien insgesamt fast 1,5 Millionen Tickets und damit 5,7 Prozent aller Kinokarten verkauft worden.

12:46 Uhr | Wirtschaftsforscher Gropp: Inflationssorgen unbegründet

Der Chef des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Reint Gropp, hält Inflationssorgen für unbegründet. Gropp sagte MDR AKTUELL, derzeit sei zwar sehr viel Geld im Umlauf. Dennoch sei nicht zu erwarten, dass im Frühjahr die Inflationsrate schnell steige. Denn das Geld werde genutzt, um die Wirtschaft am Laufen zu halten und die Unternehmen zu retten. Außerdem werde durch die Corona-Krise auch Geld vernichtet. Gropp erklärte, im Moment sparten die Menschen mehr und die Unternehmen investierten nicht. Es fehle also die Nachfrage nach Gütern, die zu Preissteigerungen führen könnte.

Andere Ökonomen rechnen damit, dass mit dem Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung im neuen Jahr die Inflationsrate schlagartig steigt.

12:38 Uhr | Leipziger Uniklinikum wieder im Corona-Betrieb

In Leipzig stellt das Universitätsklinikum auf Corona-Betrieb um. Vorstand Christoph Josten sagte, angesichts steigender Covid-19-Fälle müssten weitere Kapazitäten geschaffen werden. So würden planbare und weniger dringliche Operationen verschoben. Betroffene Patienten würden rechtzeitig informiert. Die Notfallversorgung sei vollständig gesichert.

Nach Angaben der Klinik werden derzeit 26 Infizierte intensivmedizinisch betreut, 40 liegen auf der Normalstation. Josten zufolge ist die Situation deutlich angespannter als im Frühjahr.

12:18 Uhr | Karliczek: Umfassende Informationen zu Impfungen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat mit Blick auf die schnelle Entwicklung von Corona-Impfstoffen erneut um Vertrauen geworben. Die Prüfungsmaßstäbe blieben auf dem hohen Niveau, die auch sonst bei der Zulassung von Impfstoffen angelegt werden, sagte sie. Eine Informationskampagne solle die Bevölkerung über die Vorteile sowie mögliche Nebenwirkungen der Impfungen aufklären. Zugleich betonte sie, die Impfung bleibe freiwillig. Um die Herdenimmunität zu erreichen und somit die Pandemie zu beenden, müssen nach Einschätzung von Fachleuten mindestens 60 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Coronavirus sein.

11:53 Uhr | Kein Open-Air-Gottesdienst vor der Frauenkirche

Vor der Dresdner Frauenkirche wird es am Vorabend des Heiligenabends keinen Open-Air-Gottesdienst geben. Das teilte die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche mit. Die weihnachtliche Vesper werde in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nach drinnen verlegt. Besucher seien nicht erlaubt. Die Vesper findet seit 1993 jeweils am 23. Dezember statt, bisher immer auf dem Neumarkt vor der berühmten Kirche. Im vergangenen Jahr kamen 18.000 Besucher.

11:04 Uhr | Biontech/Pfizer beantragen Impfstoffzulassung in Europa

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema die Zulassung für ihren Corona-Impfstoff in der EU beantragt. Das teilten beide Unternehmen mit. Der Antrag sei am Montag bei der Ema eingegangen. Am Montag hatte auch der US-Konzern Moderna bei der Ema einen entsprechenden Antrag für seinen Impfstoff gestellt. Bereits vor rund eineinhalb Wochen hatten Biontech und Pfizer eine Notfallzulassung in den USA beantragt.

11:01 Uhr | Friseurkette Klier insolvent

Die Friseurkette Klier ist insolvent. Das Amtsgericht am Firmensitz Wolfsburg eröffnete ein entsprechendes Verfahren, um die Forderungen der Gläubiger zu prüfen. Klier hatte Anfang September ein Schutzschirmverfahren beantragt, nachdem auch Überbrückungshilfen die hohen Umsatzeinbußen vor allem während der Schließungen im Frühjahr nicht hatten ausgleichen können. Friseurbetriebe hatten damals zeitweise komplett schließen müssen. Klier ist die nach eigenen Angaben größte deutsche Friseurkette. Das Unternehmen hat bundesweit 1.400 Niederlassungen. Wie viele der rund 9.200 Jobs bei Klier gefährdet sind, ist bisher unklar.

10:45 Uhr | Landrat: Besucheransturm auf Seiffen darf sich nicht wiederholen

Ein Besucheransturm auf Seiffen wie am vergangenen Wochenende soll sich in dieser Form nicht wiederholen. Der Landrat der Erzgebirgskreises, Frank Vogel, sagte MDR SACHSEN, man werde heute mit dem Bürgermeister und der Polizei das Wochenende auswerten. Solche Zustände seien nicht zu dulden, erklärte der CDU-Politiker. Man wolle solche Bilder künftig nicht mehr sehen.

10:13 Uhr | Zahl der Arbeitslosen im November leicht gesunken

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist trotz verschärfter Corona-Regeln leicht gesunken. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Danach waren im November knapp 2,7 Millionen Menschen erwerbslos gemeldet. Das sind rund 61.000 weniger als noch im Oktober. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,9 Prozent. Auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen ging die Arbeitslosigkeit zurück. In Thüringen waren es 1.300 Erwerbslose weniger als im Oktober, in Sachsen-Anhalt 2.100, in Sachsen knapp 700. Allerdings stieg die Zahl der Kurzarbeiter, vor allem in der Gastronomie und im Hotelgewerbe.

09:58 Uhr | Spahn unzufrieden mit Infektionszahlen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland immer noch als zu hoch kritisiert. Er sagte im Deutschlandfunk, er sei überhaupt nicht zufrieden. Es liege nun am Verhalten der Bürgerinnen und Bürger im Alltag, ob die Schutzmaßnahmen ausreichten.

Spahn geht nach eigenen Angaben davon aus, dass im Januar die ersten Impfungen erfolgen. Zunächst gehe es um Risikogruppen und Beschäftigte des Gesundheits- und Pflegewesens. Ab dem Frühjahr sollten dann Impfungen großflächig in Arztpraxen erfolgen können.

Die Grafik einer Mitteldeutschland-Karte mit eingeziechneten Hauptstädten und über die Bundesländer verteilten Punkten. Darunter der Schriftzug: "Ein Impfzentrum pro Landkreis und kreisfreier Stadt." 1 min
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09:32 Uhr | Mehr als 2.000 Neuinfektionen in Sachsen

Mit insgesamt 2.382 gemeldeten Neuinfektionen an einem Tag hat Sachsen gestern erneut einen Anstieg verzeichnet. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Aus Thüringen wurden für Montag 372 Neuinfektionen gemeldet, aus Sachsen-Anhalt 274.

Sachsen ist damit weiterhin das am meisten von der Pandemie betroffene Bundesland in Deutschland. Die Inzidenz ist dem Robert Koch-Institut zufolge bis Dienstag weiter gestiegen: mit 257 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen hat das Bundesland mit Abstand den höchsten Wert. Es folgen Berlin (180) und Bayern (171).

Deutschlandweit wurden laut Risklayer am Montag 14.156 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt setzte sich damit der Abwärtstrend fort, wenn auch nur sehr geringfügig: der Sieben-Tage-Schnitt an täglichen Neuinfektionen sank auf 17.588, am Vortag lag der Durchschnittswert noch bei 17.642. Die Inzidenz blieb damit am Montag unverändert zum Vortag bei 148 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

08:51 Uhr | Ifo: Existenzängste bei Unternehmen geringer als im Frühjahr

In der zweiten Corona-Welle sehen sich bislang weniger deutsche Unternehmen in ihrer Existenz bedroht als noch im Frühjahr. Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, bangten im November im Schnitt 15 Prozent um den Fortbestand ihres Unternehmens. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als im Juni. In einigen Branchen sei die Existenzangst aber weiterhin flächendeckend präsent. Demnach fühlen sich derzeit 86 Prozent der Reisebüros und Reiseveranstalter bedroht, 76 Prozent der Hotels und 63 Prozent der Gaststätten. Kaum Sorgen gebe es dagegen am Bau, in der Chemie- sowie der Pharmabranche.

08:12 Uhr | Verschärfte Corona-Regeln in Kraft

Die verschärften Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern treten heute in den meisten Bundesländern in Kraft. Danach dürfen sich insgesamt maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Auch die Kundenzahl in großen Geschäften wie Supermärkten wird stärker begrenzt. Restaurants, Theater und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen.

07:38 Uhr | Schnelltests im Kreis Hildburghausen starten

Im Landkreis Hildburghausen starten heute die Corona-Schnelltests für Kinder und Jugendliche. Die Tests sind freiwillig. Ziel ist es, herauszufinden, wie viele Kindergarten- und Schulkinder mit dem Coronavirus infiziert sind. Anhand der Ergebnisse soll dann entschieden werden, ob Kitas und Schulen wieder geöffnet werden können. Im Landkreis Hildburghausen gilt seit vergangener Woche Mittwoch ein strenger Lockdown. Alle Neuigkeiten aus Hildburghausen und anderen Regionen Thüringens lesen Sie im Thüringen-Ticker:

06:57 Uhr | Pandemie verschärft humanitäre Lage weltweit

Die Corona-Pandemie hat den weltweiten Bedarf an humanitärer Hilfe massiv erhöht. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden im kommenden Jahr umgerechnet fast 30 Milliarden Euro zusätzlich benötigt. Nothilfekoordinator Mark Lowcock erklärte bei der Vorstellung des UN-Jahresberichts zur weltweiten humanitären Lage, insgesamt 235 Millionen Menschen würden voraussichtlich irgendeine Art von Hilfe brauchen. Das entspreche einem Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zu diesem Jahr. Die Corona-Pandemie treffe überproportional stark jene, die bereits auf Messers Schneide lebten. Laut Bericht rechnet die UNO in mehreren Regionen mit akuten Hungersnöten. Die Zahl der jährlichen Todesfällen durch HIV, Tuberkulose und Malaria könnte sich verdoppeln.

06:45 Uhr | Mehr als 20 Milliarden Euro für Kurzarbeit

Die Kosten für Kurzarbeit als Folge der Corona-Pandemie haben die Marke von 20 Milliarden Euro übersprungen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Mehr als die Hälfte davon wurde an Arbeitnehmer gezahlt, die wegen der Zwangspause Lohneinbußen hinnehmen mussten. Fast neun Milliarden Euro seien an Arbeitgeber als Erstattung für Sozialbeiträge geflossen. Auf dem Höhepunkt der Kurzarbeit im Mai hatten fast sechs Millionen Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen.

06:35 Uhr | Moderna beantragt Impfstoff-Zulassung in der EU

Der US-Pharmakonzern Moderna hat wie angekündigt als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragt. Der Antrag wurde bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema eingereicht. Parallel dazu wurde auch eine Notfall-Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt.

06:27 Uhr | Labore in Deutschland ausgelastet

Wegen der Corona-Pandemie sind die Labore im deutschlandweiten Schnitt zu rund 100 Prozent ausgelastet. Das teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin MDR AKTUELL mit. Vorstandsmitglied Nina Beikert sagte, große Probleme mache der Materialmangel und die Überarbeitung des Personals.

Nach Einschätzung des Hausärzteverbandes bleiben Verzögerungen bisher allerdings im Rahmen. Der Berufsverband der Laborärzte spricht aktuell von ein bis zwei Tagen. Generell könnten sich die Patienten darauf verlassen, dass sie ihre Laborergebnisse schnell bekämen.

06:15 Uhr | Wirtschaft gegen Vorweihnachts-Quarantäne

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer Leipzig, Kristian Kirpal, hat eine freiwillige Quarantäne vor dem Weihnachtsfest als realitätsfern kritisiert. Die Politik hatte den Schritt empfohlen, um zu verhindern, dass es bei Familienfeiern zu massenhaften Ansteckungen kommt. Kirpal verwies bei MDR AKTUELL darauf, dass gerade in dieser Zeit der Dienstleistungsbereich oder der Einzelhandel wesentlich mehr zu tun haben. Er betonte zudem, dass es sich bei einer freiwilligen Quarantäne um eine unbezahlte Freistellung handelt.

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte, er halte den Vorschlag prinzipiell für eine vernünftige Empfehlung. Eine flächendeckende Lösung sei es allerdings nicht, denn nicht alle Bereiche könnten beispielsweise im Homeoffice arbeiten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 1. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt unterhalb.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Dezember 2020 | 06:00 Uhr