Coronavirus-Pandemie Ticker: Sachsen-Anhalt lässt wieder Touristen ins Land

Sachsen-Anhalt lässt ab 28. Mai wieder Touristen aus ganz Deutschland zum Urlaub machen ins Land. Auch bei Familienfeiern sowie Sport und Kultur werden die Corona-Auflagen gelockert. Die WHO will die Corona-Pandemie untersuchen lassen. Finanzämter dürfen Soforthilfe-Gelder einem Urteil zufolge nicht pfänden lassen. Und die Reiseveranstalter berichten von einer steigenden Nachfrage. Die aktuellen Entwicklungen zum neuartigen Coronavirus im Ticker.

 Die Selketalbahn unter Volldampf am Haltepunkt Sternhaus Haferfeld bei Gernrode (Sachsen-Anhalt)
In Sachsen-Anhalt ist wieder Urlaub möglich, Touristen können unter anderem mit der Selketalbahn den Harz erkunden. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Mittwoch.

23:19 Uhr | US-Kongressamt erwartet drastischen Konjunktureinbruch

21:03 Uhr | Corona-Beschränkungen senken weltweiten CO2-Ausstoß

Wissenschaftler schätzen, dass wegen der Corona-Beschränkungen der weltweite CO2-Ausstoß um ein Sechstel gesunken ist. Wie das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC mitteilte, gab es die stärksten Rückgänge beim Verkehr am Boden und bei der Produktion von Gütern und Dienstleistungen. In Deutschland seien die Werte Anfang April sogar um mehr als ein Viertel gesunken. An der Studie waren wissenschaftliche Einrichtungen aus sieben Ländern beteiligt. Die Forscher leiteten ihre Schätzungen aus Daten von 69 Ländern ab, die für 97 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind. Das Berliner Institut erklärte, die Studie tauge nicht für Jubelmeldungen. Sie liefere aber wichtige Erkenntnisse dazu, wie extreme Maßnahmen auf den CO2-Ausstoß wirkten.

20:38 Uhr | Widerstand gegen EU-Nothilfefonds

In der EU wächst der Widerstand gegen den deutsch-französischen Wiederaufbau-Fonds in der Corona-Krise. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte einen Gegenentwurf zu dem Plan an. Kurz sagte, er befinde sich in Abstimmung mit den Niederlanden, Dänemark und Schweden. Man glaube, dass man die europäische Wirtschaft ankurbeln könne, ohne eine Vergemeinschaftung der Schulden. Details würden in den nächsten Tagen vorgelegt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten ein 500-Milliarden-Euro-Programm zur wirtschaftlichen Erholung der EU vorgeschlagen. Das Geld soll im Namen der EU am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Österreich und skandinavische Länder befürchten, dass sie dann für die Schulden anderer Staaten mit aufkommen müssten.

20:23 Uhr | Niederlande lockern Alltag Anfang Juni weiter

Die Niederlande werden ab dem 1. Juni einen weiteren Schritt zurück in Richtung Normalität machen. Ministerpräsident Mark Rutte kündigte an, dass dann alle Schulen und eingeschränkt auch Museen, Theater, Kinos, Restaurants und Cafés wieder geöffnet werden. Gaststätten, Theater und Kinos dürften aber vorerst nur jeweils 30 Personen empfangen. Außerdem muss überall ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Im öffentlichen Nahverkehr müssen Reisende ab dem 1. Juni einen Mundschutz tragen. Rutte begründete die weiteren Lockerungen mit den positiven Entwicklungen bei den Infektionen. Für Juli stellte er weitere Lockerungen in Aussicht.

19:48 Uhr | Bundesweite Corona-Studie beginnt später

Das Robert-Koch-Institut beginnt später als geplant mit einer bundesweiten Studie zur Verbreitung des Coronavirus. Leiter der Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI, Thomas Lampert, sagte, mit den Tests von rund 30.000 Menschen aus rund 14.000 Haushalten solle im September begonnen werden. Mit Ergebnissen sei im Oktober oder November zu rechnen. Ursprünglich sollte die Studie im Mai starten.

Als ein Grund für den späteren Start wurde der Rückgang der Infektionszahlen genannt. In einzelnen Regionen wie etwa in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt gebe es wenige Infizierte. Die Studie mache aber erst Sinn, wenn genügend Menschen infiziert gewesen seien.

Am Mittwoch will das Robert-Koch-Institut mit einer kleineren Studie in vier besonders vom Coronavirus betroffenen Gemeinden beginnen. Daran sollen insgesamt 8.000 Menschen teilnehmen. Das RKI will dabei herausfinden, wie viele Menschen bereits Antikörper gebildet haben, wie viele Infiziert sind, aber keine Symptome zeigen, welche Menschen häufiger betroffen sind und wie oft eine Erkrankung schwer verläuft.

18:29 Uhr | Sechs positive Corona-Tests in der Premier League

In den Clubs der englischen Premier League sind sechs Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Fußballliga nach der ersten Runde von Massentests mit. Die Namen der Personen und die betroffenen drei Vereine nannte sie nicht. Die positiv Getesteten würden sich nun sieben Tage lang selbst isolieren. Insgesamt waren fast 750 Spieler und Mitglieder oder Mitarbeiter aller Premier-League-Clubs auf das Coronavirus getestet worden. Die Klubs hatten heute nach wochenlanger Coronapause wieder das Training in Fünfergruppen aufnehmen dürfen. Sie hoffen auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Juni.

18:03 Uhr | Sachsen-Anhalts Schulen bekommen Laptops für 15 Millionen Euro

Sachsen-Anhalts Schulen sollen Laptops und Notebooks im Wert von 15 Millionen Euro bekommen, um sie für den digitalen Unterricht an Schüler auszuleihen. Das teilte die Landesregierung mit. Grund ist, dass Kinder und Jugendliche wegen der Corona-Auflagen noch lange abwechselnd in der Schule und mit Angeboten von zu Hause aus lernen sollen. Die Geräte sollen den Angaben zufolge möglichst zentral beschafft werden. Nach der Corona-Pandemie sollen sie Eigentum der Schulen bleiben. Die Länder hatten sich mit dem Bundesbildungsministerium auf ein entsprechendes Programm geeinigt. Von den 500 Millionen Euro des Bundes fließen 13,7 Millionen nach Sachsen-Anhalt. Das Land übernimmt den Eigenanteil in Höhe von 1,5 Millionen Euro, den eigentlich Kommunen und freie Träger hätten zahlen müssen.

17:44 Uhr | Autoverkehr nimmt wegen Corona-Krise zu

Immer weniger Menschen nutzen derzeit die öffentlichen Verkehrsmittel, weil sie wegen der Corona-Pandemie eine Infektion befürchten. Stattdessen legten sie mehr Kilometer im eigenen Pkw zurück, berichtet die Umweltorganisation unter Berufung auf eine Kurzstudie. Sie warnt vor einem Verkehrskollaps. Lesen Sie hier die Ergebnisse der Kurzstudie:

17:27 Uhr | Erfurter Domfestspiele finden in abgespeckter Form statt

Die Domfestspiele in Erfurt sollen wegen der Corona-Beschränkungen in einer verkleinerten Variante stattfinden. Generalintendant Guy Montavon und Erfurts Kulturdezernent Tobias Knoblich erklärten, dafür werde ein Programm erarbeitet, das kompatibel mit den Pandemie-Regelungen sei. Montavon sagte, unter den aktuellen Voraussetzungen sei es möglich, am 10. Juli zu beginnen. Dann sollten in neun Vorstellungen Höhepunkte aus Giuseppe Verdis Oper "Nabucco" mit Chor und Orchester ohne Ausstattung gespielt werden. Daneben solle es neun Vorstellungen mit Stücken aus Musicals und Operetten geben. Montavon räumte ein, dass nur ein Corona-Fall in Chor und Orchester oder auch verschärfte Auflagen des Gesundheitsamts das Vorhaben platzen lassen könnten.

17:03 Uhr | Rammstein setzt Tour 2021 fort

Rammstein hat die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Europa-Tour ins nächste Jahr verlegt. Die Band gab für die abgesagten Konzerte neue Termine für 2021 bekannt. Demnach startet die Fortsetzung der Stadion-Tour am 22. und 23. Mai in Leipzig. In Deutschland sind zudem ebenfalls bereits ausverkaufte Konzerte in Stuttgart (31.5./1.6.2021), Berlin (5./6.6. ), Düsseldorf (26./27.6.) und Hamburg (30.6./1.7.) angesetzt. Die Band hatte bereits zugesagt, dass die gekauften Tickets ihre Gültigkeit behalten.

16:46 Uhr | Arbeitsagentur warnt vor Betrug bei Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit stellt vermehrt Betrugsversuche bei Anträgen auf Kurzarbeit während der Corona-Pandemie fest. Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach nannte als Beispiel Kleinunternehmer, die noch kurz vor der Antragstellung Familienangehörige teils zu überhöhten Gehältern angestellt hätten. In anderen Fällen arbeiteten Kurzarbeiter mehr Stunden als offiziell gemeldet.

Terzenbach erklärte, die Bundesagentur bearbeite die Anträge zunächst sehr rasch. Wenn in einem Betrieb die Kurzarbeit ende, gebe es dann eine genauere Prüfung. Dann würden stichprobenartig und bei Verdachtsfällen Stundenzettel einzelner Mitarbeiter, Urlaubslisten oder Lohnabrechnungen geprüft.

16:34 Uhr | Freiwillige Corona-Tests beim Kinderarzt

In Sachsen-Anhalt soll spätestens im Juni ein erweitertes Corona-Testkonzept starten. Sozialministerin Petra Grimm-Benne sagte dem MDR, dass dann bei den regulären Untersuchungen beim Kinderarzt Corona-Tests angeboten werden. Diese seien freiwillig. Mit den zusätzlichen Tests soll demnach geschaut werden, ob die Dunkelziffer an Corona-Erkrankungen höher ist als gedacht. Auch Erzieherinnen und Erzieher würden dann vermehrt auf das Coronavirus getestet. Ab Juni dürfen in Sachsen-Anhalt wieder alle Kinder in Krippe, Kita und Hort.

15:50 Uhr | Aufnahmestopp im Klinikum Schleiz

Der Saale-Orla-Kreis hat für das Klinikum in Schleiz einen Aufnahmestopp verhängt. Das Landratsamt reagierte damit auf die Covid-19-Erkrankung einer medizinischen Mitarbeiterin. Noch am Dienstag sollten alle Beschäftigten und Patienten des Krankenhauses auf das Coronavirus getestet werden. Das betreffe bis zu 100 Menschen. Die erkrankte Mitarbeiterin hatte dem Landratsamt zufolge in den vergangenen Tagen Kontakt zu zahlreichen Kollegen und Patienten. Durch den Aufnahmestopp steht das Klinikum für die Notfallversorgung vorerst nicht zur Verfügung. Ausgenommen seien die Bereiche des Medizinischen Versorgungszentrums.

15:28 Uhr | Virologe Kekulé: Urlaub im Ausland nicht per se gefährlich

Ein Auslandsurlaub ist nach Ansicht des Hallenser Virologen Alexander Kekulé während der Corona-Pandemie nicht grundsätzlich gefährlich. Im Podcast von MDR AKTUELL spielt er die einzelnen Etappen einer Urlaubsreise aus virologischer Sicht durch. Zudem erklärt er, was ihn an der Debatte über einen Urlaub im Ausland stört.

15:12 Uhr | WHO lässt Corona-Pandemie untersuchen

Die Ausbreitung des Coronavirus soll weltweit untersucht werden. Die Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen, dass die Reaktionen der Länder auf die Pandemie von unabhängiger Seite analysiert werden sollen. Auch das Vorgehen der WHO selbst soll untersucht werden. Ziel ist es, Empfehlungen für mögliche künftige Pandemien zu formulieren. In ihrer Resolution fordern die WHO-Mitglieder zudem, mögliche Impfstoffe und Arzneimittel gegen das neuartige Coronavirus für alle Länder verfügbar zu machen.

Der WHO war in den vergangenen Wochen von verschiedenen Seiten vorgeworfen worden, zu spät auf das Auftreten des neuartigen Coronavirus in China reagiert zu haben. Mehrere westliche Länder warfen zudem China vor, die Welt zu spät davor gewarnt zu haben.

14:48: Uhr | Bayern verschärft Grenzwert für Corona-Hotspots

Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für Corona-Neuinfektionen. Die Landesregierung entschied, dass bereits Maßnahmen ergriffen werden, wenn es in einem Landkreis oder einer Stadt 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt. Die Zahl bezieht sich auf einen Zeitraum von sieben Tagen. Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geeinigt. Der Chef der bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann, sagte, das Frühwarnsystem sei ein probates Mittel, um lokale Ausbruchsgeschehen schnell zu erkennen. Das Virus sei nicht besiegt, also werde es die lokalen Ausbrüche immer wieder geben.

14:30 Uhr | Touristen können wieder nach Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt hebt das Einreiseverbot für Touristen wieder auf. Vom 28. Mai an dürfen Deutsche für Ausflüge, Urlaub und Besuche wieder ins Land kommen. Das hat die Landesregierung beschlossen. Sie entschied zudem, dass Hochzeiten, Familienfeiern und Beerdigungen wieder in größerem Kreis begangen werden können. So sind bei privaten Feiern bis zu 20 Gäste erlaubt. Für Hochzeiten und Beerdigungen sowie Tagungen sind bis zu 100 Gäste gestattet. Ab Ende Mai dürfen auch Schwimmbäder und Fitnessstudios sowie Kinos, Theater und Freizeitparks wieder öffnen.

14:20 Uhr | Keine Pfändung von Soforthilfe-Geldern

Das Finanzamt darf nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster ein Konto mit Geldern aus der Corona-Soforthilfe nicht pfänden. In dem Streitfall hatte der Antragsteller die Umsatzsteuer für die Jahre 2017 bis 2019 geschuldet. Das Finanzamt hatte daher im November 2019 die Pfändung angeordnet, bekommt auf die Gelder der Soforthilfe aber keinen Zugriff. Diese seien zur Milderung der Notlage da, nicht um Gläubigeransprüche zu befriedigen, die vor dem März 2020 entstanden seien. (Az.: 1 V 1286/20 AO)

14:16 Uhr | Hohe Arbeitslosigkeit in Großbritannien

Die Zahl der Arbeitslosen in Großbritannien ist wegen der Corona-Krise auf ein Rekordhoch gestiegen. Im März meldeten sich nach Angaben des Statistikamts 856.000 Menschen arbeitslos, im April bereits 2,1 Millionen. Nach Angaben des Finanzministeriums sind zudem mehr als acht Millionen Arbeitnehmer seit Beginn des Lockdowns in Kurzarbeit.

14:03 Uhr | Taubert sucht nach Sparmöglichkeiten

Thüringens Landesregierung hat die Entscheidung über eine Haushaltssperre als Reaktion auf die hohen Steuerausfälle durch die Pandemie-Krise vertagt. Sie werde erst in einer der nächsten Kabinettssitzungen fallen, sagte Finanzministerin Heike Taubert. Eine Sparmöglichkeit könne in den Personalausgaben im öffentlichen Dienst liegen: "Möglicherweise können wir die Gehaltserhöhung ein Jahr aussetzen." Die Mai-Steuerschätzung prognostiziert Thüringen als Folge der Corona-Krise in diesem Jahr Mindereinnahmen von 991 Millionen Euro. Das entspricht etwa einem Zehntel der geplanten Ausgaben.

13:42 Uhr | Biotechverband fordert Klarheit über Tests

In Deutschland stehen nach Einschätzung der hiesigen Biotechbranche genügend Coronavirus-Antikörper-Tests zur Verfügung. Die Testkapazitäten könnten sogar noch erhöht werden, teilte der Verband BIO Deutschland mit. Dessen Chef Oliver Schacht forderte jedoch "Klarheit, wie breit diese Tests eingesetzt und auch vergütet werden sollen". Es sei ein schlüssiges Konzept nötig, welche Menschen in Deutschland wie oft getestet werden sollen, damit bedarfsgerecht produziert werden könne.

13:33 Uhr | Krankenhäuser fordern Personal-Tests

Die Krankenhäuser fordern regelmäßige Coronavirus-Tests für Mitarbeiter im Gesundheitswesen. "Die Testung der Beschäftigten in den Kliniken und den Pflegeheimen hat eine zentrale systemrelevante Bedeutung in dieser Phase der Bekämpfung des Virus. Da sollten die Kosten des Tests kein Hemmnis sein", sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum: "Einmal wöchentlich sollte das Klinikpersonal getestet werden, forderte der Verbandschef.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind seit Beginn der Pandemie in Deutschland mehr als 20.400 Mitarbeiter von Kranken- und Pflegeeinrichtungen infiziert worden. Insgesamt 895 mussten demnach stationär behandelt werden, 61 seien gestorben.

12:21 Uhr | Konzept für Neustart von Passagierflügen

Passagiere müssen sich auf veränderte und langsamere Abläufe an den deutschen Flughafen einstellen. Maskenpflicht an bestimmten Punkten, aber vorerst keine Medizin-Checks sieht ein Leitfaden vor, den der Branchenverband ADV heute in Berlin präsentiert hat.

Mit den Maßnahmen soll demnach das Ansteckungsrisiko bei einem Wiederanlauf des Flugverkehrs nahezu ausgeschlossen werden. Der Verband empfiehlt vor allem, die Abläufe zu entzerren, mehr Check-In-Schalter zu öffnen, Sitzplätze zu sperren und Warteschlangen so zu organisieren, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann. Bei einer Umsetzung der Vorschläge könne aber nur noch die Hälfte der vorherigen Passagierzahl abgefertigt werden. Medizin-Checks an den Flughäfen soll es laut ADV aber nicht geben.

Während Frachtflüge weiter auf Hochtouren laufen, ist Passagier-Flugverkehr wegen der Coronavirus-Pandemie nahezu zum Erliegen gekommen. Fluggesellschaften haben große Probleme. Wann auch Passagiere wieder fliegen können, ist vorerst noch offen.

12:16 Uhr | Urlaubsbuchungen vor allem in Deutschland

Nach der Lockerung von Reisebeschränkungen berichten erste Veranstalter von wieder steigender Nachfrage. "Seitdem die deutschen Ferienregionen wieder verfügbar sind, sehen wir eine große Nachfrage an den Küsten und Bergen", sagte ein TUI-Sprecher. An Nord- und Ostsee seien einige Termine im Mai und die Wochen im Hochsommer schon ausgebucht. Kräftige Zuwächse habe es auch für Süddeutschland gegeben, teilweise von mehr als 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich verzeichnete der Branchenprimus nach eigenen Angaben auch schon ein deutliches Buchungsplus bei Urlaubsreisen auf die Balearen, nach Griechenland und Portugal: "Gerade bei Mallorca zeichnet sich somit ein Nachholeffekt ab."

11:46 Uhr | Basketball-Bundesliga kann weitergehen

Die Basketball-Bundesliga darf ihre wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison fortsetzen. Die bayerische Staatsregierung stimmte am Dienstag in einer Sitzung des Kabinetts den Plänen für ein Turnier mit zehn Teams im Juni in München zu. Das meldete die dpa unter Berufung auf nicht genannte Teilnehmer der Sitzung. Auch für das Halbfinale im DFB-Pokal des deutschen Fußballs in München wurde demnach grünes Licht gegeben.

11:17 Uhr | Lauterbach gegen weitere Schulöffnungen

Im Gegensatz zu medizinischen Fachgesellschaften hat der SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach vor einer weiteren Öffnung der Schulen gewarnt. Dies könne ein großes Problem werden, denn es fehle an geeigneten Hygiene-Konzepten. In einer gemeinsamen Stellungnahme (siehe auch unten 07:27 Uhr) hatten vor allem Kinder- und Jugendmediziner dazu erklärt, weitere Öffnungen von Schulen und Kitas seien jetzt nötig und auch "ohne Kleinstgruppenbildung und Barriereschutzmaßnahmen" möglich.

10:31 Uhr | Stärkerer Anstieg der Fallzahlen in Tschechien

In Tschechien ist die Zahl der Sars-CoV-2-Neuinfektionen so stark gestiegen wie seit vier Wochen nicht mehr. Mit zuletzt 111 neuen Fällen an einem Tag wurden laut Gesundheitsministerium erstmals in diesem Monat mehr als 100 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Insgesamt ist damit die Infektion in Tschechien bei bislang 8.586 Menschen nachgewiesen worden. Die Zahl der Todesfälle wurde unverändert mit 297 angegeben.

10:18 Uhr | Mögliches Medikament aus China

Chinesische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben ein vielversprechendes Medikament gegen das neuartige Coronavirus entwickelt. Das Mittel auf der Grundlage von Antikörpern sei bereits erfolgreich an Tieren getestet worden, teilten die Forscher des Pekinger Innovationszentrums für Genetik mit. Es könnte demnach bei der Behandlung eingesetzt werden, aber auch kurzfristig vor einer neuen Ansteckung schützen. Die Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse im Fachmagazin "Cell" veröffentlicht haben, hoffen nun, dass ein Medikament schon Ende des Jahres zur Verfügung stehen könnte.

10:11 Uhr | Kim Kardashian macht jetzt Schutzmasken

Reality-TV-Star und Unternehmerin Kim Kardashian hat sich der Pandemie angepasst und bietet über ihr Unterwäsche-Label in den USA jetzt auch Gesichtsmasken an. Das teilte sie auf der Instagram-Seite ihrer Marke Skims mit. Das englische Wort "skim" kann übrigens mit dem deutschen Wort "überfliegen", aber auch mit "absahnen", mit "abschöpfen" oder sogar "abzocken" übersetzt werden.

10:00 Uhr | Die Entwicklung in den Ländern

Auch unsere Kollegen in Sachsen und Thüringen halten Sie heute wieder mit Tickern zur Entwicklung der Pandemie auf dem Laufenden. Alles wichtigen Neuigkeiten aus diesen Ländern finden Sie hier:

09:34 Uhr | Testbetrieb bei Westfleisch angelaufen

Nach einer Zwangspause von etwa einer Woche hat das Unternehmen Westfleisch im münsterländischen Coesfeld einen Testbetrieb aufgenommen. Die ersten Tiere sollen laut Unternehmen in einer zweiten Testphase morgen geschlachtet werden. Ebenfalls morgen entscheidet das Bundeskabinett über Konsequenzen aus den Coronavirus-Infektionen in Fleisch verarbeitenden Betrieben. Der Kreis Coesfeld hatte das Westfleisch-Werk vorübergehend geschlossen, weil viele Arbeiter positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden waren. Bis gestern Abend waren bei 279 von rund 1.200 Mitarbeitern die Infektionen bestätigt worden.

09:03 Uhr | Nullrunde beim Mindestlohn empfohlen

Der Vorsitzende des Rates zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage, Lars Feld, plädiert bei der nächsten Entscheidung über die Höhe des Mindestlohns für Zurückhaltung. "Gerade Branchen mit eher geringen Lohnniveaus sind von der Krise besonders erfasst worden", sagte Feld der "Wirtschaftswoche". Darum sollte "in dieser tiefen Rezession der Mindestlohn nicht weiter erhöht werden". Feld ist beratendes Mitglied der Mindestlohn-Kommission, die im Juni ihre neue Empfehlung an die Bundesregierung formuliert. Bislang wurde der Mindestlohn der Tariflohn-Entwicklung folgend angepasst. Bliebe es dabei, müsste er zum 1. Januar 2021 von jetzt 9,35 auf rund 9,80 Euro steigen.

08:30 Uhr | Weiterhin wenige neue Infektionen

Die Zahl neuer Coronavirus-Infektionen in Deutschland hat den zehnten Tag in Folge unter der Marke von 1.000 gelegen. So wurden aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern keine neuen Fälle mehr gemeldet, während es Bayern 132 waren. In Sachsen waren es acht, in Sachsen-Anhalt einer und in Thüringen zehn.

Institutionen wie "Risklayer" oder die Johns-Hopkins-Universität stützen sich auf die durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

07.57 Uhr | Polen stellt Grenzöffnung in Aussicht

Die polnische Regierung hat jetzt den 15. Juni als Termin für die Wiedereröffnung der Grenze in Aussicht gestellt. Sie sehe eine Chance dafür, sagt die stellvertretende Ministerpräsidentin Jadwiga Emilewicz einer polnischen Tageszeitung. Am 1. Juli könnten dann womöglich alle übrigen Beschränkungen aufgehoben werden.

07:27 Uhr | Mediziner: Kitas und Schulen richtig öffnen

Die Kinder einer Kindergrippe sitzen im Rahmen der Notbetreuung während des Mittagessens an einem Tisch.
Kleinstgruppen: Notbetreuung in einer Kindertagesstätte in Dresden Bildrechte: dpa

Vier medizinische Fachgesellschaften haben dazu aufgerufen, Kindertagesstätten und Schulen trotz der Coronavirus-Pandemie umgehend vollständig zu öffnen. Insbesondere bei Kindern unter zehn Jahren sprechen dem Papier zufolge die aktuellen Daten für eine geringere Infektionsrate, während soziale und gesundheitliche Folgen der Schließungen gravierend seien. Kinder und Jugendliche seien nicht die treibende Kraft der Pandemie. Das Risiko für die Lehrer, für Erzieher, Betreuer und Eltern lasse sich durch die Einhaltung der Hygiene-Regeln durch Erwachsene ausreichend kontrollieren.

Nach dem Stand der Forschung seien die Öffnungen ohne "Kleinstgruppenbildung und Barriereschutzmaßnahmen wie Abstandswahrung und Maskentragen" möglich. Wichtiger sei die Konstanz der Gruppen, die Vermeidung von Mischung.

Beteiligt an dem Aufruf sind die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene, die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin wie auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

06:24 Uhr | GEW kritisiert Schulstart in Thüringen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Kritik am Schulstart in Thüringen geübt. Landeschefin Kathrin Vitzthum sagte MDR AKTUELL, der Lehrermangel werde durch die Risikogruppen noch erhöht. Es wäre besser gewesen, wenn Schulen sich intensiver auf das nächste Schuljahr hätten vorbereiten können, statt zum klassischen Unterricht zurückzukehren. Um Infektionen zu vermeiden, werden an vielen Thüringer Schulen die Klassen aufgeteilt und gruppenweise unterrichtet. Das Bildungsministerium schätzt, dass etwa jeder dritte Lehrer besonders gefährdet ist, etwa wegen ihres Alters oder wegen Vorerkrankungen.

05:59 Uhr | Trump droht WHO mit Austritt der USA

US-Präsident Donald Trump hat im Streit um den Umgang mit der Coronavirus-Pandemie mit einem Austritt seines Landes aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gedroht. Trump veröffentlichte Bilder eines Briefes an WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf Twitter. Darin droht er mit einer permanenten Einstellung der US-Beitragszahlungen, wenn die WHO nicht innerhalb der nächsten 30 Tage "größere substanzielle" Änderungen ihrer Arbeit vornehme. Ein Ende der US-Zahlungen könnte die WHO entscheidend schwächen.

Die Zahl der Toten nach einer Coronavirus-Infektion hat in den USA mit mehr als 90.000 inzwischen einen Wert erreicht, mit dem Forscher jetzt nicht gerechnet hatten. Laut Johns-Hopkins-Universität sind mehr als 1,5 Millionen Infektionen in den USA nachgewiesen.

04:21 Uhr | Politiker in Chile in Quarantäne

In Chile haben sich vier Minister und rund die Hälfte der Senatoren in Quarantäne begeben. Zuvor war bekannt geworden, dass die Politiker direkten Kontakt zu drei Parlamentariern hatten, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Es handelt sich um die Minister für Finanzen, Inneres, Soziales und um Stabschef im Präsidialamt.

02:53 Uhr | Montgomery warnt vor Grenzöffnung

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat vor einer Öffnung der innereuropäischen Grenzen für den Tourismus gewarnt. Er sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die deutschen Grenzen sollten angesichts der fortdauernden Pandemie in beide Richtungen für Urlauber geschlossen bleiben. "Aus gesundheitlichen Gründen wäre es das Beste, die Menschen blieben an ihrem Wohnort." Durch Reiseverkehr steige das Risiko einer zweiten Infektionswelle.

02:12 Uhr | Brasilien: Zahl der Infizierten stark gestiegen

Brasilien hat jetzt mehr Corona-Infizierte als Großbritannien. Das geht aus den jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums des Landes hervor. Demnach haben sich mehr als 254.000 Menschen in Brasilien mit dem neuen Coronavirus infiziert. In Großbritannien sind es knapp 10.000 Menschen weniger. Damit liegt Brasilien jetzt nach den USA und Russland auf dem dritten Platz der am schwersten betroffenen Länder weltweit, gefolgt von Großbritannien.

01:16 Uhr | EZB-Chefin begrüßt deutsch-französischen Plan

Die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat den deutsch-französischen Vorschlag für einen Wiederaufbaufonds begrüßt. Dieser sei "ehrgeizig, gezielt und willkommen", sagte Lagarde in einem Interview mit vier europäischen Zeitungen. Er zeuge vom Geist der Solidarität und der Verantwortung, den Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich angesprochen habe. Laut Lagarde kann es keine Stärkung der finanziellen Solidarität geben ohne eine größere Koordinierung der Entscheidungen auf europäischem Niveau.

00:03 Uhr | Trump nimmt Hydroxychloroquin

US-Präsident Donald Trump nimmt nach eigenen Angaben seit mehr als einer Woche das Anti-Malaria-Mittel Hydroxychloroquin ein. Damit wolle er einer eigenen Covid-19-Erkrankung vorbeugen, sagte er vor Journalisten: "Was hat man zu verlieren?" Es sei gut möglich, dass die Arznei etwas bewirke. Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder das Anti-Malaria-Mittel angepriesen. Laut EU-Experten gibt es keine Belege, dass Hydroxychloroquin gegen Covid-19 wirkt. Das Mittel hat Nebenwirkungen. Es kann zu Herzproblemen führen.

00:01 Uhr | Katar lässt Geschäfte schließen

Das arabische Emirat Katar lässt ab Dienstag alle Geschäfte schließen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das berichtet die Nachrichtenagentur QNA aus einer Kabinettsentscheidung. Die neue Regelung soll demnach zunächst bis zum 30. Mai gelten. Ausgenommen sind Apotheken, Lebensmittelläden und -lieferanten.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. Mai 2020 | 06:00 Uhr