Covid-19 Coronavirus-Ticker: Ministerpräsidentenwahl in Thüringen findet statt

In Thüringen hat sich ein Verdachtsfall bei einem CDU-Landtagsabgeordneten nicht bestätigt. Damit kann die Ministerpräsidentenwahl stattfinden. Die Leipziger Buchmesse wurde indes wegen des sich ausbreitenden Corona-Virus abgesagt. Deutschlandweit sind inzwischen knapp 200 Infektionsfälle bestätigt. Nur in Sachsen-Anhalt wurde bislang noch keine Infektion gemeldet.

Die leeren Stühle im Plenarsaal des Thüringer Landtags
Blick in den Plenarsaal des Thüringer Landtags. Hier soll am 4. März die Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten stattfinden. Bildrechte: MDR/Michael Frömmert

Neuer Ticker

In diesem Ticker haben wir Sie am Dienstag, 3. März, über die Entwicklungen beim Coronavirus informiert. Den aktuellen Ticker vom 4. März finden Sie hier:

23:10 Uhr | Radsport: Deutscher unter Coronavirus-Fällen bei UAE-Tour

Bei der bereits abgebrochenen UAE-Tour der Radprofis in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind sechs Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Wie die Organisatoren mitteilten, ist unter den Erkrankten auch ein Deutscher. Nicht mitgeteilt wurde, ob es sich bei ihm um einen Sportler, Mechaniker oder Betreuer handelt. Laut Organisatoren werden die sechs Erkrankten nach den Standards der Weltgesundheitsorganisation beobachtet. Es handele sich um zwei Russen, zwei Italiener, einen Kolumbianer und den einen Deutschen.

22:30 Uhr | MDR-Reporter über anstehende MP-Wahl

Am Mittwoch kann die geplante Ministerpräsidentenwahl im Erfurter Landtag stattfinden. Der Verdacht auf eine mögliche Coronavirus-Infektion eines CDU-Abgeordneten hatte die Abstimmung ins Wanken gebracht. Doch am Dienstagabend kam vom Thüringer Gesundheitsministerium die Entwarnung: Der Abgeordnete ist nicht infiziert. MDR-Reporter Christian Müller aus Erfurt über die möglichen Wahlszenarien:

22:00 Uhr | Weltbank legt Milliarden-Hilfspaket auf

Die Weltbank hat Soforthilfen in Höhe von zwölf Milliarden Dollar im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie angekündigt. Weltbank-Chef David Malpass sagte am Dienstag in Washington, Ziel sei es, den Staaten schnell und effektiv zu helfen. Es gebe noch viele Unbekannte im Zusammenhang mit dem Virus. Möglicherweise werde daher noch viel mehr Hilfe benötigt, sagte Malpass.

21:30 Uhr | Saarland: Arzt von Kinderklinik mit Coronavirus infiziert

Die im Saarland mit dem Coronavirus infizierte Person ist ein Kinderarzt des Universitätsklinikums Saarbrücken. Vom Gesundheitsministerium des Bundeslandes hieß es, die Person habe grippeähnliche Symptome. Man ermittle nun die Kontaktpersonen. Der Patient sei in der Klinik isoliert. Die Kinderklinik werde man trotz des Falls nicht schließen können.

21:00 Uhr | Buchmesse-Chef: "Schwierigste Entscheidung in der Nachkriegsgeschichte"

Der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zelle, hat bei MDR AKTUELL die Absage der Buchmesse als die "schwierigste Entscheidung in der Nachkriegsgeschichte der Leipziger Messe" bezeichnet. Sein Team lerne jetzt täglich dazu. Es habe schließlich keine Erfahrung mit der "Abwicklung einer Messe". Die Buchmesse sei mit den vielen Veranstaltungen einfach nicht zu verschieben gewesen. Besser konzentriere man sich jetzt auf das nächste Jahr, sagte Zille. Die sächsische Sozialministerin Petra Köpping sagte bei MDR AKTUELL, die Gesundheitsminister von Bund und Ländern würden am Mittwoch beraten, wie man mit den wirtschaftlichen Folgen abgesagter Messen umgehe. Das gesamte Interview können Sie hier sehen:

20:50 Uhr | Coronavirus-Todesopfer in Spanien

In Spanien gibt es das erste Coronavirus-Todesopfer. Das bestätigte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde in der südspanischen Hafenstadt Valencia. Es soll sich um einen 69-jährigen Mann handeln, der bereits Mitte Februar an einer unbekannten Lungenentzündung gestorben war. Jetzt habe sich bestätigt, dass der Patient mit dem Covid-19-Erreger infiziert war. Er soll sich vorher in Nepal aufgehalten habenb, einem Nachbarland von China.

20:30 Uhr | IOC: Olympische Spiele finden in Tokio statt

Die IOC-Zentrale in Lausanne
IOC-Zentrale im schweizerischen Lausanne Bildrechte: IMAGO

Trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hält das Internationale Olympische Komitee (IOC) unbeirrt an der Austragung der Sommerspiele in Tokio fest. IOC-Präsident Thomas Bach sagte am Dienstag nach einer Exekutivsitzung, das IOC setze sich voll und ganz für den Erfolg der Olympischen Spiele ein. Sein Sprecher fügte hinzu, man gehe davon aus, dass die Spiele am 24. Juli eröffnet werden können.

20:25 Uhr | US-Tourismusbranche erwartet weniger Touristen

Der Branchenverband US Travel Association erwartet in den kommenden drei Monaten einen Rückgang der Besucherzahlen aus dem Ausland von sechs Prozent. Dies wäre der größte Einbruch bei internationalen Reisen in die USA seit der Wirtschaftskrise 2008.

20:13 Uhr | Verdachtsfall nicht bestätigt – MP-Wahl findet statt

Das Thüringer Arbeitsministerium hat Entwarnung gegeben: Der Coronavirus-Verdacht bei einem Abgeordneten der Thüringer CDU-Landtagsfraktion hat sich nicht bestätigt. Der Test sei negativ ausgefallen, hieß es vom Ministerium. Für den Abgeordneten sei keine weitere Quarantäne notwendig. Ein Sprecher des Landtages sagte am Abend, die für Mittwoch geplante Ministerpräsidentenwahl werde stattfinden. Landtagspräsidentin Birgit Keller zeigte sich erleichtert über das Ergebnis, auch weil die Sicherheitsvorkehrungen im Landtag nicht noch mehr verschärft werden müssten.

Der CDU-Politiker war in den Winterferien mit einer Gruppe von Skifahrern in Italien unterwegs. Ein Skifahrer aus der Gruppe, ein 57-jähriger aus dem Saale-Orla-Kreis, ist nachweislich mit dem Virus infiziert.

19:55 Uhr | FAZ: Hannover Messe soll verschoben werden

Die Hannover Messe soll einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge wegen möglicher Gefahren durch das Coronavirus verschoben werden. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf Aussteller- und Messekreise. Geplant ist die Messe bislang für den 20. bis 24. April. Sie solle nicht wie andere Großveranstaltungen ersatzlos gestrichen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr nachgeholt werden. Die Hannover Messe ist die größte Investitionsgütermesse der Welt. Am Dienstag war die Buchmesse in Leipzig abgesagt worden, vorige Woche die Tourismusmesse ITB in Berlin.

19:45 Uhr | Altmaier stellt Corona-Hilfen in Aussicht

Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister, kommt zum Weltraumkongress des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).
Wirtschaftsminister Peter Altmaier Bildrechte: dpa

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kleinen Betrieben Hilfen in Aussicht gestellt. Man wolle "die Liquiditätsspielräume von Unternehmen, insbesondere von kleinen und mittleren sicherstellen." Details nannte Altmaier nicht. Die Spitzen der großen Koalition tagen am Sonntag. Dabei könnten konkrete Maßnahmen beschlossen werden, zumal es Haushaltsmittel im Volumen von 17 Milliarden Euro gibt, die noch nicht konkret vom Bund verplant sind.

19:30 Uhr | Details zu Fall in Mecklenburg-Vorpommern

Auch Mecklenburg-Vorpommern hat am frühen Abend zwei erste Fälle gemeldet. Laut Gesundheitsministerium in Schwerin soll es sich um ein Ehepaar aus Greifswald handeln. Es hätte Ende Februar auf einem Kongress in Baden-Württemberg Kontakt zu einer infizierten Person gehabt. Der Ehemann zeige leichte Symptome wie Husten, die Frau hingegen gar keine. Seit der Rückkehr hätte das Paar keine weiteren Kontakte zu Personen gehabt. Das Ehepaar sei umgehend zu Hause isoliert worden.

19:25 Uhr | Überblick über die Lage in Sachsen und Thüringen

In Sachsen und Thüringen sind seit Montag zwei Coronavirus-Fälle bekannt. Welche Folgen das hat, erfahren Sie im Beitrag von MDR AKTUELL:

19:10 Uhr | Absage der Buchmesse – Verlag betroffen

Bei den Verlagen löst die Absage eine Mischung aus Verständnis und Ernüchterung aus. Sebastian Wolter, Geschäftsführer des sächsischen Verlages Voland & Quist, sagte MDR KULTUR, man sei in "gewisser Weise erschrocken", habe aber mit der Absage gerechnet. Der Verlag werde nun auf einer vierstelligen Summe sitzen bleiben. Dazu kämen fehlende Einnahmen aus Buchverkäufen auf der Messe und die vielen Kontakte, die nun nicht geknüpft werden können. Die Standgebühr, hofft Wolter, von der Messe zurückerstattet zu bekommen. Das gesamte Interview können Sie hier lesen:

18:52 Uhr | Ärzte warnen vor Versorgungsengpässen

Mehrere Ärzte in Hanau haben angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus vor Engpässen in der Gesundheitsversorgung gewarnt. In einem Brief an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein heißt es, ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis und in den Krankenhäusern sei nicht mehr auszuschließen. Durch die vom Robert Koch-Institut (RKI) verhängten Quarantänemaßnahmen würden Krankenhäuser hochgradig behindert. Ärzte und Notdienste seien kaum arbeitsfähig. Hinzu käme die Belastung durch zahlreiche verunsicherte Patienten. Die RKI-Regelung sieht vor, im Fall einer Infektion in der Belegschaft das ganze Team in eine zweiwöchige Quarantäne zu schicken.

18:25 Uhr | Show mit Silbereisen verschoben

"Schlagerlovestory - die total verliebte Frühlingsshow" präsentiert von Florian Silbereisen
Florian Silbereisen Bildrechte: ARD/JürgensTV/Dominik Beckmann

Aus Sorge vor dem Coronavirus wird die nächste Schlagershow mit Florian Silbereisen verschoben. Der 38-Jährige sollte am 14. März live im Ersten die Samstagabendsendung "Schlagerlovestory 2020" moderieren. Die MDR-Veranstaltung mit mehr als 5.000 Besuchern sollte in der Messehalle in Halle stattfinden. MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi sagte, man habe "schweren Herzens diese Entscheidung treffen müssen". Die Show soll im Sommer nachgeholt werden.

17:57 Uhr | Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern angekommen

Erstmals sind auch in Mecklenburg-Vorpommern zwei Patienten nachweislich an dem neuen Coronavirus erkrankt. Die beiden Personen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald seien umgehend zuhause isoliert worden, teilte die zuständige Amtsärztin am Dienstag in Greifswald mit.

17:45 Uhr | Benefiz-Konzert in Hanau abgesagt

Das Benefiz-Konzert prominenter Künstler für die Opfer des Anschlags von Haunau wird verschoben. Von der Stadt hieß es, es werde auf unbestimmte Zeit vertagt. Grund sei der erste bestätigte Corona-Fall in Hanau. Am 19. Februar hatte ein 43-Jähriger aus Hanau bei einem rassistisch motivierten Anschlag neun Menschen mit Migrationshintergrund erschossen. Im Anschluss an die Bluttat wurden er und seine Mutter tot aufgefunden.

17:40 Uhr | RB Leipzig trainiert ohne Zuschauer

RB Leipzig wird vorerst alle Trainingseinheiten ohne Zuschauer absolvieren. Auf der Homepage des Fußballclubs hieß es, dass sei eine "reine Vorsichtsmaßnahme" bezüglich des Coronavirus. Bislang gibt es einen bestätigten Coronavirus-Fall in Sachsen.

17:30 Uhr | Thüringen will Proben im Freistaat auswerten

Das Gesundheitsministerium in Erfurt will künftig alle Proben von Thüringer Patienten auch in Thüringen auswerten lassen. Das ist das Ergebnis eines Treffens aus Vertretern des Ministeriums, der Apotheken, Ärzte und Krankenhäuser vom Dienstag. Bislang war es den Krankenhäusern freigestellt, in welchem Labor sie ihre Proben auswerten lassen. Sie wurden teilweise nach Berlin und Heidelberg geschickt. Man wolle mit der neuen Regelung die Wartezeiten auf die Ergebnisse verkürzen. Beschlossen wurde auch, dass Apotheken künftig eigene Desinfektionsmittel herstellen dürfen. Hausärzte sollen verstärkt mit Kitteln und Mundschutz ausgestattet werden.

17:15 Uhr | Verdachtsfälle auf Schiff nicht bestätigt

Das Kreufahrtschiff «Aida Aura»
Das Kreuzfahrtschiff "Aida Aura" Bildrechte: dpa

Der Coronavirus-Verdacht auf dem deutschen Kreuzfahrtschiff "Aida Aura" vor Norwegen hat sich nicht bestätigt. Wie das Unternehmen mitteilte, fiel der Test bei zwei deutschen Passagieren negativ aus. Das Schiff, das über Nacht im Hafen von Haugesund geblieben war, könne seine Reise fortsetzen. Einer der beiden deutschen Passagiere war von den Behörden informiert worden, dass in seinem Arbeitsumfeld das Coronavirus nachgewiesen wurde. Er wurde daher untersucht. Alle Passagiere mussten an Bord bleiben, bis die Ergebnisse vorlagen.

17:10 Uhr | Erster Coronvirus-Fall im Saarland

Im Saarland ist erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium mit. Einzelheiten sollen am Abend folgen. Keine Infektionen vermelden bislang nur noch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

17:05 Uhr | Vergabe von Buchmesse-Preis noch unklar

Nach der Absage der Leipziger Buchmesse ist noch unklar, ob und wie der Buchpreis der Leipziger Messe in diesem Jahr verliehen wird. Sprecherin Ruth Justen sagte, man sei derzeit dabei, die Frage zu klären. Der mit 60.000 Euro dotierte Preis wird normalerweise am Eröffnungstag der Buchmesse vergeben. Auch die Vergabe des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung ist noch ungeklärt.

Die Stadt Leipzig, das Gesundheitsamt und die Messeleitung hatten am Dienstag entschieden, die Messe abzusagen. Sie sollte vom 12. bis 15. März stattfinden. Die Absage gilt auch für das im Verbund mit der Messe stattfindende Lesefest "Leipzig liest" und die Comic-Messe "Manga-Comic-Con".

16:45 Uhr | Thüringen: Krisenstab geht von 300 Kontaktpersonen aus

Der Krisenstab des Landratsamtes aus dem thüringischen Saale-Orla-Kreis geht davon aus, dass der mit dem Coronavirus erkrankte Mann mit bis zu 300 weiteren Personen Kontakt hatte. Am Dienstag sei die Hälfte dieser Personen bereits getestet worden. Ergebnisse würden frühestens am Mittwoch vorliegen. Landrat Thomas Fügmann sagte, man befürchte, dass sich das Virus schon weiter verbreitet habe. Der 57-jährige Patient aus dem Raum Pößneck war zuletzt mit einer Reisegruppe in Südtirol unterwegs.

16:22 Uhr | Gesundheitsamt begründet Buchmesse-Absage

Das Gesundheitsamt in Leipzig hat die Absage der Buchmesse mit den Auflagen des Bundesgesundheits- und Wirtschaftsministeriums begründet. Diese sehen vor, dass mögliche Kontaktpersonen zurückverfolgt werden müssen. Demnach hätte jeder Messebesucher schriftlich belegen müssen, dass er nicht aus einem Coronavirus-Risikogebiet stamme oder Kontakt mit Personen von dort gehabt habe. Das sei angesichts von 2.500 Ausstellern und 280.000 erwarteten Besuchern nicht sicherzustellen gewesen. Bereits verkaufte Tickets für die Buchmesse werden laut Messe komplett zurückerstattet.

16:15 Uhr | US-Notenbank senkt überraschend Leitzins

Die US-Notenbank hat wegen der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus überraschend ihren Leitzins um einen halben Prozentpunkt gesenkt. Laut Notenbank liegt der Leitzins nun im Korridor von 1 bis 1,25 Prozent. Der Schritt wurde mit den Risiken für die US-Wirtschaft begründet, die mit der Ausbreitung des Coronavirus einhergingen. Eine Senkung der Leitzinsen soll in der Regel zur Erholung einer schwachen Konjunktur führen.

16:00 Uhr | Frankreich will Schutzmasken beschlagnahmen

Eine Frau trägt vor einer Apotheke eine Mund- und Nasenmaske.
Eine Frau trägt einen Mundschutz, das Bild stammt aus Deutschland. Bildrechte: dpa

Der französische Staat will alle derzeit verfügbaren Schutzmasken im Land einkassieren. Präsident Emmanuel Macron twitterte am Dienstag, man beschlagnahme alle Vorräte sowie die Produktion von Schutzmasken. Sie sollen Macrons Angaben zufolge ans Personal im Gesundheitswesen verteilt werden und an mit dem Virus infizierte Franzosen. Die Zahl der Infizierten im Nachbarland lag am Dienstag bei 204, zudem werden vier Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gebracht.

15:45 Uhr | Ifo warnt vor erhöhter Rezessionsgefahr

Prof. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts
Ifo-Präsident Clemens Fuest Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ifo-Präsident Clemens Fuest sieht im Falle einer Ausbreitung des Coronavirus massive Folgen für die Wirtschaft. Es gebe derzeit eine "erhöhte Rezessionsgefahr". Die Politik müsse daher dringend Signale setzen, sagte Fuest. Als Beispiele nannte er eine Ausweitung des Kurzarbeitergeldes sowie Notkredite für Unternehmen, deren Lieferketten unterbrochen seien. Damit könnten Insolvenzen verhindert werden.

15:30 Uhr | Warteschlange an Charité-Untersuchungsstelle

Vor der neu eingerichteten Untersuchungsstelle für mögliche Coronavirus-Infektionen auf dem Gelände der Charité in Berlin hat sich am Dienstag eine Warteschlange von gut 100 Menschen gebildet. Der Ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei, sagte, das Interesse in der Bevölkerung sei groß. Die Anlaufstelle war für Bürger eingerichtet worden, die vermuten, dass sie das Coronavirus hätten. Man will damit die Notaufnahmen entlasten. Frei kritisierte am Dienstag, die Stelle werde zunehmend von Menschen frequentiert, die testen lassen wollten, ob sie mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert seien. Darunter seien aber auch viele Fälle, bei denen es lediglich im Hals kratze oder der Nachbar in Italien gewesen sei.

15:10 Uhr | Landtagspräsidentin: Bei Corona-Infektion keine MP-Wahl

Die für diesen Mittwoch geplante Ministerpräsidentenwahl im Thüringer Landtag wird nach Angaben von Landtagspräsidentin Birgit Keller verschoben, sollte sich der Verdacht auf eine Corona-Infektion bei einem CDU-Abgeordneten bestätigen.

Die anberaumte Landtagssitzung werde in diesem Fall abgesagt, weil bei einem positiven Testergebnis nicht auszuschließen sei, dass der Parlamentarier auch andere Abgeordnete bereits infiziert habe, sagte Keller in Erfurt.

15:00 Uhr | Tropenmediziner: Angst vor Coronavirus großes Problem

Der Leiter der Tropenmedizin im Klinikum Chemnitz, Thomas Grünewald, sieht nicht im neuartigen Coronavirus das große Problem, sondern in der Angst davor. Grünewald sagte MDR AKTUELL, derzeit gebe es extrem viele Anrufe von beunruhigten Patienten. Sie hätten leichte Symptome und glaubten alle, dass sie infiziert seien. Über die Hälfte des Arbeitsalltags sei man inzwischen wegen des Coronavirus beschäftigt – und das, obwohl man kein großes Problem mit echten Patienten habe. Das gesamte Interview mit dem Tropenmediziner können Sie hier hören:

14:45 Uhr | Kretschmer verteidigt Absage von Buchmesse

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen
Sächsischer Regierungschef Kretschmer Bildrechte: dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer steht hinter der Absage der Leipziger Buchmesse. Die Entscheidung dazu hatten am Dienstag die Stadt Leipzig, das Leipziger Gesundheitsamt und Vertreter der Messe getroffen. Kretschmer sagte nach einer gemeinsamen bayerisch-sächsischen Kabinettssitzung im nordbayerischen Hof, er teile die Einschätzung, die zur Absage geführt habe. Der Schutz der Bevölkerung habe allerhöchste Priorität. Man sei in einer Phase, in der man alles versuche, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sagte der CDU-Politiker.

14:14 Uhr | Forderungen nach Finanzhilfen für Wirtschaft

Angesichts der zunehmenden Auswirkungen des neuartigen Coronavirus auf die Wirtschaft werden Forderungen nach einem Investitionspaket lauter. CSU-Chef und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder forderte, im Koalitionsausschuss am Sonntag müsse man über einen ökonomischen Notfall- und Vorsorgeplan reden. Denkbar sei ein Paket aus Steuererleichterungen, zusätzlichen Abschreibungsmöglichkeiten und einer Anpassung beim Kurzarbeitergeld.

Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt forderte ein schnell wirkendes Investitionspaket. Es drohten bereits jetzt Produktionseinbrüche.

14:04 Uhr | Chef des iranischen Rettungsdienstes infiziert

Der Chef des iranischen Rettungsdienstes ist einem Bericht der Nachrichtenagentur Ilna zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Sein Gesundheitszustand sei aber gut, hieß es.

14:00 Uhr | Weitere Infektionen in Berlin und Hamburg

In Berlin hat sich die Zahl der bestätigten Infektionen auf fünf erhöht. Laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci wurden zudem rund 200 Kontaktpersonen identifiziert. Bei den fünf Infizierten gebe es einen Zusammenhang mit Reisen - sie hätten jedoch nichts miteinander zu tun.

In Hamburg wurde ein vierter Infektionsfall gemeldet. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks sagte, der Mann gehöre zu den entfernteren Kontaktpersonen des Kinderarztes, dessen Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Nacht zum Freitag bestätigt worden war. Er sei Mitarbeiter eines Labors im Universitätsklinikum Eppendorf und sei in häuslicher Isolation.

13:41 Uhr | Mehr Geld für Corona-Forschung

Das Bundesforschungsministerium stellt bis zu zehn Millionen Euro bereit, damit Forscher das neuartige Coronavirus besser verstehen und Therapiemöglichkeiten vorantreiben können. Zudem solle geprüft werden, ob bereits vorhandene Medikamente zur Behandlung der Atemwegserkrankung eingesetzt werden können.

13:22 Uhr | Abgeordneter aus Thüringer CDU in Quarantäne

Ein Abgeordneter der CDU-Fraktion in Thüringen ist wegen Verdachts auf eine Corona-Infektion in Quarantäne. Nach Angaben des Thüringer Gesundheitsministeriums war der Abgeordnete mit dem infizierten 57-Jährigen aus dem Saale-Orla-Kreis im Skiurlaub in Italien. Laborproben des Abgeordneten würden derzeit untersucht. Möglicherweise könne noch heute ein Ergebnis vorliegen.

Mögliche Auswirkungen auf die Ministerpräsidentenwahl morgen sind noch unklar.

13:06 Uhr | Mehrere Schulen in Berlin geschlossen

Nach der Emanuel-Lasker-Schule in Friedrichshain-Kreuzberg ist auch ein nahe gelegener Teil der Modersohn-Grundschule geschlossen worden. Das teilte ein Sprecher der Berliner Senatsbildungsverwaltung mit. Auch die private Berlin Metropolitan School in Berlin-Mitte stellte vorübergehend den Betrieb ein. Die Schule umfasst Vor- und Grundschule sowie die Sekundarstufe.

An der Emanuel-Lasker-Schule soll sich eine Lehrkraft auf einer Ski-Reise in Norditalien infiziert haben.

12:46 Uhr | Leipziger Buchmesse abgesagt

Die Leipziger Buchmesse wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Das haben Messeleitung und Stadtspitze entschieden, wie eine Sprecherin der Buchmesse mitteilte. Laut Stadtsprecher Matthias Hasberg handelt es sich um eine Präventionsmaßnahme.

Zu der Messe waren vom 12. bis 15. März rund 2.500 Aussteller aus 51 Ländern erwartet worden. Zudem waren für das begleitende Lesefestival "Leipzig liest" 3.700 Veranstaltungen an 500 Orten geplant.

12:36 Uhr | Ukraine fliegt nicht mehr nach Turin

Die ukrainische Fluggesellschaft SkyUp setzt alle Flüge ins norditalienische Turin aus. Das gelte vom 5. März bis schätzungsweise zum 25. Oktober, so das Unternehmen.

12:12 Uhr | Stadtverwaltung und Bibliothek in Pößneck geschlossen

Wegen der ersten bestätigten Infektion sind im thüringischen Pößneck im Saale-Orla-Kreis heute Stadtverwaltung und Bibliothek vorsorglich geschlossen worden. Laut Bürgermeister Michael Modde hatte der infizierte 57-Jährige Kontakt mit einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung gehabt. Die Schließung soll vorerst bis einschließlich Mittwoch dauern. Die Verwaltung sei aber besetzt und arbeitsfähig.

Auch der Standort Pößneck der Kreismusikschule wurde vom Landratsamt geschlossen. Alle öffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen wurden für den Saale-Orla-Kreis bis auf Weiteres abgesagt.

11:59 Uhr | Iran meldet weiteren Anstieg der Infektionen

Im Iran haben sich offiziellen Angaben zufolge inzwischen 2.336 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. 77 Menschen seien an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben.

Singapur wird örtlichen Medienberichten zufolge Menschen, die sich kürzlich in Norditalien, im Iran oder in Südkorea aufgehalten haben, die Einreise verwehren.

11:53 Uhr | Kassenärzte warnen vor unnötigen Corona-Tests

Deutschlands Kassenärzte haben eindringlich vor Tests auf das neue Coronavirus an klinisch Gesunden gewarnt. In den einschlägigen Laboren gebe es Kapazitäten für rund 12.000 Tests pro Tag, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen. Sinnvoll seien diese Tests nur, wenn jemand Symptome einer Erkrankung der oberen Atemwege aufweise oder womöglich Kontakt zu Infizierten gehabt habe.

Wer selbst einen Verdacht auf Coronavirus bei sich habe, solle zunächst bei der Praxis oder der Arzthotline 116117 anrufen statt direkt hinzugehen. Damit soll vermieden werden, dass eine Praxis nach einem positiven Test aus Seuchenschutz-Gründen vorübergehend geschlossen wird.

11:37 Uhr | Erster Corona-Fall in Gibraltar

In Gibraltar an der Südspitze der iberischen Halbinsel ist ein erster Infektionsfall bestätigt worden. Wie die Gesundheitsbehörden des britischen Überseegebiets mitteilten, hatte sich der Patient kürzlich in Norditalien aufgehalten, wo es besonders viele Infektionsfälle gibt. Der Mann befinde sich in Selbstisolation und die Genesung schreite gut voran. Kontaktpersonen sollen nun ermittelt und getestet werden.

11:14 Uhr | Schäuble ruft Abgeordnete zur Wachsamkeit auf

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die Abgeordneten dazu aufgerufen, die aktuellen Präventions- und Verhaltenshinweise sorgsam zu beachten. In einem Schreiben an alle 709 Abgeordneten bat er "nachdrücklich" darum, auch die Mitarbeiter dazu anzuhalten. Dienstreisen, insbesondere in Risikogebiete, sollten auf das "zwingend notwendige Maß" begrenzt werden. Auch Konsequenzen für Besucher des Reichstagsgebäudes schließt Schäuble nicht aus.

Nach zweiwöchiger Sitzungspause tagt der Bundestag diese Woche erstmals wieder.

10:43 Uhr | Infektiologe kritisiert Spardruck in Krankenhäusern

Der Infektiologe Christoph Lübbert vom Universitätsklinikum Leipzig hat den jahrelangen Spardruck im Gesundheitssystem kritisiert. "Ich gebe zu bedenken, dass wir in den vergangenen zehn bis 15 Jahren eigentlich alle Reserven, die unser Gesundheitssystem hatte, um eine Pandemie abzufangen, kaputt gespart haben", sagte er dem MDR-Magazin "Hauptsache Gesund".

10:35 Uhr | Erster Fall in der Ukraine bestätigt

Auch in der Ukraine gibt es inzwischen einen ersten bestätigten Infektionsfall. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die Gesundheitsbehörde meldet, handelt es sich um einen Mann, der von Italien über Rumänien in die Ukraine gereist ist. Er liege bereits seit Samstag im Krankenhaus in Tscherniwtsi im Westen des Landes.

10:28 Uhr | Südkorea meldet 374 neue Fälle

In Südkorea stieg die Zahl der bestätigten Infektionen nach Angaben der Gesundheitsbehörde KCDC um 374 auf 5.186 Menschen. Nach China ist Südkorea das Land mit den meisten bekannten Infektionsfällen.

10:20 Uhr | Emirates: Beschäftigte sollen unbezahlten Urlaub nehmen

Die Fluggesellschaft Emirates fordert ihre Beschäftigten auf, unbezahlten Urlaub von bis zu einem Monat zu nehmen. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat die Airline bereits Flüge in den Iran, nach Bahrain und zu den meisten Zielen in China gestrichen. Zudem machen etliche Länder strenge Auflagen für Einreisen, sodass die Nachfrage nach Flügen zurückgeht. Dadurch habe Emirates derzeit mehr Personal zur Verfügung als benötigt, hieß es.

10:07 Uhr | Bislang 188 Infektionsfälle in Deutschland

In Deutschland sind bislang 188 Fälle einer Sars-CoV-2-Infektion bestätigt worden. Nach Angaben des Robert Koch Instituts stammen die meisten Fälle aus Nordrhein-Westfalen (101), gefolgt von Bayern (35), Baden-Württemberg (26) und Hessen (10). In anderen Bundesländern wurden bislang einzelne Fälle gemeldet - außer in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland.

RKI-Vizepräsident Lars Schaade empfahl eine "Kontaktminimierung". Zugleich sagte er, die derzeitige Dynamik spreche dafür, dass sich das Virus langfristig etablieren werde. Damit müsse man auch in Zukunft weltweit umgehen. Laut Schaade ist China zudem nicht mehr im Fokus - weltweit gebe es inzwischen die meisten Neuinfektionen außerhalb Chinas.

10:00 Uhr | Verdi setzt Warnstreiks an Charité aus

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus setzt die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks an der Berliner Charité vorerst aus. Verdi-Verhandlungsführer Marco Pavlik sagte, man wolle in den Krankenhausbereichen keine unkontrollierbaren Verbreitungsherde durch das Virus riskieren.

9:25 Uhr | Thüringer Gymnasium wegen Verdachtsfällen geschlossen

Das Gymnasium in Pößneck im Saale-Orla-Kreis bleibt wegen zwei Corona-Verdachtsfällen bis Freitag geschlossen. Das Landratsamt forderte Schüler und Lehrer auf, zuhause zu bleiben.

Die beiden Verdachtsfälle sollen Kontakt zu dem infizierten 57-Jährigen aus dem Orlatal gehabt haben. Weitere mögliche Kontaktpersonen ermittelt das Gesundheitsamt noch.

9:16 Uhr | Polen verabschiedet Gesetz gegen Corona-Ausbreitung

Mit einem neuen Gesetz will Polen Präventionsmaßnahmen gegen eine mögliche Ausbreitung des neuen Coronavirus erleichtern. Sowohl die Abgeordneten der nationalkonservativen Regierungspartei PiS als auch der Opposition stimmten für den Entwurf. Dieser regelt unter anderem, dass Unternehmen ihre Beschäftigten anweisen können, ihre Arbeit von zuhause aus zu erledigen. Werden Kindergärten oder Schulen im Zusammenhang mit dem Coronavirus geschlossen, haben Eltern Anspruch auf einen Betreuungszuschuss. Zudem ermöglicht das Gesetz den Behörden, medizinische Ausrüstung für den Kampf gegen Covid-19 ohne öffentliche Ausschreibung anzuschaffen.

In Polen stehen nach Angaben von Montag 92 Menschen mit Infektionsverdacht unter Beobachtung. Einen bestätigten Fall gibt es bislang nicht.

8:50 Uhr | Aida-Schiff sitzt in Norwegen fest

Das Kreufahrtschiff «Aida Aura»
Wegen zwei Verdachtsfällen sitzt ein Kreuzfahrtschiff vor der norwegischen Küste fest. Bildrechte: dpa

Im Hafen der norwegischen Küstenstadt Haugesund sitzt das Kreuzfahrtschiff "Aida Aura" wegen zwei Verdachtsfällen auf das Coronavirus fest. Ein Arzt der Gemeinde sagte dem norwegischen Rundfunk, die zwei deutschen Passagiere seien vor einer Woche in Kontakt mit einer Person gewesen, bei der das Virus festgestellt worden sei. Die beiden Passagiere hielten sich nun in ihrer Kabine auf, bis die Ergebnisse der Tests vorlägen - voraussichtlich bis zum Nachmittag. Insgesamt sind rund 1.200 Passagiere an Bord.

8:40 Uhr | Ärzteverband: Keine große Gefahr für Kinder

Für die allermeisten Kinder ist das neuartige Coronavirus keine große Gefahr. Das erklärte der niedersächsische Landesverband der Kinder- und Jugendärzte. Von einem komplizierten Verlauf seien vor allem ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen betroffen, sagte Verbandssprecherin Tanja Brunnert.

8:25 Uhr | China: Neue Fälle aus dem Ausland eingeschleppt

In China sind nach Behördenangaben 13 neue Infektionsfälle aus Italien, dem Iran und Großbritannien eingeschleppt worden. Die betroffenen chinesischen Staatsbürger seien bereits bei der Einreise infiziert gewesen.

Insgesamt verzeichnete das Land mit 125 neuen Fällen die niedrigste Zahl an Neuinfektionen seit sechs Wochen. Die Zahl der Todesfälle stieg um 31 auf nun 2.943 Menschen.

8:16 Uhr | Verband: Labore nicht wegen Corona überlastet

Bundesweit sind derzeit etwa 200 bis 250 Labore mit Coronavirus-Tests beschäftigt. Der Sprecher des Berufsverbands Deutscher Laborärzte, Thomas Postina, sagte der Deutschen Presse-Agentur, das seien zwei Drittel aller Labore. Es würden jeden Tag mehr, die diese Tests auch machen könnten. Derzeit gehe es in den Laboren ruhig zu. Durch Influenza-Tests seien sie deutlich stärker belastet als durch Corona-Tests.

8:04 Uhr | Lauterbach befürchtet Pflege-Engpässe

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Sorge vor Pflege-Engpässen in deutschen Kliniken im Fall einer größeren Epidemie geäußert. Der "Passauer Neuen Presse" sagte er, es gebe "Flaschenhälse". Der wichtigste davon sei die geringe Zahl der Pflegekräfte, "vor allem derer, die in der Intensivmedizin arbeiten können". Sollte es zu einer größeren Epidemie kommen, müssten planbare Operationen mit großer Wahrscheinlichkeit abgesagt werden. Zudem müsste man dann die Krankenhäuse aufteilen in solche, die Corona behandeln, und andere. Derzeit sei man aber gut unterwegs.

7:36 Uhr | Städte- und Gemeindebund: "Wir sollten nicht durchdrehen"

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sieht Deutschland auf eine Coronavirus-Epidemie "gut vorbereitet". Im Deutschlandfunk sagte er, es gebe schon seit Jahren Pandemiepläne. "Wir sollten schon das mit Sorge betrachten, wir sollten aber nicht durchdrehen."

7:11 Uhr | Spahn verteidigt Absage von Messen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Absage von Großveranstaltungen wegen des neuen Coronavirus verteidigt. Der CDU-Politiker sagte im ZDF, angesichts der jüngsten Entwicklungen sei das richtig. Treffen wie die ITB odedr die Handwerksmesse in München bedeuteten auch viel internationalen Austausch. Die Entscheidung müssten aber immer die Behörden vor Ort treffen.

In Deutschland sind inzwischen in 13 Bundesländern Infektionsfälle nachgewiesen worden. Zuletzt wurden gestern Fälle aus Brandenburg, Sachsen und Thüringen gemeldet. Nur aus Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland wurden bisher keine Erkrankungen gemeldet.

4:19 Uhr | Hongkong will Bürger aus Wuhan zurückholen

Die in Wuhan verbliebenen Hongkonger Bürger sollen nach den Plänen von Regierungschefin Carrie Lam in die Sonderverwaltungszone zurückgeholt werden. Lam erklärte, die 533 Bürger würden mit vier Charterflügen am Mittwoch und Donnerstag ausgeflogen. Sie würden anschließend 14 Tage in separaten Gebäuden untergebracht.

2:00 Uhr | Pfizer arbeitet an Präparat gegen Covid-19

Der Arzneimittelhersteller Pfizer arbeitet an einem Präparat, das bei der Eindämmung des Coronavirus helfen könnte. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden bestimmte antivirale Stoffe identifiziert. Diese seien bereits in der Entwicklung gewesen. Sie hätten das Potenzial, die Vermehrung des Coronavirus zu hemmen. Zur Überprüfung werde man mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten. Erste Ergebnisse sollen Ende März vorliegen. Notwendige Tests könnten bis Ende des Jahres durchgeführt werden.

1:07 Uhr | Twitter: Mitarbeiter sollen von Zuhause arbeiten

Twitter hat seine Mitarbeiter aufgerufen, von Zuhause aus zu arbeiten. Das Unternehmen begründete die Empfehlung mit der Coronavirus-Gefahr. Interne Besprechungen und wichtige Aufgaben sollten für den Internet-Zugang optimiert werden. Ziel sei, die Mitarbeiter zu schützen und die Ausbreitung von Covid-19 zu bremsen.

Zwingend von zu Hause arbeiten müssen Twitter-Beschäftigte in Hongkong, Südkorea und Japan.

00:02 Uhr | EZB-Chefin: Stehen wegen Ausbruchs für Maßnahmen bereit

Die Europäische Zentralbank (EZB) zeigt sich bereit zur Reaktion auf die wirtschaftliche Folgen des Coronavirus-Ausbruchs. EZB-Chefin Christine Lagarde veröffentliche am Abend eine Erklärung. Darin heißt es unter anderem, es könnten entsprechend der Notwendigkeit und der zugrundeliegenden Risiken angemessene und gezielte Maßnahmen ergriffen werden.

00:01 Uhr | China hält an wirtschaftlichen Zielen für 2020 fest

Ungeachtet der Coronavirus-Epidemie hält China an seinen wirtschaftlichen Zielen fest. Zwar habe der Virusausbruch "negative Folgen" für die Wirtschaft der Volksrepublik gehabt, sagte der UN-Botschafter des Landes, Zhang Jun. Die chinesische Wirtschaft stehe jedoch auf einem soliden Fundament. sie sei sehr widerstandsfähig und werde von einer starken Inlandsnachfrage getragen.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. März 2020 | 22:00 Uhr