Corona-Pandemie Coronavirus-Ticker: Coronakrise trifft Ost-Firmen härter als West-Firmen

Die Firmen im Osten bekommen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise deutlicher zu spüren als jene im Westen. Thüringen will seine Hilfen für die Wirtschaft ausbauen. Sachsen will kommende Woche über eine Lockerung der Beschränkungen entscheiden - der Ethikrat spricht sich zum jetzigen Zeitpunkt dagegen aus. Das Robert Koch-Institut meldet eine höhere Ansteckungsrate. Aktuelle Informationen zur Corona-Krise im Ticker:

Ein Maschinenbauer baut ein Getriebe zusammen
Die Firmen in Ostdeutschland bekommen die Folgen der Coronakrise für die Wirtschaft deutlich härter zu spüren als westdeutsche Firmen. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Mittwoch.

23:47 | Beratungen der EU-Finanzminister dauern an

Bei den EU-Verhandlungen über ein milliardenschweres Corona-Krisenpaket für Staaten, Unternehmen und Arbeitnehmer hat es bisher keinen Durchbruch gegeben. Streitthema sei weiterhin die Einführung von Corona-Anleihen (Corona-Bonds), für die alle EU-Länder gemeinschaftlich haften würden. Deutschland lehnt Corona-Anleihen bisher ab.

22:02 Uhr | Einwohner dürfen Wuhan wieder verlassen

In der zentralchinesischen Stadt Wuhan sind die letzten Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. Seit Mitternacht Ortszeit dürfen die Einwohner die Elf-Millionen-Metropole wieder verlassen. Reporter berichteten, dass Tausende Menschen zu Zügen am Bahnhof strömten. Auch der Flugverkehr wurde wieder aufgenommen. In Wuhan waren Ende Dezember die weltweit ersten Corona-Infektionen gemeldet worden. Mitte Januar wurde die Stadt komplett abgeriegelt.

21:28 Uhr | Bürgermeister lässt Gräber als Warnung ausheben

Der Bürgermeister der ukrainischen Großstadt Dnipro hat als Warnung an die Bevölkerung vor der Corona-Pandemie mehr als 600 Gräber ausheben lassen. Auf Facebook schrieb Boris Filatow: "Für diejenigen, die das immer noch nicht verstehen: Wir bereiten uns auf das Schlimmste vor." Bislang hat die ostukrainische Industriestadt Dnipro mit fast einer Million Einwohnern offiziell keine Corona-Toten zu beklagen und nur 13 gemeldete Infektionsfälle. Filatow forderte die Menschen dennoch auf, sich an die verhängten Ausgangsbeschränkungen zu halten. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von umgerechnet 570 Euro.

21:02 Uhr | Italien meldet niedrigen Anstieg an Neuinfektionen

In Italien verlangsamt sich der Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter. Wie der Zivilschutz mitteilte, stieg die Zahl der aktuell mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Menschen an einem Tag nur noch um weniger als ein Prozent - ein vergleichsweise niedriger Anstieg. Doch die Zahl der Todesopfer innerhalb eines Tages bleibt mit 604 weiter hoch.

Insgesamt sind in Italien seit dem Coronavirus-Ausbruch im Februar jetzt rund 136.000 Infektionsfälle registriert worden. Die Zahl der offiziellen Toten durch eine Coronavirus-Infektion kletterte auf mehr als 17.100. Mehr als 24.000 Menschen gelten inzwischen wieder von der Lungenkrankheit genesen. Die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, nahm weiter leicht ab. 

20:47 Uhr | Auch in Frankreich mehr als 10.000 Corona-Tote

Als viertes Land verzeichnet Frankreich mehr als 10.000 Tote im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, starben innerhalb eines Tages weitere 600 Menschen. Man sei noch nicht auf dem Höhepunkt der Epidemie. Eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen ergebe derzeit keinen Sinn. Zuvor waren bereits  in Italien, Spanien und den USA mehr als 10.000 Corona-Tote registriert worden.

20:24 Uhr | IOC verlängert Quali-Fristen für Sommerspiele

Nach der Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio ist nun auch die Qualifikationsfrist verlängert worden. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) mitteilte, haben die Athleten nun bis zum 29. Juni nächsten Jahres Zeit, die Teilnahmebedingungen zu erfüllen. Das IOC bekräftigte zudem, dass bereits qualifizierte Athleten ihre Startplätze behalten. Derzeit können die meisten Sportler weltweit kaum trainieren, Qualifikationswettkämpfe sind überhaupt nicht möglich. Die Olympischen Sommerspiele in Tokio sollen nun vom 23. Juli bis 8. August 2021 stattfinden.

19:54 Uhr | Thüringen richtet Schwerpunkt-Krankenhäuser ein

In Thüringen sollen schwer erkrankte Patienten mit einer Coronavirus-Infektion künftig in neun ausgewählten Kliniken behandelt werden. Gesundheitsministerin Heike Werner sagte, das Konzept der Landesregierung für das Gesundheitswesen in der Corona-Krise sehe vor, dass Patienten, bei denen sich ein schwerer Verlauf der Infektion zeige, in eines dieser Schwerpunkt-Krankenhäuser verlegt würden. Bei den sogenannten "Level-1"-Krankenhäusern seien alle Landesteile berücksichtigt.

Darüber hinaus gib es "Level-2"-Krankenhäuser, die Corona-Patienten mit milderem Krankheitsverlauf und möglicherweise Beatmungsbedarf aufnehmen. Andere Krankenhäuser ("Level 3") sollen nicht infizierte Patienten betreuen, wenn nötig auch aus Häusern der ersten beiden Kategorien übernehmen.

19:42 Uhr | OVG Sachsen präzisiert Corona-Auflagen

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat die Corona-Auflagen des Freistaats präzisiert. Das geht aus einer Entscheidung hervor, mit der ein Eilantrag gegen die Schutzverordnung der Landesregierung abgelehnt wurde. Darin legten die Richter fest, dass Sport und Bewegung höchstens 15 Kilometer von der Wohnung entfernt ausgeübt werden dürfen. Das entspreche dem Bereich, der typischerweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden könne. Die Verordnung hatte lediglich vom Umfeld des Wohnortes gesprochen, ohne das zu konkretisieren. Das hatte vor zwei Wochen in Leipzig zu Irritationen geführt, wo die Polizei zeitweise eigenmächtig einen Fünf-Kilometer-Radius festgelegt hatte.

19:28 Uhr | Thüringen lockert Beschränkungen teilweise

Die Thüringer Corona-Verordnung ist teilweise gelockert worden. Wie Gesundheitsministerin Heike Werner mitteilte, dürfen zu Trauerfeiern nun auch Angehörige des engsten Familien- und Freundeskreis kommen. Zuvor waren nur Ehe- oder Lebenspartner sowie Verwandte ersten und zweiten Grades erlaubt. Auch Buchläden dürfen jetzt öffnen, sofern die Ware per Telefon oder Internet bestellt und kontaktlos abgeholt werden kann. Außerdem fallen die Regelungen für Reiserückkehrer weg. Sie beschränken sich nunmehr auf Menschen, die Kontakt zu einem Infizierten hatten, sowie auf Verdachtsfälle.

19:23 Uhr | Remdesivir zur Corona-Behandlung zugelassen

Schwer kranke Corona-Patienten dürfen in Deutschland mit dem noch nicht zugelassenen Wirkstoff Remdesivir behandelt werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erteilte dafür die Genehmigung. Remdesivir wurde von einem US-Pharmaunternehmen entwickelt und ursprünglich gegen Ebola eingesetzt. Studien zufolge wirkt es auch gegen das Coronavirus. Die klinischen Versuche sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Dennoch hat die europäische Arzneimittelbehörde Remdesivir am Freitag empfohlen, wenn es für schwer kranke Corona-Patienten keine Behandlungsalternative gibt.

19:15 Uhr | Covid-19-Infektionen in mehr als 300 Pflegeheimen

Die Zahl der Pflegeheime, die Covid-19-Infektionen melden, steigt fast täglich. Nach Recherchen des MDR sind bundesweit mindestens 331 Pflegeheime betroffen. Das hat eine Umfrage des Magazins "FAKT" bei den zuständigen Ministerien aller Bundesländer ergeben. Bayern, das Saarland und Sachsen-Anhalt machten allerdings keine Angaben.

Die meisten der vom neuartigen Coronavirus betroffenen Heime befinden sich in Nordrhein-Westfalen - hier sind es 110 Heime. Die FAKT-Umfrage ergab weiter, dass bislang mindestens 226 Coronavirus-Infizierte in Pflegeheimen gestorben sind. 118 davon in Nordrhein-Westfalen. In Sachsen sind in mindestens 18 Heimen Corona-Fälle aufgetreten: 97 Bewohner und 69 Pflegekräfte sind infiziert. In Thüringen sind es 14 betroffene Heime mit 20 infizierten Bewohnern und 25 Pflegekräften.

18:42 Uhr | Lufthansa legt Germanwings still

Die Lufthansa will den Flugbetrieb ihrer Tochter-Airline Germanwings einstellen. Das Unternehmen gab am Dienstag in Frankfurt zudem bekannt, seine Flotte deutlich zu verkleinern. Germanwings ist bereits vorher nur noch für die andere Lufthansa-Tochter Eurowings geflogen. Die schon vor der Krise festgelegte Zielsetzung von Eurowings, den Flugbetrieb auf eine Einheit zu bündeln, werde "nun beschleunigt umgesetzt", erklärte Lufthansa. "Der Flugbetrieb der Germanwings wird beendet." Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelte weiterhin das Ziel, möglichst vielen eine Weiterbeschäftigung zu bieten. Dazu solle über neue Beschäftigungsmodelle verhandelt werden. Laut "Handelsblatt" arbeiten bei Germanwings 1.400 Beschäftigte.

Bei der Kerngesellschaft Lufthansa sollen dauerhaft 18 Langstreckenflugzeuge und elf Mittelstreckenjets am Boden bleiben. Darunter sind sechs Maschinen des Großflugzeugs Airbus A380, die ohnehin ab 2022 an den Hersteller zurückgehen sollten.

18:23 Uhr | Sachsen-Anhalt gestattet kleine Familienfeiern zu Ostern

In Sachsen-Anhalt dürfen sich nun doch Familien zum gemeinsamen Osterfest treffen - allerdings nur im kleinen Rahmen. Das teilte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne mit. Sie sagte, die Erlaubnis gelte für Familien innerhalb des Landes. So könne ein Sohn seine Mutter besuchen. Große Gartenpartys im Schrebergarten mit allen Cousins, Geschwistern und Großeltern seien nicht gemeint. Vor einer Woche hatten Grimm-Benne und Ministerpräsident Reiner Haseloff noch an die Sachsen-Anhalter appelliert, auch das Osterfest möglichst zu Hause zu verbringen und die Familie zum Beispiel per Videochat zu kontaktieren.

18:03 Uhr | Coronakrise trifft Ost-Firmen härter

Die Corona-Krise trifft die Unternehmen in den neuen Bundesländern stärker als in Westdeutschland und Berlin. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages für das MDR-Magazin "Umschau" hervor. Demnach ist die geschäftliche Tätigkeit bei 52 Prozent der Unternehmen im Osten zum Erliegen gekommen. Im übrigen Bundesgebiet ist der Anteil mit 42 Prozent geringer. Ähnlich sieht es bei Liquiditätsengpässen und Stornierungen von Aufträgen aus. Auch die Aussichten für das laufende Jahr werden von den Unternehmen im Osten schlechter eingeschätzt als im Westen. Eine Halbierung des Umsatzes befürchten hier 40 Prozent. Im Westen sind es nur 25 Prozent.

17:53 Uhr | WHO: Einschränkungen nicht zu früh lockern

Die Weltgesundheitsorganisation hat vor einer zu frühen Aufhebung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens gewarnt. WHO-Sprecher Christian Lindmeier sagte, anderenfalls könne es erneut zu einem Anstieg der Infektionszahlen kommen. Eine allgemeingültige Empfehlung, wann die Länder und Regionen ihre Beschränkungen lockern sollten, könne die WHO nicht aussprechen.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnte davor, die insgesamt sinkende Zahl von Neuinfektionen als Zeichen der Entspannung zu werten. Die Lage sei nach wie vor ernst. In Deutschland gelten die Ausgangsbeschränkungen zunächst bis zum 19. April.

17:42 Uhr | Corona-Ausbruch in Klinik in Stadtroda (Update zur Meldung von 14:10 Uhr)

Im Asklepios Fachklinikum Stadtroda im Saale-Holzland-Kreis haben sich 20 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie Geschäftsführer Volker Thesing MDR AKTUELL bestätigte, sind ein Patienten und 19 Mitarbeiter betroffen. Der positiv getestete Patient wurde den Angaben zufolge auf einer Isolierstation untergebracht. Die betroffenen Mitarbeiter befinden in häuslicher Quarantäne. Nach Angaben der Behörden hatten sich die Klinik-Mitarbeiter offenbar bei einem anderen Patienten angesteckt, der keine Symptome der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gezeigt hat. Er sei wegen anderen Gründen in er Klinik behandelt worden.

17:33 Uhr | Norwegen lockert Beschränkungen

Nach einer Reihe anderer Länder in Europa lockert auch Norwegen seine Corona-Maßnahmen. Ministerpräsidentin Erna Solberg kündigte an, dass Kindergärten am 20. April wieder geöffnet werden. Sieben Tage später sollen dann die ersten bis vierten Klassenstufen von Schulen folgen. Auch in ihren geliebten Hütten sollen die Norweger ab dem 20. April wieder übernachten dürfen.

Neue Zahlen hatten zum Wochenstart gezeigt, dass jeder mit dem Virus infizierte Norweger derzeit im Durchschnitt nur 0,7 andere Menschen damit ansteckt. Gesundheitsminister Bent Høie hatte deshalb gesagt, man habe die Corona-Epidemie unter Kontrolle gebracht. Der Kampf gegen das Virus sei aber noch nicht gewonnen.

17:21 Uhr | Kekulé: Blutdruck-Medikamente nicht absetzen

Bluthochdruck-Patienten sollten trotz Corona-Gefährdung ihre Medikamente nicht absetzen. Der Virologe Alexander Kekulé sagte MDR AKTUELL, es wäre ein Riesenfehler, aus Angst vor einer Covid-19-Infektion die Gefahr eines Herzinfarkts oder Hirnschlags in Kauf zu nehmen. Blutdruck-Patienten gehörten zweifellos zur Risikogruppe. Sie sollten sich entsprechend verhalten und versuchen, eine Infektion unbedingt zu vermeiden. Das hieße auch, zu Ostern nicht mit der ganzen Familie am Tisch zu sitzen. In Deutschland leiden bis zu 30 Millionen Menschen an Bluthochdruck. Laut Studien stehen Medikamente wie ACE-Hemmer im Verdacht, schwere Verläufe einer Virusinfektion zu begünstigen.

17:13 Uhr | "Bundesliga Home Challenge" wird verlängert

Die "Bundesliga Home Challenge" wird auch an den beiden kommenden Wochenenden stattfinden. Wie die Deutsche Fußball Liga mitteilte, wird der Wettbewerb in der Simulation "FIFA 20" um zwei Spieltage verlängert. Es werden erneut 29 der 36 deutschen Profiklubs teilnehmen, darunter auch wieder das Schiedsrichter Duo Deniz Aytekin/Daniel Schlager. Am Sonnabend kommt es unter anderem zum Duell zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig.

17:08 Uhr | Thüringen weitet Corona-Hilfe aus

Thüringen weitet die Corona-Hilfen für die Wirtschaft aus. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sagte, in den nächsten Tagen könnten auch Stiftungen, Vereine und gemeinnützige Firmen Anträge auf Soforthilfe stellen. Bei ihnen würden nicht nur festangestellte Mitarbeiter, sondern beispielsweise auch Honorarkräfte bei der Bemessung der Hilfe berücksichtigt. Solo-Selbstständigen, die durch die Krise in Existenznot gerieten, erstatte das Land die Kosten für ihre Kranken- und Rentenversicherung. Das Land will zudem im April 80 Prozent der Ausbildungsvergütungen für Lehrlinge in den Unternehmen übernehmen, die derzeit stillstehen müssten.

16:58 Uhr | Magdeburgs OB Trümper: Kommunalfinanzen jetzt kein Thema

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper warnt vor einer verfrühten Debatte über Einnahmeausfälle und Zusatzkosten der Kommunen durch die Corona-Krise. Trümper sagte MDR AKTUELL, er könne den Ruf der Städte nach Hilfe verstehen. Man müsse aber erst mal abwarten, welche Kosten auf Bund und Länder noch zukämen. Erst dann könne man sich übers Geld unterhalten. Wenn der Bund jetzt für alles einspringe, entstünden dort zusätzliche Ausgaben in Billionenhöhe und keiner wisse, woher das Geld komme. Die nächsten zwei Monate könne man noch abwarten und danach Bilanz ziehen. Zur Not müssten Kommunen Schulden aufnehmen, so Trümper. Das Besondere an der Coronakrise sei, dass wirklich alle betroffen seien: Bund, Länder und Kommunen. Trümper rechnet für Magdeburg mit Einnahmeverlusten von 20 bis 25 Prozent.

16:46 Uhr | Elterngeld-Regeln wegen Corona-Krise gelockert

Eltern sollen wegen der Corona-Krise keine Nachteile beim Elterngeld haben. Union und SPD einigten sich auf Änderungen bei der Berechnung. Wie Bundesfamilienministerin Franziska Giffey mitteilte, sollen Zeiten der Kurzarbeit, die auf die Corona-Epidemie zurückgehen, nicht zu Einbußen beim Elterngeld führen. Die entsprechenden Monate sollen nun nicht mitgerechnet werden. Normalerweise wird das Einkommen aus den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes für die Berechnung des Elterngeldes herangezogen.

Die Einigung sieht auch Anpassungen für Eltern vor, die in so genannten systemrelevanten Berufen arbeiten. Da sie jetzt besonders gebraucht werden, können sie ihre Elterngeldmonate aufschieben.

16:18 Uhr | Sachsen entscheidet kommende Woche über Lockerungen

Sachsen will in der nächsten Woche über eine mögliche Lockerung der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus entscheiden. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte, am nächsten Mittwoch solle es zunächst Beratungen mit Bund und Ländern geben, anschließend eine Sitzung der Landesregierung. Man denke über eine schrittweise Lockerung nach dem 19. April in Abstimmung mit den anderen Ländern und den Kommunen nach.

Wir sollten den Menschen schon in Aussicht stellen, dass die aus unserer Sicht aktuell positive Entwicklung auch zu entlastenden Maßnahmen führen kann.

Michael Kretschmer

Kretschmer sagte weiter, es gehe unter anderem etwa um die Abiturprüfungen. Wenn man kein "Not-Abitur" wolle, müsse das in den Tagen nach Ostern entschieden werden.

Der Regierungschef betonte, dass die bestehenden Einschränkungen im Freistaat bis zum 19. April aufrechterhalten werden sollen. Er rief die Sachsen zu Geduld und Disziplin auf - vor allem während der Osterfeiertage. Es gebe derzeit eine trügerische Ruhe, so Kretschmer.

16:06 Uhr | Paris verbietet tagsüber Sport im Freien

Paris verschärft die ohnehin strengen Ausgangsbeschränkungen weiter. Die Stadt verbietet ab Mittwoch Sport an der frischen Luft zwischen 10 und 19 Uhr. Bürgermeisterin Anne Hidalgo sagte, Sport sei weiterhin zwischen 19 Uhr und 10 Uhr erlaubt, wenn der Andrang auf den Straßen am geringsten sei.

Paris hatte bereits vor drei Wochen alle Parks und Grünflächen geschlossen und Sportler so auf die Fußgängerwege gedrängt. Außerdem sind Spaziergänge und Sport im ganzen Land auch nur noch im Radius von einem Kilometer um die Wohnung und eine Stunde am Tag erlaubt.

15:58 Uhr | Sachsen hilft Vereinen und Verbänden

Sachsen hat wegen der Corona-Krise Hilfen für Vereine auf den Weg gebracht. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte, das Paket mit rund 55 Millionen Euro soll vor allem in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport die Folgen der Krise abmildern. Es richte sich vorrangig an Vereine und Privatpersonen, die nicht auf die Unterstützung durch Bundes- oder Landeshilfen sowie kommunaler Träger zurückgreifen können. Die Hilfen sind unter anderem für Sportvereine, Behindertenwerkstätten, nichtkommunale Musikschulen oder Jugendherbergen und Schullandheime gedacht.

15:31 Uhr | Wieder mehr Tote an einem Tag in den USA

In den USA sind erneut mehr Menschen an einem Tag nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte, starben am Montag mehr als 1.300 Menschen. Am Sonntag waren es rund 1.200. Insgesamt sind demnach in den USA bislang rund 11.000 Menschen infolge einer durch das Coronavirus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 lag am Dienstagmorgen nach Angaben der Universität bei rund 370.000. Die USA, ein Land mit 330 Millionen Einwohnern, haben damit die höchste Infektionszahl aller Länder.

15:12 Uhr | Notstand in Japan ausgerufen

In Japan hat Ministerpräsident Shinzo Abe für Tokio und sechs andere Provinzen den Notstand ausgerufen, darunter die Metropolen Osaka und Fukuoka. Die Maßnahme tritt am Mittwoch in Kraft und gilt zunächst bis zum 6. Mai. Dadurch bekommen die Behörden weitere Befugnisse. Sie können Menschen anweisen, in ihren Häusern zu bleiben sowie die Schließung von Schulen und anderen Einrichtungen anordnen. Eine harte Abschottung wie etwa in Italien oder Frankreich ist das aber nicht. Wer die Anordnung missachtet, kann nicht belangt werden, auch Firmen können nicht gezwungen werden, zu schließen.

15:02 Uhr | Sachsen-Anhalt verteilt mehr als eine Million Schutzmasken

Sachsen-Anhalt kann mehr als eine Million Schutzmasken an Kliniken sowie Alten- und Pflegeheime verteilen. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne teilte mit, es laufe gerade ein Transport von 400.000 OP-Masken aus Bayern zur Bundeswehrkaserne in Burg. Zudem werde am Flughafen Leipzig/Halle ein Flugzeug erwartet, das 650.000 Filtermasken der Klasse FFP2 bringe.

Die Masken sollen am Mittwoch von der Bundeswehr an alle Landkreise und kreisfreien Städte verteilt werden. Wenn die Lieferungen rechtzeitig einträfen, gäbe es damit pro Kreis und kreisfreier Stadt 20.000 OP-Masken und 40.000 Filtermasken. Außerdem sollen fast eine halbe Million Einmalhandschuhe sowie kleinere Mengen an Schutzkitteln und sterilen Anzügen verteilt werden.

14:51 Uhr | Gericht bestätigt Corona-Verfügung in Sachsen

Die sächsische Allgemeinverfügung zum Schutz in der Corona-Krise ist weiter rechtens. Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen lehnte einen Eilantrag gegen die Verfügung des Gesundheitsministeriums vom 31. März ab. Der Kläger hatte sich gegen einzelne Passagen der Verfügung gewandt. Die Richter sehen zwar einen massiven Eingriff in die Freiheitsrechte, betrachten diesen aber zur Verhinderung von weiteren Infektionsfällen als verhältnismäßig – zumal es eine zeitliche Begrenzung gibt. Die Entscheidung des OVG sei unanfechtbar, hieß es.

14:44 Uhr | Thüringen hat in der Corona-Krise Millionen-Hilfen ausgezahlt

Thüringen hat in der Corona-Krise bereits Soforthilfen in Höhe von knapp 30 Millionen Euro ausgezahlt. Das teilte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee bei MDR AKTUELL mit. Der SPD-Politiker betonte, dass die Soforthilfen des Freistaats deutlich über die Hilfen des Bundes hinausgingen. Es würden auch Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten gefördert. Solo-Selbstständigen würden neben ihren Sachkosten auch die Sozialversicherungsbeiträge erstattet. Dabei gehe es um durchschnittlich 800 Euro pro Person und Monat.

14:31 Uhr | Private Arbeitgeber stellen sich bei Bonus für Pflegekräfte quer

Bei der Zahlung einer Sonderprämie für Pflegekräfte stellt sich ein Teil der Arbeitgeber quer. Der Bundesverband der privaten Pflege-Anbieter, bpa, forderte das Bundesgesundheitsministerium auf, die Finanzierung zu klären. Verbandspräsident Bernd Meurer sagte, man müsse wissen, wo das Geld herkomme. Den Spezialtarifvertrag für die Bonuszahlung bezeichnete Meurer als Klamauk. Er beteuerte aber, eine Prämie für die in dieser Zeit hart arbeitenden Pflegekräfte sei unstrittig.

Der Spezialtarifvertrag war von der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) und der Gewerkschaft Verdi ausgehandelt worden. Er sieht vor, dass Vollzeit-Beschäftigte in der Pflege mit dem Juli-Gehalt zusätzlich 1.500 Euro erhalten. Teilzeitbeschäftigte sollen den Bonus anteilig erhalten. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte alle Pflege-Arbeitgeber aufgerufen, die Prämie zu zahlen.

14:10 Uhr | Corona-Ausbruch in Klinikum im Saale-Holzland-Kreis

An einer medizinischen Einrichtung im Saale-Holzland-Kreis haben sich nach Angaben des Landratsamtes 18 Mitarbeiter und Patienten mit dem Coronavirus infiziert. Eine Behördensprecherin in Eisenberg bestätigte Informationen der Deutschen Presse-Agentur, wonach ein Patient infiziert gewesen sei. Er sei aus anderen Gründen in der Einrichtung behandelt worden und habe keine Covid-19-Symptome gezeigt.

In der Folge seien 17 Kontaktpersonen des Mannes - 15 Mitarbeiter und zwei Patienten - ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden. Das Gesundheitsamt habe sie und rund 150 Kontaktpersonen vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt.

13:57 Uhr | Flugzeug mit acht Millionen Schutzmasken erwartet

Ein großes Frachtflugzeug bringt acht Millionen Schutzmasken für die Bundesregierung nach Bayern. Der Jet war am Dienstagmorgen im chinesischen Shanghai gestartet und ist nach einer Zwischenlandung im südkoreanischen Seoul nun auf dem Weg nach München, wie die Lufthansa mitteilte. Am späten Nachmittag soll die Maschine landen.

Die dringend erwartete Fracht soll von prominenten Gästen in Empfang genommen werden: Angekündigt haben sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Lufthansa-Chef Carsten Spohr und der Münchner Flughafenchef Jost Lammers.

13:46 Uhr | Rumänien: Zehn Neugeborene mit Corona angesteckt

In einem rumänischen Kinderkrankenhaus sind zehn Neugeborene positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Babys seien wahrscheinlich durch das medizinische Personal der Klinik in Temeswar angesteckt worden, erklärte Gesundheitsminister Nelu Tataru. Die Mütter seien nicht infiziert, die Neugeborenen aber schon. Das Ministerium leitete Ermittlungen ein.

Den Neugeborenen geht es den Angaben zufolge gut, sie haben bisher keine Symptome der Lungenkrankheit Covid-19. Neun von ihnen konnten das Krankenhaus bereits mit ihren Müttern verlassen und befinden sich nun zu Hause in Quarantäne. Sie sollen alle in den kommenden Tagen noch einmal auf das Coronavirus getestet werden.

13:30 Uhr | Jessens Bürgermeister erleichtert über Quarantäne-Ende

Jessens Bürgermeister Michael Jahn ist froh über das Ende der Corona-Quarantäne in seiner Stadt. Jahn sagte MDR AKTUELL, die letzten anderthalb Wochen müsse man nicht noch einmal haben. Die abgebauten Sperren brächten eine große Entspannung. Das werde auch den Zusammenhalt wieder stärken, so Jahn.

13:22 Uhr | Söder erwartet Maskenpflicht in Deutschland

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erwartet im Zuge der Corona-Krise eine Maskenpflicht. "Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben", sagte er in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung. Dies sehe er als hochwahrscheinlich an. Söder sprach sich für schrittweise Lockerung der öffentlichen Beschränkungen unter strengen Auflagen aus. Gefragt seien Geduld und Behutsamkeit. "Menschenleben gehen einfach vor Shoppingtouren."

13:14 Uhr | Alltours erstattet Kunden Kosten

Der Reiseanbieter Alltours will seinen Kunden Zahlungen für wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Reisen zurückerstatten. Für von Alltours Flugreisen stornierte Urlaube mit Abreisen zwischen dem 17. März und dem 30. April werde Geld zurückgezahlt, teilt das Unternehmen mit. Eine EU-weite Regelung, dass Rückerstattungen von Reisekosten auch per Gutschein erfolgen können, gibt es nach wie vor nicht. Befürchtet wird, dass die finanzielle Rückerstattung viele Reisebüros und Veranstalter in Nöte bringen könnte.

13:05 Uhr | Wieder mehr Tote und Neu-Infizierte in Spanien

Im besonders hart von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien ist die Zahl der Todesfälle wieder deutlich angestiegen. Binnen eines Tages wurden 743 neue Corona-Tote gemeldet, wie das spanische Gesundheitsministerium mitteilte.

Zuvor hatten rückläufige Todeszahlen vier Tage in Folge die Hoffnung keimen lassen, dass Spanien das Schlimmste hinter sich habe. Am Montag hatte das Land 637 Corona-Tote binnen 24 Stunden gemeldet. Insgesamt sind in Spanien bisher bereits 13.798 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben.

Auch die Zahl der Neuinfektionen stieg in Spanien wieder schneller an - um 4,1 Prozent nach 3,3 Prozent am Vortag. Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen lag nach den Zahlen des Gesundheitsministeriums nun bei 140.510.

12:45 Uhr | RKI: Ansteckungsrate erhöht

In Deutschland hat sich die Ansteckungsrate beim neuartigen Coronavirus wieder erhöht. Laut Robert Koch-Institut steckt derzeit ein Infizierter 1,2 bis 1,5 weitere Menschen an. Am Freitag hatte das RKI noch eine Rate von 1 ermittelt und erwartet, dass sie in den kommenden Tagen darunter sinkt. Fällt die Zahl unter 1, gehen Virologen davon aus, dass eine Pandemie eingedämmt ist. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte angesichts der wieder erhöhten Rate, von einer Entspannung könne noch nicht ausgegangen werden. Man müsse die nächsten Tage abwarten.

12:20 Uhr | Deutscher Ethikrat: Menschen brauchen Hoffnung

Der Deutsche Ethikrat hält es für verfrüht, die Corona-Beschränkungen jetzt schon zu lockern. Der Vorsitzende des Gremiums, der Theologe Peter Dabrock, betonte bei einer Pressekonferenz des Rats in Berlin aber zugleich, es sei nie zu früh, über Kriterien der Lockerung nachzudenken. Die Menschen brauchten in einer katastrophalen Situation wie der Corona-Krise Hoffnung. Das motiviere zum Durchhalten.

Dabrock zufolge sollte bei einer Lockerung der Maßnahmen nicht zuallererst über den Zeitpunkt diskutiert werden, sondern über die Notwendigkeiten. So würden etwa soziale Kriterien aktuell vernachlässigt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte zuvor erklärt, man dürfe sich bei der Lockerung der Maßnahmen nicht unter Druck setzen lassen. Die Bundesregierung werde nach Ostern darüber entscheiden - wenn man wisse, wie sich Neuinfektionen und Heilungen entwickelten.

12:05 Uhr | Thüringen: Coronafall in JVA Untermaßfeld

In der Justizvollzugsanstalt Untermaßfeld im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gibt es einen Coronafall. Ein Sprecher des Thüringer Justizministeriums bestätigte MDR THÜRINGEN, dass der Anstaltsarzt positiv auf das Virus getestet worden sei. Seit dem Morgen seien alle rund 330 Häftlinge in ihren Zellen eingeschlossen, um eine weitere Ausbereitung zu verhindern. Nach Angaben des Sprechers werden jetzt sowohl die JVA-Mitarbeiter als auch die Insassen auf das Virus getestet.

Mehr dazu im Corona-Ticker von MDR THÜRINGEN:

11:52 Uhr | Investor kauft deutschen Desinfektionsmittel-Produzent

Mitten in der Corona-Krise verkauft der französische Medizindienstleister Air Liquide den deutschen Desinfektionsmittel-Hersteller Schülke & Mayr. Mit dem schwedischen Finanzinvestor EQT liefen exklusive Verhandlungen, erklärte Air Liquide in Paris. Zum Kaufpreis äußerte sich der Konzern nicht. Schülke & Mayr in Norderstedt bei Hamburg gilt als einer der weltweit führenden Anbieter im Infektionsschutzbereich. Die Firma beschäftigt mehr als 1.250 Menschen weltweit.

11:40 Uhr | Mögliche Lockerung der Beschränkungen nach Ostern

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther rechnet mit einer schrittweisen Lockerung der strikten Corona-Beschränkungen in den kommenden Wochen. "Wir beginnen also demnächst eine Phase, wo wir aller Voraussicht nach gewisse gesellschaftliche Dinge wieder ermöglichen", sagte Günther der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorabmeldung.

In der kommenden Woche wollen die Regierungen von Bund und Bundesländern gemeinsam über das weitere Vorgehen beraten. Günther verwies als Beispiel auf eine mögliche Wiedereröffnung von Restaurants, Cafés und Bars. "Da, wo es räumlich möglich ist, den Abstand zu wahren, kann man Regelungen auch wieder lockern", sagte er.

11:23 Uhr | Fake News: WhatsApp schränkt Weiterleitung ein

Um die Verbreitung von Falschinformationen während der Corona-Krise einzudämmen, beschränkt der Messengerdienst WhatsApp die Weiterleitung von bereits weitergeleiteten Nachrichten. Häufig weitergeleitete Nachrichten, die schon mit einem Doppelpfeil-Symbol gekennzeichnet sind, könnten ab sofort nur noch an einen Adressaten auf einmal weitergeleitet werden, teilte das Unternehmen in Berlin mit.

Mit dem gestiegenen Kommunikationsaufkommen in den letzten Wochen sei auch ein Anstieg von weitergeleiteten Nachrichten festzustellen, hieß es weiter. Weitergeleitete Nachrichten könnten auch zur Verbreitung von Falschinformationen beitragen. "Damit die Kommunikation auf WhatsApp sicher und privat bleibt, werden wir die Möglichkeit, häufig weitergeleitete Nachrichten noch weiter zu verbreiten, eindämmen."

11:04 Uhr | Hilferuf der Mitarbeiter des Uni-Klinikums Jena

Die Beschäftigten am Universitätsklinik Jena (UKJ) haben sich mit einem Hilferuf an die Thüringer Landesregierung gewandt. Darin fordern sie unter anderem sofort ausreichend Schutzkleidung. Es sei absehbar, dass die vorhandenen Bestände nicht ausreichten. Wenn nötig müsse das Land Unternehmen zur Herstellung von Schutzkleidung zwingen und unter staatliche Aufsicht stellen, heißt es. Für die Dauer der Corona-Krise fordern die Verfasser zudem eine steuerfreie Gefahren- und Belastungszulage von 500 Euro monatlich für Krankenhaus-Mitarbeitern inklusive der Tochtergesellschaften.

Wörtlich heißt es in dem Brief: "Gesellschaft und Politik fordern von uns höchste Professionalität im Umgang mit Covid-19-Patienten. Alle am UKJ werden gemeinsam durch diese Pandemie gehen, wir werden wie so oft über unsere Grenzen hinausgehen." Die Pandemie treffe auf ein Gesundheitssystem, das für solche Szenarien nicht gerüstet sei, so die Klinikmitarbeiter. Nicht mehr die Bedürfnisse stünden im Mittelpunkt, sondern die betriebswirtschaftlichen Gewinne jeder einzelnen Erkrankung. Es werde an Personal und Material gespart. Die Pandemie zeige nun die Schwächen des Konzepts.

10:50 Uhr | 200.000 freiwillige Erntehelfer in Frankreich

In Frankreich haben sich mehr als 200.000 Freiwillige als Erntehelfer gemeldet. Sie folgten einem Aufruf der Regierung an Arbeitslose, wie Landwirtschaftsminister Didier Guillaume im Fernsehsender France 2 sagte. Damit kann das Land den Mangel an Saisonkräften in der Corona-Krise voraussichtlich aus eigener Kraft beheben. Nach Angaben des französischen Dachverbands der Landarbeiter (FNSEA) fehlen bis Mai rund 200.000 Saisonarbeiter, die normalerweise aus Ländern wie Spanien, Portugal, Marokko oder Polen nach Frankreich kommen. An ihrer Stelle sollen nun die Freiwilligen die Arbeit übernehmen.

Ähnliche Modelle gibt es auch in Deutschland, gleichzeitig wurde hierzlande aber zuletzt eine Regelung gefunden, nach der Erntehelfer beispielsweise aus Rumänien trotz offiziell geschlossener Grenzen einreisen dürfen.

10:43 Uhr | Städtetag fordert kommunalen Rettungsschirm

Der Deutsche Städtetag fordert in der Corona-Krise einen Rettungsschirm für die Kommunen. Städtetag-Präsident Burkhard Jung sagte, die Corona-Pandemie führe in allen Städten zu gravierenden finanziellen Belastungen. Einnahmen brächen weg, Ausgaben stiegen. Schon jetzt zeichneten sich erhebliche Einbrüche bei der Gewerbesteuer ab. Nach den wichtigen Hilfen für Wirtschaft, Handel und Selbständige brauchten nun auch die Kommunen finanzielle Unterstützung. Bund und Länder müssten die Handlungsfähigkeit der Städte sicherstellen.

10:35 Uhr | Angstforscher: Informieren hilft gegen Panik

Wie gelingt es, in der Corona-Krise psychisch gesund zu bleiben, also nicht durchzudrehen? Wir fragen den Experten für Angststörungen, Borwin Bandelow:

10:30 Uhr | RKI wirbt für neue "Corona Datenspende"-App

Das Robert Koch-Institut bietet seit heute eine neue App an, die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie helfen soll. Laut RKI-Präsident Lothar Wieler können Nutzer von Smartwatches und Fitness-Armbändern über die App bestimmte Gesundheitsdaten anonym mit dem RKI teilen, etwa Symptome wie höhere Temperatur oder auch schlechten Schlaf, die auf Atemwegserkrankungen hinwiesen. Die App könne nicht Covid-19 definitiv nachweisen, helfe aber dem RKI für eine Übersicht. So will das Institut die Verbreitung von Covid-19-Erkrankungen erkennen und diese öffentlich zur Verfügung stellen. Die App sei eine sinnvolle Ergänzung zu den offiziellen Meldezahlen.

Wieler sagte im RKI-Briefing, trotz der rückläufigen Zahl der Neuinfektionen könne von einer Entspannung noch nicht ausgegangen werden. "Wir müssen die nächsten Tage abwarten, ob sich bei den Meldungen ein Trend abzeichnet." Mittlerweile seien 33.300 infizierte Menschen wieder genesen. Das sei eine "erfreuliche Zahl", sagt Wieler. Allerdings müsse mit zahlreichen weiteren Toten gerechnet werden.

09:49 Uhr | Johnson nicht an Beatmungsgerät

Der britische Premierminister Boris Johnson hat seine erste Nacht auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses überstanden. Johnson musste nicht an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden, wie Staatsminister Michael Gove dem Radiosender LBC sagte. Er habe zwar Sauerstoffunterstützung bekommen, "aber er war nicht an einem Beatmungsgerät". Seine Infektion mit dem Coronavirus hatte der Premierminister am 27. März bekannt gegeben. Seitdem hatte Johnson in Isolation in der Downing Street weiter die Regierungsgeschäfte geführt, seit Sonntag befindet er sich im Krankenhaus.

09:30 Uhr | Regionale Corona-News

  • Sachsen: Hochschule Zwickau entwickelt Notfallbeatmungsgerät

In der Corona-Krise hilft die Westsächsische Hochschule Zwickau den Engpass an Beatmungsgeräten zu lindern. Forscher aus dem Bereich Biomedizinische Technik haben ein Notfall-Beatmungsgerät entwickelt, das sich mit einem 3D-Drucker innerhalb weniger Stunden bauen lässt. Laut Hochschule kann das Gerät ab sofort international bei der Behandlung von Covid-19-Erkrankten als letzte Möglichkeit zur Verfügung stehen. Mehr regionale Corona-Infos im Ticker des von MDR SACHSEN.

  • Sachsen-Anhalt: Quarantäne in Jessen und Schweinitz aufgehoben

Die Kleinstadt Jessen und der Ortsteil Schweinitz im Landkreis Wittenberg stehen nicht mehr unter Quarantäne. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks lösten am Montagabend um 20 Uhr die Kontrollen an den Zufahrtsstraßen auf. Bis Dienstagmittag werden nun nach und nach die Straßensperren abgebaut. Rund 8.000 betroffene Anwohner können die Orte nun wieder ohne größere Einschränkungen verlassen. Mehr regionale Corona-Infos im Ticker von MDR SACHSEN-ANHALT.

  • Thüringen: Unternehmer schenkt Kliniken 5.000 Schutzmasken

Die Thüringen-Kliniken in Saalfeld haben eine Spende von 5.000 Mundschutzmasken erhalten. Wie ein Sprecher des Krankenhauses sagte, hat ein Saalfelder Unternehmer die Masken in Eigenregie Ende Februar in China bestellt und der Klinik geschenkt. Der dreilagige Mund- und Nasenschutz sei mehr als willkommen und werde nun an Krankenhausmitarbeiter und Patienten ausgegeben. Weitere regionale Informationen im Ticker von MDR THÜRINGEN.

09:20 Uhr | WHO: weltweit fehlen fast sechs Millionen Pflegekräfte

Weltweit fehlen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO rund 5,9 Millionen Pflegekräfte in Krankenhäusern, Heimen und sonstigen Einrichtungen. Anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, die größten personellen Lücken gebe es bei Pflegediensten in Afrika, Südostasien, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Teilen Lateinamerikas.

Zwar habe sich die Zahl der Pflegekräfte in den vergangenen Jahren um einige Millionen erhöht, das Plus reiche aber nicht aus. Die Länder müssten mehr Geld in die Ausbildung investieren und dem Personal sichere und fair bezahlte Stellen anbieten. Mit Blick auf die Corona-Krise sagte Tedros, die Pflegekräfte seien an der Frontlinie und riskierten ihr Leben.

09:05 Uhr | Altmaier will Schutzausrüstung aus Deutschland

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Produktion von Schutzausrüstung für medizinisches Personal durch deutsche Firmen angemahnt. "Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass hier in Deutschland Unternehmen anfangen zu produzieren, und zwar nicht irgendwann, sondern schon sehr bald", sagte er am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Altmaier bekräftigte das Vorhaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Abhängigkeit von internationalen Märkten bei diesen Produkten zu verringern.

08:44 Uhr | Johnsons weiter auf Intensivstation

Der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson liegt weiter auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses. Sein Gesundheitszustand sei unverändert, heißt es aus seinem Umfeld. Johnson wurde am Montagabend auf die Intensivstation verlegt und mit Sauerstoff versorgt. Die Regierung sprach von einer Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass Johnson beatmet werden müsse.

08:35 Uhr | Bundesregierung will Arbeitszeitgesetz auf Eis legen

Die Bundesregierung plant wegen der Corona-Pandemie für bestimmte systemrelevante Berufe offenbar Abweichungen vom Arbeitszeitgesetz. "Zur Bewältigung dieses außergewöhnlichen Notfalls, der bundesweite Auswirkungen hat, können für eine befristete Zeit auch längere Arbeitszeiten, kürzere Ruhezeiten sowie die Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an Sonn- und Feiertagen für bestimmte Tätigkeiten notwendig sein", zitierte das "Handelsblatt" aus einem Referentenentwurf für eine Covid-19-Arbeitszeitverordnung. Erarbeitet habe ihn das Arbeitsministerium im Einvernehmen mit dem Gesundheitsministerium.

Die Verordnung ist dem Bericht zufolge bis Ende Juni befristet. Demnach darf die Arbeitszeit in bestimmten Berufen auf bis zu zwölf Stunden verlängert werden. Betreffen soll das zum Beispiel Beschäftigte in der Herstellung, Verpackung und beim Einräumen von Waren des täglichen Bedarfs, Arzneimitteln und Medizinprodukten. Die Verordnung nennt darüber hinaus auch die Landwirtschaft, die Energie- und Wasserversorgung, Apotheken und Sanitätshäuser, Geld- und Werttransporte oder das Daten- und Netzwerkmanagement.

08:18 Uhr | Sorge um Einzelhandel und Restaurants

Nach dem neuen Schnellkreditprogramm für Mittelständler denkt der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, über zusätzliche Hilfen für den Einzelhandel, Restaurants und Hotels nach. "Um viele auch bisher starke traditionsreiche Familienunternehmen mache ich mir große Sorgen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. "Das schauen wir uns sehr genau an, notfalls müssen wir nochmals nachschärfen."

Gerade im Einzelhandel gebe es derzeit enorme Machtverschiebungen zum Online-Handel, sagte Bareiß weiter. "Wenn wir wollen, dass unsere Innenstädte nicht schnell ausbluten, müssen wir auch hier reagieren."

08:04 Uhr | Müller fordert Umbau von Flüchtlingslagern auf Lesbos

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller dringt angesichts der Corona-Pandemie auf einen besseren Schutz der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" rief Müller die EU auf, das Flüchtlingslager auf Lesbos in kleinere Einheiten aufzuteilen und auf die Standards des UN-Flüchtlingswerks zu bringen.

"Bisher haben alle Appelle nicht gefruchtet. Hoffentlich wartet Brüssel nicht, bis es zur Katastrophe kommt", fügte er hinzu. Er habe das Camp selbst besucht und gesehen, wie 20.000 Menschen in einem Lager, das für 3.000 Menschen geplant war, auf engstem Raum zusammengepfercht leben, erklärte der Minister: "Es ist eine Schande! Solche Zustände gibt es in keinem Flüchtlingscamp in Afrika."

07:32 Uhr | Präsidentschaftswahl in Polen nur per Brief

Die Präsidentschaftswahl in Polen soll wegen der Coronavirus-Pandemie als reine Briefwahl abgehalten werden. Die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) verabschiedete am Montagabend mit ihrer Mehrheit im Unterhaus eine entsprechende Änderung des Wahlgesetzes.

Jetzt muss noch der Senat die Änderung billigen. Die Oppositionsparteien im Sejm hatten vergebens gegen das Vorhaben Front gemacht und eine deutliche Verschiebung der für den 10. Mai geplanten Wahl gefordert. Auch der bisherige Vize-Regierungschef Jaroslaw Gowin hatte sich für einen späteren Wahltermin ausgesprochen. Im Streit um den Termin war er gestern zurückgetreten.

07:10 Uhr | Digitales Semester große Herausforderung für Hochschulen

Digitales Lehren stellt die Hochschulen in Mitteldeutschland vor Herausforderungen. Der Direktor der Otto-von-Guericke-Universität, Jens Strackeljan, sagte MDR AKTUELL, derzeit müsse erst einmal die Technik getestet werden. Es werde zum Beispiel geprüft, ob das Datenvolumen und die Speicherkapazitäten der Universität ausreichten.

Die Sprecherin der Nachwuchswissenschaftler an der Uni Leipzig, Franziska Naether, erklärte, es koste viel Zeit, Informationen so aufzubereiten, dass sie online gut vermittelt werden könnten. Der Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden, Axel Köhler, beklagte fehlende Übungsmöglichkeiten für Studierende mit großen Instrumenten.

06:43 Uhr | Wenig Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

Die große Mehrheit der Menschen in Mitteldeutschland hat sich am vergangenen Wochenende an die aktuellen Ausgangsbeschränkungen gehalten. Wie die Thüringer Polizei MDR AKTUELL mitteilte, wurden in dem Bundesland 68 mal Bußgelder verhängt. In Sachsen-Anhalt war es laut Innenministerium 72 mal. Hinzugekommen seien 46 Verstöße gegen das Verbot von Veranstaltungen und Versammlungen. In Sachsen meldete die Polizei 165 Bußgeldfälle. Innenminister Wöller betonte jedoch, im Verhältnis zur Einwohnerzahl habe die Zahl der Verstöße dort gerade einmal bei knapp 0,005 Prozent gelegen.

05:50 Uhr | Zahl der Asylanträge sinkt um die Hälfte

Die Zahl neu ankommender Schutzsuchender ist in Deutschland im Zuge der durch die Corona-Krise eingeführten Grenzkontrollen deutlich gesunken. Im März habe es 5.440 sogenannte grenzüberschreitende Asylerstanträge gegeben, teilte Bundesinnenministerium mit. Das waren etwa 50 Prozent weniger als im Januar. Im Februar waren noch 8.137 Anträge gezählt worden. Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte zum 16. März Grenzkontrollen zu fünf europäischen Nachbarstaaten eingeführt, darunter zu Österreich, von wo es in der Vergangenheit die meisten Einreisen Asylsuchender gab.

05:15 Uhr | Einwohner Wuhans dürfen ab Mittwoch Stadt wieder verlassen

Erstmals seit die chinesische Großstadt Wuhan am 23. Januar von der Außenwelt abgeriegelt worden war, sollen die Bewohner ab Mittwoch die Stadt wieder verlassen dürfen. Von Wuhan aus hatte sich das Virus weltweit ausgebreitet. Dort wurden auch die meisten der mehr als 3.300 Todesopfer in China registriert. In den letzten beiden Wochen wurden aus der Stadt aber nur noch zwei bestätigte Neuinfektionen gemeldet. In Wuhan leben etwa elf Millionen Menschen.

05:10 Uhr | Gemeldete Fälle in China weiter auf niedrigem Niveau

China meldet einen Rückgang der Neuinfektionen. Den nationalen Gesundheitsbehörden zufolge wurden am Montag 32 neue Corona-Fälle bestätigt nach 39 am Tag zuvor. Bei allen 32 Neuinfektionen handle es sich um Reisende, die aus Übersee nach China gekommen seien. Insgesamt seien nunmehr 81.740 Fälle erfasst. 3.331 Menschen seien gestorben.

04:50 Uhr | Jugendämter verzeichnen Anstieg von Inobhutnahmen

Die Jugendämter in Deutschland verzeichnen im Zuge der Corona-Krise einen Anstieg sogenannter Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen. Es sei bisher kein flächendeckendes Phänomen und konkrete Zahlen gebe es frühestens in einem Jahr, sagte der Chef der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter (BAG ), Lorenz Bahr. "Aber wir haben schon die Wahrnehmung, dass es einen Anstieg von Inobhutnahmen im städtischen Umfeld gibt." Eine Umfrage der BAG unter den Landesjugendämtern habe ein entsprechendes Bild ergeben.

03:10 Uhr | New Yorks Gouverneur sieht Hoffnungsschimmer

Gouverneur Andrew Cuomo sieht für seinen besonders heftig vom Coronavirus getroffenen Bundesstaat New York erste Anzeichen für eine Trendwende. Zwar sei die Zahl der in der Pandemie gestorbenen in New York im Vergleich zum Vortag um 599 auf 4.758 gestiegen, dies liege jedoch im Bereich vergangenen Tage, sagte Cuomo. Zudem sei die Zahl der neu in die Krankenhäuser gekommenen Patienten deutlich zurückgegangen, genauso wie die Zahl der intubierten Menschen an Atemgeräten. Die Zahl der positiv auf das Coronavirus Getesteten liege nun bei mehr als 130.000. Die Schließung der meisten Geschäfte und Schulen ließ Cuomo bis Ende April verlängern.

00:32 Uhr | Scholz sieht keine Gefahr für Bundeshaushalt

Die milliardenschweren Hilfsprogramme für die Wirtschaft in der Corona-Krise bringen nach den Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz den Bundeshaushalt nicht in Bedrängnis. Im ZDF-"heute journal" bejahte der SPD-Politiker am Montagabend die Frage, ob das alles noch kontrollierbar sei. Es sei gut, dass der Bund in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet habe. Nach der letzten Finanzkrise habe die Bundesregierung eine Staatsschuldenquote von 80 Prozent aufgewiesen, betonte Scholz. Mühselig habe man den Schuldenstand auf unter 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes gesenkt. Alle jetzt auf den Weg gebrachten Maßnahmen würden zu etwa 75 Prozent Schuldenquote führen. "Insofern haben wir gut vorgesorgt für eine genau so schwierige Situation", sagte der Vizekanzler.

00:10 Uhr | Genesungswünsche für Johnson, Trump bietet Hilfe bei Johnsons Behandlung an

Kurz nach der Mitteilung über die Verlegung von Boris Johnson auf die Intensivstation trafen Genesungswünsche aus dem In- und Ausland ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe dem an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankten britischen Premier viel Kraft und gute Besserung gewünscht, schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter. Johnson habe ebenso wie das britische Volk "in diesem schweren Moment meine ganze Unterstützung", erklärte Frankreichs Staatschef Macron ebenfalls via Twitter. Ähnliche Botschaften übermittelten Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon, ihr niederländischer Kollege Mark Rutte und Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. Der neue Labour-Chef Keir Starmer sprach von "sehr traurigen Neuigkeiten". Seine Gedenken seien bei Johnson und seiner Familie.

US-Präsident Donald Trump sagte über Johnsons Zustand bei einer Pressekonferenz: "Wir sind sehr betrübt zu hören, dass er auf die Intensivstation gebracht wurde." Wenn er dort behandelt werden müsse, werde es "sehr, sehr ernst", erklärte Trump. Man sei mit Johnsons Ärzte in Kontakt, um zu sehen, was die USA für ihn tun könnten. Trump deutete an, dass es dabei um die Behandlung mit Medikamenten geht, die bislang noch nicht für die Behandlung einer Erkrankung mit dem Coronavirus zugelassen sind.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 07. April 2020 | 19:30 Uhr