Coronavirus-Ticker 17. März: EU-Einreiseverbot wird umgesetzt

Die EU hat ein Einreiseverbot verhängt. Die Zahl der Infizierten steigt weiter. Die Fußball-EM wird nun auch offiziell auf 2021 verschoben. In Sachsen-Anhalt und Thüringen werden ab Mittwoch viele Geschäfte und andere Einrichtungen geschlossen. In Sachsen greifen die Maßnahmen ab Donnerstag. Das Robert-Koch-Institut setzt seine Risikoeinschätzung herauf. Und das Auswärtige Amt lässt jetzt gestrandete Urlauber aus dem Ausland zurückholen.

Bundespolizisten gehen durch das Terminal 1 des Frankfurter Flughafens.
Der Einreisestopp der EU muss vor allem an Flughäfen umgesetzt werden. Bildrechte: dpa

Diese Einschränkungen sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant

Die Regierungen der drei Länder haben den von Bund und Ländern vereinbarten Maßnahmenkatalog gegen die Ausbreitung des Coronavirus umgesetzt. Hier die Regelungen für die drei Länder.

22:50 | Ticker am Dienstag endet

Wir schließen hiermit für Dienstag den Ticker zum Coronavirus und informieren Sie wieder ab 7 Uhr zu den neuesten Entwicklungen. Wir danken für Ihr Interesse.

22:35 Uhr | Infektionsfall in Handball-Nationalmannschaft

Die gesamte Handball-Nationalmannschaft wird unter Quarantäne gestellt. Wie der Deutsche Handball-Bund bestätigte, hat sich ein Nationalspieler mit dem Virus infiziert. Einen Namen nannte der DHB nicht, nach dpa-Informationen handelt es sich um Kreisläufer Jannik Kohlbacher vom Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen. Der DHB erklärte, das gesamte Auswahlteam, das an einem Lehrgang vom 9. bis 13. März in Aschersleben teilgenommen habe, werde sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben: "Sämtliche Kontaktpersonen werden sich an die Empfehlungen des leitenden Mannschaftsarztes Prof. Dr. Kurt Steuer und insbesondere des Robert-Koch-Instituts halten."

22:23 Uhr | Einreiseverbot der EU bereits umgesetzt

Nicht-EU-Bürger können seit Dienstagabend nicht mehr am Frankfurter Flughafen einreisen. Der Sprecher der Bundespolizei am Flughafen, Reza Ahmari, sagte, man habe bereits eine entsprechende Weisung des Bundesinnenministers bekommen. Am Dienstag betreffe das nur noch einen Flug: "Wir sind derzeit in der Auswertung, wie viele Flüge morgen betroffen sind." Die EU hatte am Dienstag ein Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger erlassen. Wie das Innenministerium mitteilte, betrifft das Verbot alle Flüge sowie Schiffsreisen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben.

22:12 Uhr | Von der Leyen hofft auf Impfstoff bis Herbst

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hofft, dass es bis zum Herbst einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gibt. Von der Leyen sagte am Dienstag in einer Videobotschaft, sie stehe in Kontakt mit dem deutschen Pharmaunternehmen CureVac, das an einer "vielversprechenden Technologie" arbeite. Normalerweise übliche  langwierige und "bürokratische" Zulassungsverfahren für Medikamente könnten angesichts der "schwerwiegenden Krise" beschleunigt werden, meinte die CDU-Politikerin. CureVac-Mehrheitseigner Dietmar Hopp hatte bereits am Montag erklärt, er gehe davon aus, dass der Impfstoff im Herbst zu Verfügung stehe. Das Unternehmen wies Berichte zurück, es gebe ein Kaufangebot der US-Regierung, die sich damit die Produktion eines möglichen Impfstoffes sichern wolle. Ungeachtet dessen sagte von der Leyen, der Fakt, dass es Kaufangebote aus anderen Ländern gegeben habe, zeige, dass die Firma "ein Vorreiter" bei der Entwicklung eines Impfstoffes sei.

22:04 Uhr | DGB fordert mehr Geld für Kurzarbeiter

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat mehr Geld für Beschäftigte in Kurzarbeit oder bei Schul- und Kitaschließungen gefordert. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte am Dienstagabend, die beschlossenen Regelungen zur Erleichterung des Zugangs zum Kurzarbeitergeld seien wichtig, es bedürfe aber einer weitergehenden Aufstockung, um die drohenden Einkommensverluste abzufedern. Die Gewerkschaften beraten am Mittwoch mit Vertretern von Arbeitgebern sowie Arbeitsminister Hubertus Heil und Wirtschaftsminister Peter Altmaier über die Bekämpfung der Virus-Krise.

21:15 Uhr | Johns-Hopkins-Uni meldet rasanten Infektions-Anstieg in Deutschland

Nach Angaben der in Johns-Hopkins-Universität (Baltimore/USA) ist die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus Gestorbenen in Deutschland auf 24 gestiegen. Die Zahl der Infizierten wird mit 9.257 angegeben. Das Robert-Koch-Institut verzeichnete bis Dienstagabend 7156 Fälle, was einem Plus von mehr als 1700 Infizierten gegenüber Montagabend entsprach. Laut RKI starben zwölf Menschen. Die Universität vermeldet stets höhere Zahlen als das RKI. Das Institut hält sich an den offiziellen Meldeweg und ist mit seinen Zahlen deshalb in einem sogenannten Meldeverzug.

21:10 Uhr | Belgien erlässt Ausgangssperre

Belgien erlässt eine Ausgangssperre. Das kündigte Regierungschefin Sophie Wilmès nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates an. Die Regelung soll ab Mittwochmittag bis zum 5. April gelten. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen nur noch zur Arbeit, zum Lebensmitteleinkauf und wenigen anderen Besorgungen wie Post- und Bankgeschäften aus dem Haus gehen. Spaziergänge und andere "physische Aktivitäten an der frischen Luft" bleiben jedoch erlaubt. Sie seien sogar angeraten, sagte die Regierungschefin. Allerdings dürfe man nur mit einem Angehörigen oder einem Bekannten zugleich unterwegs sein. Apotheken, Tierfutterläden und Buchhandlungen dürften ebenso wie Supermärkte weiter öffnen. In jedem Friseursalon dürfe sich nur ein Kunde aufhalten. Alle Unternehmen müssen wo immer mögliche Telearbeit einführen, sonst drohen hohe Bußgelder.

20:58 Uhr | 30 Flugzeuge unterwegs zu gestrandeten Deutschen

Nach den Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas sollen noch am Dienstagabend rund 30 Flugzeuge starten, um im Ausland gestrandete deutsche Touristen zurückzuholen. Insgesamt säßen derzeit rund 100.000 Deutsche an ihren Urlaubsorten fest, allein 30.000 davon in Ägypten, sagt Maas im Ersten. Nicht alle von ihnen seien allerdings auf die Hilfe der Bundesregierung angewiesen, um zurückzukommen.

20:28 Uhr | Update Katastrophenfall Halle

Zur Ausrufung des Katastrophenfalls in Halle erklärte Oberbürgermeister Wiegand in einer Mitteilung, die Entscheidung werde ausdrücklich von ärztlichen Direktoren und Leitern der Krankenhäuser gestützt. Der Einsatz aller verfügbaren Kräfte und Mittel unter einer gemeinsamen Gesamtleitung sei nun erforderlich. Mit der Landes-Verordnung können zum Beispiel große Ansammlungen von Menschen nicht konsequent unterbunden werden. In Halle hat sich die Zahl der bestätigten Infektionsfälle am Dienstag um 8 auf 27 erhöht.

20:25 Uhr | EU verspricht gegen Corona-Krise "was immer nötig sei"

In der Corona-Krise haben die EU-Staats- und Regierungschefs der europäischen Wirtschaft jede verfügbare Hilfe zugesagt. "Was immer nötig" sei, werde gegen die Folgen der Krise getan, sagte EU-Ratschef Charles Michel am Dienstagabend nach einem Gipfel im Videoformat. Damit schlossen sich die Staats- und Regierungschefs den Beschlüssen der Finanzminister der 27 Staaten an.

20:22 Uhr | Merkel: Verfügbarkeit von Geld gewährleistet

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Gerüchten entgegengetreten, dass das Bargeld knapp werde. Merkel sagte auf ihrer Pressekonferenz: "Es gibt keinerlei Anzeichen dafür." Sie wolle die Bürger aufrufen, sich an die offiziellen Mitteilungen zu halten. Man solle nicht den vielen Gerüchten Glauben schenken, die im Umlauf seien: "Wir tun alles, um wirklich transparent zu informieren. Und deshalb ist das gegenstandslos, was da an Befürchtungen ist."

20:20 Uhr | Zahl der Infektionen und der Toten gestiegen

20:18 Uhr | Extra-Spuren gegen Stau an Grenzen

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte auf ihrer Pressekonferenz, bei den Grenzkontrollen innerhalb der EU gebe es derzeit einige Schwierigkeiten. Deswegen sollten nun spezielle Spuren für den Güter- und Warenverkehr eingerichtet werden.

20:01 Uhr | Halle ruft Katastrophenfall aus

Die Stadt Halle hat wegen der Corona-Pandemie den Katastrophenfall ausgerufen. Damit könnten wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung von Sars-CoV-2 getroffen werden, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Dienstagabend mit.

19:57 Uhr | EU erlässt Einreiseverbot

Die EU hat "im Grunde ein Einreiseverbot" verhängt. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit. Sie fügte hinzu, Deutschland werde das sofort umsetzen. Die Regelung gelte für 30 Tage. Bundesinnenminister Horst Seehofer ordnete die Einreisebeschränkungen bereits an. Aus dem Ministerium hieß es am Dienstagabend, dies betreffe den internationalen Luft- und Seeverkehr bei Reiseverbindungen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben. Ausnahmen gibt es demnach für Drittstaat-Angehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat.

19:45 Uhr | Zur Situation in den Geschäften

19:15 Uhr | Italien zählt mehr als 31.000 Infizierte

Der Anstieg bei Toten und Infizierten in Italien hat sich minimal verlangsamt. Laut dem Zivilschutz erhöhte sich die Zahl der Toten am Dienstag um 345 auf 2.503. Am Montag war die Zahl der Toten im Vergleich zum Vortag noch um 349 gestiegen. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich von rund 28.000 auf 31.506. Das ist ein Anstieg von 12,6 Prozent in einem Tag. In der vergangenen Woche war die Zahl der Infizierten noch zwischen 17 und 21 Prozent pro Tag angestiegen. Experten betonten aber, es sei noch zu früh, einen Trend daraus abzulesen.

19:05 Uhr | Trump bleibt bei Bezeichnung "China-Virus"

Trotz empörter Reaktionen aus Peking bleibt US-Präsident Donald Trump bei der Bezeichnung "chinesisches Virus" für das neuartige Coronavirus. Auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus sagte Trump, das Virus "kam aus China. Deswegen halte ich den Begriff für sehr exakt". Er sei auch keine Stigmatisierung. Die chinesische Regierung hatte zuvor gegen einen gleichlautenden Tweet von Trump protestiert. Die Virus-Krise hatte bereits mehrfach zu Spannungen zwischen beiden Ländern geführt. Unter anderem verbreitete ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums die Verschwörungstheorie, das Virus könnte vom "US-Militär nach Wuhan gebracht" worden sein.

18:36 Uhr | Israels Botschaft in Berlin geschlossen - Botschafter infiziert

Der israelische Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, und ein weiterer israelischer Diplomat haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Beide seien nach einem Treffen mit einem infizierten Bundestagsabgeordneten positiv getestet worden, teilte das israelische Außenministerium am Dienstag mit. Sie seien inzwischen zuhause, es gehe ihnen gut. Die israelische Botschaft in Berlin werde geschlossen.

18:30 Uhr | In Norwegen sind 8.000 Krankenhausmitarbeiter in Quarantäne

In Norwegen sind 8.000 Mitarbeiter von Krankenhäusern in Quarantäne. Allein in der Region Südost mit der Hauptstadt Oslo können 4.000 Angestellte nicht zur Arbeit kommen, weil sie sich mit dem Virus Covid-19 angesteckt haben könnten. Laut Gesundheitsverwaltung war bei 62 Mitarbeitern das Virus festgestellt worden. Norwegen hat rund 120.000 Krankenhausangestellte. Bis Dienstag wurden in dem Fünf-Millionen-Einwohner-Land 1.308 Fälle von Covid-19 registriert, drei Menschen starben.

18:24 Uhr | Quarantäne für polnische Regierung aufgehoben

Die Quarantäne für mehrere polnische Regierungsmitglieder ist nach negativen Coronavirus-Tests aufgehoben. Das teilte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski mit. Alle Regierungsmitglieder, die an der letzten Kabinettssitzung teilgenommen hatten, waren wegen einer Coronavirus-Infektion bei Umweltminister Michal Wos unter Quarantäne gestellt worden. Polen hat bisher 221 Infektionsfälle und fünf Corona-Tote gemeldet.

18:15 Uhr | Bund und Länder beschließen Krankenhaus-Notfallplan

Bund und Länder haben einen Notfallplan für die Krankenhäuser in Deutschland beschlossen. Darin heißt es, durch das "Auf-, Aus- und Umrüsten von Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größeren Hallen können für die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe zusätzliche Kapazitäten aufgebaut werden". Zudem soll die Zahl der Intensivbetten verdoppelt werden. Die Länder sollen laut dem Beschluss mit den Kliniken entsprechende Pläne erarbeiten. Derzeit gibt es in Deutschland 28.000 Intensivbetten, von denen 25.000 Beatmungsmöglichkeiten haben.

18:10 Uhr | Freiwillige Sozialdienstleistende werden aus Ausland zurückgerufen

Das Entwicklungsministerium und das Auswärtige Amt haben beschlossen, auch alle Bundesbürger zurückzurufen, die im Ausland einen Freiwilligen Sozialdienst leisten. Nach Aussage des bundesweiten entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" arbeiten derzeit mehr als 3.000 junge Bundesbürger zwischen 18 und 28 Jahren ehrenamtlich im Ausland.

18:00 Uhr | MDR AKTUELL - RKI stuft Risiko hinauf

17:50 Uhr | Update Fußball-EM-Absage - FIFA will Klub-WM verlegen

Der Fußball-Weltverband FIFA ist bereit, für die vom europäischen Verband UEFA beschlossene Verlegung der EM in den Sommer 2021 Platz im Kalender zu schaffen. Nach den Worten von FIFA-Präsident Gianni Infantino soll die zu diesem Termin geplante Klub-WM verschoben werden. Sie sollte im Sommer 2021 in China stattfinden und den Confed-Cup ersetzen. Dabei sollen 24 Vereinsmannschaften antreten. Infantini erklärte, zu einem späteren Zeitpunkt, wenn "mehr Klarheit über die Situation herrscht", werde man entscheiden, wann die Klub-WM angesetzt werde, "später im Jahr 2021, 2022 oder 2023".

17:44 Uhr | Ramelow: Einschränkungen werden am 16. April neu überprüft

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich zu den ab Mittwoch geltenden Einschränkungen in Thüringen geäußert. Sie entsprächen im Großen und Ganzen den Verabredungen, die die Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen hätten. Als Beispiele für abweichende Regelungen nannte Ramelow, dass Spielplätze offen bleiben. Dagegen müssen Friseur- und Kosmetiksalons geschlossen werden. Ramelow sagte, die Regelungen gelten bis zum 19. April. Drei Tage vorher soll die Lage im Freistaat gründlich evaluiert werden. Nach Angaben von Sozialministerin Heike Werner ist die Zahl der Erkrankten im Laufe eines Tages um 16 auf 71 angestiegen. Sieben Patienten müssen stationär versorgt werden, schwere Erkrankungen gibt es keine.

17:30 Uhr | Große Zustimmung für Abschottungsmaßnahmen

Das Meinungsbarometer mdrFRAGT des MDR hat eine Umfrage zu den Einschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gestartet. Die große Mehrheit der mehr als 11.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sieht die strengen Maßnahmen als gerechtfertigt an.

17:12 Uhr | Daimler stoppt weitgehend Produktion in Europa

Nach Volkswagen setzt auch Daimler einen Großteil seiner Produktion in Europa wegen der Corona-Pandemie aus. Daimler erklärte, das betreffe die Fertigung von Pkw, Transportern und Nutzfahrzeugen. Der Produktionsstopp beginne in dieser Woche und dauere zunächst zwei Wochen.

17:10 Uhr | Schleswig-Holstein verbietet Touristen

Touristen dürfen Schleswig-Holstein ab Mittwoch nicht mehr betreten. Das teilte der zuständige Minister Bernd Buchholz mit. Zuvor waren bereits die Nord- und Ostsee-Inseln für Touristen gesperrt worden.

16:51 Uhr | Steuererleichterungen für Unternehmen in Sachsen-Anhalt

Unternehmen in Sachsen-Anhalt können ab Mittwoch Steuererleichterungen beantragen. Das teilte das Finanzministerium in Magdeburg mit. Konkret wird ermöglicht, dass Unternehmen geringere Steuervorauszahlungen leisten müssen oder sie ganz aussetzen können. Zudem können fällige Zahlungen verschoben werden, ohne dass dafür Zinsen oder Säumniszuschläge anfallen. Das Ministerium empfiehlt Unternehmen, frühzeitig Kontakt zu den Finanzämtern aufzunehmen. Sachsen-Anhalt setzt damit Regelungen um, die mit Bund und Ländern besprochen wurden und möglichst bundesweit einheitlich gelten sollen.

16:44 Uhr | Tarifverhandlungen für Ostmetaller verschoben

In der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf eine Verschiebung der Tarifverhandlungen geeinigt. Die IG Metall Leipzig erklärte, die Corona-Krise habe andere Probleme in den Fokus gerückt. Vielen Beschäftigten drohten aufgrund von Kurzarbeit akut Einkommenseinbußen.

16:20 Uhr | Maas redet mit polnischem Amtskollegen wegen Megastaus

Stau auf der A4 an der Grenze zu Polen
Stau auf der A4 an der Grenze zu Polen Bildrechte: xcitepress

Wegen der Riesenstaus an der Grenze zwischen Deutschland und Polen hat Außenminister Heiko Maas mit seinem polnischen Kollegen Jacek Czaputowicz telefoniert. Beide bemühten sich "um Entspannung bei Transitmöglichkeiten für heimreisende Bürgerinnen und Bürger", twitterte das Auswärtige Amt. Wegen der polnischen Grenzkontrollen bildete sich auf der A4 ein mehr als 40 Kilometer langer Stau. Das Stauende befand sich nach Angaben des MDR Verkehrsstudios am Nachmittag nahe der Anschlussstelle Bautzen-West. Um den Verkehr zu entlasten, wurden alle Auffahrten von Bautzen-West bis Görlitz gesperrt. Autofahrern, die nicht über die Grenze nach Polen reisen dürfen oder wollen, riet die Polizei, die Autobahn zu meiden.

15:50 Uhr | Kekulés Corona-Kompass

In seinem täglichen Corona-Kompass beantwortet der Virologe Alexander Kekulé Fragen, die sich aus Nachrichten zum Coronavirus ergeben. Heute erklärt der Professor, warum zu Infektionen und Toten unterschiedliche Zahlen kursieren und warum Informationen aus China Hoffnung machen.

15:35 Uhr | Klöckner sucht Lösung wegen fehlender Saisonkräfte auf den Feldern

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner berichtet von Sorgen der Agrarbetriebe wegen möglicherweise fehlender Saisonarbeitskräfte. Klöckner sagte, man sei innerhalb der Bundesregierung und in der EU im Gespräch. Noch habe man keine Lösung, wie Arbeitskräfte angesichts der Grenzschließungen dennoch nach Deutschland und wieder nach Hause kommen könnten. Vorstellbar sei auch, dass Menschen aus anderen Branchen, die wegen der Corona-Krise keine Aufträge mehr haben, vorübergehend in die Landwirtschaft oder in den Handel wechseln. Nach Angaben des Präsidenten des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, sind normalerweise rund 300.000 Arbeitskräfte vom Frühjahr bis in den Herbst in Deutschland beschäftigt. Die Arbeitskräfte würden dringend gebraucht, erklärte Rukwied. Im Gemüseanbau etwa müssten die vorgezogenen Pflanzen binnen weniger Tage in die Erde.

15:15 Uhr | Update: Fußball-EM wird auf 2021 verschoben

Was mehrere Medien berichtet haben, ist nun offiziell. Das UEFA-Exekutivkomitee entschied, die Fußball-Europameisterschaft in den Sommer 2021 zu verschieben. Es soll dann vom 11. Juni bis 11. Juli stattfinden. Das Turnier sollte in diesem Jahr vom 12. Juni bis zum 12. Juli in zwölf Ländern ausgetragen werden, als deutscher Spielort war München vorgesehen. Durch die Verschiebung haben die nationalen Ligen nun einen Puffer, um die laufende Saison noch zuende spielen zu können.

15:13 Uhr | Spahn ruft zu Solidarität auf

Angesichts massiver Einschränkungen im Alltag und im Beruf hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch einmal zu Solidarität aufgerufen.

15:12 Uhr | Kinofilme werden verschoben

Wegen der Coronavirus-Krise wird der Start zahlreicher Kinofilme verschoben. Hier ein Überblick.

15:10 Uhr | Berlin plant Krankenhaus für Coronavirus-Patienten

Berlin soll ein eigenes Krankenhaus für Covid-19-Patienten bekommen. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci erklärte, es solle auf dem Gelände der Messe Berlin Platz für bis zu 1.000 Patienten bieten und in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr entstehen.

15:00 Uhr | Corona-Tarifvertrag für McDonalds & Co.

Die Beschäftigten der sogenannten Systemgastronomie, wie etwa McDonalds oder Burger King, bekommen in der Coronavirus-Krise ein erhöhtes Kurzarbeitergeld. Wie der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilten, werden die Entgelte über das normale Kurzarbeitergeld hinaus auf 90 Prozent des alten Nettoeinkommens aufgestockt, zudem verzichten die Unternehmen auf betriebsbedingte Kündigungen.

14:52 Uhr | Klöckner: Hamsterkäufe unnötig - keine Rationierung vorgesehen

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist Befürchtungen entgegengetreten, dass Lebensmittel knapp werden: "Es ist genug für alle da." Zugleich forderte Klöckner die Bevölkerung auf, Ruhe und Augenmaß zu bewahren und mit Bedacht einzukaufen. Hamsterkäufe seien nicht nur unnötig, sondern schadeten auch.

Klöckner sieht keinen Grund, den Verkauf bestimmter Waren zu rationieren. Eine Reglementierung wäre nach ihren Worten die falsche Botschaft. Der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, Stefan Genth, hält eine staatliche Beschränkung ebenfalls für überflüssig, ruft die Verbraucher aber auf, nur in haushaltsüblichen Mengen einzukaufen.

Klöckner ergänzte, die Bundesregierung habe einen tagesaktuellen Überblick über die Versorgungslage. Die Lieferketten seien weitgehend intakt, auch Lebensmittellieferungen aus dem Ausland kämen weiter nach Deutschland. Allerdings gebe es für die Lkw lange Wartezeiten an den Grenzen, sagte Klöckner und empfahl Sonderspuren zur schnelleren Abfertigung von Lebensmitteltransporten.

14:40 Uhr | Nur wenige Thüringer Schüler in Betreuung

In Thüringen sind nach der Schließung von Schulen etwas mehr als 500 Schüler in einer Notbetreuung. Bildungsminister Helmut Holter sagte, angesichts von etwa 240.000 Schülern landesweit zeige sich, dass nur ein Bruchteil der Kinder und Jugendlichen im Freistaat derzeit in den Bildungseinrichtungen betreut würden: "Von vielen Schulen kommen Nullmeldungen." Die grundsätzliche Schließung der Schulen funktioniere.

14:06 Uhr | Friedrich Merz ist mit Coronavirus infiziert

Friedrich Merz
Friedrich Merz steht wegen einer Corona-Infektion unter Quarantäne. Bildrechte: dpa

Der CDU-Politiker und frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Merz erklärte in Berlin, er sei am Sonntag getestet worden und der Test sei positiv gewesen. Er werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen.

13:50 Uhr | Fußball-EM soll offenbar verschoben werden

Die Fußball-Europameisterschaft soll offenbar auf den Sommer 2021 verschoben werden. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Danach hat die UEFA bei einem Krisentreffen einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Eigentlich sollte die Europameisterschaft in diesem Jahr vom 12. Juni bis zum 12. Juli in mehreren europäischen Ländern stattfinden, darunter Deutschland.

13:36 Uhr | Flixbus stellt Betrieb ein

Ein FlixBus fährt über die Karl-Marx-Allee in Berlin Mitte
Vorerst fahren keine Flixbusse mehr in Deutschland. Bildrechte: dpa

Der Fernbusanbieter Flixbus stellt den Betrieb bis auf weiteres wegen der Coronavirus-Krise ab Mitternacht ein. Das teilte das Unternehmen in München mit. Flixbus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März 2020 24 Uhr aussetzen.

13: 36 Uhr | Kinos und Bars in Thüringen ab Mittwoch dicht

Thüringen schließt ab Mittwoch Bars, Kinos, Theater und viele andere Einrichtungen. Das gab die Landesregierung in einer Pressekonferenz bekannt. Ministerpräsident Bodo Ramelow kündigte zudem an, dass ein Krisenstab eingerichtet werde, um die Krise zu bewältigen. Ramelow zufolge soll die Zahl der intensiv-medizinischen Betten von 650 auf 1.400 mehr als verdoppelt werden.

13:18 Uhr | Geschäfte, Bars und Clubs in Sachsen-Anhalt müssen schließen

In Sachsen-Anhalt müssen wegen der Coronavirus-Pandemie ab Mittwoch 0 Uhr viele Geschäfte sowie Bars und Clubs, Zoos, Schwimmbäder und viele andere Einrichtungen schließen. Das sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff in Magdeburg. Er betonte aber, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Gebrauchs sei gesichert. Haseloff versicherte, keiner werde allein gelassen.

13:04 Uhr | Sachsen schränkt öffentliches Leben ab Donnerstag ein

In Sachsen sollen viele Geschäfte, Clubs, Bars, Kinos, Spielplätze und Co. ab Donnerstag geschlossen bleiben und das zunächst bis zum 20. April. Auch alle Veranstaltungen sind für den Zeitraum untersagt. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer in Dresden an. Er sagte, Begegnungen von Menschen außerhalb des familiären Kreises sollten deutlich reduziert werden. Dafür wolle man die Sonntagsöffnung in Lebensmittelgeschäften ermöglichen.

Kretschmer appellierte an alle, auf das Reisen zu verzichten. Hotels und andere Herbergen sollten nur noch für Dienstreisen genutzt werden, nicht touristisch. Gaststätten können in der Zeit von 6 bis 18 Uhrt öffnen.

12:23 Uhr | WHO rät von Ibuprofen ab

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Menschen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus davon ab, ohne ärztlichen Rat das Medikament Ibuprofen einzunehmen. WHO-Sprecher Christian Lindmeier sagte in Genf, es gebe zwar keine neuen Studien, aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen mit höherer Sterblichkeit verbunden sei. Im Verdachtsfall sollte aber Paracetamol und nicht Ibuprofen eingenommen werden. Die Empfehlung beziehe sich ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat. Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran hatte am Wochenende mit einem Tweet für Aufsehen gesorgt, in dem vor Entzündungshemmern wie Ibuprofen gewarnt worden war.

12:10 Uhr | Hautklinik Leipzig schließt eine Station

Am Universitätsklinikum Leipzig ist eine Mitarbeiterin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Uniklinik befindet sich die Frau in häuslicher Quarantäne, ebenso fünf Mitarbeiter, die mit ihr Kontakt hatten. Wegen des Falls schließt die Hautklinik eine ihrer beiden Stationen und die Ambulanz, letztere bis mindestens 24. März.

12:01 Uhr | Fitnessstudio muss bei Schließung nicht bezahlt werden

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen müssen Kunden eines Fitnessstudios nicht zahlen, wenn die Einrichtung geschlossen ist. Rechtsexperte Michael Hummel sagte, wenn man die vereinbarten Leistungen wegen einer Schließung nicht mehr in Anspruch nehmen könne, müsse man sie für diesen Zeitraum auch nicht bezahlen. Hummel rät aber zu einvernehmlichen Lösungen. Sonst könnten für Rücklastschriften oder Mahnungen Kosten anfallen.

11:25 Uhr | Positiver Coronavirus-Fall bei Hertha BSC

Bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC ist ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Verein teilte in Berlin mit, Mannschaft, Trainer und Funktionsteam seien unter eine zweiwöchige häusliche Quarantäne gestellt worden. Zuvor war in der Bundesliga Luca Kilian vom SC Paderborn positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Auch bei Zweitligist SV Wehen Wiesbaden gibt es einen Coronafall. Zuvor hatte es bei den Zweitliga-Rivalen Hannover 96, 1. FC Nürnberg und Holstein Kiel bestätigte Fälle gegeben.

10:51 Uhr | Online-Hintergrund zur Ausgangssperre

10:41 Uhr | Jobcenter bitten um weniger Anrufe

Die Jobcenter und Arbeitsagenturen bitten darum, Anrufe auf Notfälle zu beschränken. Die Bundesagentur in Nürnberg teilte mit, das Telefonnetz sei überlastet. In den vergangenen Tagen habe es zehnmal so viele Anrufe gegeben wie normal. Die Behörde wies noch einmal darauf hin, dass Beratungstermine nicht abgesagt werden müssten. Es gebe deswegen keine Sanktionen.

10:15 Uhr | RKI setzt Corona-Risikoeinschätzung auf "hoch"

Das Robert-Koch-Institut stuft das Risiko für die Bevölkerung durch das Coronavirus nun als "hoch" ein. RKI-Präsident Lothar Wieler begründete den Schritt mit der großen Dynamik der Pandemie und dem starken Anstieg der Fallzahlen. Es gebe vermehrt Alarmsignale selbst von gut ausgestatteten Kliniken. Die Zahl der schweren Erkrankungen steige. Bislang hatte das RKI insgesamt von einer "mäßigen" Gefährdung in Deutschland gesprochen.

Wieler geht davon aus, dass es Jahre dauern werde, bis der erwartete Infektionsanteil von 60 bis 70 Prozent erreicht wird. Die Dauer hänge auch stark davon ab, wann ein Impfstoff eingesetzt werden könne. Dies könne ab nächstes Jahr der Fall sei.

10:07 Uhr | Italien will Alitalia verstaatlichen

Die italienische Regierung will die Fluggesellschaft Alitalia verstaatlichen, deren wirtschaftliche Schwierigkeiten durch die Coronavirus-Krise massiv verstärkt wurden. Das teilte die Regierung nach einer Kabinettssitzung mit. Wegen der Corona-Krise sind weltweit unzählige Flüge ausgefallen, Fluggesellschaften in aller Welt haben dadurch massive Einbußen.

09:45 Uhr | Die Lage in Mitteldeutschland

Die Entwicklung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Nachlesen:

09:30 Uhr | Ikea schließt alle Märkte in Deutschland

Der Möbelhändler Ikea schließt ab sofort alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland. Das Unternehmen teilte mit, man wolle damit die Ausbreitung des Coronavirus hemmen und die Mitarbeiter schützen.

09:16 Uhr | Maas: Weltweite Reisewarnung für touristische Reisen

Das Auswärtige Amt rät ab sofort von allen touristischen Reisen ins Ausland ab. Das sagte Außenminister Heiko Maas in Berlin. Nach seinen Angaben gilt die Warnung weltweit. Zugleich betonte der SPD-Politiker, die Bundesregierung werde alles dafür tun, Tausende deutsche Reisende zurückzuholen, die im Ausland gestrandet seien. Maas sprach von einer konzertierten Aktion. Die Bundesregierung stelle dafür bis zu 50 Millionen Euro bereit. Maas zufolge sollen zunächst Urlauber aus besonders betroffenen Gebieten zurückgeholt werden, etwa aus Marokko, Ägypten, der Dominikanischen Republik und von den Malediven.

08:55 Uhr | VW will Produktion aussetzen

Der VW-Konzern schließt wegen der Corona-Krise einen Großteil seiner Werke in Europa. Das kündigte VW-Chef Herbert Diess in Wolfsburg an. Zuvor hatte der VW-Betriebsrat in einem Brief an die Beschäftigten erklärt, die Auto-Produktion werde in den meisten Werken in Deutschland und Europa ab Samstag gestoppt.

Die VW-Tochter erklärte inzwischen, die Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien, Mexiko und Ungarn würden bis Ende dieser Woche schrittweise komplett heruntergefahren. Ab Montag kommender Woche werde die Produktion dort komplett ruhen.

08:50 Uhr | DIW rechnet mit Pleitewelle und Finanzkrise

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht durch die Coronavirus-Krise zwei Gefahren für die Wirtschaft. DIW-Chef Marcel Fratzscher sagte im Deutschlandfunk, es könne eine Pleitewelle bei den Unternehmen geben und zusätzlich eine Finanzkrise. So bestehe die Sorge, dass den Banken die Kredite wegbrechen und sie in eine Schieflage geraten könnten. Fratzscher betonte, es bestehe die Hoffnung, dass es keine lang anhaltende Rezession gebe und es mit der Wirtschaft rasch wieder aufwärts gehe. "Aber ich glaube, diese Hoffnung erweist sich immer stärker als unrealistisch."

08:35 Uhr | Indien schließt Taj Mahal

Um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, schließt Indien mehrere berühmte Sehenswürdigkeiten wie das Taj Mahal. Auch alle Museen im Land werden nach Angaben des Tourismusministeriums bis Ende März dicht gemacht. Allein das Taj Mahal besuchen täglich zehntausende Reisende.

08:18 Uhr | Kartenvorverkauf für Rudolstadt Festival gestoppt

Wegen der Corona-Krise ist der Kartenvorverkauf für das Rudolstadt-Festival gestoppt worden. Wie eine Sprecherin der Stadt sagte, ist die Lage rund um das Coronavirus unvorhersehbar. Man hoffe aber, dass das Festival stattfinden könne. Derzeit sei es noch zu früh für eine Absage.

Zu Deutschlands größtem Festival für Folk, Roots und Weltmusik werden vom 2. bis 5. Juli pro Tag rund 25.000 Besucher erwartet. Mehrere hundert Künstler aus der ganzen Welt reisen an.

08:15 Uhr | Erneut langer Stau auf A4 bei Görlitz

Laster stauen sich in Richung polnischer Grenze auf der Autobahn 4.
Stau auf der A4 (Bild vom 16. März) Bildrechte: xcitepress

Die Kontrollen an der polnischen Grenze wegen der Corona-Krise führen weiter zu langen Wartezeiten. Auf der Autobahn 4 bei Görlitz stauten sich am Dienstagmorgen Autos und Lastwagen auf rund 27 Kilometern Länge. Laut Bundespolizei wird jedes Fahrzeug von polnischen Grenzbeamten einzeln kontrolliert. Der Rückstau reicht bis über den Tunnel Königshainer Berge hinaus. Dort wurde deshalb eine Blockabfertigung eingerichtet, damit die Laster nicht in der gut drei Kilometer langen Röhre stehen.

08:00 Uhr | Corona-Ambulanz in Chemnitz öffnet

Auf dem Messegelände in Chemnitz gibt es seit Dienstagmorgen eine Corona-Ambulanz. Insgesamt stehen in einer Halle 140 abgetrennte Behandlungsabteile zur Verfügung. In die Corona-Ambulanz können Chemnitzer kommen, die in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu einer infizierten Person hatten und Symptome von Atemwegserkrankungen haben. Die Ambulanz in der Messehalle wird werktags von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein. Dort werden nur Tests auf das Coronavirus durchgeführt.

07:45 Uhr | WHO fordert deutlich mehr Tests

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen die Länder nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zahl der Tests deutlich erhöhen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Genf, es gebe eine einfache Botschaft: "Testen, testen, testen". Man könne ein Feuer nicht mit verbundenen Augen bekämpfen. Um eine Ausbreitung des Coronavirus wirksam einzudämmen, müsse man viel mehr testen, um Infizierte und Angehörige wirksam isolieren zu können.

07:20 Uhr | Tom Hanks aus Krankenhaus entlassen

Tom Hanks und Frau Rita Wilson
Tom Hanks und seine Frau Rita Wilson Bildrechte: IMAGO

US-Schauspieler Tom Hanks ist nicht mehr im Krankenhaus. Eine Woche nach einem positiven Test auf das Coronavirus konnte der Hollywood-Star die Klinik im ostaustralischen Bundesstaat Queensland verlassen. Das teilten die Gesundheitsbehörden mit. Hanks' ebenfalls mit dem Virus infizierte Ehefrau Rita Wilson muss aber weiter in der Klinik bleiben. Hanks war der erste Hollywood-Star, der eine Infektion mit dem neuartigen Virus öffentlich gemacht hatte.

07:13 Uhr | Frankreich erlässt Ausgangssperre

Frankreich erlässt wegen des Corona-Virus eine Ausgangssperre für das ganze Land. Präsident Macron sagte am Abend im Fernsehen, ab Mittag dürften die Menschen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen. Auch Sport wie alleine Joggen sei möglich. Die Einschränkungen würden für mindestens 15 Tage gelten. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Um die Ausgangssperre durchzusetzen, sollen 100.000 Polizisten mobilisiert werden.

06:45 Uhr | Die Logistik-Branche und die Corona-Krise

06.40 Uhr | Kliniken erwarten dreimal so viele Corona-Patienten

Die deutschen Krankenhäuser erwarten, dass sich die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken bis Ende der Woche verdreifacht. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, bis Ende der Woche werde es in Deutschland voraussichtlich 20.000 bestätigte Infektionsfälle geben. Man müsse davon ausgehen, dass dann bis zu 1.500 Infizierte in Krankenhäusern behandelt werden müssten. Derzeit seien es rund 500. Gaß versicherte, die Krankenhäuser seien darauf vorbereitet. Die Kliniken seien derzeit dabei, die Kapazitäten noch weiter zu erhöhen. In zwei bis drei Monaten könne die Zahl der Intensivbetten von derzeit noch 28.000 auf rund 34.000 aufgestockt werden.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. März 2020 | 00:30 Uhr