Coronavirus-Pandemie Ticker: DRK sucht genesene Covid-19-Patienten für Plasmaspende

Der DRK-Blutspendedienst ruft genesene Covid-19-Patienten zu Plasmaspenden auf, damit sie Antikörper an Erkrankte weitergeben. Sachsen weitet die Maskenpflicht auf Supermarkt-Parkplätze aus. Auch vor Kitas und Schulen soll sie gelten. Das Umweltbundesamt hat Erwartungen an mobile Luftreiniger in Klassenzimmern gedämpft. Regelmäßiges Lüften sei deutlich sinnvoller. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Plasmaspende, Blutspende
Genesene Covid-19-Patienten besitzen in der Regel Antikörper, die sie durch eine Blutplasmaspende an andere Erkrankte weitergeben und so helfen können. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag, 17. November 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:14 Uhr | FIFA verschiebt Club-WM

Wegen der Corona-Pandemie verschiebt die FIFA die Club-Weltmeisterschaft. Wie der Fußball-Weltverband mitteilte, findet das Turnier in Katar nun erst Anfang Februar statt. Ursprünglich war es für Dezember geplant. An dem Turnier nehmen die Gewinner der Kontinental-Vereinswettbewerbe statt, darunter Bayern München als Champions-League-Sieger. Die Bayern hatten sich den Titel der weltbesten Vereinsmannschaft bereits 2013 gesichert.

20:53 Uhr | Bund plant Milliarden für Corona-Impfstoffe

Der Bund plant für die Beschaffung von Corona-Impfstoffen im kommenden Jahr offenbar drei Milliarden Euro ein. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland meldet, die Summe solle aus einem Corona-Sondertopf kommen, der keinem Ministerium zugeordnet sei. Zudem plane der Bund eine Milliarde Euro für den Aufbau und den Betrieb der geplanten Impfzentren. Die Kosten dafür würden zwischen Bund und Ländern aufgeteilt.

20:15 Uhr | Niederlande lockern vorsichtig Corona-Maßnahmen

In den Niederlanden werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorsichtig wieder gelockert. Ministerpräsident Mark Rutte kündigte an, dass ab Donnerstag Theater, Museen, Kinos und Bibliotheken wieder Öffnen dürfen. Kneipen, Cafés und Restaurants bleiben jedoch geschlossen. Künftig darf man in dem 17-Millionen-Einwohner-Land wieder drei Gäste zu Hause empfangen - bisher waren es zwei. Die Niederlande hatten Mitte Oktober einen Teil-Lockdown verhängt. Die Regeln wurden dann vor zwei Wochen verschärft. Die Regierung geht davon aus, dass der Teil-Lockdown erst in der zweiten Januar-Hälfte nächsten Jahres aufgehoben werden kann.

19:30 Uhr | Quarantäne missachtet: Wohnblocks in Helmstedt abgeriegelt

Im niedersächsischen Helmstedt sind zwei Wohnblocks abgeriegelt worden. Sie sind seit Freitag eingezäunt. Der Landkreis erklärte, die knapp 100 Bewohner der beiden Häuser hätten die angeordnete Quarantäne mehrfach missachtet. Landrat Gerhard Radeck sagte, ein milderes Mittel, den Infektionsschutz sicherzustellen, sei nicht möglich gewesen. In dem betroffenen Viertel waren mehrere Menschen positiv getestet worden. Die Quarantäne-Anordnung gilt für 14 Tage. Das Rote Kreuz soll in dieser Zeit zusammen mit den Jusos die Einkäufe für die Bewohner übernehmen.

18:55 Uhr | DRK ruft genesene Covid-19-Patienten zu Plasmaspenden auf

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sucht genesene Covid-19-Patienten für Plasmaspenden. Das DRK erklärte, nach einer überstandenen Infektion besitze der Mensch in der Regel Antikörper gegen das Coronavirus, die in den meisten Fällen vor einer erneuten Infektion schützten. Sie könnten durch eine Plasmaspende auch an erkrankte Menschen weitergegeben werden. Das wiederum könne bei der Bekämpfung des Virus helfen.

Das DRK erklärte weiter, mögliche Spender sollten ausgeprägte Symptome gehabt haben, die seit mindestens vier Wochen vorüber sind. Zudem müssen sie unter anderem zwischen 18 und 60 Jahre alt sein und mindestens 50 Kilogramm wiegen.

17:57 Uhr | Lehrerverband schlägt zusätzliches Schuljahr vor

Der Deutsche Lehrerverband hat wegen den Folgen der Corona-Pandemie ein zusätzliches Schuljahr angeregt.

Heinz-Peter Meidinger, Gymnasiallehrer und Präsident des Deutschen Lehrerverbandes
Heinz-Peter Meidinger Bildrechte: Heinz-Peter Meidinger

Präsident Heinz-Peter Meidinger sagte dem Nachrichtenportal "Watson", vorstellbar sei etwa das freiwillige Wiederholen eines Schuljahres ohne Wertung als Sitzenbleiben oder ein Zusatzjahr beispielsweise vor den Abschlussprüfungen.

Meidinger erklärte, es zeichne sich ab, dass auch dieses Schuljahr kein normales werde und es nicht gelinge, die Lehrpläne zu erfüllen. Mit einem zusätzlichen Schuljahr würde unter anderem der Notendruck von der Schülern genommen, den Elternvertreter beklagten.

17:40 Uhr | Sachsen-Anhalt will in Pflegeheimen, Schulen und Kitas mehr testen

Sachsen-Anhalt will Besuche in Pflegeheimen mit mehr Corona-Schnelltests sicherer machen. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sagte, Ziel sei, Bewohner, Personal sowie Besucher in Pflegeeinrichtungen umfassender und einfacher zu testen, auch dann, wenn keine Symptome auf eine Infektion hindeuteten. Auch ohne einen Corona-Fall könne das Personal alle ein bis zwei Wochen getestet werden, die Bewohner stichprobenartig.

Grimm-Benne kündigte zudem an, dass nach einem Corona-Fall in Kitas und Schulen häufiger Schnelltests eingesetzt werden sollen. So könne binnen einer halben Stunde geprüft werden, ob weitere Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte infiziert seien. Falls der Schnelltest anschlage, werde ein aussagekräftigerer Labortest gemacht.

16:55 Uhr | Ukrainische Nationalmannschaft in Quarantäne

In der ukrainischen Fußball-Nationalmannschaft gibt es weitere Coronafälle. Kurz vor dem Nations League Spiel gegen die Schweiz wurden drei Spieler und ein Betreuer positiv getestet.

Timo Werner (2.v.l.) von Deutschland erzielt den Treffer zum 3:1
Deutschland gewann 3:1 gegen die Ukraine. Bildrechte: dpa

Die Schweizer Behörden stellten die gesamt Mannschaft unter Quarantäne. Das Länderspiel wurde abgesagt. Zwei der positiv getesteten Spieler hatten am Sonnabend in Leipzig gegen Deutschland gespielt. Bereits vor dem Spiel hatte es im Team fünf Corona-Fälle gegeben.

Im DFB-Team fielen alle Coronatests vor dem Länderspiel am Abend gegen Spanien negativ aus. Wie der Verband mitteilte, gilt das für Spieler, Trainer und Betreuer. Das Nations League Spiel wird um 20:45 Uhr in Sevilla angepfiffen.

16:30 Uhr | Kekulé: Schüler eine Woche eher in Ferien schicken

Der Virologe Alexander Kekulé hat eine Art Quarantäne für alle Schüler ab dem 17. Dezember vorgeschlagen. Kekulé sagte im Podcast von MDR AKTUELL, er würde die Schulen eine Woche vor Heiligabend insgesamt zumachen. Taktisches Ziel dabei wäre, kurz vor Weihnachten eine möglichst niedrige Durchseuchung in der Bevölkerung zu haben. Man könne eher die Schüler am Besuch der Schule hindern, als die deutsche Bevölkerung, Weihnachten und Silvester zu feiern. Die Weihnachtsferien eine Woche eher zu starten, wäre optimal, damit über die Feiertage nicht so viel passiere. Innerhalb dieser einen Woche würde man die meisten Infektionen bemerken.

16:05 Uhr | Weg für November-Hilfen in Sachsen frei

Die sächsische Landesregierung hat den Weg für die November-Hilfen freigemacht. Das Kabinett stimmte einer dafür nötigen Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund zu. Wirtschaftsminister Martin Dulig sagte, nun müsse der Bund die notwendigen technischen Voraussetzungen schaffen, damit die Hilfen beantragt werden könnten. Die Hilfen sollen Unternehmen, Solo-Selbstständige, Vereine und Einrichtungen erhalten, die mit der Corona-Schutzverordnung seit 2. November 2020 ihren Betrieb einstellen mussten. Sie sollen staatliche Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des Umsatzes vom November 2019 erhalten.

15:43 Uhr | Neue Quarantäne-Regeln in Halle

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos)
Bernd Wiegand Bildrechte: dpa

In Halle gelten ab Donnerstag neue Quarantäne-Regeln. Das sieht die dann geltende achte Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus in der Stadt vor. Wer positiv getestet wird, muss sich ab dann 14 Tage in häusliche Isolation begeben. Nach frühestens zehn Tagen findet ein zweiter Test statt. Sollte auch dieser positiv ausfallen, wird die Quarantäne um sieben Tage verlängert. Andere Vorschriften bleiben bestehen, beispielsweise die Maskenpflicht in der Altstadt. Sie gilt dann zwischen 8 und 20 Uhr. Oberbürgermeister Bernd Wiegend sagte, Ziel der neuen Allgemeinverfügung sei es, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz unter 50 zu senken. Am Dienstag habe dieser Wert erstmals die Marke von 70 überstiegen.

15:15 Uhr | Maskenpflicht auf Supermarkt-Parkplätzen in Sachsen

Sachsen verschärft die Corona-Maßnahmen. Gesundheitsministerin Petra Köpping kündigte an, dass ab Mittwoch eine Maskenpflicht auch auf Supermarkt-Parkplätzen sowie vor Kitas und Schulen gelten soll. Bei Verstößen drohe ein Bußgeld von 60 Euro. Zudem solle häufiger kontrolliert werden, ob die Corona-Regeln auch eingehalten werden.

Köpping riet älteren Menschen zudem, auf nicht notwendige Fahrten im Nahverkehr zu verzichten. Köpping sagte, die Lage sei weiterhin ernst. Die Anfang November eingeleiteten Maßnahmen hätten noch keine durchschlagende Wirkung gezeigt.

14:13 Uhr | Sieben-Tage-Schnitt an Neuinfektionen weiterhin über 18.000

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben für Montag 14.582 neue Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Der Sieben-Tage-Schnitt sank damit geringfügig auf durchschnittlich 18.365 tägliche Neuinfektionen in einer Woche. Seit dem 7. November ist der Wert durchgängig über 18.000.

13:46 Uhr | Covid-19 in Schweden dritthäufigste Todesursache

In Schweden ist Covid-19 in der ersten Jahreshälfte die dritthäufigste Todesursache gewesen. Wie die oberste Sozialbehörde des Landes mitteilte, stieg die Sterblichkeit insgesamt bei Frauen um zehn Prozent und bei Männern um 14 Prozent. Im April war Covid sogar die häufigste Todesursache. Die häufigste Todesursache waren demnach Herz- und Kreislauferkrankungen, gefolgt von Tumoren.

13:27 Uhr | Dobrindt: Mail-Flut gegen Infektionsschutzgesetz

Zahlreiche Bundestagsabgeordnete haben vor der Abstimmung zum Infektionsschutzgesetz eine Flut von kritischen E-Mails bekommen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte, allein sein Büro habe bis zum Vormittag etwa 37.000 Mails erhalten. Die meisten hätten identische Textstellen. Wer dahinter stehe, könne man nicht klären. Dobrindt sprach von einem brutalen Missbrauch der politischen Debatte. Mit bewusster Falschinformation solle eine Polarisierung der Gesellschaft erreicht werden.

Bundesrat und Bundestag wollen morgen Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschließen. Dabei geht es um Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Geschäftsschließungen und Verbote von Veranstaltungen.

12:43 Uhr | Corona-Ausbruch in Jenaer Pflegeheim

Im Jenaer Pflegeheim Luisenhaus sind 16 Bewohner und ein Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert. Nach Angaben der Stadt sind alle Fälle einem Wohnbereich zuzuordnen, der unter Quarantäne gesetzt wurde.

Im Unstrut-Hainich-Kreis sind unterdessen drei weitere an Covid-19 erkrankte Menschen gestorben. Der Kreis hat mit 161,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen die zweithöchste Inzidenz in Thüringen. Einen höheren Wert hat nach Daten des Risklayer-Projekts nur Hildburghausen mit einer Inzidenz von 250.

11:45 Uhr | Umweltbundesamt skeptisch zu mobilen Luftreinigern

Das Umweltbundesamt sieht den Nutzen mobiler Luftreiniger in Klassenzimmern skeptisch. Nach Angaben der Behörde wälzen die Geräte die Raumluft lediglich um und sorgen nicht für die notwendige Zufuhr von Frischluft. Luftreiniger sollten deshalb nur dort eingesetzt werden, wo Fenster nicht ausreichend geöffnet werden könnten und keine Zu- und Abluftsysteme in Frage kämen. Das beste Mittel, um das Infektionsrisiko zu senken, sei aber immer noch, alle 20 Minuten für drei bis fünf Minuten bei offenen Fenstern zu lüften.

11:05 Uhr | Merkel: Zögern kostet Geld

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat teils zu langsame Entscheidungen in der Corona-Krise beklagt. Auf einer Konferenz der "Süddeutschen Zeitung" sagte sie, wenn man früher agiere, könne man schneller auch wieder aus den Beschränkungen heraus. Ein Zögern koste immer mehr Geld. Zugleich warb sie um Verständnis für die bestehenden Einschränkungen. Die Lage sei unverändert ernst. Wenn man warte, bis die Intensivbetten voll belegt seien, wäre es zu spät.

10:16 Uhr | Vertagung von Beschlüssen stößt auf Kritik

Die deutschen Amtsärzte haben die Vertagung konkreter Corona-Entscheidungen durch Bund und Länder kritisiert. Die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärzte im öffentlichen Gesundheitswesen, Ute Teichert, sagte im WDR, sie könne zwar nachvollziehen, dass man es zunächst mit Appellen versuche. Den Gesundheitsämtern stehe das Wasser aber bis zum Hals. Sie schafften es nicht mehr, Kontaktpersonen von Infizierten nachzuverfolgen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte im Deutschlandfunk, mit dem Aufschub verspiele man wertvolle Zeit.

09:56 Uhr | Tägliche Schnelltests für Pflegeheime gefordert

Patientenschützer haben tägliche Antigen-Schnelltests für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte verlangt. Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte, es müsse geklärt werden, wer dies bezahle und personell unterstütze. Die zugesagten FFP2-Masken allein reichten nicht. Auch dauere es bei den PCR-Tests zu lang, bis die Ergebnisse vorliegen.

09:30 Uhr | Kretschmer dämpft Hoffnung auf Weihnachtsmärkte

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat den Weihnächtsmärkten in diesem Jahr eine Absage erteilt. Im Gespräch mit MDR SACHSEN sagte er, aus seiner Sicht sei ihre Durchfürung unmöglich. Das Virus habe seit Oktober sehr viel Kraft entwickelt. Auch wenn die Neuinfektionszahlen derzeit nicht mehr steil nach oben gingen, seien sie weiterhin auf einem hohen Niveau. Kretschmer appellierte erneut an die Eigenverantwortung der Menschen. Er hoffe, dass die aktuell empfohlenen Einschränkungen auch ohne gesetzliche Vorgaben eingehalten würden. Nächste Woche Mittwoch werde dann bei der Bund-Länder-Konferenz über weitere Schritte entschieden.

09:07 Uhr | Uni-Klinikum Halle will alle Beschäftigten mit FFP2-Masken ausstatten

Am Universitätsklinikum Halle sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit FFP2-Masken ausgestattet werden. Diese Masken bieten einen besseren Schutz vor Corona-Viren als eine herkömmliche Mund-Nasen-Bedeckung. Der ärztliche Direktor des Klinikums, Thomas Moesta, sagte MDR AKTUELL, der Vorstand werde demnächst darüber entscheiden. Man müsse noch klären, ob genügend Masken beschafft werden könnten. Der Betrieb an der halleschen Uni-Klinik war nach mehreren Corona-Fällen deutlich eingeschränkt worden. Seit Freitag werden alle Mitarbeiter getestet. 1.800 Test wurden bisher ausgewertet, drei davon waren positiv.

08:46 Uhr | Weniger internationale Studierende in Sachsen

In der Corona-Krise ist die Zahl internationaler Studierender an Sachsens Universitäten teils deutlich zurückgegangen. An der TU Dresden haben sich zum Wintersemester laut einem Sprecher rund 1.100 internationale Studierende eingeschrieben. Das seien etwa 30 Prozent weniger als im Vorjahr.

An der Universität Leipzig fiel der Rückgang weniger deutlich aus. Der Pressestelle zufolge nahmen zum Wintersemester rund 690 internationale Bewerberinnen und Bewerber ihren Studienplatz an. Vergangenes Jahr waren es 720. An der TU Chemnitz immatrikulierten sich zum Wintersemester 2.674 Studierende mit ausländischer Herkunft - rund 100 weniger als im Vorjahr.

07:59 Uhr | GEW dringt auf Wechselunterricht an Schulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Aufschub weiterer Anti-Corona-Maßnahmen an Schulen kritisiert. Vorsitzende Marlis Tepe sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", sie habe kein Verständnis, dass sich Bundesländer gegen Wechselunterricht wehrten. Dieser sei ab der Sekundarstufe I gut umzusetzen.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte strengere Corona-Maßnahmen an Schulen. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, man habe acht Monate Zeit gehabt, das Lernen von zu Hause aus vorzubereiten. Das Problem in den Schulen sei bislang unterschätzt worden. Die Infiziertenzahl bei den 10- bis 19-Jährigen sei derzeit etwa zehnmal so hoch wie während der ersten Corona-Welle im Frühjahr. Studien zeigten, dass sich Kinder untereinander in der Schule infizierten und dann ihre Eltern mit dem Virus ansteckten.

07:37 Uhr | Krankschreibung per Videosprechstunde dauerhaft geplant

Beschäftigte sollen dauerhaft die Möglichkeit bekommen, sich per Videosprechstunde krankschreiben zu lassen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf einen Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Seit Mitte Juli können Krankschreibungen für maximal sieben Tage per Videosprechstunde ausgestellt werden. Voraussetzung ist, dass der Patient der Arztpraxis bekannt ist und die Erkrankung eine solche Untersuchung zulässt. Eine Verlängerung der Krankschreibung per Fernbehandlung ist bislang nicht möglich. Dem Bericht zufolge soll das geändert werden.

07:05 Uhr | Bund will bei Dienstreisen in der Bahn Nachbarplatz zahlen

Der Bund will Mitarbeitern von Behörden während der Corona-Krise bei Dienstreisen mit der Bahn einen leeren Nachbarplatz bezahlen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich auf ein Schreiben des Bundesinnenministeriums. So solle der Abstand zu Mitreisenden und damit der Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus erhöht werden. Dem Bericht zufolge gilt die Maßnahme zunächst bis Ende März. Bislang lehnen Bund und Bahn einen garantierten Mindestabstand in Fernzügen für alle Passagiere ab. Es gebe keinen Nachweis über eine besondere Ansteckungsgefahr in Zügen.

06:46 Uhr | Kretschmer ruft zu Disziplin auf

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Bevölkerung angesichts der Corona-Pandemie zu Disziplin und Verzicht aufgerufen. Kretschmer sagte nach den Beratungen von Bund und Ländern, es stünden anstrengende Monate bevor. Es sei wichtig, dass jeder Einzelne seinen Beitrag leiste, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte, die zweite Welle der Pandemie sei stärker als die erste im Frühjahr. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sagte, es hänge vom Verhalten der Bevölkerung ab, ob beispielsweise Weihnachten unbeschwert Feiern möglich sein werde.

Bund und Länder hatten dazu aufgerufen, ihre privaten Kontakte auf ein Minimum zu beschränken. Über weitere Maßnahmen soll in der kommenden Woche entschieden werden.

06:27 Uhr | Masken-Atteste auf Demos meist falsch

Der Pneumologen-Verband geht davon aus, dass bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik in 99,9 Prozent der Fälle falsche oder untaugliche Masken-Atteste vorgelegt werden. Der Thüringer Landesvorsitzende Christian Franke sagte MDR AKTUELL, es gebe Menschen, die tatsächlich keine Maske tragen könnten, weil sie an einer schweren Lungenkrankheit oder Panik-Attacken litten. Wer sich aber auf einer Demo frei bewege, rufen oder schreien könne, der habe in der Regel keine so schwere Erkrankung.

Dem sächsischen Innenministerium zufolge wurden bei Demonstrationen zuletzt immer häufiger Atteste vorgelegt, die vom Tragen einer Maske befreien. Auf der Pegida-Kundgebung in Dresden vor gut einer Woche traf das demnach auf jeden zehnten Teilnehmer zu.

06:15 | Strenger Lockdown in Österreich

In Österreich tritt heute ein strenger Lockdown in Kraft, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Die Schulen müssen wieder schließen. Auch Geschäfte dürfen nicht öffnen, ausgenommen Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Banken und Postämter. Der Lockdown sieht zudem eine ganztägige Ausgangssperre vor. Ausnahmen gibt es nur noch für den Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen sowie für Sport und Spaziergänge im Freien. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 7. Dezember. Hintergrund sind die steigenden Infektionszahlen in Österreich trotz eines vor zwei Wochen verhängten Teil-Lockdowns samt nächtlicher Ausgangssperre. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte am Wochenende zudem Corona-Massentests nach Ablauf der strengen Beschränkungen an.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 17. November 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt unterhalb.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. November 2020 | 06:00 Uhr