Coronavirus-Pandemie Ticker: Längere Weihnachtsferien in Sachsen und Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verlängert die Weihnachtsferien um zwei Tage, Sachsen zieht den Ferienbeginn vor. Im Kreis Hildburghausen gelten ab Mittwoch strengere Corona-Maßnahmen. Die Alpenländer diskutieren über die Öffnung der Skigebiete. Kontaktpersonen von Corona-Infizierten sollen ihre Quarantänezeit mit einem negativen Testergebnis auf zehn Tage verkürzen können. Verbraucherschützer warnen vor angeblichen Corona-Wundermitteln im Netz. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Leeres Klassenzimmer
In Sachsen-Anhalt sollen die Schulen auch am 7. und 8. Januar geschlossen bleiben. Bildrechte: imago images / photonews.at

Unser Ticker am Dienstag, 24. November 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:25 Uhr | Spanien impft zuerst in Altenheimen

Spanien will zunächst Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen gegen Covid-19 impfen. Erst danach kommt das Gesundheitspersonal dran. Das gab Gesundheitsminister Salvador Illa bei der Vorstellung des nationalen Corona-Impfplans für das kommende Jahr bekannt. Landesweit will die Regierung in 13.000 Gesundheitszentren Covid-19-Impfstationen einrichten. Bis Juni will sie mindestens die Hälfte der 47 Millionen Spanier geimpft haben. Die Impfungen sollen gratis und freiwillig sein.

21:10 Uhr | Update: Bund macht weitere Vorschläge für Corona-Regeln

Der Bund will die Vorschläge der Länder für neue Corona-Regeln um eigene Vorschläge ergänzen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf ein Papier mit Änderungsvorschlägen des Bundes. Danach ruft der Bund die Bevölkerung auf, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. Dabei sollen sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Ein Beginn der Weihnachtsferien bereits am 16. Dezember wird demnach nicht mehr erwähnt. Eine Meldung, wonach sich Bund und Länder darauf verständigt hatten, wurde am Abend von dpa zurückgezogen.

19:15 Uhr | Ausgangsbeschränkungen im Kreis Hildburghausen

Im Kreis Hildburghausen in Thüringen gelten ab Mittwoch strenge Ausgangsbeschränkungen. Dann ist der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Das geht aus der neuen Allgemeinverfügung hervor, die das Landratsamt am Dienstagnachmittag veröffentlicht hat. Erlaubt ist dann unter anderem der Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen. Anlass für die verschärften Corona-Regeln sind die drastisch gestiegenen Infektionszahlen im Landkreis. Die Sieben-Tag-Inzidenz liegt bei 483 Fällen pro 100.000 Einwohner.

19:02 Uhr | Kekulé: Fünf Tage Quarantäne vor Weihnachten zu kurz

Der Virologe Alexander Kekulé hält die von den Ländern vorgeschlagene fünftägige Selbstquarantäne vor Weihnachten für zu kurz. Kekulé riet im Podcast von MDR AKTUELL, sich vor dem Fest nach Möglichkeit sieben Tage zu isolieren. Wer keine schulpflichtigen Kinder habe, sollte das dringend in Erwägung ziehen. Die sieben Tage seien schon ein Kompromiss zwischen dem, was virologisch sinnvoll sei, und dem, was für die Bevölkerung zumutbar sei.

18:39 Uhr | Sachsen-Anhalt plant Schnelltests an Schulen und Kitas

Sachsen-Anhalt will die verlängerten Weihnachtsferien für Schnellttests an Schulen, Kitas und Horten nutzen. Das kündigten Sozialministerin Petra Grimm-Benne und Bildungsminister Marco Tullner an. Es sei angedacht, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher nach dem Feiertag Heilige Drei Könige am 6. Januar freiwillig auf Corona zu testen. Mit den Schnelltests solle das Ansteckungsrisiko an Schulen, Kitas und Horten nach den Weihnachts- und Silvesterfeiertagen minimiert werden. Grimme-Benne hatte angekündigt, dass die Weihnachtsferien im Land um den 7. und 8. Januar verlängert werden.

18:27 Uhr | Sachsen plant schärfere Maßnahmen in Hotspots

Die Corona-Epidemie und die damit verbundene vorgeschriebene Besuchergrenze sorgt beim Gottesdienst am Sonntag in der Thomaskirche in Leipzig für viele leere Plätze.
Sachsen will die Besucherzahl bei Gottesdiensten in Corona-Hotspots begrenzen. Bildrechte: dpa

Die sächsische Landesregierung plant schärfere Corona-Beschränkungen, wenn vor Ort fünf Tage lang der Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten wird. Ein Entwurf des Gesundheitsministeriums sieht unter anderem ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen vor. Die Zahl der Teilnehmer bei Demonstrationen und Versammlungen soll dann auf höchstens 200 begrenzt werden. Bei Beerdigungen dürften dann höchstens 15 Personen dabei sein. In Kirchen dürften nur noch maximal 50 Menschen zusammenkommen. Der Entwurf soll in den nächsten Tagen in den Ausschüssen des Landtages und Verbänden diskutiert werden.

18:12 Uhr | Thüringer Maskenverweigerer muss Bußgeld zahlen

Schild Maskenpflicht
Bildrechte: imago images/Pius Koller

Ein Maskenverweigerer aus Thüringen muss 260 Euro Bußgeld zahlen. Das hat das Amtsgericht Mühlhausen entschieden, indem es den Einspruch des Mannes gegen den Bußgeldbescheid verwarf. Der Mann aus Bad Langensalza wollte ohne Mund-Nasen-Schutz zum Prozess gehen. Daraufhin machte das Gericht von seinem Hausrecht Gebrauch und ließ ihn nicht ins Gebäude. Nach Ansicht des Richters war der Mann somit nicht zum Termin erschienen. Er habe auch kein gültiges Attest vorgelegt. Das Urteil kann noch vor dem Oberlandesgericht angefochten werden. Der Mann war Ende August ohne Maske in einem Supermarkt in Bad Langensalza von zwei Kontrolleuren gestoppt worden.

16:45 Uhr | Update: Längere Weihnachtsferien in Sachsen und Sachsen-Anhalt

In Sachsen und Sachsen-Anhalt wird es längere Weihnachtsferien geben. Sachsen-Anhalt will die Weihnachtsferien um zwei Tage nach hinten verlängern. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sagte, die Schulen sollten am 7. und 8. Januar geschlossen bleiben. Normalerweise enden die Ferien im Land am 5. Januar. Der 6. Januar ist ohnehin ein Feiertag in Sachsen-Anhalt. Die Verlängerung soll laut Grimm-Benne auch für den Hort gelten. Darüber werde aber noch mit den Elternvertretern gesprochen.

Sachsen dagegen zieht den Ferienbeginn vor. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte MDR AKTUELL, letzter Schultag soll der 18. Dezember sein und nicht erst der 22. Dezember. Damit habe man etwas länger Zeit und hoffe, dass man am Ende weniger Ansteckungen habe. Mehr Isolation sei das Ziel dieser Maßnahme. Auch andere Bundesländer wie Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg wollen den Beginn der Weihnachtsferien vorziehen.

16:22 Uhr | Streit um Öffnung der Skigebiete in den Alpen

Die Alpenländer streiten über die Öffnung der Skigebiete in den Alpen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach sich für eine europaweit einheitliche Regelung mit vorübergehender Schließung der Skigebiete aus.

Skifahrer warten bei Sonnenschein an Liften im Skigebiet der Idalp.
Österreich will die Skigebiete unbedingt öffnen. Bildrechte: dpa

Er unterstütze damit einen Vorschlag aus Italien und Frankreich. Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte schlug vor, die Skigebiete angesichts der Corona-Pandemie mindestens bis zum 10. Januar geschlossen zu halten. Die Südtiroler Regionen fordern mindestens eine länderübergreifende Regelung. Man könne das Skifahren nicht in Südtirol verbieten, es aber im benachbarten Österreich erlauben.

Österreich dagegen will die Skigebiete mit entsprechenden Vorkehrungen um jeden Preis öffnen. Finanzminister Gernot Blümel forderte Entschädigungen in Milliardenhöhe von der EU, falls Skilifte tatsächlich über die Weihnachtsferien stillstehen sollen. Er sagte, Österreich rechne dadurch mit einem Umsatzausfall von 800 Millionen Euro für jede der Ferienwochen.

15:45 Uhr | Sachsen-Anhalt verlängert Weihnachtsferien

Sachsen-Anhalt will die Weihnachtsferien um zwei Tage verlängern. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sagte, die Schulen sollten am 7. und 8. Januar zu bleiben. Normalerweise enden die Ferien im Land am 5. Januar. Der 6. Januar ist ohnehin ein Feiertag in Sachsen-Anhalt. Die Verlängerung soll laut Grimm-Benne auch für den Hort gelten. Darüber werde aber noch mit den Elternvertretern gesprochen.

Andere Bundesländer wie Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg wollen ebenfalls die Weihnachtsferien verlängern. Dort sollen sie allerdings früher beginnen. Nun soll der 18. Dezember letzter Schultag sein und nicht erst der 22. Dezember.

15:20 Uhr | Sachsen gegen Wechselmodell an Schulen

Sachsen will möglichst lange am Regelbetrieb in Schulen festhalten. Kultusminister Christian Piwarz sagte dem MDR, Alternativen wie ein Wechselmodell seien für die Lehrer sehr aufwändig.

Sie müssten an den Schulen unterrichten und zusätzlich die Kinder betreuen, die von zu Hause aus lernten. Dafür brauche man mehr Personal, das aber nicht zu Verfügung stehe. In Sachsen besuchen derzeit etwa 98 Prozent der Schüler den Präsenzuntericht. Der sächsische Lehrerverband will den Normalbetrieb beibehalten. Die Bildungsgewerkschaft GEW forderte hingegen mit Blick auf hohe Corona-Infektionenszahlen eine Verkleinerung der Klassen.

15:05 Uhr | "Dezemberhilfen" über 17 Milliarden Euro geplant

Bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns will der Bund den betroffenen Unternehmen voraussichtlich mit insgesamt 17 Milliarden Euro helfen. Das berichten sowohl die Funke-Mediengruppe und die Deutsche Presse-Agentur. Wie genau die neuen Hilfen für den Dezember aussehen, ist unklar. Bund und Länder wollen morgen wahrscheinlich eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis kurz vor Weihnachten beschließen.

Damit würden Gastronomiebetriebe und Kultureinrichtungen sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen weiter geschlossen bleiben. Der Bund hatten den betroffenen Unternehmen bisher rund 14 bis 15 Milliarden Euro an "Novemberhilfen" zugesagt. Die Hilfen können allerdings erst im Laufe dieser Woche beantragt werden. Bis Monatsende soll es zunächst Abschlagszahlungen geben. Das Geld soll aus einem Topf für laufende Überbrückungshilfen kommen, der aber bei weitem nicht ausgeschöpft ist.

14:14 Uhr | Au-pairs dürfen wieder nach Deutschland

Nach monatelangen Grenzschließungen wegen der Corona-Pandemie dürfen Au-pairs aus Drittstaaten wieder nach Deutschland einreisen. Das teilte das Bundesinnenministerium mit. Der Aufenthalt müsse für mindestens sechs Monate geplant sein.

13:59 Uhr | Korte begrüßt Länder-Entwurf für Dezemberregeln

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan Korte hat die von den Ländern vorgeschlagenen Regeln für die Festtage als richtigen Weg bezeichnet. Der Fraktionsgeschäftsführer der Linken sagte MDR AKTUELL, es sei unumstritten, dass Maßnahmen erforderlich seien. Es müsse dennoch jeder selbstverantwortlich entscheiden, was über die Feiertage notwendig sei und worauf man verzichten könne.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dagegen forderte eine weitere Verschärfung der bisherigen Länder-Vorschläge. An einigen stellen müsse man noch nachschärfen und ergänzen, sagte der CSU-Politiker. Beispielsweise wolle er noch einmal diskutieren, ob die für Weihnachten gelockerten Kontaktregeln tatsächlich auch über Silvester gelten sollen. Morgen wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen entscheiden.

13:35 Uhr | EU schließt Vertrag zu Moderna-Impfstoff

Die EU-Kommission hat mit dem US-Hersteller Moderna einen Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Impfdosen ausgehandelt. Nach Angaben von Kommissionschefin Ursula von der Leyen soll der Vertrag am Mittwoch formal besiegelt werden. Damit hat die EU nun Verträge mit den Herstellern der drei aussichtsreichsten Impfstoffkandidaten. Mit Biontech/Pfizer und mit Astrazeneca gibt es bereits entsprechende Vereinbarungen. Alle drei Impfstoffe sind nach jüngsten Testdaten wirksam und verträglich. Damit haben sie gute Chancen auf eine zeitnahe Zulassung.

13:10 Uhr | Warnung vor angeblichen Corona-Wundermitteln

Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt vor vermeintlichen Corona-Wundermitteln. Präsident Friedel Cramer sagte, Nahrungsergänzungsmittel könnten Covid-19 weder verhindern noch heilen. Dennoch versuchten einige Online-Verkäufer, für ihre Produkte mit zweifelhaften oder gar illegalen Versprechen zu werben. Bislang seien in Deutschland 60 unzulässige Angebote erfasst worden.

12:56 Uhr | Schnelltests sollen Quarantänezeit verkürzen

Die Quarantänezeit für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten soll kürzer werden. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern verständigt. Danach sind es ab Dezember nur noch zehn statt 14 Tage - unter der Bedingung eines negativen Tests. Bundesminister Jens Spahn sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, zehn Tage Quarantäne mit Schnelltest am Ende sei genauso sicher wie 14 Tage Quarantäne ohne Test. Aber es bedeute für die Betroffenen vier Tage weniger Einschränkungen.

Als Kontaktperson ersten Grades gilt zum Beispiel, wer für mehr als 15 Minuten und mit wenig Abstand mit einem positiv Getesteten zusammen war.

12:05 Uhr | Schleswig-Holstein gegen Fünf-Personen-Regel im Dezember

Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern will Schleswig-Holstein die derzeitigen Kontaktbeschränkungen im Dezember nicht verschärfen. Das steht in einer Fußnote der Beschlussvorlage der Länder vor dem morgigen Treffen mit dem Bund. Demnach dürfen sich in Schleswig-Holstein statt nur noch fünf Personen auch weiterhin bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten treffen.

Zur Begründung wird auf das vergleichsweise niedrige Infektionsgeschehen in Schleswig-Holstein verwiesen. Dem Robert Koch-Institut zufolge ist die Inzidenz dort mit gut 47 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bundesweit am niedrigsten.

11:37 Uhr | Beerdigung mit 400 Gästen löst Polizeieinsatz aus

In Bremen hat eine Beerdigung mit bis zu 400 Trauergästen für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. Wie die Beamten mitteilten, wurden Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln missachtet. Außerdem sei die maximal erlaubte Teilnehmerzahl überschritten worden.

11:20 Uhr | England verkürzt Quarantäne für Einreisende

In England gilt ab Mitte Dezember eine kürzere Quarantäne-Pflicht bei Einreisen aus dem Ausland. Die britische Regierung teilte mit, wer nach fünf Tagen einen negativen Corona-Test vorweise, könne die Selbstisolation früher beenden. Bisher sehen die Corona-Maßnahmen eine 14-tägige Quarantäne vor. Die Neuregelung tritt am 15. Dezember in Kraft. Die Kosten für den Test müssen allerdings selbst getragen werden.

Gestern hatte die Regierung angekündigt, die Corona-Auflagen in England nächste Woche zu lockern. Unter anderem dürfen Menschen ihre Wohnungen wieder ohne triftigen Grund verlassen.

10:57 Uhr | Fast 170.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA breitet sich die Corona-Pandemie weiter rasant aus. Die Behörden meldeten binnen 24 Stunden mehr als 169.000 Neuinfektionen. 889 Patienten starben an den Folgen von Covid-19. Insgesamt haben sich in den USA mehr als 12,4 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt.

09:25 Uhr | Länder für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an

Die Ministerpräsidenten der Länder plädieren für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an. Im Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch heißt es: "Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken." Kinder bis 14 Jahre seien hiervon ausgenommen.

08:49 Uhr | Bundesländer legen Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester vor

Die Bundesländer haben sich auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt. Das geht aus der Beschlussvorlage für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs am morgigen Mittwoch hervor. Demnach können sich vom 23. Dezember bis zum 1. Januar maximal zehn Personen unterschiedlicher Haushalte treffen. Davor und danach sollen Treffen von maximal fünf Personen erlaubt sein. Kinder unter 14 Jahren sind jeweils ausgenommen. Die Länder vereinbarten zudem, Kneipen und Gaststätten bis zum 20. Dezember geschlossen zu lassen. Geschäfte sollen geöffnet bleiben, die Maskenpflicht aber auf Parkplätze erweitert werden. Endgültig entschieden wird morgen.

08:27 Uhr | Wirtschaft im Sommer deutlich erholt

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Sommerquartal stärker vom Corona-Absturz erholt als bislang angenommen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal um 8,5 Prozent. Im Frühjahr hatte Europas größte Volkswirtschaft noch ein Minus von 9,8 Prozent verbucht, da viele Geschäfte wegen der Pandemie schließen mussten.

Im laufenden Quartal droht wegen der zweiten Corona-Welle allerdings ein neuer Rückschlag. Der Sachverständigenrat erwartet für das gesamte Jahr einen Einbruch von gut fünf Prozent.

07:52 Uhr | Auch Bayern startet früher in Weihnachtsferien

Nach Nordrhein-Westfalen zieht auch Bayern den Start der Weihnachtsferien vor. Wie Ministerpräsident Markus Söder dem Bayerischen Rundfunk sagte, ist der 18. Dezember der letzte Schultag. Ursprünglich sollten die Ferien erst am 23. Dezember starten.

Zuvor hatte bereits NRW angekündigt, die Schüler zwei Tage früher in die Ferien zu schicken. Auch Sachsens Kultusminister Christian Piwarz schließt ein Vorziehen der Weihnachtsferien nicht grundsätzlich aus. Das Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt zeigte sich offen dafür, die Ferien um zwei Tage bis zum 11. Januar zu verlängern.

07:34 Uhr | Inzidenz in Hildburghausen nähert sich 500

Im Thüringer Landkreis Hildburghausen ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle weiter gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag dem Robert Koch-Institut zufolge am Morgen bei 483 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Eine solche Entwicklung hatte der Landrat Thomas Müller bereits gestern erwartet. Der Landkreis ist aktuell bundesweiter Spitzenreiter. Ab morgen sollen dort alle Schulen und Kindergärten geschlossen werden.

Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen plädiert dagegen dafür, Schulen und Kitas geöffnet zu lassen. Wenn Beschäftigte nicht arbeiten gehen könnten, sei das das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung.

07:13 Uhr | Sieben-Tages-Schnitt an Neuinfektionen weiter stabil hoch

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben für Montag 14.537 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Der Sieben-Tages-Schnitt blieb damit weiter nahezu unverändert bei 18.446. Nach einem starken exponentiellen Anstieg im Oktober hatte sich der Wert ab dem 7. November bei durchschnittlich über 18.000 täglichen Neuinfektionen in einer Woche eingependelt. Auch die Inzidenz an täglichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern ist seitdem im bundesweiten Schnitt nahezu unverändert mit Werten über 150. Der gewünschte Rückgang blieb bisher aus.

06:53 Uhr | Pflegebevollmächtigter für mehr Entscheidungsfreiheit für Pflegeheimbewohner

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, schlägt vor, dass Pflegeheimbewohner während der Corona-Pandemie selbst über Besuch entscheiden dürfen. Er sagte der "Passauer Neuen Presse", die Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner müsse einen hohen Stellenwert behalten. An die Pflegeheime appelliert der Pflegebevollmächtigte, einer Isolation ihrer Bewohner vorzubeugen. Mit einem vernünftigen Hygienekonzept sollte Besuch von Angehörigen im Regelfall weiter möglich sein. Wegen der steigenden Infektionszahlen hatten viele Einrichtungen die Besuchsmöglichkeiten teils stark eingeschränkt.

06:43 Uhr | Strengere Kontaktbeschränkungen in Schweden

In Schweden treten heute strengere Corona-Auflagen in Kraft. In der Öffentlichkeit dürfen nur noch acht Menschen zusammenkommen. Bisher waren es bis zu 300. Schulen und Restaurants sollen aber weiter geöffnet bleiben.

Schweden setzte seit Beginn der Pandemie stärker als andere Länder auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Kritiker warfen den Behörden deshalb vor, mit dieser Strategie Menschenleben zu gefährden.

06:27 Uhr | Ministerpräsidenten einig zu Verlängerung von Corona-Maßnahmen

Die Ministerpräsidenten der Länder haben am Abend erneut über das Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Nach übereinstimmenden Berichten waren sie sich grundsätzlich einig, dass die Kontaktbschränkungen bis zum 20. Dezember verlängert werden sollen. Offen blieb, ob es Ausnahmen für Gebiete mit niedrigen Infektionszahlen geben soll. Keine einheitliche Linie gab es zudem bei der Frage eines generellen Verkaufsverbots für Silvesterböller. Auch die erweiterte Maskenpflicht ist weiter in der Diskussion. Konkrete Entscheidungen sollen morgen gefällt werden.  

06:15 Uhr | Klein: "Querdenken"-Anhänger relativieren Holocaust

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat Teilnehmern der "Querdenken"-Proteste eine Relativierung des Holocausts vorgeworfen. Klein sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Vergleiche mit Opfern des Nationalsozialismus verhöhnten die tatsächlichen Opfer. Der Holocaust sei kein Abziehbild für jedwede Opfergefühle. Wer über Anne Frank oder Sophie Scholl gut Bescheid wisse, werde kaum solch krude Verharmlosungen äußern.

Am Wochenende hatte sich eine Rednerin in Hannover mit Sophie Scholl verglichen. Scholl wurde 1943 von den Nazis hingerichtet.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 24. November 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt unterhalb.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. November 2020 | 06:00 Uhr