Coronavirus-Pandemie Ticker: Johnson bringt Militäreinsatz in Spiel

Geht es nach Premier Johnson, könnte in England auch das Militär die Corona-Maßnahmen durchsetzen. Im Vogtlandkreis gelten ab Freitag wieder Kontaktbeschränkungen. In Erfurt muss ein Förderzentrum schließen. Russland kündigt einen zweiten Impfstoff an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt auf Corona-Schnelltests ab Oktober. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie finden Sie in unserem Coronavirus-Ticker.

Eine Passantin geht an einem Plakat mit der Aufschrift Covid Cases Are Rising. If You Have Symptoms - Get Tested Now vorbei
In England gelten ab Donnerstag schärfere Corona-Maßnahmen. Premierminister Johnson sagte, gegebenenfalls könnte das Militär die Polizei unterstützen, um die Maßnahmen durchzusetzen. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag, den 22. September 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:35 Uhr | EU-Sondergipfel wegen Corona-Falls verschoben

Der für diese Woche geplante EU-Sondergipfel ist wegen eines Corona-Falls im Umfeld von Ratspräsident Charles Michel verschoben worden. Wie ein EU-Sprecher mitteilte, wurde ein Sicherheitsbeamter Michels positiv auf das Virus getestet. Deshalb habe sich der EU-Ratspräsident in Quarantäne begeben. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs soll Anfang Oktober nachgeholt werden.

21:10 Uhr | Johnson bringt Militäreinsatz in Spiel

Der britische Premier Boris Johnson hält auch einen Einsatz des Militärs für möglich, um schärfere Corona-Maßnahmen durchzusetzen. Johnson kündigte im Parlament an, die Polizei werde präsenter in den Straßen sein. Gegebenenfalls könne das Militär zur Verstärkung eingesetzt werden. Johnson betonte, man werde die schärferen Corona-Maßnahmen streng überprüfen und Geldstrafen verhängen.

Boris Johnson Premierminister von Großbritannien, spricht im britischen Unterhaus.
Johnson bei seiner Rede im Parlament. Bildrechte: dpa

Johnson verschärfte für England erneut die Schutzvorkehrungen. Ab Donnerstag müssen Pubs und Restaurants spätestens um 22 Uhr schließen. In Pubs und Restaurants sowie Taxis und Geschäften gilt dann eine Maskenpflicht. Auf Hochzeiten sind nur noch 15 Gäste erlaubt. Johnson forderte die Arbeitnehmer wieder auf, wenn möglich von zuhause zu arbeiten. Das bedeutet eine Kehrtwende, nachdem er wochenlang eine große "Zurück ins Büro"-Kampagne propagiert hatte. Die neuen Regeln sollen voraussichtlich sechs Monate lang gelten.

In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3.500 bis 4.400 neue Corona-Fälle hinzu. Die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Sollten die Fallzahlen weiter steigen, stellte Johnson eine weitere Verschärfung der Maßnahmen in Aussicht. Die neuen Maßnahmen gelten für England. In Schottland und Wales wollen die Regionalregierung ähnliche Maßnahmen ergreifen. In Nordirland gelten allerdings bereits deutlich schärfere Regeln.

20:25 Uhr | Putin schlägt Impfstoff-Konferenz vor

Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine internationale Konferenz zur Kooperation bei Corona-Impfstoffen vorgeschlagen. Putin sagte in seiner virtuellen Rede bei der UN-Generalversammlung, sein Land wolle die Erfahrungen bei der Impfstoffentwicklung mit allen Staaten und internationalen Instanzen teilen. Russland sei auch bereit, seinen bereits eingesetzten Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Er habe sich als sicher und effektiv erwiesen. Putin sprach sich auch dafür aus, die Weltgesundheitsbehörde WHO zu stärken. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in seiner Videobotschaft erneut schwere Vorwürfe gegen die WHO und China bekräftigt. Beide seien schuld daran, dass sich das Virus weltweit ausgebreitet habe.

20:05 Uhr | Frühere Sperrstunde im Westen Österreichs

In den österreichischen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg gilt ab Freitag eine Sperrstunde von 22 Uhr. Wie die Landesregierungen und das österreichische Kanzleramt mitteilten, gilt die Maßnahme erstmal für drei Wochen. Im Rest des Landes dürfen Lokale dagegen weiterhin bis 1 Uhr öffnen. Kanzler Sebastian Kurz appellierte auch an die Bundesländer Wien und Niederösterreich, die Sperrstunde anzupassen.

In Österreich sind Corona-Infektionszahlen ebenfalls stark gestiegen. Zwar lebt mehr als die Hälfte der aktuell als erkrankt geltenden 8.200 Menschen in Wien. Teile der drei westlichen Bundesländer, die an Bayern und Baden-Württemberg grenzen, werden von österreichischen Experten ebenfalls als Gebiete mit hohem Risiko eingeschätzt.

19:42 Uhr | Quarantäne für Asylbewerberheim in Schkeuditz aufgehoben

Für die Bewohner eines Asylbewerberheims in Schkeuditz ist die Quarantäne aufgehoben worden. Das Landratsamt Nordsachsen teilte, alle Corona-Tests seien negativ gewesen. Das Heim war am Freitag vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden, nachdem bei einem Mitarbeiter das Coronavirus nachgewiesen worden war. Daraufhin waren alle 230 Bewohner sowie die Mitarbeiter der Einrichtung getestet worden.

18:35 Uhr | Mehr als 200.000 Corona-Tote in den USA

In den USA sind mittlerweile mehr als 200.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Passanten tragen Mundschutz, um eine Verbreitung des Coronavirus zu verhindern während sie an einem Wandgemälde eines wiedereröffnetes Geschäfts vorbei gehen.
Bildrechte: dpa

Das geht aus Daten Johns-Hopkins-Universität hervor. In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele bekannte Corona-Tote. Die USA stehen damit für rund jeden fünften Todesfall mit oder wegen des Coronavirus weltweit. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land rund 6,86 Millionen Infektionsfälle bestätigt - auch das ist ein internationaler Höchstwert.

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität, die Daten zum Coronavirus weltweit auswertet, ist Brasilien mit mehr als 137.000 bekannten Todesfällen das Land mit den zweitmeisten Corona-Toten, gefolgt von Indien mit rund 89.000 Toten und Mexiko mit knapp 74.000 Toten.

18:10 Uhr | Bundesamt mahnt zur Vorsicht bei UV-Desinfektion

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mahnt zu Vorsicht bei einer speziellen UV-Desinfektionen zur Bekämpfung des Coronavirus. Die Behörde erklärte, Menschen sollten nicht der Strahlung ausgesetzt werden. Die UV-Strahlung könne Haut und Augen schädigen und sei nachgewiesenermaßen krebserregend. Mit UV-C-Strahlung werden nach BfS-Angaben seit längeren Oberflächen, Luft und Wasser desinfiziert. Zuletzt hatte es Tests an Bahnhöfen gegeben, bei denen etwa Handläufe von Rolltreppen keimfrei gemacht werden sollten, Das BfS betonte, auf keinen Fall sollte die UV-C-Strahlung zur Desinfektion am Körper eingesetzt werden.

17:53 Uhr | Förderzentrum in Erfurt muss schließen

In Erfurt muss ein Förderzentrum mit Internat wegen eines Corona-Ausbruchs zeitweilig schließen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurde eine Mitarbeiterin im freiwilligen sozialen Jahr positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet. Sie sei überall eingesetzt worden. Deshalb habe die komplette Schule plus Internat gesperrt werden müssen. Betroffen sind 157 Schüler und 63 Lehrkräfte, die in häusliche Quarantäne geschickt wurden. Nach Angaben der Stadt gehören die Schüler wegen Behinderungen zum besonders gefährdeten Personenkreis. Sie sollen bei auftretenden Symptomen getestet werden.

17:50 Uhr | Keine Zuschauer bei Aues Heimspiel

Sonne und Wolken am Himmel über dem Erzgebirgsstadion
Fans dürfen vorerst nicht ins Erzgebirgsstadion. Bildrechte: dpa

Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue muss im Heimspiel am Freitag gegen die SpVgg Greuther Fürth ohne Fans auskommen. Wie der Verein mitteilte, wurde im Ergebirgskreis der Wert von 20 Corona-Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen überschritten. Damit sind nach der sächsischen Corona-Verordnung Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern untersagt. Der Wert lag am Dienstag bei 24.

17:40 Uhr | Trump greift China wegen Corona vor UNO an

US-Präsident Donald Trump hat vor den Vereinten Nationen China scharf angegriffen. Trump sagte in einem Video zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung, China sei für die weltweite Verbreitung des Coronavirus verantwortlich und damit auch für die globale Krise. Er erklärte, China habe anfangs zwar Inlandsreisen verboten, Flüge ins Ausland aber weiter zugelassen. Die Vereinten Nationen müssten China zur Rechenschaft ziehen.

Der chinesische Präsidenten Xi Jinping (r) geht in der Großen Halle des Volkes in Peking (China) zusammen mit dem US-Präsidenten Donald Trump an Nationalflaggen vorbei.
Trump und Jinping Bildrechte: dpa

Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping wies die Vorwürfe zurück. Er sagte in einem Video für die UN-Generaldebatte, alle Versuche, zu politisieren oder zu brandmarken, sollten vermieden werden. Vielmehr sollte die Welt solidarisch im Kampf gegen die Pandemie zusammenstehen.

Zum Auftakt der Generaldebatte hatte UN-Generalsekretär Guterres vor einem neuen Kalten Krieg zwischen den USA und China gewarnt. Die Welt könne sich keine Zukunft leisten, in der die beiden größten Volkswirtschaften die Erde spalteten. Die Debatte findet in diesem Jahr wegen der Corona-Krise weitgehend virtuell statt. Die Vertreter der 193 UN-Mitgliedsländer halten ihre Reden in Form von Videobotschaften.

17:15 Uhr | Vogtlandkreis begrenzt soziale Kontakte

Der Vogtlandkreis schränkt die sozialen Kontakte wegen steigender Corona-Infektionszahlen wieder ein. Er erließ für die drei Städte Adorf, Bad Elster und Markneukirchen eine Allgemeinverfügung, die ab Freitag gilt. Sie beschränkt die Zahl der Anwesenden bei Feiern in privaten Räumen auf 25. Bei Familienfeiern in Gaststätten oder anderen öffentlichen Räumen sind 50 Gäste erlaubt. Veranstalter von öffentlichen Veranstaltungen und Betreiber von Gastronomie-Betrieben oder Sportstätten müssen die Kontaktdaten von Besuchern und Teilnehmern aufnehmen. Besuche von Altenheimen oder in Krankenhäusern sind untersagt. Ausgenommen sind Geburts-, Kinder- oder Palliativstationen sowie Hospize. Der Kreis begründet sein Vorgehen mit den gestiegenen Corona-Infektionszahlen. Innerhalb der vergangenen sieben Tage habe die Zahl der Neuinfektionen über 35 auf 100.000 Einwohner gelegen.

16:40 Uhr | Remscheid empfiehlt Alltagmasken in der ganzen Stadt

Die nordrhein-westfälische Stadt Remscheid empfiehlt, im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. Zur Begründung hieß es, die Zahl der Corona-Neuinfektionen liege über dem Grenzwert von 50 pro 100.000 Einwohner. Schulsport darf vorerst nicht mehr in der Halle stattfinden. Großveranstaltungen mit mehr als 300 Besuchern werden nicht mehr genehmigt. Die Stadt setzt zudem auf mehr Aufklärung - auch auf eine gezielte, mehrsprachige Informationskampagne - und auf weitere Kontrollen.

16:27 Uhr | Sachsen weitet Corona-Tests aus

In Sachsen können sich ab Oktober weitere Berufsgruppen auf das Coronavirus testen lassen. Wie das Sozialministerium mitteilte, gilt das Angebot zunächst für drei Monate für das ärztliche und mittlere medizinische Personal in Kinder-, Haus- und HNO-Arztpraxen. Die Tests könnten freiwillig alle zwei Wochen wahrgenommen werden. Voraussetzung sei, dass in den Arztpraxen auch Testungen von Kindern vorgenommen werden. Die Regelung gelte für bis zu vier Angestellte pro Praxis. Die Kosten würde der Freistaat übernehmen.

16:10 Uhr | Weimarer Zwiebelmarkt fällt kleiner aus

Der 367. Weimarer Zwiebelmarkt Anfang Oktober fällt kleiner aus. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, konzentriert sich das Volksfest in diesem Jahr nur auf einen Teil der sonst genutzten Flächen in der Innenstadt.

Zugelassen seien 85 Marktstände, ein Bruchteil der sonst üblichen Anbieter. Händler und Besucher müssen einen Mundschutz tragen. An den Ständen darf kein Alkohol verkauft werden. Das gewohnte Rahmenprogramm auf verschiedenen Bühnen, der Historische Markt, der Stadtlauf, der Kinderzwiebelmarkt und das Riesenrad entfallen. Der Weimarer Zwiebelmarkt ist eines der wenigen größeren Volksfeste, das in Thüringen in diesem Jahr überhaupt stattfindet. Im vergangenen Jahr waren 320.000 Gäste gekommen.

15:25 Uhr | Russland kündigt zweiten Impfstoff an

Russland hat die Zulassung eines zweiten potenziellen Corona-Impfstoffes bis Mitte Oktober angekündigt. Wie die Nachrichtenagentur TASS berichtet, soll es klinische Tests mit 5.000 Freiwilligen geben. Der Impfstoff sei vom sibirischen Vector Institute entwickelt worden, das in der vergangenen Woche erste Versuche am Menschen abgeschlossen habe.

14:43 Uhr | Deutsche Wirtschaft schrumpft weniger als erwartet

Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr wohl etwas geringer einbrechen als bisher erwartet. Das Münchner Ifo-Institut erklärte, im laufenden Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 5,2 Prozent sinken. Bisher war das Institut von einem Rückgang von 6,7 Prozent ausgegangen. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sagte, die Entwicklung sei günstiger als zunächst vermutet. Im kommenden Jahr erwartet das Ifo-Institut nun ein geringeres Wachstum. Es rechnet mit 5,1 statt 6,4 Prozent. Für 2022 sagt es ein Plus von 1,7 Prozent voraus. Wollmershäuser räumte ein, dass die Unsicherheit groß sei. Niemand wisse genau, wie die Corona-Pandemie weiter verlaufe.

13:49 Uhr | Bayern verschärft Corona-Auflagen wieder

Bayern verschärft seine Corona-Schutzmaßnahmen wieder. Nach einer Kabinettssitzung kündigte Ministerpräsident Markus Söder heute eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in besonders von der Pandemie betroffenen Regionen an. Die erlaubte Zahl an Personen bei privaten Treffen wird in Innenräumen auf 25 beschränkt, im Außenbereich auf 50.

Markus Söder
Markus Söder Bildrechte: dpa

Söder zufolge sind für die aktuell hohen Corona-Zahlen in Bayern noch immer "sehr viele" Urlaubsrückkehrer verantwortlich. Hinzu kämen zunehmend Menschen, die sich durch puren Leichtsinn infizierten. Das zeige sich an der hohen Zahl junger Infizierter, die sich der Corona-Gefahr nicht bewusst seien.

Söder kündigte zugleich an, dass der Freistaat zehn Millionen Schnelltests bestellen werde. Zudem werde man 50 Millionen Euro für ein Lüftungsprogramm für Schulen und Kitas ausgeben.

An die Fans von Bayern München appellierte er, am Donnerstag nicht zum Supercup-Fußball-Spiel nach Budapest zu reisen. Die ungarische Hauptstadt sei Corona-Risikogebiet. Nach der Rückkehr würden auf jeden Fall die Test- und Quarantäne-Regeln gelten.

13:18 Uhr | Maskenpflicht im Schulunterricht in Hamm

Die Stadt Hamm in Nordrhein-Westfalen reagiert auf die zunehmenden Coronavirus-Infektionen und führt an weiterführenden Schulen eine Maskenpflicht im Unterricht ein. Sie gilt für Schüler und Lehrer. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann sagte, die Maskenpflicht solle ab Mittwoch greifen und zwar, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei. In zwei Wochen will die Stadt Hamm neu entscheiden.

12:55 Uhr | Spahn für Schnelltests ab Oktober

Gesundheitsminister Jens Spahn will ab Oktober auch Corona-Schnelltests einsetzen. Sie sollen für Reisende und Pflegeeinrichtungen genutzt werden. Spahn sagte auf einer deutsch-französischen Parlamentarierversammlung in Berlin, es gebe jetzt Hersteller, die diese Schnelltests in nennenswerter Größenordnung produzieren könnten. Die Qualität der Schnelltests sei zwar noch nicht so gut wie die von normalen PCR-Tests, aber gut genug. Deshalb sollten sie eine sinnvolle Ergänzung in der nationalen Teststrategie werden.

12:37 Uhr | NFL bestraft Trainer wegen Verstößen gegen Hygieneregeln

Die nordamerikanische Football-Profiliga NFL hat Verstöße gegen die geltenden Corona-Hygieneregeln geahndet und mindestens drei Cheftrainer mit einer Strafe von jeweils 100.000 US-Dollar belegt. Das berichten mehrere US-Medien übereinstimmend. Den Berichten zufolge werden die Trainer der Denver Broncos, der San Francisco 49ers und der Seattle Seahawks bestraft, weil sie bei Partien an der Seitenlinie keinen Mund-Nasen-Schutz trugen. Ihre Vereine müssen zudem jeweils 250.000 US-Dollar extra zahlen.

12:26 Uhr | Vogtlandkreis kündigt neue Allgemeinverfügung an

Zur Eindämmung der Corona-Fälle im oberen Vogtland will das Landratsamt im Laufe des Tages eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Damit treten für Markneukirchen, Bad Elster und Adorf strengere Einschränkungen in Kraft. Wie Landrat Rolf Keil mitteilte, hat sich eine Eigendynamik mit Schwerpunkt Markneukirchen entwickelt. Diese müsse man kurzfristig versuchen, zu unterbrechen. Im Moment gebe es zum Glück nur leichte Fälle und keinen Ansturm auf Intensivstationen.

12:10 Uhr | Drei neue Corona-Fälle an Schulen im Wartburgkreis

Im Wartburgkreis gibt es nach den Corona-Fällen an der Regelschule Bad Liebenstein weitere Fälle an Schulen. Ein Schüler der Regelschule Stadtlengsfeld ist nach Angaben des Gesundheitsamts positiv auf das Virus getestet worden. Die betroffene Klassenstufe und mehr als die Hälfte der Lehrer stehen jetzt unter Quarantäne. Für den Schulbetrieb gilt Stufe gelb. Das bedeutet, dass die Schüler jeweils in Teilen vor Ort und zu Hause unterrichtet werden. Am Gymnasium Bad Salzungen wurden zwei Schüler der sechsten Klasse positiv getestet. Dort war zuvor eine Lehrerin an Covid-19 erkrankt.

10:46 Uhr | Ethikrat aktuell gegen Immunitätsnachweis

Der Deutsche Ethikrat rät zum jetzigen Zeitpunkt von der Einführung eines Corona-Immunitätsnachweises ab. Zur Begründung hieß es, es gebe aktuell noch viele Unsicherheiten bezüglich der Immunität nach einer überstandenen Infektion mit dem Coronavirus. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte den Ethikrat im Mai um eine Stellungnahme zu dem Thema gebeten.

09:14 Uhr | Tui strafft Reise-Angebot für den Winter

Der weltgrößte Reiseanbieter Tui hat sein Angebot für die Wintersaison weiter zusammengestrichen. Das Unternehmen teilte in Hannover mit, es stünden jetzt noch rund 40 Prozent des ursprünglichen Angebots zur Verfügung. Als Grund nannte Tui die geltenden Reisewarnungen für viele Länder und Regionen wie etwa Spanien.

08:35 Uhr | Israel: Milliardenhilfen für Unternehmen

In Israel hat die Regierung weitere Milliarden-Hilfen für Unternehmen beschlossen. Das Kabinett von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu billigte Ausgaben von umgerechnet rund 2,6 Milliarden Euro. Unter anderem sollen Firmen Geld bekommen, um ihre Angestellten in der Corona-Krise weiterzubeschäftigen. Das Kabinett stimmte zudem dafür, die Bezüge von Netanjahu sowie von Abgeordneten und Ministern vorübergehend um zehn Prozent zu kürzen. In Israel gilt seit Ende vergangener Woche ein neuer Lockdown. Grund sind steigende Infektionszahlen. Tausende Menschen haben zuletzt gegen das Krisen-Management von Netanjahu in der Corona-Pandemie protestiert.

07:26 Uhr | Marburger Bund für "Fieberambulanzen"

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angeregten flächendeckenden "Fieberambulanzen" als sinnvoll bezeichnet. Gewerkschaftschefin Susanne Johna sagte der "Passauer Neuen Presse", solche speziellen Ambulanzen für mögliche Corona-Patienten könnten verhindern, dass Patienten mit anderen Erkrankungen aus Angst vor einer Coronavirus-Ansteckung den Gang zum Arzt oder in die Klinik mieden. Je klarer man die Wege für mögliche Covid-19-Patienten bahne, desto eher trauten sich andere, wieder den Hausarzt aufzusuchen.

07:04 Uhr | Lehrer sollen schnell Dienst-Laptops bekommen

Die 800.000 Lehrkräfte in Deutschland sollen bald die versprochenen Dienst-Laptops bekommen. Darauf haben sich Bund und Länder bei einem Schulgipfel im Kanzleramt verständigt. Der Bund will dafür 500 Millionen Euro vorstrecken. Nachträglich soll das Projekt aus dem geplanten Corona-Aufbaufonds der EU finanziert werden. Regierungssprecher Steffen Seibert zufolge will sich der Bund außerdem mit 500 Millionen Euro an der Ausbildung von Personal beteiligen, das sich um die Technik an den Schulen kümmert.

06:30 Uhr | Großbritannien verschärft Corona-Maßnahmen

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft die britische Regierung ihre Schutzmaßnahmen. Premierminister Boris Johnson kündigte an, dass ab Donnerstag Pubs und Restaurants um spätestens 22 Uhr schließen müssen. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein. Johnson will sich heute in einer Rede an die Briten wenden, um weitere Einschränkungen bekannt zu geben. In Großbritannien hatte es in den vergangenen Tagen fast täglich 3.500 bis 4.000 neue Coronafälle gegeben.

06:25 Uhr | Mitteldeutsche Tourismuswirtschaft erholt sich teilweise

Die Tourismus-Wirtschaft in Mitteldeutschland hat sich über die Sommer-Saison teilweise von dem Einbruch durch die Corona-Krise erholt. Das ergab eine Umfrage von MDR AKTUELL in mehreren Urlaubsorten. Nach Angaben des Tourismusbüros in Wernigerode wurden im Juli und August absolute Spitzenzahlen eingefahren. Es habe in beiden Monaten mehr als 100.000 Übernachtungen gegeben und damit mehr als im Sommer 2019.

Auch im Thüringer Wald gab es Zuwächse, zum Beispiel in Masserberg und Eisenach. Die Tourismus-Chefin in Eisenach, Carola Schumacher, sagte, die Verluste aus den Monaten März bis Mai hätten aber nicht kompensiert werden können. Königstein in der Sächsischen Schweiz meldete auch für diesen Sommer eine geringere Auslastung der Unterkünfte. Tourismus-Chef Dirk Kohl sagte, dafür sei man im Oktober nahezu ausverkauft.

06:00 Uhr | Der Ticker vom Dienstag

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten. 

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. September 2020 | 06:00 Uhr