SARS-CoV-2 Ticker vom Donnerstag: Bestände an Schutzmasken werden geprüft

Das neue Coronavirus breitet sich in Europa weiter aus. Inzwischen spricht auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von einer Epidemie. Das Robert-Koch-Institut erklärte, das Virus sei gefährlicher als eine normale Grippe. In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern gibt es weitere Infektionen.

Ein Arzt in Schutzkleidung untersucht einen Mann.
Mediziner nimmt einen Rachenabstrich für einen Virustest. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

22:58 Uhr | Spahn: Notfalls Schutzmasken beschlagnahmen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Schutzmasken im Zweifel beschlagnahmen lassen. Er sagte im ZDF: "Wir müssen uns auf eine Knappheit in dem Bereich einstellen." Man werde im Krisenstab beraten, was Deutschland an Lagerbeständen habe und was vorgehalten werden müsse - "notfalls auch durch Beschlagnahmung oder Exportverbote".

22:26 Uhr | Erste Infektion in den Niederlanden

Auch in Holland ist das Coronavirus angekommen: Die Krankheit wurde bei einem Mann in der Stadt Tilburg festgestellt, teilte der Gesundheitsminister des Landes mit. Er liege nun auf einer Isolationsstation. Der Mann war demnach erst kürzlich aus der Lombardei in Italien zurückgekehrt. Dort haben sich besonders viele Menschen mit dem Virus infiziert.

22:01 Uhr | 30 bekannte Infektionen in Deutschland

Mit den neuen Fällen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz gibt es aktuell 30 bekannte Coronavirus-Infektionen in Deutschland – alleine 20 davon in NRW. 16 weitere Infektionen waren bereits vor mehr als zwei Wochen gemeldet worden. Diese Menschen gelten inzwischen alle als virusfrei.

21:25 Uhr | Neuer Coronavirus-Fall in Bayern

Auch aus Bayern wird eine neue Infektion gemeldet. Es handele sich um einen Mann aus Mittelfranken, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Er habe Kontakt mit einem Italiener gehabt, der später positiv auf das Virus getestet worden sei.

21:10 Uhr | Kreis Heinsberg: 1.000 Menschen in Quarantäne

Aus dem Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen wurden bereits mehrere Coronavirus-Infektionen gemeldet. Ein Sprecher sagte nun, dass dort vermutlich rund 1.000 Menschen in häuslicher Quarantäne untergebracht seien. Das sei aber eine rein statistische Berechnung. Bei der im Fokus stehenden Karnevalsveranstaltung im Ortsteil Langbroich-Harzelt von Gangelt am 15. Februar könnte es etwa 400 Kontaktpersonen zu einem infizierten Ehepaar gegeben haben. Für deren Partner und gegebenenfalls Kinder könnte rein rechnerisch der Faktor 2,5 angesetzt werden, womit man auf die Zahl 1.000 komme.

19:17 Uhr | Weitere Infektionen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

Nordrhein-Westfalen meldet 14 weitere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Der Kreis Heinsberg und das NRW-Gesundheitsministerium teilten am Donnerstagabend mit, dass sich die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Kreis Heinsberg auf 20 erhöht habe. Alle der aktuell positiv Getesteten seien in häuslicher Quarantäne, eine stationäre Behandlung sei nicht notwendig. Aus dem Kreis Heinsberg stammt auch ein Ehepaar, bei dem die Erkrankung in Nordrhein-Westfalen zuerst festgestellt worden ist.

Auch in Baden-Württemberg gibt es neue Erkrankungen - vom dortigen Sozialministerium werden vier weitere Fälle gemeldet. Drei der Erkrankten kommen aus Freiburg beziehungsweise dem benachbarten Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Sie hatten zuvor an einem Meeting in München teilgenommen – ebenso wie ein infizierter Mann aus Italien. Ein weiterer bestätigter Fall wurde aus dem Landkreis Böblingen gemeldet. Damit ist die Zahl der bestätigten Infektionen in dem Bundesland auf acht gestiegen.

18:54 Uhr | Mehr Infizierte in Italien

In Italien breitet sich das Coronavirus rasant aus: Zivilschutzchef Angelo Borrelli sagte, mittlerweile seien 650 Menschen positiv getestet worden. Am Mittwochabend waren es noch rund 400 Infizierte. Die gute Nachricht sei aber, dass Dutzende wieder genesen seien. Auch die Zahl der Toten stieg an: von 12 auf 17. Die meisten Fälle gibt es nach wie vor in der nördlichen Lombardei, gefolgt von Venetien und Emilia-Romagna.

Außenminister Luigi Di Maio warnte davor, die Gefahren durch den Virusausbruch zu übertreiben. Es gebe nach dem bisherigen Stand nur zwei Infektionsherde in Italien, von denen die anderen Fälle vermutlich ausgegangen seien. Möglich sei auch, dass diese zwei Herde in Norditalien eine Verbindung hätten. "Es gibt keine neuen Herde, das ist das Wichtige", sagte Di Maio.

18:19 Uhr | Neuer Fall in Kaiserslautern

Bei einem Mann in Kaiserslautern ist das Coronavirus festgestellt worden. Das sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Der etwas über 30 Jahre alte Mann sei mit Symptomen am Donnerstag selbst in ein Klinikum gekommen. Er sei bis vor kurzem im Iran gewesen und habe dort Kontakt mit einer "symptomatisch auffälligen Person" gehabt. Zum genauen Gesundheitszustand des Mannes gab es keine Angaben.

17:52 Uhr | Regierung: Übertragung durch Lebensmittel unwahrscheinlich

Die Bundesregierung sieht derzeit keine Gefahren durch mit dem Coronavirus kontaminierte Lebensmittel. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner teilte mit, es gebe derzeit keine Fälle, "bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder etwa durch importierte Bedarfsgegenstände mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben".

Es sei nach derzeitigen Wissensenstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie Lebensmittel die Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten. "Hauptgrund dafür ist die relativ geringe Umweltstabilität der Viren", so Klöckner.

17:22 Uhr | Letzter Patient in Bayern entlassen

In Bayern ist der bisher letzte Coronavirus-Patient aus dem Krankenhaus entlassen worden, wie das Gesundheitsministerium in München meldet. Einzelheiten zu der Person wurden allerdings nicht genannt. In Bayern hatte es die ersten Ansteckungen mit dem Virus in Deutschland gegeben. Eine Mitarbeiterin des Autozulieferers Webasto aus China hatte mehrere Kollegen angesteckt.

17:16 Uhr | Kursrutsche an den Börsen

Weltweit sind viele Börsen wegen der Verbreitung des Coronavirus im Minus. Bis rund 17 Uhr verlor der Dax rund drei Prozent, zwischenzeitlich waren es sogar mehr als vier Prozent. Unter Druck gerieten erneut vor allem Aktien von Fluggesellschaften und Tourismusunternehmen, Aktien aus der Gesundheitsbranche legten hingegen eher zu.

16:50 Uhr | Bahn erstattet Fahrpreise

Rettungssanitäter stehen am Bahnhof von Idar-Oberstein
Am Mittwoch war in Rheinland-Pfalz ein Zug nach einem Coronavirus-Verdacht gestoppt worden. Die Bahn sieht sich gut vorbereitet auf die Krankheit. Bildrechte: dpa

Fahrgäste der Deutschen Bahn können sich in bestimmten Fällen den Fahrpreis kostenfrei erstatten lassen, wenn ihr Reiseanlass wegen des Virus entfällt. Von der Bahn hieß es, das gelte im Fernverkehr, etwa wenn eine Messe, ein Konzert oder ein Sportereignis abgesagt werden oder ein gebuchtes Hotel unter Quarantäne stehe sowie auch für Reisen in die betroffenen Gebiete in Italien.

Auch Informationen zu Verdachtsfällen in Zügen teilte das Unternehmen mit: Sollten die Behörden in einem Zug einen Corona-Verdacht feststellen, werde der Bereich gesperrt und nach der Fahrt gereinigt und desinfiziert. Fahrgäste würden dann aufgefordert, ihre Kontaktdaten zu hinterlegen, damit die Behörden sie bei Bedarf erreichen könnten. Dafür werde auch eine Hotline eingerichtet.

15:20 Uhr | Mehrere erste Fälle in europäischen Ländern

Aus mehreren europäischen Ländern sind am Donnerstag erste oder weitere Infektionen gemeldet worden. So wurden in der österreichischen Hauptstadt Wien zwei Fälle bestätigt – bei einem älteren Mann, der in Italien im Urlaub war und einem Krankenhauspatienten. Der 72-Jährige, bei dem die Infektion zuerst bestätigt wurde, lag bereits seit zehn Tagen mit klassischen Grippe-Symptomen im Krankenhaus. Erst bei einem Routinetest wurde die Coronavirus-Ansteckung festgestellt. Drei Krankenhausabteilungen seien in der Folge gesperrt, die Krankenhausmitarbeiter in häusliche Quarantäne geschickt worden, berichtete die Nachrichtenagentur APA.

Auch Estland hat am Donnerstag seinen ersten Coronavirus-Fall bekanntgegeben. Insgesamt gab es in Österreich nach zwei Fällen in Innsbruck damit drei bestätigte Infektionen. In der Schweiz stieg die Zahl der bestätigten Ansteckungen bis Mittag auf vier, in Großbritannien auf 15. Spanien meldet insgesamt 17 Erkrankungen.

14:52 Uhr | Rockgala mit Bob Geldof in Magdeburg abgesagt

Die Künstleragentur des irischen Sängers habe kurzfristig abgesagt, teilten die Veranstalter der Rockgala mit. "Telefonisch teilte man uns mit, dass der Künstler aufgrund der Corona-Epidemie im Moment nicht reisen wird", heißt es. Die Veranstaltung sollte eigentlich an diesem Freitag stattfinden. Neben Bob Geldof sollte unter anderem die Band Karussell auftreten.

13:52 Uhr | Mann in Regionalzug nicht infiziert

Der Mann in einem am Mittwoch in Idar-Oberstein gestoppten Regionalzug ist nicht mit dem Coronavirus infiziert. Das Testergebnis sei negativ ausgefallen, teilte die Kreisverwaltung Birkenfeld am Donnerstag mit. Der im Saarland wohnende Mann hatte nach einer Geschäftsreise in Italien bei sich typische Symptome festgestellt. Daraufhin war der Zug von Frankfurt/Main nach Saarbrücken gestoppt worden.

13:45 Uhr | Absage der ITB möglich - Empfehlung am Freitag

Der neue Krisenstab der Bundesregierung soll nach Angaben von Innenminister Horst Seehofer am Freitag eine Empfehlung abgeben, ob Messen wie die Internationale Tourismusbörse in Berlin abgesagt werden sollten. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte, Entscheidungen dazu müssten letztlich aber Länder und Kommunen treffen.

13:37 Uhr | Aussteigerkarten für Reisende geplant

Die Bundesregierung plant sogenannte Aussteigerkarten für Reisende aus besonders stark betroffenen Gebieten. So sollen Flugreisende, die aus China, Südkorea, Japan, Iran oder Italien in die Bundesrepublik kommen, den Behörden ihre Daten hinterlassen. Bisher galt die Regelung nur für Reisende aus China. Entsprechende Aussteigerkarten sollen sicherstellen, dass alle Reisenden schnell kontaktiert werden können, wenn sich herausstellt, dass ein Fluggast infiziert ist.

Auch im grenzüberschreitenden Zug- und Busverkehr soll es solche Karten geben geben. Innenminister Seehofer sagte, er hoffe auf eine Selbstverpflichtung der Transportunternehmen. Für den Schiffsverkehr werde das angeordnet. Auch sollten Asylbewerber auf das neue Coronavirus getestet werden, weil die meisten von ihnen über vorbelastete Länder wie den Iran, Irak oder Afghanistan reisten.

13:10 Uhr | Spahn und Seehofer äußern sich

In Berlin haben sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CDU) vor der Presse geäußert. Beide Ressorts haben einen gemeinsamen Krisenstab gebildet. Spahn sagte, es sei zu erwarten, dass sich die Epidemie auch in Deutschland ausbreite.

12:52 Uhr | Zwei weitere Todesopfer in Italien

In Italien sind zwei weitere Menschen an dem Coronavirus gestorben. Das teilte der Zivilschutz mit. Damit ist die Zahl der Todesopfer im bisher am stärksten betroffenen Land in Europa auf 14 gestiegen.

11:53 Uhr | Fallzahlen im Iran steigen besonders schnell

Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Fälle laut Gesundheitsministerium innerhalb von 24 Stunden um 106 auf 245 gestiegen. Wie ein Sprecher sagte, hat sich die Zahl der Toten um zwei auf 26 erhöht.

11:52 Uhr | Japan schließt alle Schulen

In Japan werden alle Schulen geschlossen. Premier Shinzo Abe erklärte, diese Anordnung trete am Montag in Kraft und gelte bis zum Beginn der zehntägigen Frühlingsferien Ende März. Die nächsten zwei Wochen seien entscheidend für den Kampf gegen SARS-CoV-2. Japan hat bisher acht Todesfälle gemeldet, die in Verbindung mit dem Virus stehen. Mehr als 900 Menschen wurden demnach infiziert, mehr als 700 bei Passagieren und Crew-Mitglieder des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess", das im Hafen von Yokohama zwei Wochen unter Quarantäne gelegen hatte.

11:49 Uhr | Hunderte in Nordrhein-Westfalen in Quarantäne

In Nordrhein-Westfalen stehen mehrere hundert Menschen unter häuslicher Quarantäne. Das geht aus Schätzungen der Kreisverwaltung Heinsberg vom Donnerstag hervor. Betroffen seien vor allem Besucher einer Karnevalssitzung in Gangelt, die ein infiziertes Paar besuchte.

Die Maßnahme gelte auch für das Personal und die Kinder des Kindergartens, in dem die Frau angestellt ist, sowie für Angehörige. Sie dürften 14 Tage lang ihre Wohnungen nicht verlassen und müssten sich von Freunden, Verwandten oder Nachbarn mit Lebensmitteln versorgen lassen, die Einkäufe vor der Tür abstellen sollten. Außerdem müssten die Betroffenen für das Gesundheitsamt ihren Zustand protokollieren.

11:42 Uhr | Saudi-Arabien schränkt Pilgerfahrten ein

Saudi-Arabien schränkt Pilgerfahrten drastisch ein. Die amtliche Nachrichtenagentur SPA verbreitete eine Anordnung der Regierung, die Einreisen für die kleine Wallfahrt (Umrah) nach Mekka oder zum Besuch der Propheten-Moschee in Medina vorübergehend verbietet. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sind auch Einreisen aus Ländern, in denen die Krankheit ausgebrochen ist, vorerst nicht mehr erlaubt. Die große Wallfahrt (Hadsch) beginnt in diesem Jahr Ende Juli. Normalerweise reisen dazu jedes Jahr Millionen Pilger nach Mekka.

10:35 Uhr | Virus-Erkrankung laut RKI in vielen Fällen schwer

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar H. Wieler, hat den Befall der Lunge durch das neue Coronavirus als schwere Krankheit bezeichnet. Wie er in Berlin vor Journalisten sagte, hat sie bei 15 von 100 infizierten Menschen einen schweren Verlauf. Nach bisherigen Zahlen sterben demnach ein bis zwei Prozent der erkrankten Patienten. Damit wäre SARS-CoV-2 gefährlicher als die Erreger einer normalen Grippe.

Weil vorerst Medikamente und ein Impfstoff fehlten, sei es nötig, alle Möglichkeiten einer Eindämmung auszuschöpfen. Wieler rechnete nicht damit, dass es noch dieses Jahr einen Impfstoff geben werde. Er betonte jedoch, dass es derzeit keinen Anlass gebe, wie in Nord-Italien auch in Deutschland ganze Ortschaften oder sogar Städte abzuriegeln.

Der Leiter des RKI mahnte in dem Zusammenhang generell zur Besonnenheit. Man sei diesem Virus und der dadurch ausgelösten Erkrankung in Deutschland nicht schutzlos ausgeliefert.

10:09 Uhr | Zweifel an Immunisierung in Japan

Aus Japan kommt ein Hinweis, nach dem einmal infizierte Menschen nicht sicher immun gegen eine erneute Infektion sind. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurde eine Frau am 29. Januar positiv auf SARS-CoV-2 getestet, am 3. Februar zunächst negativ, bei einem neuen Test am 26. Februar jedoch wieder positiv.

09:14 Uhr | Thüringen auf möglichen Ausbruch vorbereitet

Thüringen ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf einen Ausbruch des Coronavirus vorbereitet. Seit Ende Januar gebe es einen Koordinierungsstab, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Der Influenza-Pandemieplan des Landes könne größtenteils übernommen werden. Ähnlich äußerte sich das Sozialministerium in Sachsen-Anhalt.

08:44 Uhr | Hohe Sterblichkeit im Iran

Im Iran sind bislang 22 Menschen an dem Coronavirus gestorben. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna am Donnerstag berichtet, hat die Zahl der erfassten Infektionen im Iran zuletzt bei 141 gelegen.

08:22 Uhr | China kümmert sich um seine Wirtschaft

Die Regierung in China hat erklärt, dass die aktuellen Probleme, die ausländische Firmen beim Wiederanfahren ihrer Produktion haben, bald gelöst sein werden. Man habe bisher nicht beobachtet, dass Produktion und Zulieferketten in größerem Umfang aus China abgezogen worden seien, hieß es vom Handelsministerium.

Die Zentralbank kündigte trotzdem weitere Unterstützung an, um die Folgen der Virus-Krise zu dämpfen. Zentralbank-Vize Liu Guoqiang sagte, man werde sicherstellen, dass genügend Liquidität im Markt sei. Zuletzt waren bereits die Zinsen weiter gesenkt worden.

08:20 Uhr | Orte in NRW werden nicht abgeriegelt

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sieht derzeit keine Veranlassung, wegen der Virus-Infektion ganze Ortschaften abzuriegeln. Im ZDF sagte Laumann, es gehe nun darum, "Schritt für Schritt" über geeignete Maßnahmen zu entscheiden.

7:24 Uhr | Geringerer Anstieg der Totenzahlen in China

Die Regierung in Peking hat am Donnerstag 29 weitere Todesfälle bekannt gegeben. Das ist die geringste tägliche Zahl von Todesfällen seit fast einem Monat. Insgesamt hat China 2.744 Todesopfer durch das Virus zu beklagen. Knapp 78.500 Menschen erkrankten bisher.

7:12 Uhr | Informationen über Krisenstab der Bundesregierung

Die Bundesregierung bereitet sich auf eine weitere Virus-Ausbreitung vor und hat einen Krisenstab eingerichtet. Innenminister Horst Seehofer und Gesundheitsminister Jens Spahn informieren im Lauf des Tags, wie sich dieses Gremium zusammensetzt und wie es arbeiten soll.

6:52 Uhr | Suche nach weiteren Infizierten in NRW

Nach den fünf bestätigten Fällen in Nordrhein-Westfalen suchen die Behörden jetzt nach weiteren möglichen Infizieren. In Gangelt im Kreis Heinsberg sollen sich rund 300 Besucher einer Karnevals-Veranstaltung melden. Das Gesundheitsministerium des Landes teilte mit, sie und ihre Familien würden 14 Tage lang unter häusliche Quarantäne gestellt. In einem Krankenhaus in Mönchengladbach wird derweil nach Menschen gesucht, die mit einem infizierten Arzt Kontakt hatten.

4:46 Uhr | Trump: USA sind vorbereitet

US-Präsident Donald Trump hat vor Panik wegen des Coronavirus gewarnt. Auf einer Pressekonferenz sagte er, das Risiko für US-Bürger sei weiter sehr gering. Er denke nicht, dass eine Ausbreitung in den USA unvermeidlich sei. Dabei betonte er: "Wir sind vollständig vorbereitet."

2:47 Uhr | USA und Südkorea verschieben Militärübung

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus setzen die USA und Südkorea eine geplante gemeinsame Militärübung aus. Die Streitkräfte beider Länder teilten mit, das gemeinsame Training von Kommandostäben sei suspendiert. In Südkorea gibt es knapp 1.600 bestätigte Ansteckungsfälle.

1:48 Uhr | Kein Nachweis bei Kontaktpersonen in Köln

In der Uniklinik Köln ist bei 40 Menschen, die mit dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Patienten in Nordrhein-Westfalen in Kontakt waren, das Virus nicht nachgewiesen worden. Wie die Stadt mitteilte, muss bis zur endgültigen Entwarnung jedoch die zweiwöchige Isolation abgewartet werden. Die Inkubationszeit beim neuartigen Coronavirus beträgt etwa 14 Tage. Der 47-Jährige Infizierte war wegen anderer Beschwerden in der Kölner Uniklinik behandelt worden.

1:37 Uhr | Kreuzfahrt-Passagiere in Mexiko sitzen fest

Ein Kreuzfahrtschiff der Linie MSC Cruises mit rund 6.000 Passagieren an Bord darf in einem mexikanischen Hafen anlegen. Ein Hafenbeamter sagte, die Menschen dürften aber nicht an Land. Laut MSC gibt es an Bord keinen nachgewiesenen Fall des neuartigen Coronavirus. Nur ein Besatzungsmitglied sei an einer saisonalen Grippe erkrankt.

0:51 Uhr | Arzt in Mönchengladbach infiziert

Bei einem Arzt aus dem Kreis Heinsberg ist das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Wie die Stadt Mönchengladbach mitteilte, arbeitet der Mediziner in einem Krankenhaus der Stadt. Er habe eine Karnevalsveranstaltung besucht, an der auch das infizierte Ehepaar teilgenommen hatte. Der Arzt befinde sich in häuslicher Quarantäne. Die Stadt geht davon aus, dass die Infektion des Arztes in den bereits veröffentlichten Zahlen des Kreises Heinsberg enthalten ist.

Rückblick auf die vergangenen Tage

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Februar 2020 | 00:00 Uhr