Coronavirus-Ticker 28. Mai: Sachsen erlaubt regulären Mannschaftssport

Sachsen lockert weitgehend seine Einschränkungen für den Sport. In den USA sind mehr als 100.000 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. In Sachsen-Anhalt sind Lockerungen in Kraft getreten.

Kinder spielen Fußball
Nach Pfingsten ist in Sachsen wieder regulärer Mannschafts- und Kontaktsport erlaubt. Bildrechte: Colourbox

Unser Ticker am Donnerstag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie in unserem Ticker am Freitag.

22:34 Uhr | Sachsen stockt Bonus für Pflegekräfte auf

Sachsen will den Bonus für Pflegekräfte in der Corona-Krise aufstocken. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping an. Vor zwei Wochen hatte der Bundestag ein Gesetz für einen finanziellen Bonus von bis zu 1.500 Euro pro Pflegekraft verabschiedet. 1.000 Euro übernimmt als Anteil des Bundes die Pflegeversicherung. In Sachsen gab es bisher keine Entscheidung, ob dazu noch weitere 500 Euro hinzukommen. Mehrere Bundesländer hatten das schon entschieden. In Bayern ist bereits mit der Auszahlung begonnen worden.

21:53 Uhr | EU-Kommission will Medikamentenreserve aufbauen

Die EU-Kommission will eine Reserve an wichtigen Medikamenten und medizinischer Ausrüstung aufbauen. Das kündigte die Kommission in Brüssel an. Hintergrund sind Engpässe während der Corona-Pandemie. Die Lagerhaltung soll aus dem neuen Gesundheitsbudget von 9,4 Milliarden Euro gezahlt werden. Die Parlamente der Mitgliedsstaaten müssen dem Budget noch zustimmen. Laut EU-Kommission soll die Reserve einen Notfall-Bestand im Wert von 380 Millionen Euro ergänzen. Diesen hatte die Gemeinschaft angelegt, nachdem zu Beginn der Corona-Krise in vielen Ländern Medikamente, Schutzmasken und Beatmungsgeräte gefehlt hatten. Impfstoffe sollen ebenfalls angeschafft werden.

20:41 Uhr | Fußball in England und Italien soll wieder rollen

In England und Italien soll der Ball in den obersten Fußballligen wieder rollen. Die Klubs der englische Premier League beschlossen, den Neustart der Saison am 17. Juni zu wagen. Manchester City gegen Arsenal London und Aston Villa gegen Sheffield United sollen die ersten beiden Partien sein. In Italien kann die Serie A am 20. Juni weitergehen. Das teilte Sportminister Vincenzo Spadafora mit. In beiden Ländern war die Saison am 9. März unterbrochen worden.

20:09 Uhr | Infektionswelle bei Paketzusteller

Beim Paketzusteller UPS in Langenhagen bei Hannover haben sich 72 Mitarbeiter des Verteilzentrums mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das niedersächsische Sozialministerium mit. Im Zusammenhang mit der Infektion stünden auch Covid-19-Fälle in einer Kindertagesstätte und einer Schule in Hannover. Nach bisherigen Erkenntnissen sind Paketzusteller nicht betroffen. Postsendungen könnten daher risikolos in Empfang genommen werden.

19:49 Uhr | Pferd in Indien in Corona-Quarantäne

In Indien ist ein Pferd wegen Corona-Verdachts unter Quarantäne gestellt worden. Wie die Behörden im indischen Teil von Kaschmir mitteilten, hatte der 21-jährige Reiter des Pferdes mit einem Corona-Infizierten Kontakt. Der junge Mann sei ebenfalls auf das neuartige Coronavirus getestet worden - bis die Ergebnisse des Tests vorliegen, soll das Pferd isoliert bleiben. Bei Tieren wurden bereits Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen.

19:32 Uhr | Dresden schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Die Stadt Dresden hat wegen der Corona-Pandemie 600 Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt. Die Verwaltung teilte mit, die in den Tarifverträgen vereinbarten Aufstockungsbeiträge würden bezahlt. Die Entgelteinbußen der Beschäftigten würden so auf ein Mindestmaß reduziert. Die Kurzarbeit betrifft mehrere Betriebe sowie Kultureinrichtungen.

19:21 Uhr | Kretschmer diskutiert mit Bürgern über Corona-Krise

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hat bei einem Gespräch mit Bürgern für Zusammenhalt in der Corona-Krise geworben. Zu dem Runden Tisch in der Dresdner Staatskanzlei hatte der CDU-Politiker Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen eingeladen. Kretschmer betonte, für ihn sei es wichtig, sich nicht auseinandertreiben zu lassen und sich gegenseitig zu respektieren. Bislang sei es gelungen, trotz unterschiedlicher Meinungen im Gespräch zu bleiben. Kretschmer räumte ein, dass die Politik Entscheidungen habe treffen müssen, ohne immer genau zu wissen, ob sie richtig seien oder nicht. In einem Rechtsstaat wie Deutschland könne dies aber von Gerichten überprüft und korrigiert werden.

Menschen am Runden Tisch
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18:14 Uhr | Frankreich öffnet Restaurants wieder

In fast ganz Frankreich dürfen nach Pfingsten Restaurants, Bars und Cafés wieder öffnen. Premierminister Edouard Philippe sagte, für alle Regionen, die von der Regierung als "grün" eingestuft würden, sei dies vom 2. Juni an wieder erlaubt. Dort können auch Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber wieder öffnen. Die "grünen" Gebiete sind weniger schwer von der Covid-19-Pandemie betroffen. In den "orange" eingestuften Gebieten - darunter auch Paris - gibt es weiterhin Einschränkungen. Dort dürfen Cafés und Restaurants zunächst nur auf Terrassen Gäste empfangen. In Paris dürfen aber Parks und Gärten wieder öffnen. Frankreich ist in grüne, orange und rote Regionen eingeteilt - je nach Erfolg im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Mit mehr als 28.000 Todesfällen ist Frankreich eines der am stärksten betroffenen Länder in Europa.

17:56 Uhr | Kroatien lässt Touristen ins Land

Kroatien hat seine Grenzen für Touristen aus Deutschland und neun anderen EU-Ländern wieder geöffnet. Das teilte Regierungschef Andrej Plenkovic mit. Um Wartezeiten an der Grenze zu verkürzen, könnten Touristen bereits vor Antritt ihrer Reise ihre persönlichen Daten auf einer Internetseite angeben. Der Tourismussektor macht rund ein Fünftel der kroatischen Wirtschaftskraft aus. In diesem Jahr werden allerdings Einbußen von bis zu 70 Prozent erwartet.

17:37 Uhr | Dänemark: Keine vermehrten Neuinfektionen nach Schulöffnung

In Dänemark melden die Gesundheitsbehörden nach Wiederöffnung der Schulen keine stärkere Ausbreitung des Coronavirus. Die teilweise Rückkehr der Schüler habe nicht dafür gesorgt, dass es mehr Infektionen unter den Schülern gegeben habe, hieß es. In Dänemark war der Unterricht an Grundschulen am 15. April mit Sicherheitsvorkehrungen wieder aufgenommen worden. Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert, auch in Deutschland die umfassende Öffnung von Kitas und Schulen so schnell wie möglich voranzutreiben. Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann sagte MDR AKTUELL, dort, wo es die Corona-Infektionszahlen ermöglichten, sollte nicht länger gezögert werden. Was die Kinder und Jugendlichen jetzt nicht lernten, werde sie ihr Leben lang begleiten. Das habe Folgen für ihr künftiges Einkommen und die ganze Gesellschaft. Hofmann warnte zudem davor, die Familien zu überlasten. Die Eltern federten derzeit vieles ab, viele seien aber mit ihren Kräften am Ende.

17:07 Uhr | Oberbürgermeister warnen Ramelow vor Sonderweg

Die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte in Thüringen haben die Landesregierung vor einem Sonderweg bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen gewarnt. In einer gemeinsamen Mitteilung heißt es, vor allem bei den Kontaktbeschränkungen könne nicht auf eine klare Festlegung verzichtet werden. Lockerungen in diesem Bereich dürften nur so weit gehen, wie es sich aus Sicht des Infektionsschutzes vertreten lasse. Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf verständigt, die Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni zu verlängern. Die Thüringer Landesregierung hält sich aber abweichende Regelungen offen.

16:52 Uhr | Rumänien öffnet Schwarzmeer-Strände

Rumänien öffnet ab Montag wieder seine Schwarzmeer-Strände. Staatspräsident Klaus Iohannis kündigte außerdem an, dass auch Gaststätten unter freiem Himmel wieder öffnen dürfen. Wegen der Corona-Pandemie sind allerdings Mindestabstände von zwei Metern zwischen Liegestühlen, Sonnenschirmen und Café-Tischen vorgeschrieben. Zudem dürfen die Rumänen ab Montag wieder frei innerhalb des eigenen Landes reisen. Bislang dürfen sie ihren Wohnort nur mit triftigem Grund verlassen. Unklar blieb, ob Touristen ab kommender Woche wieder ins Land dürfen.

16:23 Uhr | 200 Infizierte nach Gottesdienst

Nach dem Gottesdienst einer Baptisten-Gemeinde in Frankfurt am Main Mitte Mai sind inzwischen 200 Menschen aus dem Umfeld der Gemeinde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Stadt wohnen 57 in Frankfurt, die übrigen in sieben umliegenden Landkreisen. Derzeit würden neun Menschen in Krankenhäusern stationär behandelt, in einem Fall intensivmedizinisch.

16:09 Uhr | Kekulé: Befinden uns in neuer Phase der Epidemie

Der Virologe Alexander Kekulé sieht Deutschland in einer neuen Phase der Corona-Epidemie. Kekulé sagte im Podcast von MDR AKTUELL, die Reproduktionszahl R habe sich deutlich unter 1 stabilisiert. Es gebe eine stetige Abnahme der Infektionszahlen. Diese könne man mit der Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter und die Isolation Betroffener in den Griff bekommen. Die Maßnahmen gegen die Corona-Krise hätten damit das gewünschte Ergebnis gebracht. Kekulé sagte, er sei optimistisch, dass es im Sommer keine spektakulären Rückfälle geben werde. Auf den Intensivstationen in den Kliniken seien derzeit viele Betten leer. Deswegen müsse man überlegen, ob man wieder verstärkt den normalen Krankenhausbetrieb möglich mache.

Nachrichten

Kekulés Corona-Kompass 43 min
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15:47 Uhr | Grundschulkind in Suhl positiv getestet

In einer Suhler Grundschule ist ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Oberbürgermeister Knapp sagte, das Gesundheitsamt habe bereits alle Kontaktpersonen identifiziert. Darunter seien 17 Kinder, zwei Erzieherinnen und eine Lehrerin. Sie würden noch heute getestet werden. Dem Mädchen geht es laut Knapp gut, es ist in häuslicher Quarantäne. Wo es sich angesteckt hat, ist unklar.

15:33 Uhr | Lufthansa baut Angebot langsam aus

Die Lufthansa steigert im Juni ihr Flugangebot mit dem erwarteten Ende vieler Corona-Reisebeschränkungen in Europa. Der Konzern kündigte an, dass die Lufthansa und ihre Töchter dann 2.000 Verbindungen pro Woche zu mehr als 130 Zielen weltweit an den Start bringen wollen. Die Lufthansa-Töchter Austrian Airlines, Brussels Airlines und Air Dolomiti hatten den Flugbetrieb wegen der Corona-Pandemie seit März fast völlig eingestellt und nehmen diesen im Juni wieder auf.

15:03 Uhr | Sachsen lockert Einschränkungen für Sport

In Sachsen dürfen nach Pfingsten alle Sportstätten wieder öffnen. Innenminister Roland Wöller sagte, alle Einschränkungen für den Sport würden ab 6. Juni weitgehend gelockert. Wettkämpfe sind erlaubt – allerdings ohne Zuschauer. Wöller sagte, Hygieneregelungen seien weiter einzuhalten. Sie würden aber nicht vom Freistaat vorgegeben. Die Fachverbände seien hier in der Pflicht. Auch Schwimmhallen dürfen wieder öffnen. Sie müssen Hygienekonzepte erarbeiten und diese von den lokalen Behörden genehmigen lassen. Der Präsident des Landessportbundes, Ulrich Franzen, betonte, Mannschafts- und Kontaktsportarten könnten somit wieder regulär trainieren.

13:43 Uhr | Etwa jeder dritte Thüringer in Risikogruppe

Rund 721.000 Menschen in Thüringen sind 60 Jahre und älter und werden deshalb zur Risikogruppe schwerer Erkrankungsverläufe bei Covid-19 gezählt. Das geht aus der ersten Sonderveröffentlichung des Statistischen Landesamts zur Corona-Pandemie hervor. Menschen ab 60 zählen zur Risikogruppe, weil viele Vorerkrankungen haben. Das Land hat insgesamt etwas mehr als 2,1 Millionen Einwohner.

13:31 Uhr | DLR untersucht Tröpfchen-Ausbreitung

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR) in Göttingen untersucht, wie sich potenziell auch mit Viren beladene Tröpfchen in Zügen oder Flugzeugen ausbreiten. Wie das DLR mitteilte, geschieht dies Computer-Simulationen und im Zuglabor mit 24 Dummies und Sensoren als "Passagiere" und einem "kranken" Dummie, der Luft mit beigemischten Tröpfchen ausstößt. Kameras und Gas-Sensoren verfolgen dann ihre Ausbreitung im Raum.

13:19 Uhr | Bahn in Mitteldeutschland wieder "normal"

Ab Pfingsten fährt die Deutsche Bahn ihr Angebot im Nahverkehr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wieder hoch. Die S-Bahn Mitteldeutschland und der RE 18 (Halle-Jena) kehren am 1. Juni zum Normalfahrplan zurück. Wie die Bahn heute mitteilte, fahren die übrigen Linien in Sachsen-Anhalt am 30. Mai wieder nach regulärem Plan, in Thüringen ab 2. Juni. "Zusätzlich setzen wir mehr Personal ein und reinigen unsere Züge und Bahnhöfe mehr als je zuvor", sagte der Bahn-Bevollmächtigte für die drei Länder, Martin Walden.

12:49 Uhr | Eine neue Infektion in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt schwächt sich die Pandemie weiter ab. Von Mittwoch auf Donnerstag sei nur eine neue Infektion gemeldet worden, teilte das Sozialministerium mit. Insgesamt sind demnach 1.703 Fälle bekannt geworden, darunter 55 Todesopfer. Schätzungen zufolge sind 1.591 infizierte Personen im Land wieder genesen. In Deutschland insgesamt zog die Zahl der neuen Infektionen diese Woche leicht an, allerdings weiter auf niedrigem Niveau.

Institutionen wie "Risklayer" oder die Johns-Hopkins-Universität stützen sich auf die durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

12:02 Uhr | Südkorea nimmt Lockerungen zurück

Nach neuen Coronavirus-Infektionen hat Südkorea einige Lockerungen wieder zurückgenommen. In der Hauptstadtregion Seoul sind Museen, Parks und Kunstgalerien ab Freitag wieder für zwei Wochen geschlossen. Die Menschen sollen auf Restaurants oder Bars verzichten, Ansammlungen meiden. Am Zeitplan zur Öffnung der Schulen wird aber festgehalten. Das Land war anfangs nach China am stärksten betroffen. Strikte Regeln, Tests und die Nachverfolgung von Kontakten brachten das Virus unter Kontrolle. Jetzt aber wurden 79 neue Infektionen in 24 Stunden gemeldet, etwa in einem Lager für Internethandel - so viele wie seit Anfang April nicht mehr.

11:45 Uhr | Weitere Beschlüsse des Bundestags

Der Bundestag hat heute der Senkung der Mehrwertsteuer für Restaurant-Essen zugestimmt. Befristet auf ein Jahr wird der Satz ab Anfang Juli von 19 auf sieben Prozent reduziert. Das soll Wirten helfen, ihre monatelangen Ausfälle teilweise zu kompensieren. Für Getränke gilt das aber nicht. Zudem beschlossen wurde, den Bezug von Lohnersatz für Berufstätige, die Kinder wegen des Coronavirus zuhause betreuen müssen, auf bis zu 20 Wochen zu verlängern.

11:00 Uhr | Autokaufprämie hierzulande unbeliebt

Um die Einbrüche der Automobil-Hersteller abzufedern, wird momentan auch über eine neue Kaufprämie für Neuwagen diskutiert. Die aktuelle Befragung des Meinungsbarometers mdrFRAGT zeigt jedoch: Der Großteil der Menschen in Mitteldeutschland ist dagegen. Eine Befragungsteilnehmerin aus Sachsen sagte dazu etwa: "Wenn jetzt wieder Autokaufprämien bereit gestellt werden, profitieren doch genau nur die Leute, die sich sowieso ein neues Auto leisten können. Diejenigen mit kleinem Gehalt haben wieder nichts davon."

10:40 Uhr | Bundestag für Stärkung der WHO

Der Bundestag hat sich für eine Stärkung der WHO ausgesprochen. Mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von Union und SPD nahmen sie heute ihren gemeinsamen Antrag an, in dem es heißt: Die Weltgesundheitsorganisation "ist die einzige international legitimierte, normgebende Autorität in Gesundheitsfragen. In dieser Rolle muss sie gestärkt und ausreichend finanziert werden." Die Regierung wurde aufgefordert, sich international für höhere Beiträge einzusetzen. US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich gedroht, die ausgesetzten Zahlungen der USA ganz einzustellen und aus der WHO auszutreten. Trump wirft der WHO vor, sie kooperiere mit China gegen die USA.

10:28 Uhr | Flixbus fährt wieder - mit Mundschutz

Erstmals seit März sind auf innerdeutschen Verbindungen wieder Fahrgäste im Flixbus unterwegs. Der deutsche Fernbus-Marktführer nahm am Donnerstag einen begrenzten Betrieb auf. Zunächst werden knapp 50 Stationen angesteuert, vor der Pandemie sind es rund 500 gewesen. Für Fahrgäste gilt: Abstand halten an der Haltestelle und beim Einsteigen. Mundschutz ist während der ganzen Fahrt zu tragen. Bei entsprechender Nachfrage würden Busse voll besetzt, hieß es von dem Unternehmen. Flixbus appellierte allerdings an die Kunden, nur dann mit dem Bus zu reisen, wenn sie beschwerdefrei seien.

10:09 Uhr | Ungarn erlaubt Fußballspiele vor Publikum

In Ungarn sind seit heute wieder Sportveranstaltungen im Freien mit Publikum erlaubt. Dabei gelten jedoch strikte Auflagen. So muss unter Zuschauern ein Mindestabstands von 1,5 Metern gewährleistet sein. In Fußballstadien ist damit nur jeder vierte Sitzplatz zu vergeben. Das Portal "444.hu" schrieb dazu mit Blick auf die Zeit vor der Pandemie: "Hält man sich die bisherigen Besucherzahlen vor Augen, so bedeutet dies keine weltbewegende Veränderung im Vergleich zu früher."

09:54 Uhr | Deutsche Industrie begrüßt EU-Pläne

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht die Vorschläge der EU-Kommission zu einem 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds als "starkes Signal aus Brüssel". BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang: "Die Kommission hat die Dimension der Krise und die Notwendigkeit entschlossenen Handelns erkannt." Das Volumen der Pläne sei angemessen, die Mischung aus Zuwendungen und Krediten richtig. Mitgliedsländer und EU-Parlament müssten jetzt "an einem Strang ziehen".

09:36 Uhr | Franken schreiben Brief an Ramelow

Landräte aus Nordbayern und Südthüringen haben sich mit einem Schreiben an Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) und dessen rot-rot-grüne Landesregierung gewandt. Sie halten deren Überlegungen zu Aufhebungen der Beschränkungen für "fatal". In der Region pendelten täglich tausende Menschen über Landesgrenzen. Es werde befürchtet, dass das Infektionsgeschehen hier zunehme.

09:00 Uhr | Informationen aus den Ländern

Im Morgenticker aus Sachsen-Anhalt geht es heute natürlich vor allem um die dort neue Infektionsschutz-Verordnung und gelockerte Beschränkungen. Auch die Kollegen aus Sachsen und Thüringen halten uns wie gewohnt auf dem Laufenden:

08:32 Uhr | Wohlfahrtsverband erhebt Forderungen

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat gefordert, geplante Konjunkturprogramme "wirkungsvoll, sozial und gerecht" zu gestalten. Anderenfalls könne eine ohnehin gespaltene Gesellschaft an den Folgen der Pandemie zerbrechen. Der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands, Ulrich Schneider, sagte heute:

Es ist nicht hinnehmbar, wenn anlässlich der Corona-Krise Prämien für Wohlhabende für den Kauf von Neufahrzeugen oder auch ein einmaliger Kinderbonus (...) selbst für die Reichsten (...) diskutiert werden, aber ausgerechnet die Probleme der Ärmsten unter uns faktisch völlig ausgeblendet werden.

Ulrich Schneider, Paritätischer Gesamtverbands

Hintergrund ist eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag des Verbands, in der 80 Prozent der Befragten angaben, dass Hartz-IV-Regelsätze und die der Grundsicherung im Alter zum Lebensunterhalt nicht reichen. Schneider zufolge sind diese Sätze "kleingerechnet, lebensfern und in keiner Weise bedarfsgerecht".

08:02 Uhr | Auch Dessauer Firma sucht Impfstoff

An der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus ist auch eine Firma aus Sachsen-Anhalt beteiligt. Die IDT Biologika GmbH in Dessau sei optimistisch, im September klinische Tests zu beginnen. Forschungsleiter Andreas Neubert sagte MDR AKTUELL, man werde gleichzeitig versuchen, die Produktion weiterzuführen, um Anfang des nächsten Jahres größere Prüfungen zu starten. Man setze dabei auf Erfahrungen mit dem MERS-Virus, das auch zu den Coronaviren zähle und in Dessau schon seit mehreren Jahren erforscht werde.

07:19 Uhr | Eltern skeptisch bei Schulöffnungen

Thüringens Landeselternrat rechnet mit einem weiter eingeschränkten Schulbetrieb und fordert Vorbereitungen darauf. Sprecher Roul Rommeiß: "Wir sollten die Zeit jetzt nutzen", man könne nicht so tun, "als wäre jetzt alles erledigt". Die Schulen müssten fit gemacht werden, auch weiter häuslichen Unterricht anzubieten. Das Land hatte am Dienstag in Aussicht gestellt, dass sie ab dem kommenden Schuljahr wieder im Regelbetrieb arbeiten. Als eine Voraussetzung dafür wurde genannt, Lehrer- und Erzieherinnen dann Coronavirus-Tests anbieten zu können.

06:12 Uhr | Breitensportler können hoffen

Während in höheren Fußball-Ligen der Ball wieder rollt, müssen Amateure sich weiter gedulden. Wie geht es weiter für sie und den normalen Breitensport? Unsere Reporterin hat sich umgehört:

06:00 Uhr | Lockerungen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind umfangreiche Corona-Lockerungen in Kraft getreten. Es dürfen sich wieder bis zu zehn Personen im privaten Umfeld treffen. Zudem sind private Feiern mit bis zu 20 Teilnehmern wieder erlaubt. Schwimmbäder, Sportstudios, Kinos, Theater und Freizeitparks dürfen mit Hygieneauflagen öffnen. Das Besuchsverbot für Krankenhäuser ist aufgehoben. Die Hotels im Land dürfen wieder Gäste aus ganz Deutschland beherbergen. Weiter geschlossen bleiben dagegen Clubs und Diskotheken. Auch Messen, Volksfeste und Großveranstaltungen sind noch untersagt.

05:45 Uhr | Kommunalverband will Konjunkturpaket

Der Verband kommunaler Unternehmen fordert ein kommunales Konjunkturprogramm mit Fokus auf den Klimaschutz. In einem Schreiben an die Bundesregierung heißt es, in dem geplanten Konjunkturprogramm müssten Kommunalfinanzen, Konjunktur, Innovation und Klimaschutz zusammen kommen. Konkret schlägt der Verband etwa Investitionen für einen klimafreundlichen Umbau der Wärmenetze vor. Die bis 2025 zugesagten Förderungen öffentlicher Ladepunkte für E-Autos sollen aufgestockt und Glasfasernetze für eine bessere Digitalisierung bis in die Gebäude gelegt werden.

04:35 Uhr | Kreise: Bund soll Hartz-IV-Mehrkosten tragen

Der Deutsche Landkreistag hat den Bund aufgefordert, die wegen der Pandemie anfallenden Mehrkosten bei Hartz IV zu übernehmen. Es gehe um rund 2,7 Milliarden Euro, sagte Verbandspräsident Reinhard Sager: "Die Landkreise brauchen dieses Geld zum Ausgleich der unmittelbar entstehenden Mehrkosten in den Jobcentern und zur Aufrechterhaltung ihrer Investitionskraft." Die Hilfe könne schnell und ohne Grundgesetzänderung etwa durch einen höheren kommunalen Anteil an der Umsatzsteuer fließen, so auch bei einem Ausgleich der Gewerbesteuerausfälle. Schuldenschnitte für Kommunen lehnte der Landkreistag ab. Dadurch entstehe kein Investitionsschub vor Ort.

04:14 Uhr | Spahn: Keine echten Erkenntnisse

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält verlässliche Einschätzungen zur Coronavirus-Gefahr in Schulen und Kindergärten derzeit für schwierig: "Die Wahrheit ist, dass wir aktuell eine Studienlage haben, die keine echten Schlüsse zulässt, inwieweit Kinder zur Verbreitung des Virus beitragen." Weiter sagte Spahn der "Ausgburger Allgemeinen", es gebe sehr unterschiedliche Bewertungen, was politische Entscheidungen erschwere. Es gebe fast täglich neue wissenschaftliche Erkenntnisse über das Virus. Das zwinge die Politiker, ihre Maßnahmen anzupassen.

02:10 Uhr | Mehr Kinder in Armut

Zwei Kindergesichter
Kinderhilfsorganisationen befürchten einen weltweiten starken Anstieg von Kindern in von Armut betroffenen Haushalten. Bildrechte: imago images/ITAR-TASS

In Folge der Corona-Pandemie könnten Hilfsorganisationen zufolge weltweit 86 Millionen Kinder bis zum Jahresende in Armut abrutschen. Das sei ein Anstieg um 15 Prozent, hieß es vom Kinderhilfswerk Unicef und von der Hilfsorganisation Save the Children.

"Die Covid-19-Pandemie hat eine beispiellose wirtschaftliche und soziale Krise ausgelöst, die vielen Familien weltweit ihre Lebensgrundlage raubt", sagte Unicef-Direktorin Henrietta Fore. Sie appelliere an Regierungen, Sicherungssysteme und Programme rasch und umfassend auszuweiten, um Familien vor Armut zu schützen.

00:35 Uhr | Ratgeber gegen Altschuldenhilfe für Kommunen

Der Chef der "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, hält nichts von den Plänen der Bundesregierung zur Übernahme von Altschulden überschuldeter Kommunen durch Bund und Länder im Rahmen des geplanten Konjunkturpakets. Der Bund solle keinesfalls eine kommunale Altschuldenregelung vornehmen, sagte Feld der "Rheinischen Post". Das setze "völlig falsche Anreize, weil die Länder damit ein Stück weit aus der Verantwortung entlassen werden." Zudem wäre eine solche Regelung nicht zielgenau, weil sie nicht sicherstelle, dass die Mittel tatsächlich investiert würden.

00:25 Uhr | Mehr als 100.000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA nach Angaben von Wissenschaftlern mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen in den USA lag demnach bei rund 1,7 Millionen. Weltweit sind demnach mehr als 350.000 Tote registriert worden.

00:04 Uhr | Kinderhilfswerk warnt

Das Deutsche Kinderhilfswerk warnt vor gravierenden Folgen für Kinder und Jugendliche, wenn Schulen und Kitas nicht bald wieder vollständig öffnen. "Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die Kollateralschäden auswachsen", sagte Präsident Thomas Krüger der Tageszeitung "Die Welt". Das Fehlen der gewohnten Lehr- und Lernumgebung wirke sich auf das soziale Zusammenleben aus, sagte Krüger. "Es ist ein schwerer Eingriff in ihre Lebenswelt, in ihre Grundrechte und beeinträchtigt ihre psycho-soziale Entwicklung." Ökonomen zufolge werde diese Generation auch auf dem Arbeitsmarkt mit Nachteilen konfrontiert sein.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. Mai 2020 | 01:00 Uhr