Pandemie 30. Juli: Seit Wochen höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen

In Deutschland sind binnen eines Tage mehr als 900 neue Corona-Fälle registriert worden, der höchste Wert seit Mai. In Bayern können sich Reisende in Testzentren an den Autobahnen auf das Coronavirus testen lassen. In den Schulen in Berlin gilt mit Beginn des neuen Schuljahres eine Maskenpflicht. Alle Infos im Ticker.

Ein Rettungsassistent der Berufsfeuerwehr Halle hält einen Coronatest.
In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder stärker an. Am Donnerstag wurden mehr als 900 Fälle gemeldet, der seit Mai höchste Wert. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag, 30. Juli 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:23 Uhr | Corona-Ausbruch in christlicher Gemeinde

In Sinsheim in Baden-Württemberg haben sich mindestens 40 Mitglieder einer christlichen Gemeinde mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Behörden steht das Testergebnis von 77 Gemeindemitgliedern aus. Die Tests waren angeordnet worden, weil eine Person mit Kontakt in die rumänische Pfingstgemeinde positiv getestet worden war. Zudem gab es weitere Infektionen in einer anderen Gemeinde. Da dort keine Gottesdienste mehr gefeiert werden konnten, wird vermutet, dass deren Mitglieder Gottesdienste in Gemeinden in der Umgebung besucht haben.

20:18 Uhr | Maskenpflicht im Amsterdamer Rotlichtviertel

Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit ein. Grund sind steigende Corona-Zahlen. Beide Großstädte teilten mit, die Maskenpflicht gelte ab 5. August für alle Personen über 13 Jahre auf besonders belebten Plätzen. In Amsterdam etwa gilt die Maskenpflicht dann unter anderem für das Rotlichtviertel. Die niederländische Regierung lehnt zwar eine allgemeine Maskenpflicht bisher ab, gestattet aber regionale Gebote. Bisher muss in den Niederlanden nur in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Gesichtsmaske getragen werden - dazu gehören auch die Fähren.

19:58 Uhr | Ab Montag Corona-Tests an sächsischen Flughäfen

Auf den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden können sich Reise-Rückkehrer nach Sachsen ab Montag kostenlos auf Corona testen lassen. Diesen Termin teilte das Gesundheitsministerium mit. Zuvor war von einem Start des Angebots schon am Wochenende die Rede gewesen. Das Angebot richtet sich an alle Rückkehrer, die in Sachsen ihren Wohnsitz haben oder sich dauerhaft dort aufhalten. Es gilt innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise. Der Schwerpunkt der Test soll nach Angaben des Ministeriums auf Heimkehrer aus Risikogebieten liegen, für die es verpflichtende Tests geben soll und die sich in Quarantäne begeben müssen. Aber auch Heimkehrer aus anderen Regionen können sich den Angaben zufolge am Flughafen testen lassen - oder im örtlichen Gesundheitsamt. Für Urlauber, die nicht mit dem Flugzeug nach Hause kommen, seien ebenfalls Tests in der Planung.

18:45 Uhr | Seit Wochen höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen

In Deutschland sind binnen eines Tages 902 neue Corona-Infektionen von den Gesundheitsämtern gemeldet worden. Das ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) die höchste Zahl seit Mai - abgesehen vom Corona-Ausbruch beim Fleisch-Konzern Tönnies im Juni. Damit haben sich mehr als 207.000 Menschen in Deutschland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Mehr als 9.100 mit dem Virus infizierte Menschen starben laut RKI.

Bis vor einigen Tagen lag die Zahl der Neuinfektionen stabil bei täglich 300 bis 500 gemeldeten Fällen. Das Robert Koch-Institut hatte bereits Anfang der Woche aufgrund steigender Zahlen vor einer Trendumkehr in Deutschland gewarnt. RKI-Präsident Lothar Wieler nannte als Ursache für den Anstieg Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Ob es sich um den Beginn einer möglichen zweiten Welle handle, könne man nicht wissen.

18:15 Uhr | Arbeitsagentur: Corona-Krise erschwert Berufseinstieg

Die sächsische Arbeitsagentur sieht junge Leute als die größten Verlierer der Corona-Krise. Behördenchef Klaus-Peter Hansen sagte MDR AKTUELL, es bereite ihm große Sorgen, dass bei den unter 25-Jährigen die Zahl der Arbeitslosen um fast 25 Prozent gestiegen sei. Es gelte nun zu verhindern, dass durch Corona eine traumatisierte Generation entstehe. Aktuell sehe die Lage mit 8.000 offenen Lehrstellen und rund 6.000 unversorgten Bewerbern aber noch relativ gut aus.

18:05 Uhr | Corona-Versuch in der Arena Leipzig wird vorbereitet

In der Arena Leipzig wird derzeit ein Feldversuch vorbereitet, wie Konzerte und Sportereignisse mit mehreren tausend Zuschauern trotz Coronavirus wieder stattfinden können. Mit dabei sind Handballer des SC DHfK Leipzig.

17:57 Uhr | Zwölf Infizierte nach Familienfeier

Im Raum Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern haben sich bei einer Familienfeier mindestens zwölf Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie der Landkreis Ludwiglust-Parchim mitteilte, sind rund 200 Kontaktpersonen in Quarantäne. Als Ursprungsort des Corona-Ausbruchs gilt nach Informationen der "Schweriner Zeitung" eine Baby-Begrüßungsparty mit mehr als 35 Teilnehmern. Die habe zwar zum größten Teil im Freien stattgefunden. Wegen des Wetters sei aber auch in einer Garage gefeiert worden.

17:28 Uhr | Dänemark öffnet Grenzen nach Schweden

Flensburg: Autos fahren zum deutsch-dänischen Grenzübergang in Richtung Norden.
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Dänemark öffnet seine Grenze wieder für Reisende von und nach Schweden. Das Nachbarland erfüllt dank fallender Corona-Zahlen die dänischen Kriterien von weniger als 20 Neuinfektion pro 100.000 Einwohner und Woche. Damit wird den Dänen nicht mehr von Reisen nach Schweden abgeraten. Schweden dürfen zugleich nach Dänemark einreisen. Voraussetzung allerdings ist, dass sie mindestens sechs Übernachtungen im Land gebucht haben. Deutsche können bereits seit Mitte Juni wieder nach Dänemark einreisen.

16:28 Uhr | Polen prüft neue Corona-Quarantäne für Einreisende

Polen prüft eine neue Quarantäne-Pflicht für Reisende aus Ländern mit vielen Corona-Fällen. Ein Regierungssprecher sagte, dazu könnten beispielsweise Spanien-Urlauber gehören. Grund seien neue Höchstzahlen bei den Infektionen in Polen. Innerhalb von 24 Stunden steckten sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums 615 Menschen mit dem Virus an - so viele wie nie zuvor seit Ausbruch der Pandemie. 15 weitere Menschen seien an Covid-19 gestorben. Damit hat das Land insgesamt 1.709 Todesfälle durch das Corona-Virus erfasst.

15:45 Uhr | Maskenpflicht an Berliner Schulen kommt

In den Schulen in Berlin gilt mit Beginn des neuen Schuljahres eine Maskenpflicht, allerdings nicht während des Unterrichts und im Hort. Das teilte Bildungssenatorin Sandra Scheeres mit. Sie sagte, die Maskenpflicht gelte für Schüler, Lehrer und andere Beschäftigte in Schulgebäuden. In Berlin starten die Schulen am 10. August in das neue Schuljahr.

15:27 Uhr | Corona-Teststationen an Autobahnen in Bayern

Urlauber können sich bei ihrer Rückkehr an Autobahnen in Bayern auf das Coronvirus Sars-CoV-2 testen lassen. Die Teststationen wurden nahe den Grenzübergängen Kiefersfelden, Walserberg und Pocking eingerichtet: An der A93 an der Rastanlage Inntal-Ost, an der A8 an der Rastanlage Hochfelln-Nord und an der A3 an der Raststätte Donautal-Ost.

30.07.2020, Bayern, Bergen: Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz nehmen an einem Corona-Testzentrum an der Autobahn 8 (A8) an der Rastanlage Hochfelln-Nord einen Abstrich.
Mitarbeiter vom Bayerischen Roten Kreuz nehmen an der A8 an der Rastanlage Hochfelln-Nord einen Abstrich. Bildrechte: dpa

An den Rastanlagen kann man mit dem Auto vor einen Container fahren und muss nicht aussteigen: Helfer in Schutzanzügen kommen mit den Abstrich-Utensilien zum Fahrzeug. Wie lange die Auswertung der Tests dauert, hängt von Laborkapazitäten ab. An den Teststationen werden nur Abstriche genommen und dann ans Gesundheitsamt weitergereicht.

Es können sich auch Reisende aus anderen Bundesländern testen lassen. Die Tests sind kostenlos und bislang freiwillig. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert aber, für auch für verpflichtende Tests für Urlauber, die mit dem Auto nach Deutschland zurückkehren.

14:53 Uhr | Corona-Notstand in Italien verlängert

In Italien gilt der Corona-Notstand weiter. Die Regierung verlängerte den Notstand per Dekret bis zum 15. Oktober. Zuvor hatte das Parlament bereits für die Verlängerung gestimmt. Der Notstand gibt der Regierung besondere Rechte. Der Staat kann Einsatzkräfte besser koordinieren und bürokratische Hürden vermeiden. Der Notstand gilt in Italien seit knapp sechs Monaten. Ohne Verlängerung wäre er am Freitag ausgelaufen.

14:06 Uhr | Großbritannien mit höchster Übersterblichkeit in Europa

Großbritannien verzeichnet nach Behördenangaben in der Corona-Pandemie die höchste Übersterblichkeit in Europa. Rund 65.000 mehr Menschen als sonst seien hier in diesem Jahr gestorben, teilte das Nationale Statistikamt ONS mit. Die Übersterblichkeit verteile sich über das ganze Land, im Gegensatz zu vielen europäischen Ländern, wo sie sich auf bestimmte Regionen konzentriert. Allerdings habe England eine deutlich höhere Sterbeziffer als Schottland, das wiederum höhere Zahlen als Wales und Nordirland aufweise.

Spanien habe zwar einen höheren Spitzenwert bei der Übersterblichkeit, aber in Großbritannien sei sie langsamer gesunken, was zu der hohen Zahl geführt habe.

14:02 Uhr | Leipziger Reisemesse soll stattfinden

Ein Globus leuchtet auf der Messe Touristik & Caravaning (TC).
So sah es 2019 auf der Messe Touristik und Caravaning aus, in diesem Jahr soll sie mit Hygienebestimmungen stattfinden. Bildrechte: dpa

Die Leipziger Reisemesse Touristik und Caravaning soll im Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Wie der Veranstalter mitteilte, ist die Ausstellung vom 18. bis 22. November geplant. Viele Anbieter hätten sich für die Schau ausgesprochen. Die Messegesellschaft erklärte, die Stadt habe das Hygienekonzept genehmigt. Dazu gehörten breite Gänge und die häufige Reinigung des Geländes. Besucher müssten sich registrieren lassen.

12:46 Uhr | Männer und Jüngere halten sich seltener an Corona-Regeln

Die Corona-Regeln zu Abstand, Hygiene und Maskentragen werden von einer deutlichen Mehrheit der Menschen akzeptiert - allerdings halten sich Jüngere und Männer seltener an die Regeln als Ältere und Frauen.

Dies ergab die aktuelle Umfrage des Covid-19 Snapshot Monitorings (Cosmo) der Universität Erfurt, wie die an dem Projekt beteiligte Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln mitteilte.

Demnach gaben 89,2 Prozent der Befragten an, in der zurückliegenden Woche häufig oder immer eine Alltagsmaske benutzt zu haben. 83,8 Prozent waschen sich häufig oder immer 20 Sekunden lang die Hände, und 85,5 Prozent halten häufig oder immer eineinhalb Meter Abstand. Allerdings zeigten sich dabei Altersunterschiede: Während sich 81,4 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an die Maskenregel halten, liegt der entsprechende Anteil bei den über 65-Jährigen mit 97 Prozent deutlich höher.

Auch zwischen Männern und Frauen gab es Unterschiede: So gaben 85,6 Prozent der Männer an, zuletzt häufig oder immer eine Maske getragen zu haben. Bei den Frauen betrug dieser Anteil sogar 92,7 Prozent. Auch waschen sich Frauen häufiger 20 Sekunden lang die Hände als Männer - hier sind es 87,4 Prozent zu 80 Prozent.

11:16 Uhr | Polen und Ukraine mit Tageshöchstwerten bei Neuinfektionen

Polen verzeichnet mit 615 Neuinfektionen den bislang höchsten Zuwachs an Corona-Fällen binnen 24 Stunden. Zudem seien 15 weitere Menschen an oder mit dem neuartigen Virus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium auf Twitter mit. Damit steigt die Zahl der nachweislichen Infektionsfälle in Polen auf 45.031 und die Zahl der Todesfälle auf 1709.

Ähnlich sieht es in der benachbarten Ukraine aus: Das Land verzeichnet mit 1.197 neuen Coronavirus-Fällen einen Tageshöchstwert. Zudem seien 248 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden und damit so viele wie noch nie, teilen die Behörden mit. Insgesamt gibt es in der Ukraine 68.794 nachgewiesene Infektionen und 1.673 Todesfälle.

11:09 Uhr | Bahn rechnet mit Rekordverlust

Die Deutsche Bahn rechnet 2020 im laufenden Geschäft mit einem Rekordverlust. Zum Jahresende erwarte man ein Minus von bis zu 3,5 Milliarden Euro vor Zinsen und Steuern, kündigte das Bundesunternehmen an. Das sei "die schlimmste finanzielle Krise seit ihrem Bestehen", sagte Bahnchef Richard Lutz.

Der Umsatz könne auf bis zu 38,5 Milliarden Euro absacken. 2019 hatte er noch 44,4 Milliarden Euro betragen. Die Prognose sei aber mit hoher Unsicherheit behaftet, hieß es.

10:10 Uhr | Wirtschaftsleistung bricht massiv ein

Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise in Rekordtempo eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Gleichzeitig scheint sich die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich mit dem Vormonat gestiegen, aber weniger stark, als erwartet. Laut Bundesagentur für Arbeit waren im Juli 2,91 Millionen Menschen ohne Job, 57.000 mehr als im Juni und 635.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg binnen Monatsfrist um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent.

09:13 Uhr | 860 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland gibt es immer mehr Corona-Neuinfektionen. Am Donnerstag meldeten die Kreise und Städte 860 Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-Cov-2. Das geht aus der Datenbank des am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelten Datenprojekts "Risklayer" hervor.

Die Neuinfektionen waren bereits in den sieben Tagen davor wieder stärker angestiegen. Das RKI hatte deshalb vor einer erneuten Verschärfung der Pandemie gewarnt. Die 860 nun gemeldeten Neuinfektionen stellen die größte Steigerung innerhalb eines Tages seit Mitte Juni dar – damals war das Pandemiegeschehen allerdings durch Ausbrüche beim Schlachtkonzern Tönnies geprägt. Davor gab es zuletzt am 14. Mai mit 896 gemeldeten Neuinfektionen höhere Werte.

08:36 Uhr | Grünen-Politiker fordert aktuellere Reisehinweise

Der Tourismusexperte der Grünen, Markus Tressel, fordert von der Bundesregierung mehr Transparenz bei der Einstufung von Corona-Risikogebieten. Tressel sagte MDR AKTUELL, er gehe davon aus, dass das Auswärtige Amt sehr sorgfältig prüfe. Aber man brauche endlich auch Klarheit bei den Kriterien.

07:59 Uhr | VW mit Milliardenverlust

Der Volkswagen-Konzern hat wie erwartet im ersten Halbjahr einen Verlust eingefahren. Vor Steuern stand im ersten Halbjahr ein Verlust von 1,4 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. Vor einem Jahr hatte VW noch 9,6 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Wegen der Coronakrise standen die Bänder in vielen Werken lange Zeit still. Für das Gesamtjahr erwartet Volkswagen aber einen Gewinn.

Derzeit legen viele Unternehmen ihre Geschäftszahlen vor, die meisten melden Verluste. Der Flugzeugbauer Airbus etwa machte im ersten Halbjahr einen Verlust von 1,9 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz sei im zweiten Quartal auf 18,9 Milliarden Euro von 30,9 Milliarden Euro gesunken.

07:35 Uhr | Stromverbrauch gesunken – Ökoanteil gestiegen

Solaranlage auf einem Hausdach
Der Ökostromanteil ist in Deutschland in einem Halbjahr erstmals auf über 50 Prozent gestiegen. Bildrechte: imago/Westend61

Die Coronakrise hatte auch Auswirkungen auf den Stromverbrauch in Deutschland: Der sank im ersten Halbjahr auf 272 Milliarden Kilowattstunden – rund 26 Milliarden Kilowattstunden weniger als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft hervor.

Der Rückgang sei vor allem eine Folge der schwachen Wirtschaftslage und dem damit verbundenen geringeren Strombedarf der Industrie, heißt es in der BDEW-Analyse. Da gleichzeitig Windräder und Solaranlagen besonders viel Strom erzeugten, hätten die erneuerbaren Energien mit 50,2 Prozent erstmals mehr als die Hälfte des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt.

07:16 Uhr | Höchststände in Australien und Japan

Die Behörden in Australien melden neue Höchststände bei Coronainfektionen: Mit mehr als 700 Neuinfektionen wurde ein Tagesrekord gemessen. Die Ansteckungen traten vor allem im Bundesstaat Victoria und seiner Hauptstadt Melbourne auf. Dort ordnete die Regierung das Tragen von Atemschutzmasken auch im Freien an.

Australien meldete außerdem 13 Todesfälle binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus und damit so viele wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem neuartigen Virus gestorben sind, stieg damit auf 189, wie Ministerpräsident Scott Morrison mitteilte.

In Japan gab es erstmals mehr als 1.000 Corona-Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden seien 1.264 Fälle nachgewiesen worden, berichtete der Rundfunksender NHK. Mit 367 Ansteckungen habe es in der Hauptstadt Tokio ebenfalls einen neuen Höchstwert gegeben.

06:46 Uhr | Neue Negativrekorde in Brasilien

Passagiere sitzen und stehen in Rio de Janeiro dicht gedrängt in einem Bus.
Enge trotz Corona: Einwohner von Rio de Janeiro in einem öffentlichen Bus. Bildrechte: dpa

Das südamerikanische Land leidet weiter massiv unter der Corona-Pandemie. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwochabend 69.074 neue Infektionsfälle binnen 24 Stunden – so viele wie nie seit Ausbruch des Virus. Insgesamt wurden in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas damit bisher 2.552.265 Fälle registriert. Außerdem kamen 1.595 Todesfälle hinzu. Auch die Todesfälle innerhalb von 24 Stunden schnellen damit auf einen neuen Rekordstand.

Weltweit wurden nur in den USA bislang mehr Infektionen und Todesfälle in der Corona-Pandemie verzeichnet.

06:35 Uhr | Vorwürfe gegen Fluglinien

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen wirft Airlines vor, Fluggäste mit sogenannten Fake-Flügen zu täuschen. Reiserechtsexperte Felix Methmann sagte MDR AKTUELL, die Fluggesellschaften ließen Kunden Flüge buchen und sofort bezahlen. Kurz darauf würden die Verbindungen storniert. Dadurch würden sich die Airlines kuzrfristig Liquidität verschaffen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. Juli 2020 | 06:00 Uhr