Coronavirus-Pandemie Ticker: Ansturm auf FFP2-Masken

Handel und Krankenkassen melden eine hohe Nachfrage nach medizinischen Masken, besonders nach den vom Bund geförderten FFP2-Masken. Die Kultusminister der Länder versprechen faire Schulabschlussprüfungen. Kanzlerin Merkel hält den russischen Sputnik-Impfstoff für eine Option. Indes mahnt die Sepsis-Stiftung, dass viele Corona-Todesfälle infolge einer Blutvergiftung verhindert werden könnten. Die Entwicklungen im Live-Ticker.

Unser Ticker am Donnerstag, 21. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:55 Uhr | USA schicken Einreisende in Quarantäne

Reisende in die USA müssen wegen der Corona-Pandemie künftig nach ihrer Ankunft in Quarantäne. Außerdem wird vor der Einreise ein Negativtest verlangt. Der neue US-Präsident Joe Biden stellte am Donnerstag seine Pläne für den Kampf gegen das Coronavirus vor. Er unterzeichnete mehrere Direktiven zur Eindämmung der Pandemie. So soll die schleppende Impfkampagne beschleunigt und mehr Personal im öffentlichen Gesundheitswesen eingestellt werden. Biden warf seinem Vorgänger Donald Trump Versagen vor. Er verwies auf die inzwischen mehr als 408.000 Corona-Toten in den USA, die mit Abstand höchste Zahl weltweit. Es werde Monate dauern, "bis wir die Kurve kriegen".

20:50 Uhr | Nächtliche Ausgangssperre in Niederlanden

Die Niederlande verhängen wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen eine nächtliche Ausgangssperre. Das Parlament stimmte dem Plan von Ministerpräsident Mark Rutte zu. Ab Samstag gilt zwischen 21 und 4:30 Uhr ein Ausgangsverbot, zunächst bis 9. Februar. Verstöße werden mit 95 Euro Strafe geahndet. Damit gibt es im Nachbarland erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder ein Ausgangsverbot. Rutte begründete den Schritt mit der "großen Sorge" vor einer Ausbreitung der deutlich ansteckenderen britischen Corona-Mutante.

20:15 Uhr | Tschechien verlängert Notstand

Tschechiens Parlament hat einer Verlängerung des Corona-Notstands bis zum 14. Februar zugestimmt. Der Ausnahmezustand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen und Soldaten in Krankenhäusern einzusetzen. Die Regierung von Premier Andrej Babis wollte eine Verlängerung bis zum 21. Februar. Gesundheitsminister Jan Blatny begründete dies unter anderem mit der Gefahr durch neue Virusvarianten.

19:42 Uhr | Uffizien wieder offen

Das Museum der Uffizien in Florenz ist nach 77 Tagen Schließung wegen der Corona-Pandemie wieder geöffnet. Der deutsche Direktor, Eike Schmidt, zeigte sich erleichtert. Die "großartigen Werke" gehörten "jedem einzelnen Italiener - und idealerweise der Menschheit". Die Schließung der Uffizien in der Corona-Krise war die längste seit dem Zweiten Weltkrieg. Vorerst dürfen nur Besucher kommen, die sich bereits in der Toskana aufhalten. Auch ist das Museum zunächst nur von Dienstag bis Freitag geöffnet.

18:36 Uhr | EU berät über Grenzkontrollen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat unmittelbar vor dem Corona-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am Abend Maßnahmen gegen neue Corona-Varianten gefordert. Merkel wollte auch Grenzkontrollen nicht ausschließen - jedoch nur als letztes Mittel. Deutschland schlägt Testzentren an den Grenzen vor. Sie sollen helfen, den grenzüberschreitenden Lieferverkehr in der EU zu sichern. Im Gespräch sind auch Warnhinweise für Regionen, wo neue Corona-Varianten auftreten. Sie könnten Grundlage für verschärfte Reisebestimmungen sein.

18:05 Uhr | In Portugal 13 Prozent der Ansteckungen mit Mutante

Portugal weitet angesichts der schnellen Ausbreitung der britischen Virus-Mutation seinen Lockdown aus. Nach amtlichen Angaben macht die neue Virusvariante bereits 13 Prozent der neuen Fälle aus. Ab Freitag werden alle Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten für zwei Wochen geschlossen. Die Regierung spricht von einer dramatischen Lage. Das Land mit gut zehn Millionen Einwohnern hatte gestern etwa 14.600 neue Ansteckungen gemeldet und heute mehr als 13.500. Hochgerechnet auf Deutschlands Einwohnerzahl wären das mehr als 100.000 Ansteckungen täglich.

17:36 Uhr | Pfizer liefert weniger Ampullen Impfstoff

Der US-Pharmakonzern Pfizer liefert weniger Ampullen seines Corona-Impfstoffs an die Besteller-Länder aus. Der Konzern begründete das gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mit der Entscheidung der EU-Arzneimittelbehörde EMA, aus jedem Fläschchen bis zu sechs Impfdosen ziehen zu können. Bisher ging Pfizer von fünf Dosen pro Flakon aus und berechnete entsprechend die Zahl gelieferter Ampullen. Der Impfstoff wurde gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen Biontech entwickelt. Pfizer betonte: "Wir halten unsere Lieferverpflichtungen gegenüber den Staaten ein." Die Bestellungen hätten "immer auf einer Gesamtzahl von Dosen beruht und nicht von Ampullen". Die EMA hatte den EU-Staaten erlaubt, sechs Dosen aus jedem Fläschchen zu ziehen. Allerdings sind dafür spezielle Spritzen nötig, die nicht alle Länder ausreichend haben. Pfizer hatte bereits vergangene Woche mitgeteilt, seine Lieferungen an EU-Länder für drei bis vier Wochen zu verringern, um die Produktion im belgischen Werk umstellen und erhöhen zu können.

16:49 Uhr | Ansturm auf FFP2-Masken vom Bund

In Sachsen und Thüringen gibt es eine hohe Nachfrage nach vom Bund finanzierten FFP2-Masken. Wie die AOK Plus und die IKK classic bestätigten, laufen die Telefone heiß. Allein bei der AOK haben demnach 1,3 Millionen ältere und vorerkrankte Menschen einen Anspruch. Bislang seien 500.000 Berechtigungsscheine verschickt worden. Wann die restlichen Coupons folgen, sei unklar. Die Scheine werden in der Bundesdruckerei fälschungssicher hergestellt. Berechtigte erhalten mit dem Dokument insgesamt zwölf FFP2-Masken, sie müssen lediglich vier Euro Eigenanteil zahlen.

Auch Apotheken und Drogeriemärkte melden eine steigende Nachfrage nach medizinischen Masken seit der Neuregelung der Maskenpflicht. Textilmasken seien kaum noch gefragt. Bund und Länder haben beschlossen, dass im ÖPNV und beim Einkaufen künftig eine OP- oder FFP2-Maske getragen werden muss, weil sie die Träger besser schützen.

16:24 Uhr | Test zu Gedächtnisverlust nach Infektion

Viele Corona-Erkrankte berichten von Gedächtnisproblemen. Psychische Belastungen beeinträchtigen die geistige Fitness zusätzlich. Greift Sars-Cov-2 unser Nervensystem an? Das wollen Hirnforscher jetzt herausfinden. Sie rufen zu einem bundesweiten Bürgerforschungsprojekt mit App und Smartphone auf.

16:00 Uhr | Billionen-Schäden durch Schulschließung

Die Schulschließungen in der Corona-Pandemie führen nach Berechnungen des Ifo-Instituts zu enormen wirtschaftlichen Schäden. Das betreffe die einzelnen Schüler und die gesamte Volkswirtschaft, sagte der Ökonom Ludger Wößmann dem "Handelsblatt". In der Bildungsökonomie sei nichts so gut dokumentiert wie der Zusammenhang von Bildung und Einkommen. Sollten die Schulen bis Ende Februar geschlossen bleiben, müsse von einem Verlust beim Lebenseinkommen der Schüler von 4,5 Prozent ausgegangen werden, warnt Wößmann. Auf die Volkswirtschaft hochgerechnet ergebe sich nach insgesamt 18 Wochen Schulausfall im Frühjahr 2020 und jetzt ein Verlust von 3,3 Billionen Euro bis zum Ende des Jahrhunderts.  

15:32 Uhr | Merkel sieht russischen Impfstoff als Option

Kanzlerin Angela Merkel hat Russland Unterstützung bei weiteren Schritten für den Corona-Impfstoff Sputnik V angeboten. Merkel sagte in Berlin, Voraussetzung für die Zusammenarbeit sei eine Zulassung des Präparats durch die Europäische Arzneimittelbehörde Ema. Dann könne man auch über eine gemeinsame Produktion oder Anwendung reden. Merkel betonte, über alle politischen Differenzen mit Moskau hinweg könne man in einer Pandemie im humanitären Bereich zusammenarbeiten. Sputnik V war in Russland schon im August vor Abschluss finaler Tests freigegeben worden.

15:01 Uhr | Kultusminister wollen Prüfungen erleichtern

Die Abschlussprüfungen an Schulen sollen trotz Corona-Pandemie auch dieses Jahr stattfinden. Die Kultusminister der Länder beschlossen auf ihrer Konferenz (KMK) die Gleichwertigkeit der Schulabschlüsse und eine gegenseitige Anerkennung. Es bleibt beim im März vereinbarten Grundsatz, dass durch die Pandemie keine Nachteile für die Schülerinnen und Schüler entstehen dürfen.

Tische und Stühle für eine Prüfung in einer Turnhalle aufgestellt.
Prüfungsplätze in einer Turnhalle. Bildrechte: imago images / penofoto

Für faire Rahmenbedingungen schlagen die Kultusminister vor, Prüfungstermine zu verschieben, um mehr Lernzeit zu gewähren. So könnten etwa Nachschreibetermine als Haupttermine genommen werden. Auch könne die Zahl von Klassenarbeiten oder Klausuren reduziert werden und es könnten die Prüfungshinweise durch eine Schwerpunktsetzung präzisiert werden. Auch wird diskutiert, den Jugendlichen mehr Prüfungsaufgaben zur Auswahl zu stellen und dafür die Auswahlzeit oder Arbeitszeit zu verlängern.

Auch bei einer andauernden Schulschließung sollen schriftliche Prüfungen in den geschlossenen Schulen möglich sein. Für mündliche Prüfungen wollen die Schulminister "im Ausnahmefall" auch Prüfungen per Videokonferenz ermöglichen.

13:16 Uhr | Corona-Mutation aus Südafrika in Leipzig nachgewiesen

In Leipzig ist erstmals die südafrikanische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Die Uniklinik Leipzig teilte mit, der Nachweis sei bei einer Zusatzuntersuchung von positiven Testergebnissen erfolgt. Die betroffene Person stamme aus Leipzig. Es werde nun geklärt, ob Kontaktpersonen ebenfalls mit dem mutierten Virus infiziert seien. Der Uniklinik zufolge ist es der erste Nachweis der südafrikanischen Variante in ganz Sachsen. Die Mutation gilt als deutlich ansteckender als das bisherige Coronavirus.

Antikörper gegen das Coronavirus sind bei der Virusmutation aus Südafrika weniger wirksam. Zu diesem Schluss kommt der Impfstoff-Forscher Torben Schiffner von der Uniklinik Leipzig nach der Auswertung einer neuen Studie. Schiffner sagte dem MDR, die Daten seien deutlich schlechter als erwartet. Demnach sind die Antikörper von 50 Prozent der Genesenen nicht in der Lage, die neue Virusvariante zu bekämpfen. Weitere 20 Prozent bekämpften das Virus deutlich schlechter. Schiffner zufolge deutet das daraufhin, dass die Corona-Impfstoffe früher oder später angepasst werden müssten - so wie man das von den Grippe-Impfstoffen kenne. Die Anpassung könne zwar binnen sechs Wochen passieren, die Zulassung müsse dann aber erneut beantragt werden.

Wie das Coronavirus mutiert 1 min
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12:42 Uhr | Merkel: Die Mühen des Lockdowns beginnen sich auszuzahlen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Fortsetzung des Lockdowns in Deutschland verteidigt. Es ergebe sich derzeit ein sehr gespaltenes Bild, sagte sie. Zum einen gingen die Neuinfektionen endlich zurück. Das zeige, dass die harten Einschnitte, die die Menschen in Deutschland seit Wochen auf sich nehmen müssten, sich auszuzahlen beginnen würden. Es zeige im Grunde, dass die Mühe sich lohnt, sagte Merkel. Zugleich aber seien die täglichen Todeszahlen erschreckend hoch. Außerdem berge die Mutation des Virus eine große Gefahr. Alles deute darauf hin, dass das mutierte Virus um ein Vielfaches ansteckender sei als das bekannte. Die Ausbreitung dieser Mutation müsse so weit wie möglich verlangsamt werden, um eine dritte Welle zu verhindern.

11:14 Uhr | Impfbereitschaft gestiegen

Die Impfbereitschaft der Bundesbürger ist leicht gestiegen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sagten 40 Prozent, dass sie sich so schnell wie möglich impfen lassen wollten, weitere 27 Prozent wollen das etwas später tun. Kurz vor dem Start der Impfkampagne hatten nur 32 Prozent angegeben, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen.

10:32 Uhr | Abwärtstrend bei Neuinfektionen setzt sich fort

In Deutschland sind binnen eines Tages 18.625 Corona-Neuinfektionen nachgewiesen worden. Das geht aus Zahlen des "Risklayer"-Projekts hervor. Vor einer Woche (14.1.) hatte die Zahl noch bei 22.937 und damit um 4.312 Fälle höher gelegen. Damit setzt sich der Abwärtstrend bei den Neuinfektionen fort. Insgesamt erreichen die Neuinfektionszahlen damit den niedrigsten Wert seit Anfang November. In der ersten Novemberwoche lagen die Zahlen zwischen 16.000 und 20.000 Neuinfektionen täglich. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Deutschland aktuell bei 131. Ausnahme beim Abwärtstrend bildet ein Ausschlag in den ersten beiden Januarwochen, der wohl auf Weihnachts- und Sivesterfeierlichkeiten zurückzuführen ist. Den bisherigen Höchststand an Neuinfektionen erreichte Deutschland am 18.12.. Da wurden binnen 24 Stunden 31.556 neue Fälle gezählt.

09:21 Uhr | Karliczek fordert mehr Angebote für benachteiligte Schüler

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat angesichts von Schulschließungen zusätzliche Angebote für benachteiligte Schüler gefordert. Karliczek kündigte im Redaktionsnetzwerk Deutschland zugleich an, die Länder etwa bei Programmen in den Ferien zu unterstützen. Es gehe um Schülerinnen und Schüler, die zu Hause nicht so gut gefördert werden könnten. - Der Deutsche Lehrerverband forderte, lernschwachen Schülerinnen und Schülern bundesweit anzubieten, das Schuljahr freiwillig zu wiederholen, ohne dass sie als Sitzenbleiber eingestuft würden. Die Betroffenen würden sonst spätestens bei den Abschlussprüfungen scheitern.

08:54 Uhr | Stiftung: Viele Corona-Todesfälle durch Sepsis ausgelöst

Viele Corona-Todesfälle entstehen durch eine unerkannte Sepsis und könnten verhindert werden. Zu dieser Auffassung kommt die Deutsche Sepsis-Stiftung. Der Vorsitzende Konrad Reinhardt sagte dem RND, eine bessere Früherkennung und eine angepasste Behandlung könne den tödlichen Verlauf bei diesem Fällen verhindern. Der starke Bedarf an Intensivbetten und die hohe Sterblichkeitsrate von Covid-Patienten sei vor allem durch Blutvergiftungen bedingt. Reinhardt beklagte eine weitverbreitete Unwissenheit zum Thema in der Bevölkerung aber auch beim medizinischen Personal. Ein großes Problem sei es, wenn Patienten eine unkomplizierte Covid-19-Erkrankung zuhause auskurieren wollten, und den Übergang der Krankheit in eine Blutvergiftung nicht bemerken würden. Wer Anzeichen wie plötzliches extremes Krankheitsgefühl, Fieber, hohen Puls, Verwirrtheit oder Schüttelfrost bemerke, "sollte auf keinen Fall abwarten und sofort ein Krankenhaus aufsuchen oder den Notarzt rufen", warnte der Experte.

08:14 Uhr | Querdenken: Verbindungen zu Rechtsextremen und Reichsbürgern

Der Ton in den Reihen der Corona-Skeptiker und -Leugner ist rauer geworden. Die Szene sucht die Nähe zu Rechtsextremisten und Reichsbürgern. In Thüringen prüft der Verfassungsschutz deshalb die Beobachtung der Bewegung. MDR EXAKT hat zur Szene recherchiert.

07:57 Uhr | Impfstoff hat keine Auswirkung auf Fruchtbarkeit

Offenbar schrecken manche Frauen mit Kinderwunsch vor einer Impfung gegen das Coronavirus zurück: Laut aktuellem ZDF-Politbarometer wollen sich nur 43 Prozent der Frauen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren gegen Covid-19 impfen lassen. Bei den gleichaltrigen Männern sind es immerhin 58 Prozent. Doch bisher gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass die Corona-Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Frauen hat. Das Unternehmen warnt auch nicht im Beipackzettel für den Impfstoff vor derartigen Nebenwirkungen.

07:13 Uhr | Hausärzte warnen vor überteuerten Masken

Der Hausärzte-Verband hat vor überhöhten Preisen für OP- und FFP2-Masken gewarnt. Vorsitzender Ulrich Weigeldt sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es müsse verhindert werden, dass es beispielsweise im Online-Handel zu Wucherpreisen komme. Weigeldt schlug vor, einen Festpreis festzulegen, der nicht überschritten werden dürfe. Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, dass OP- und FFP2-Masken künftig im Nahverkehr und beim Einkauf verpflichtend sein sollen.

06:43 Uhr | Hundefriseurin aus Sachsen-Anhalt darf öffnen

Eine Hundefriseurin in Sachsen-Anhalt darf ihren Salon trotz des derzeitigen Verbots für Friseurdienstleistungen betreiben. Das gab das Verwaltungsgericht Magdeburg bekannt. Das Betreiben eines Hundesalons sei mit der geltenden Corona-Eindämmungsverordnung des Landes nicht verboten, so das Urteil. Die Verfügung zur Schließung der Läden beziehe sich auf körpernahe Dienstleistungen, die an Menschen erbracht würden. Die von der Antragstellerin angebotenen Leistungen im Bereich der Fellpflege seien damit nicht erfasst. Der Gerichtsbeschluss sei aber nur für sie gültig. Gegen das Urteil kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden. (AZ: 1 B 13/21 MD)

06:30 Uhr | Verkehrsbetriebe wollen Angebot nicht erhöhen

Verkehrsbetriebe in Mitteldeutschland sehen keinen Anlass, das Angebot im Nahverkehr wegen der Corona-Pandemie zu erhöhen. Das ergab eine Nachfrage von MDR AKTUELL unter anderem in Dresden, Magdeburg und Leipzig. Von allen drei Unternehmen hieß es, dass weniger Fahrgäste unterwegs seien. Man fahre nach Ferienplan. Beim Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien und Bahnnetzbetreiber Abellio gelte derzeit der Normal-Fahrplan. Das werde auch so bleiben. Abellio teilte mit, bei einem vollen Angebot und einer stark gesunkenen Nachfrage entzerre sich das Fahrgastaufkommen ganz von selbst. Bund und Länder hatten sich am Dienstag darauf geeinigt, wo es möglich und nötig ist, zusätzliche Verkehrsmittel einzusetzen. Damit solle das Ansteckungsrisiko gesenkt werden.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 21. Januar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. Januar 2021 | 06:00 Uhr