Coronavirus-Pandemie Ticker: Erstes EU-Prüfverfahren für Impfstoff

Die Hoffnung auf einen schnellen Impfstoff wächst: Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA beginnt mit einer Überprüfung des sogenannten Oxford-Impfstoffs der Firma AstraZeneca. Derweil startet in Deutschland eine große Antikörper-Studie. Außerdem sprach ein Gericht einem Wirt eine Millionensumme für Einnahmeausfälle zu. Für vom Robert Koch-Institut ausgewiesene Risikogebiete gilt seit heute automatisch eine Reisewarnung.

Symbolbild eines Corona Impfstoffs mit Logo des Pharmaunternehmens AstraZeneca.
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Unser Ticker am Donnerstag, den 1. Oktober 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zur Pandemie und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:25 Uhr | Bayerischer Landkreis mit Inzidenzwert über 50

Der Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern hat die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. Wie das Landesamt für Gesundheit am Abend mitteilte, stieg der Wert auf 51,45. Wegen der Überschreitung sollen nun etwa Beschränkungen von Gästezahlen bei privaten Feiern bis 10. Oktober verlängert werden.

21:05 Uhr | Grimm-Benne warnt vor Busreisen nach Tschechien

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne hat vor Busreisen in Corona-Risikogebiete gewarnt. Die SPD-Politikerin sagte, mehrere Bürger hätten sich auf Busreisen nach Tschechien mit dem Virus infiziert. Gerade Personen im höheren Alter und mit Vorerkrankungen sollten überlegen, anstehende Reisen zu verschieben. Gleichzeitig empfahl Grimm-Benne Angehörigen einer Risikogruppe, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Das könne Unsicherheiten aufgrund ähnlicher Symptome beider Erkrankungen verringern und Patienten sowie Arztpraxen entlasten.

19:55 Uhr | UN: Pandemie trifft Frauen stärker als Männer

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres weltweit eine "anhaltende Verweigerung von Frauenrechten" offengelegt. Frauen bekämen die Auswirkungen der Pandemie deutlich stärker zu spüren als Männer, sagte Guterres bei einer Online-Veranstaltung zum 25. Jahrestag einer UN-Weltfrauenkonferenz. Sie litten unter einer "Schatten-Pandemie geschlechtsbasierter Gewalt". Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in einer Video-Botschaft, die Corona-Pandemie verschärfe die Ungleichheiten, obwohl Frauen in dieser Krise "Stütze unserer Gesellschaften" seien. Sie würden an wesentlichen Entscheidungen nicht gleichberechtigt beteiligt. Merkel forderte "endlich Parität in allen Bereichen - ob in Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik".

18:40 Uhr | Umfrage: Mehrheit für Obergrenzen bei Privatfeiern

Eine große Mehrheit der Deutschen findet es richtig, zum Infektionsschutz die Zahl der Gäste bei privaten Feiern zu beschränken. Im ARD-Deutschlandtrend befürworteten es 85 Prozent der Befragten, bei erhöhten Corona-Fallzahlen Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern nur noch für höchstens 50 Gäste zu erlauben. 13 Prozent sehen das als den falschen Weg. Bund und Länder hatten am Dienstag Obergrenzen von zehn bis 50 Teilnehmern bei Privatfeiern vereinbart, wenn die Zahl der Neuinfektionen bestimmte Werte überschreitet.

18:15 Uhr | Spahn: "AHA" ist schärfste Waffe

Gesundheitsminister Jens Spahn hat eindringlich dazu aufgerufen, die Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu befolgen. Gerade im Herbst und Winter müsse man weiter aufeinander aufpassen, sagte der CDU-Politiker bei den Haushaltsberatungen im Bundestag. Die sogenannten AHA-Regeln – Abstand, Hygiene und Alltagsmasken – seien "die schärfste Waffe, die wir haben". Zugleich wies Spahn Kritik am Tragen von Schutzmasken zurück. Er betonte, Freiheit bedeute auch, die Freiheit und Gesundheit des Anderen zu achten.

17:40 Uhr | Italien mit über 2.500 Neuinfektionen

In Italien sind erstmals seit Ende April wieder mehr als 2.000 Neuansteckungen an einem Tag registriert worden. Das Gesundheitsministerium meldete 2.548 neue Fälle. Es gab 24 weitere Tote in Zusammenhang mit Covid-19. Italien war im März und April besonders hart von der Pandemie betroffen.

17:05 Uhr | Werder muss ohne Fans spielen

Der Bremer Senat hat angesichts der Zunahme von Corona-Neuinfektionen die Auflagen für Großveranstaltungen verschärft: Fußball-Bundesligist Werder Bremen muss am Samstag gegen Bielefeld ohne Zuschauer antreten. Auch für private Feiern gibt es Beschränkungen. Beim Volksfest Freimarkt wurde die Zahl der erlaubten Besucher auf 3.000 halbiert. Auch Meister FC Bayern spielt am Sonntag gegen Hertha BSC vor leeren Rängen.

16:40 Uhr | EU-Arzneimittelbehörde prüft ersten Impfstoff

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA beginnt mit einer Überprüfung des sogenannten Oxford-Impfstoffs gegen Covid-19. Es ist der erste Impfstoff, der in der EU diese Zulassungshürde nehmen könnte. Der Impfstoff wurde vom britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca zusammen mit der Universität Oxford entwickelt. Die EMA warnte jedoch vor Erwartungen, dass es nun bald mit Impfungen losgehe. Erst müssten die umfangreichen Tests abgewartet werden, dass der Impfstoff wirksam und sicher sei. Noch vor wenigen Wochen hatte es Komplikationen gegeben. Die Behörde kündigte angesichts der Dringlichkeit ein beschleunigtes Prüfverfahren an, die genaue Dauer blieb offen.

16:15 Uhr | Ermittlungen wegen Fake-News zu Tod durch Maske

Nach dem Tod eines Mädchens in Schweinfurt ermittelt die Polizei wegen Falschmeldungen im Internet. In den sozialen Netzwerken wird behauptet, die Sechsjährige sei wegen der Maskenpflicht gestorben. Die Polizei teilte mit, ein derartiger Fall sei nicht bekannt. Sie rief dazu auf, solche Meldungen nicht zu verbreiten. Gegner der staatlichen Corona-Maßnahmen verbreiten derzeit Gerüchte über Todesfälle durch Maskentragen bei Kindern. Dazu zählen sie auch den Fall einer tatsächlich verstorbenen 13-Jährigen. Der Staatsanwaltschaft Landau zufolge ist die Todesursache des Mädchens noch unklar.

15:35 Uhr | Neue Corona-Verordnung in Thüringen

In Thüringen sind am Donnerstag neue Corona-Regeln in Kraft getreten – ohne größere Änderungen zur bislang geltenden Verordnung. Sozialministerin Heike Werner zufolge gilt weiter der Grundsatz: "So viel Normalität wie möglich zulassen und bei zunehmenden Infektionen zügig vor Ort reagieren."  Landkreise und kreisfreie Städte können je nach Infektionsgeschehen Allgemeinverfügungen erlassen. Nach vielen Neuinfektionen im Kreis Weimarer Land sind daher dort zunächst bis 4. Oktober Privatfeiern in geschlossenen Räumen mit mehr als 30 Menschen untersagt. Im Freien sind bis zu 50 Teilnehmer erlaubt.

15:10 Uhr | Weitere Corona-Fälle in sächsischem Pflegeheim

Im Pflegeheim "Haus Ölbaum" in Markneukirchen sind drei weitere Pflegekräfte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Geschäftsführer Christoph Uebel sagte MDR SACHSEN, damit seien jetzt insgesamt 24 Mitarbeiter in Quarantäne. Zudem sei ein weiterer erkrankter Heimbewohner in einer Klinik gestorben. 35 Heimbewohner waren bisher positiv getestet worden, zwei von ihnen starben bereits in der letzten Woche.

14:35 Uhr | Dresdner Stollenfest abgesagt

Das traditionelle Stollenfest in Dresden fällt pandemiebedingt in diesem Jahr aus. Wie der Schutzverband Dresdner Stollen mitteilte, wurde angesichts der Infektionslage das für den 5. Dezember geplante 27. Stollenfest abgesagt. Statt mit einem Großevent wollten die Stollenbäcker ihr Handwerk bei kleineren Aktionen präsentieren. Das Stollenfest mit einem Umzug, einem tonnenschweren Riesenstollen und Zehntausenden Besuchern ist normalerweise ein Höhepunkt der Adventszeit in Dresden.

13:40 Uhr | Corona-Infektion bei Zweitligist Aue

Ein Mitarbeiter von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das bestätigte Trainer Dirk Schuster. In der Vorbereitung auf das Gastspiel am Sonntag beim Hamburger SV trainierten die Profis daher nur individuell. Schuster sprach von einer Vorsichtsmaßnahme. Nach weiteren Tests könne die Mannschaft dann hoffentlich wieder zusammen trainieren.

12:55 Uhr | Unterschiedliche Prognosen zu Insolvenzen

Anders als das IWH rechnet die Wirtschaftsauskunft Crifbürgel mit einem sprunghaften Anstieg der Firmenpleiten in Deutschland. Grund sei die heute beendete Aussetzung der Insolvenz-Anmeldepflicht. Die darum nun kommende Insolvenzwelle werde "noch weit in das Jahr 2021 hineinreichen", prognostizierte Crifbürgel. Geschäftsführer Frank Schlein sagte, Hilfszahlungen verschleierten derzeit die wahre finanzielle Lage. Rund 300.000 Unternehmen in Deutschland seien gefährdet, viele in der Gastronomie, aber auch Reisebüros, Kinos und Messebauer.

Bis gestern haben laut Criftbürgel mit knapp 12.200 Firmen fast 15 Prozent weniger als in den ersten neun Monaten des Vorjahrs ihre Insolvenz angemeldet. Diesen Trend zeigten zuvor bereits Zahlen des Statistischen Bundesamts. Das IWH in Halle rechnete zuletzt nicht mit einer bald kommenden großen Pleitewelle (siehe 06:30 Uhr).

12:30 Uhr | Soldaten unterstützen Gesundheitsämter

Angesichts steigender Coronavirus-Infektionszahlen unterstützt die Bundeswehr weiter die Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt. Das Landeskommando in Magdeburg teilte heute mit, dass 40 Soldatinnen und Soldaten abkommandiert seien, um etwa Abstriche vorzunehmen, bei der Nachverfolgung oder den Quarantäne-Kontrollen zu helfen. Demnach kommen sie in fast allen Kreisen und Städten zum Einsatz, außer in Magdeburg, im Burgenlandkreis und im Jerichower Land.

11:40 Uhr | Große Suche nach Antikörpern startet

Das Robert Koch-Institut (RKI) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin starten eine große Studie zum Coronavirus in Deutschland. Wie sie am Donnerstag mitteilten, geht es unter anderem um die Frage, wie viele Menschen eine Infektion bereits durchgemacht haben, wie hoch also auch die Dunkelziffer unentdeckter Infektionen sein könnte. Grundlage sei das sozio-oekonomische Panel (SOEP) des DIW. Demnach sollen rund 34.000 Erwachsene demnächst zur freiwilligen Teilnahme aufgefordert werden. Sie müssten Mund-Nase-Abstriche vornehmen lassen und eine Blutentnahme am Finger. Sie sollten nach vier bis sechs Wochen über Ergebnisse informiert werden, bei akuten Infektionen aber sofort. Die Erhebung der Daten werde bis Jahresende dauern. Danach erst gebe es die Studie.

11:10 | Mehr Neuinfektionen – Positivenquote steigt

Am Mittwoch hat das am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelten Projekt Risklayer bundesweit 2.445 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Diese Zahl steigt als weiter – zuletzt gab es am 23. April mehr als 2.400 registrierte Infektionen an einem Tag. Damit steigt auch der 7-Tage-Schnitt auf 1.958 Fälle am Mittwoch in die Nähe der Marke von durchschnittlich 2.000 pro Tag. In Sachsen wurden 73 neue Fälle registriert, in Sachsen-Anhalt 44 und 33 in Thüringen.

Interessant der Blick auf die Tests: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden vergangene Woche 1.153.075 Tests durchgeführt – ein hoher Wert. Die hohe Testzahl erklärt allerdings nicht den hohen Anteil positiver Befunde in der 39. Kalenderwoche, der auf 14.044 und damit auf 1,22 Prozent gestiegen ist. In den vergangenen zwei Wochen ist dieser Wert trotz steigender Testzahlen ebenfalls gestiegen.

10:29 Uhr | Gastwirt gewinnt Klage gegen Versicherung

In der bundesweiten Klagewelle gegen Versicherungen hat das Münchner Landgericht einem Gastwirt erstmals eine Millionensumme für Ausfälle wegen der Coronavirus-Pandemie zugesprochen. Dem Urteil zufolge muss die beklagte Versicherungskammer die Kosten der angeordneten Betriebsschließung an den Pächter des Münchner Augustinerkellers zahlen – exakt 1,014 Millionen Euro. Der Wirt hatte kurz vor dem bundesweit verhängten Lockdown im März eine Police für Betriebsschließungen abgeschlossen. Die Versicherungskammer prüft nun, ob sie in Berufung geht. In ihren Bedingungen sind zwar Schließungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes gedeckt, der neuartige Covid-19-Erreger ist jedoch nicht explizit benannt.

09:32 | US-Airlines schicken 32.000 Mitarbeiter weg

Die US-Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines haben angekündigt, 32.000 ihrer Beschäftigten in den Zwangsurlaub zu schicken. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sicherten sie ihnen zu, sie wieder zurückzuholen, sobald die US-Regierung neue Staatshilfen genehmigt habe. Die Airlines und Gewerkschaften fordern eine weitere staatliche Finanzspritze von 25 Milliarden Dollar, um weitere sechs Monate durch die Pandemie-Krise zu kommen.

09:24 | Teil-Abriegelung von Madrid angeordnet

Die spanische Zentralregierung hat angeordnet, Teile der Hauptstadt Madrid abriegeln zu lassen, gegen den Willen der Regionalregierung. Das regionale Gesundheitsministerium kündigte umgehend an, man werde den Beschluss nicht umsetzen, da er rechtswidrig sei. Der Anordnung zufolge sollen Bewegungsfreiheit und soziale Kontakte eingeschränkt werden, wenn in einer Stadt in 14 Tagen die Zahl der Neuinfektionen über 500 je 100.000 Einwohner liegt, mindestens zehn Prozent der Tests positiv ausfallen und die Intensivbetten zu mehr als 35 Prozent mit Covid-19-Patienten belegt sind. Neben Madrid fallen aktuell weitere neun Städte im Umland der Hauptstadt unter diese Anordnung.

08:18 Uhr | Grundschule in Jessen geschlossen

In Jessen in Sachsen-Anhalt ist eine Grundschule nach einem Coronavirus-Fall geschlossen worden. Wie die Schulleitung im Internet mitteilte, bleibt die Schule auf Anweisung des Gesundheitsamts einschließlich der kommenden Woche zu. Alle Schüler müssten in Quarantäne, es gebe auch keine Notbetreuung. Die Schüler der 1. und 2. Klassen sollten heute getestet werden, die der 3. und 4. Klassen morgen. Zuletzt war in Dessau-Roßlau eine Gemeinsschaftsschule vorläufig geschlossen worden. Dort hatte sich eine Lehrerin angesteckt.

07:10 Uhr | Automatische Reisewarnung für Risikogebiete

Wird eine Region zum Coronavirus-Risikogebiet erklärt, gilt für nicht zwingend nötigen Reisen dorthin ab sofort automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Haben Länder, die vom Robert Koch-Institut nicht als Risikogebiet ausgewiesen sind, Beschränkungen für Deutschland verhängt, kann von Reisen dorthin ebenfalls abgeraten werden. Erst gestern hatte die Bundesregierung viele weitere Länder und europäische Regionen zu Risikogebieten erklärt. Das Robert Koch-Institut aktualisierte am späten Mittwochabend seine Liste. Länder außerhalb der EU werden seit wieder heute einzeln bewertet, die pauschale Warnung vom März ist aufgehoben.

06:30 Uhr | IWH-Forscher: Vorerst keine Pleitewelle

Der Wirtschaftsforscher Steffen Müller geht davon aus, dass es vorerst keine große Pleitewelle geben wird. Der Insolvenz-Experte am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle sagte MDR AKTUELL, Firmen könnten weiter Überbrückungshilfen oder Kurzarbeitergeld bekommen. Er rechne daher in den nächsten beiden Monaten nicht mit einem Anstieg der Insolvenz-Zahlen. Im kommenden Jahr werde die Zahl der Pleiten zwar steigen, aber nur gering. Müller betonte, die Politik werde alles daran setzen, eine Insolvenzwelle im Wahljahr zu verhindern. Die Verlängerung des Kurzarbeitergelds bis nach der Bundestagswahl sei ein eindeutiges Signal in diese Richtung gewesen.

06:10 Uhr | Wieder Qualitätsprüfungen in Pflegeheimen

Nach einem halben Pause prüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen ab heute wieder die Qualität von Pflegeheimen. Der Bundesverband der Heimbetreiber der Alten- und Behindertenhilfe sieht das problematisch. Geschäftsführer Thomas Knieling ktitisierte bei MDR AKTUELL, dass die Kontrollen ausgerechnet jetzt beginnen, während die Infektionszahlen wieder stiegen. Der MDK hätte auch erst im nächsten Jahr wieder mit den Prüfungen anfangen können. Der Chef des MDK Sachsen, Ulf Sengebusch sagte dagegen, in der Pandemie könne man immer sagen, dass der Zeitpunkt falsch sei. Die Prüfer seien geschult, wie sie sich unter diesen Bedingungen in den Heimen verhalten.

06:00 Uhr | Bundestag berät über Etat für Gesundheit

Mit Beratungen unter anderem über Gesundheit setzt der Bundestag heute seine Haushaltsberatungen fort. Dabei dürfte auch über den bisherigen und den künftigen Umgang mit der Coronavirus-Pandemie debattiert werden. Die viertägige Etatdebatte hatte am Dienstag begonnen und geht noch bis morgen. Der Bundeshaushalt 2021, der wegen der Pandemie eine Neuverschuldung von gut 96 Milliarden Euro vorsieht, soll Ende des Jahres verabschiedet werden.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Oktober 2020 | 06:00 Uhr