Coronavirus-Ticker 19. März: Trump fordert Covid-19-Medikament

US-Präsident Trump fordert schnelle Ergebnisse bei der Suche nach einem Medikament gegen Covid-19. Die USA haben das Malaria-Mittel Chloroquin zur Behandlung des Virus zugelassen. Laut einer Studie lag die Sterberate in Wuhan bei 1,4 Prozent. Alles zur Corona-Pandemie hier:

Donald Trump (r), Präsident der USA, und Vizepräsident Mike Pence sprechen während einer Pressekonferenz.
Der US-Präsident verlangt die möglichst schnelle Entwicklung eines Covid-19-Medikaments. Bildrechte: dpa

22:45 | Ticker am Donnerstag endet

Wir schließen hiermit für Donnerstag den Ticker zum Coronavirus und informieren Sie wieder ab Freitag, 7 Uhr, zu den neuesten Entwicklungen. Wir danken für Ihr Interesse.

22:40 Uhr | Bundesregierung erwägt weitere Schritte

Ob die jetzt geltenden Maßnahmen ausreichen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, könne jeder Einzelne beeinflussen. Nach wie vor sei die wichtigste Maßnahme, Abstand zu halten, mahnt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

22:35 Uhr | Fast 15.000 Infizierte in Deutschland

In Deutschland sind bislang mehr als 14.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur mit Stand vom Donnerstagabend hervor. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 4.970, Bayern mit mehr als 2.280 und Baden-Württemberg mit mehr als 2.740 Fällen. 44 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.

22:30 Uhr | Corona-Fall bei Eintracht Frankfurt

Ein Spieler des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Klub am Donnerstagabend bekannt, ohne jedoch einen Namen zu nennen. Die "komplette Mannschaft sowie der Staff und einige Mitarbeiter aus dem Teamumfeld" würden sich zeitnah einem Test unterziehen.

22:05 Uhr | Fielmann schließt vorübergehend Läden

Die Optiker-Kette Fielmann schließt ab Freitag vorübergehend ihre Läden in Deutschland und der Schweiz, um bei der Eindämmung der Epidemie zu helfen. Dies werde etwa fünf Millionen Euro Umsatz weniger pro Tag bedeuten, teilt der Konzern mit.

21:55 Uhr | Mehr als 370 Tote in Frankreich

Die Covid-19-Pandemie breitet sich in Frankreich rasant aus. Bisher starben 372 Menschen, das waren 108 mehr als noch am Vortag, teilte das Gesundheitsministerium mit. In Frankreich steckten sich nach Zahlen vom Donnerstagabend bisher knapp 11.000 Menschen an - etwa 1.900 mehr als noch am Vortag. Rund 4.700 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt.

21:35 Uhr | Freiburg erlässt eingeschränkte Ausgangssperre

Die baden-württembergische Stadt Freiburg erlässt eine eingeschränkte Ausgangssperre. Die Stadt selbst sprach von einem Betretungsverbot für öffentliche Orte, das von 21. März bis 3. April gelten soll, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Anlass sei die dramatische Lage der angrenzenden französischen Region Grand-Est, zu der auch das Elsass gehört, teilte die Stadt mit.

21:25 Uhr | EZB erwartet Rückgang der Wirtschaftsleistung

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, erwartet wegen der Corona-Krise einen erheblichen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Euroraum. In einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" schrieb Lagarde, ein Großteil der Wirtschaft sei vorübergehend lahmgelegt. Das bedrohe die Existenz von Firmen und gefährde Arbeitsplätze. Lagarde betonte, die EZB sei zu entschlossenem Handeln bereit. Innerhalb ihres Mandats werde die Bank alles Erforderliche tun, um den Euroraum zu unterstützen.

21:00 Uhr | Filmfestival von Cannes findet nicht im Mai statt

Das Filmfestival von Cannes wird nicht wie geplant im Mai stattfinden. Das teilte der Veranstalter am Donnerstagabend via Twitter mit. Es würden nun verschiedene Optionen geprüft - eine sei eine Verlegung auf Ende Juni oder Anfang Juli. Eigentlich sollte die 73. Festival-Ausgabe vom 12. bis zum 23. Mai an der französischen Riviera laufen.

20:50 Uhr | USA fordern Bürger zum Verzicht auf Auslandsreisen auf

Die USA warnen ihre Bürgern von sämtlichen Reisen ins Ausland. Das US-Außenministerium rief am Donnerstag die höchste Reisewarnstufe aus - und zwar für die ganze Welt. Amerikanische Bürger, die sich im Ausland aufhalten, sollen demnach in die USA zurückzukehren.

20:30 Uhr | Netanjahu verkündet Ausgangssperre in Israel

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine einwöchige Ausgangssperre verkündet. Die Maßnahme solle von der Regierung gebilligt und noch in der Nacht in Kraft treten. Ziel sei es, viele Leben zu retten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 bei mittlerweile mehr als 573 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

19:50 Uhr | Bodo Ramelow bittet Thüringer um Geduld

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich in einer Fernsehansprache an die Thüringer gewandt und forderte die Bürgerinnen und Bürger zu Geduld, Solidarität und Vernunft auf. "Halten Sie bitte Abstand, auch wenn Sie das Bedürfnis nach Nähe haben", sagte Ramelow am Donnerstag. Hygienevorschriften "helfen im wahrsten Sinne des Wortes, Leben zu retten".

19:43 Uhr | Brasilien schließt Grenzen

Brasilien hat seine Landesgrenzen zu insgesamt acht Nachbarländern geschlossen. Ausländer, die nicht ständig in Brasilien lebten, dürften nicht mehr einreisen, sagte Präsident Jair Bolsonaro am Donnerstag. Lange hatte er Warnungen vor dem Sars-CoV-2-Virus als Hysterie abgetan und damit landesweite Proteste ausgelöst. Noch am Montag hatte er Grenzschließungen als unwirksam im Kampf gegen das Coronavirus bezeichnet.

19:40 Uhr | Netflix drosselt Datenübermittlung in Europa

Der Streamingdienst Netflix wird die Datenmengen in Europa zunächst für 30 Tage drosseln, um die Netze in der Coronavirus-Krise zu entlasten. Der Marktführer reagierte damit auf einen Aufruf von EU-Kommissar Thierry Breton. Die US-Firma versicherte dennoch "gute Qualität". Nach Einschätzung des Unternehmens wird Netflix durch den Schritt etwa 25 Prozent weniger Datenverkehr verursachen.

19:25 Uhr | Kretschmer wendet sich in Rede an Sachsen

Der Sächsische Ministerpräsident wendet sich in einer Ansprache an die Bevölkerung. Die Coronavirus-Krise bezeichnet er als eine "der größten Bewährungsproben der vergangenen Jahrzehnte", die die Solidarität jedes Einzelnen erfordere. Noch könne der Virus-Verlauf beeinflusst und die Ausbreitung der Krankheit eingedämmt werden, sagt Kretschmer. "Ich appelliere an Ihre Verantwortung, seien Sie wachsam, seien Sie solidarisch, seien Sie mutig und achten Sie aufeinander (...)."

Erst nach 14 Tagen zeige sich, ob die Maßnahmen, die die Regierung bisher ergriffen habe, fruchteten. Sollte sich die Ausbreitung des Virus nicht verlangsamen, hält auch Kretschmer weitere Maßnahmen und Einschränkungen für nötig.

18:45 Uhr | Britischer Premier ist zuversichtlich

Der britische Premierminister Boris Johnson ist nach eigenen Worten sehr zuversichtlich, dass binnen zwölf Wochen eine Trendwende im Kampf gegen das Coronavirus erreicht sein wird. Abhängig sei dies von der Mithilfe der Bevölkerung, sagte er. Aufgrund von Hinweisen, dass sich nicht alle an die bisher verhängten Regeln hielten, müsse die Regierung ihre Maßnahmen in London womöglich verschärfen. Den öffentlichen Nahverkehr wolle er jedoch nicht einstellen.

18:20 Uhr | Italien meldet mehr Tote als China

Italien hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr Todesfälle als China gemeldet und ist damit weltweit das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten. Bisher seien 3.405 Menschen gestorben, teilte der italienische Zivilschutz am Donnerstag mit.

18:17 Uhr | Auch Thüringen verschiebt das Abitur

Nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern verschiebt auch Thüringen die Abitur-Prüfungen. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest, teilte das Thüringer Bildungsministerium mit. Man wolle dies in Abhängigkeit der Lage entscheiden, hieß es. Der Start für die Abiturprüfungen war zuvor für den 30. April angesetzt.

18:01 Uhr | Epidemiologen hoffen auf weitere Maßnahmen

Die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie hält weitere Maßnahmen innerhalb der nächsten zwei Wochen für nötig, damit die Zahl der Coronavirus-Infizierten die vorhandenen Kapazitäten der Intensivstationen nicht überschreitet. In einer Stellungnahme wird betont, dass, obwohl die bisher getroffenen Maßnahmen die rasche Ausbreitung des Virus gebremst hätten, weitere Schritte geprüft werden müssten. Es sei zudem damit zu rechnen, "dass diese Einschnitte über die nächsten Monate aufrechterhalten werden müssen, um zu einer völligen Eindämmung der Infektionsausbreitung zu führen", heißt es weiter.

17:50 Uhr | WHO nimmt Warnung vor Ibuprofen zurück

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Warnung vor der Einnahme des Entzündungshemmers Ibuprofen bei Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion zurückgenommen. Die WHO-Experten seien nach der Konsultation von Studien und Ärzte zu dem Schluss gekommen, dass es - abgesehen von den üblichen Nebenwirkungen - keine Hinweise auf negative Konsequenzen bei Covid-19-Patienten gebe.

17:15 Uhr | Trump verlangt schnelle Entwicklung von Covid-19-Medikament

US-Präsident Donald Trump fordert die US-Arzneimittelbehörde FDA auf, die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 zu beschleunigen.

Die FDA hat unterdessen mitgeteilt, klinische Tests mit einem Malaria-Medikament zu starten, um dessen Wirksamkeit gegen Covid-19 zu untersuchen. Die USA haben das Malaria-Mittel Chloroquin am Donnerstag als Medikament gegen Coronavirus-Erkrankungen zugelassen. Chloroquin ist auch in Europa als Arznei gegen das Coronavirus im Gespräch. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte am Mittwoch, die Regierung habe beim Pharmakonzern Bayer bereits "größere Mengen Chloroquin reserviert". Die Behörden begleiteten "alle Studien dazu mit Hochdruck", sagte Spahn den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Wir wollen schnell wissen, ob dieses Medikament bei Corona hilft."

17:00 Uhr | Wegen Grenzschließungen: Lebensmittelsektor beklagt Störungen im EU-Warenverkehr

Der europäische Lebensmittelsektor hat wegen der vielerorts eingeführten Grenzkontrollen Störungen im Warenverkehr beklagt. FoodDrinkEurope, die Bauern-Gewerkschaft Copa-Cogeca sowie der Händlerverband CECLAA, die größten europäischen Verbände der Branche, forderten die EU-Kommission am Donnerstag auf, sich für den reibungslosen Warenverkehr sowie für die Freizügigkeit von Arbeitskräften einzusetzen. An den Grenzen habe es Verzögerungen bei Lieferungen landwirtschaftlicher und verarbeiteter Produkte und Verpackungsmaterialien gegeben. Der Warenverkehr ist von Grenzschließungen eigentlich ausgenommen, etwa an der deutsch-polnischen Grenze bildeten sich aber lange Staus.

16:35 Uhr | Studie: Sterberate in Wuhan bei 1,4 Prozent

In Wuhan, dem Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie, sind laut einer neuen Studie 1,4 Prozent aller Infektionsfälle mit dem neuartigen Virus tödlich verlaufen. Die am Donnerstag veröffentlichte Studie chinesischer Wissenschaftler geht damit von einer deutlich niedrigeren Sterblichkeit aus als die Weltgesundheitsorganisation WHO, die bislang eine Mortalität von 3,4 Prozent angenommen hat.

Die Studienautoren um den Epidemiologen Joseph Wu von der University of Hongkong argumentieren, dass sich die von der WHO angenommene Sterberate nur auf die von den Behörden bestätigten Infektionsfälle bezieht. Die Dunkelziffer bei den Infektionsfällen sei aber angesichts begrenzter Test-Möglichkeiten mutmaßlich sehr hoch.

16:30 Uhr | Tui sagt Reisen bis zum 23. April ab

Tui Deutschland verlängert die Absage sämtlicher Reisen von Ende März bis zum 23. April. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sollen Kunden, deren bereits gebuchte Reisen in die Osterferien gefallen wären, informiert werden. Es könne dabei aber noch zu zeitlichen Verzögerungen kommen, da die Buchungen nach Abreisedatum bearbeitet würden.

16:15 Uhr | Verbraucher können DPD-Shops nicht mehr nutzen

Verbraucher können in den bundesweit rund 7.000 Shops des Paketdienstes DPD keine Pakete mehr abholen oder versenden. DPD arbeite an einer kurzfristigen Klärung der Situation, teilte ein Sprecher mit. Der Dienstleister habe alle Pakete aus den Shops geholt und stelle diese nun direkt zu. Hintergrund seien die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise, die im Blick auf die Shops Unklarheiten enthielten.

16:15 Uhr | England zählt 128 Corona-Tote

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in England ist am Donnerstag auf 128 gestiegen. Das Alter der Gestorbenen bewege sich zwischen 47 und 96 Jahren, alle seien gesundheitlich vorbelastet gewesen, teilte die Gesundheitsbehörde mit.

16:10 Uhr | "Playboy" stellt Printausgabe ein

Das für seine Erotikfotos bekannte Männermagazin "Playboy" setzt endgültig auf das Internet und auf Online-Nutzer: Wegen der Coronavirus-Krise stellt das Blatt nach mehr als 65 Jahren seine Print-Ausgabe ein. Die Frühlingsausgabe werde das letzte Heft in diesem Jahr sein, kündigte "Playboy"-Chef Ben Kohn in einem offenen Brief an. Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Produktion und Vertrieb hätten bereits existierende Überlegungen zur digitalen Transformation vorangetrieben.

16:00 Uhr | Von der Leyen lässt sich auf Corona testen

Nach der Coronavirus-Infektion von EU-Unterhändler Michel Barnier lässt sich auch Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf das Virus testen. Wie ihr Sprecher Eric Mamer am Donnerstag mitteilte, liege der letzte direkte Kontakt der beiden Politiker aber schon zwei Wochen zurück.

15:48 Uhr | Leipzig untersagt Veranstaltungen mit mehr als 20 Menschen

Die Stadt Leipzig untersagt ab Freitag Veranstaltungen mit mehr als 20 Menschen. Das teilte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Donnerstag in einer Videobotschaft mit. Die Allgemeinverfügung des Freistaats tolerierte bisher Veranstaltungen mit bis zu 100 Menschen. Zudem müssen Friseurgeschäfte in Leipzig ab Freitag geschlossen bleiben.

15:40 Uhr | Sachsen-Anhalt verbietet Urlaubsreisen

Das Bundesland Sachsen-Anhalt verschärft die Regeln für Urlaubsreisen. Hotels und Unterkünfte seien für Touristen geschlossen, teilte das Sozialministerium am Donnerstag mit. Wer bereits eingecheckt habe, müsse bis zum Samstag abreisen. Dies gelte auch auch für Busreisen, Übernachtungen zu Fortbildungszwecken sowie für verschiebbare Kur- und Reha-Aufenthalte. Die Regeln gelten bis 19. April.

15:35 Uhr | Regierung erwartet etwa 2,35 Millionen Kurzarbeiter

Die Bundesregierung rechnet im Zuge der Virus-Krise mit rund 2,35 Millionen Beschäftigten, die Kurzarbeitergeld beziehen werden. Dies geht aus einem Verordnungsentwurf des Bundesarbeitsministeriums hervor, der am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Die Kosten für die Bundesagentur für Arbeit (BA) belaufen sich demnach auf über zehn Milliarden Euro.

15:15 Uhr | Köpping: Letzte Warnung der Bundesregierung vor einer Ausgangssperre

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping rät, sich an die Vorgaben der Bundesregierung zu halten. Die Ansprache der Bundeskanzlerin vom Vorabend sieht sie als eine letzte Warnung: Treffen sich die Menschen weiterhin in Gruppen, könne es auch in Deutschland bald Ausgangssperren geben, sagt Köpping - mit besonderem Blick auf die jüngeren Teile der Bevölkerung: "Junge Leute neigen dazu, ein Stück weit wegzusehen und zu glauben, dass sie eine Gruppe sind von Menschen, die ja sowieso nicht selber so sehr betroffen ist."

Auch bei der Regelung, die es Friseuren und Kosmetikstudios erlaubt, ihren Laden zu öffnen, will Köpping nachjustieren: "Ich empfehle jedem Friseur, genau zu überlegen, ob er seinen Laden offen lässt oder nicht. Das werden wir in unserem Krisenstab nochmal besprechen."

15:00 Uhr | Frankreich sperrt Mittelmeer-Strände

Frankreich sperrt im Kampf gegen das Coronavirus alle Mittelmeer-Strände. Auch die Insel Korsika ist betroffen, teilten die Präfekten der südfranzösischen Verwaltungsregionen Provence-Alpes-Côte d'Azur, Okzitanien und Korsika am Donnerstag mit. Trotz der geltenden Ausgangssperre hielten sich immer noch zu viele Menschen an den Stränden auf, kritisierten sie.

14:45 Uhr | AKK: Wer keine Ausgangssperre will, muss Disziplin wahren

Auch Verteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Bevölkerung eindringlich ermahnt, sich an die Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie zu halten. "Wer keine Ausgangssperre will mit all ihren Belastungen, der muss jetzt höchste Disziplin wahren", sagte Kramp-Karrenbauer am Donnerstag.

Es sei verantwortungsbewusstes Verhalten jedes Einzelnen gefragt. Scharfe Kritik übte die CDU-Politikerin an Menschen, die in der jetzigen Lage Partys feiern oder anderweitig Regeln etwa zum Abstandhalten voneinander missachten.

14:08 Uhr | Spahn informiert zur Pflege

Bei einer Pressekonferenz in Berlin hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über wichtige Änderungen bei der Pflege hingewiesen. So würde der Pflege-TÜV zunächst bis September ausgesetzt, bis dahin gebe es nur anlassbezogene Prüfungen. Bei der Einstufung in Pflegestufen gibt es Spahn zufolge keine körperlichen Untersuchungen, es wird rein nach Aktenlage entschieden. Diese Regelung gelte ebenfalls bis September.

Außerdem könnten Mitarbeiter des medizinischen Dienstes für den Einsatz in der Pflege abgestellt werden. Einzelheiten müssten dabei die Bundesländer regeln. Pflegekassen und Einrichtungen sollen flexibel Personal aus anderen Bereichen etwa aus der Tagespflege einsetzen können, um personellen Notstand abzufangen.

Vereinbarte Personalschlüssel werden laut Spahn ausgesetzt. Dadurch soll der Betrieb auch dann aufrechterhalten werden, wenn weniger Pflegekräfte als vereinbart zur Arbeit kommen können. Corona-bedingte Verdienstausfälle würden zu Lasten von Pflegekassen ausgeglichen – für die Pflegebedürftigen würden dadurch keine Zusatzkosten entstehen.

13:51 Uhr | AKK: Bundeswehr steht bereit

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellt sich im Kampf gegen das Coronavirus auf einen "Marathon" ein. In der Bundespressekonferenz in Berlin sagte sie, die Bundeswehr stehe bereit, falls die zivilen Kräfte an ihre Grenzen kommen sollten. Die Bundeswehr ist handlungsbereit“, so die Ministerin, man müsse die Kräfte aber einteilen.

Aktuell gebe es 50 Amtshilfegesuche, von denen man in 13 Fällen ausgeholfen habe. Im Moment unterstütze die Truppe vor allem bei der Beschaffung von Medizin und Schutzausrüstung, bei Transporten oder Logistik. In Einzelfällen übernehme man auch Polizeiaufgaben, so Kramp-Karrenbauer. Als Beispiel nannte sie die Sicherung der Erstaufnahmeeinrichtung im thüringischen Suhl. Die Einrichtung steht nach einem Coronafall seit knapp einer Woche unter Quarantäne.

13:15 Uhr | Bahn wirbt für Lebensmitteltransport

Angesichts der angespannten Liefersituation bei Alltagsprodukten hat die Güterverkehrschefin der Deutschen Bahn, Sigrid Nikutta, für mehr Transporte auf der Schiene geworben. "Wir fahren problemlos über die Grenzen und haben dort keine Stausituation wie die Lastwagen vor der polnischen Grenze", sagte sie. Derzeit würden durch den Ausfall weiter Teile der deutschen Industrieproduktion im großen Umfang Kapazitäten im Güterverkehr frei. "Unser Netzwerk fährt und ist aufnahmefähig", sagte sie. "Lebensmittel, Hygieneprodukte und Arzneimittel können jetzt über die Schiene transportiert werden."

13:05 Uhr | Gin-Brennerei produziert Hand-Desinfektionsmittel

Eine irische Brennerei hat im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ihre Produktpalette erweitert und stellt nun auch Desinfektionsmittel für die Hände her. "Im Grunde verwenden wir dieselben Zutaten, man könnte von einem sehr, sehr starken Gin sprechen", sagte die Chefin der Listoke-Destillerie, Bronagh Conlon. "Wir raten dringend davon ab, es zu trinken."

12:48 Uhr | Medizinstudenten wollen helfen

In Deutschland wollen mehrere tausend Medizinstudenten im Kampf gegen das Coronavirus helfen. Der Sprecher der Bundesvertretung der Medizinstudierenden, Philip Plättner, sagte MDR AKTUELL, man habe entsprechende Anfragen bekommen. Die Krankenhausgesellschaft Sachsen erklärte, ärztliche Tätigkeiten könnten nur vom Arzt und pflegerische Tätigkeiten nur von ausgebildeten Krankenschwestern und Pflegern ausgeführt werden. Man könne sich aber vorstellen, die Studenten ähnlich einzusetzen wie Zivildienstleistende. Der Chemnitzer Infektionsmediziner Thomas Grünewald erklärte, in der aktuellen Situation könne man jeden brauchen, vor allem fortgeschrittene Medizinsemester.

12:28 Uhr | Sky-Sport-Kunden können Serien schauen

Der Pay-TV-Sender Sky hat auf den Komplett-Ausfall an Live-Sportübertragungen und das weitgehende Erliegen des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland als Folge der Coronavirus-Pandemie reagiert. Das Unternehmen werde seinen Sport-Abonnenten sein gesamtes Angebot mit Filmen und Serien zugänglich machen, teilte das Unternehmen mit. Bisher gibt es unterschiedliche Abos für Sport, Serien und Spielfilme oder das komplette Sky-Programm.

12:12 Uhr | Webseite für freiwillige Helfer

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus haben sächsische Hilfsorganisationen eine Website für freiwillige Helfer geschaltet. Auf "Team Sachsen" können sich alle registrieren lassen, die in der Coronakrise ihre Hilfe anbieten wollen, erklärte der Vorstandsvorsitzende des DRK-Landesverbands, Rüdiger Unger, in Dresden. Viele wollten angesichts der Situation helfen, mit der Plattform sollen die Angebote koordiniert werden. Bevor sich die Helfer registrieren lassen können, müssen sie sich eine halbstündige Online-Hygiene- und Desinfektionsschulung anschauen und Fragen etwa zu Interessen, Mobilität und Qualifikation beantworten.

Es gehe darum, für Betroffene in Quarantäne oder Risikopatienten Einkäufe oder Besorgungen zu erledigen, den Hund Gassi zu führen - oder auch ein Gespräch am Telefon zu führen, so Gesundheitsministerin Petra Köpping.

11:58 Uhr | Barnier positiv auf Corona getestet

EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier ist nach eigenen Angaben mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Er sei postiv getestet worden, schrieb Barnier auf Twitter. "Es geht mir gut und die Moral ist gut." Er werde jetzt den nötigen Empfehlungen folgen, ebenso sein Team. Die Folgen für die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen der Europäischen Union zu Großbritannien waren zunächst nicht absehbar.

11:50 Uhr | Bundeswehr unterstützt Rettungskräfte

Auch die Bundeswehr ist im Stau auf der A4 an der Grenze zu Polen im Einsatz. 50 Soldaten unterstützen die Rettungskräfte und verteilen Getränke und Lebensmittel an die Auto- und Lkw-Fahrer.

11:35 Uhr | KBV: Ärztliche Grundversorgung aufrecht erhalten

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat auf die Wichtigkeit der ambulanten medizinischen Versorgung in der Corona-Krise hingewiesen. KBV-Chef Andreas Gassen sagte auf einer Online-Pressekonferenz in Berlin, die ärztliche Grundversorgung vor Ort sei ein wichtiger "Damm", der nicht brechen dürfe. Halte die ambulante Struktur, werde man während der Pandemie besser dastehen, als andere Länder. Die Praxen bräuchten jedoch wirtschaftliche Unterstützung durch die Politik. Niedergelassenen Ärzten dürfe kein Schaden entstehen, wenn sie für das Wohl aller sorgten. Diese Forderung habe man bereits an Gesundheitsminister Jens Spahn herangetragen.

11:26 Uhr | Wirtschaftsinstitute rechnen mit Rezession

Die deutsche Wirtschaft könnte nach Prognose des Ifo-Instituts in diesem Jahr wegen der Corona-Krise massiv schrumpfen. Bei größeren Produktionseinschränkungen sei ein Einbruch der Wirtschaftsleistung um sechs Prozent denkbar, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Wenn es nicht ganz so schlimm werde, könne das Minus bei nur 1,5 Prozent liegen.

Der Ifo-Geschäftsklima-Index sei innerhalb eines Monats von 96,0 Punkte auf 87,7 Punkte eingebrochen. Dem Institut zufolge ist das der stärkste Rückgang seit 1991. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) befürchtet eine Rezession. Konjunkturchef Claus Michelsen sagte, ein Abschwung sei sicher. Wie dieser verlaufen werde, sei noch nicht vorhersehbar.

11:13 Uhr | Kosmetikkonzern stellt Desinfektionsmittel her

Der Kosmetikkonzern Beiersdorf startet in der Coronakrise die Herstellung von medizinischen Desinfektionsmitteln. Im ersten Schritt werden mindestens 500 Tonnen Desinfektionsmittel in den Werken in Hamburg, Waldheim (Sachsen) und Tres Cantos bei Madrid produziert, teilte Beiersdorf in Hamburg mit. In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden sollen die Mittel Institutionen und Berufsgruppen zur Verfügung gestellt werden, die gegen das Coronavirus im Einsatz sind.

11:02 Uhr | Polizei warnt vor Betrügern

Die sächsische Polizei warnt vor Betrügern, die sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben und angeblich Corona-Tests durchführen. Die Polizei vermutet, dass die Betrüger die Unsicherheit in der Bevölkerung nutzen, um in Häuser und Wohnungen zu gelangen, um dort Wertgegenstände zu stehlen. Andere würden Bargeld für die angeblichen Corona-Tests kassieren.

10:42 Uhr | Milliardenprogramm für Solo-Selbstständige

Die Bundesregierung plant in der Coronavirus-Krise ein Hilfspaket von insgesamt über 40 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige und andere Kleinstfirmen. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf Regierungskreise. Zuvor hatte bereits der "Spiegel" darüber berichtet.

Zunächst war in den Regierungskreisen die Rede von einem Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro gewesen. Das wurde nach unten korrigiert. Aus Kreisen des Wirtschaftsministerium hieß es, es dürfe keine "Solidaritäts-Lücke" für Kleinstunternehmen und Soloselbstständige geben.

10:32 Uhr | Information zum abgesagten RKI-Briefing

Das tägliche Briefing des Robert-Koch-Instituts wurde bereits gestern abgesagt. Das nächste Briefing findet am morgigen Freitag, 20. März, statt. Dass eine heutige Pressekonferenz in unserem Angebot dennoch angekündigt wurde, bitten wir zu entschuldigen.

10:30 Uhr | Fußballer verzichten auf Gehalt

Die Fußballprofis von Borussia Mönchengladbach haben als erste Spieler der Bundesliga einen freiwilligen Verzicht auf Teile des Gehaltes angekündigt. "Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Sie wollen etwas an Borussia zurückgeben. Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer", sagte Sportdirektor Max Eberl. Die Borussia soll so nach Angaben der "Rheinischen Post" durch den Verzicht monatlich mehr als eine Million Euro einsparen. Der Impuls zu dem ungewöhnlichen Schritt sei aus der Mannschaft gekommen, betonte Eberl.

10:20 Uhr | Datenschützer: Nutzung von Handydaten vertretbar

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hält in der Corona-Krise die Nutzung von Handydaten durch das Robert-Koch-Institut für vertretbar. Kelber sagte, unter den aktuellen Umständen spreche nichts gegen eine Weitergabe zum Zweck des Gesundheitsschutzes. Es handele sich um Daten, die keine Rückschlüsse auf einzelne Personen ermöglichten. Das hatten auch die Telekom und das RKI versichert. Im Kampf gegen das Coronavirus stellt die Telekom dem RKI anonymisierte Handydaten zur Verfügung, mit denen Bewegungsströme abgebildet werden sollen. Damit will das RKI zum Beispiel einschätzen, ob Menschen weniger unterwegs sind.

09:52 Uhr | Spahn verspricht zehn Millionen Atemmasken

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat für Donnerstag die Lieferung von zehn Millionen Atemschutzmasken für das Gesundheitswesen in Deutschland angekündigt. In einem "stern TV Spezial" sagte Spahn am Mittwochabend im Sender RTL, die ersten zehn Millionen Masken könnten endlich an Ärzte, an kassenärztliche Vereinigungen und an die Bundesländer ausgeliefert werden. "Es hat lange gedauert, wir haben viel auch auf der Welt nach Lieferanten suchen müssen."

09:35 Uhr | Söder droht mit Ausgangssperre

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus droht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nun ganz konkret mit einer Ausgangssperre für ganz Bayern. "Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein", sagte Söder in einer Regierungserklärung im Landtag in München.

"Die Fälle nehmen täglich zu und die Infektionsketten sind immer schwerer zu verfolgen. Deutschland liegt in der aktuellen Statistik mittlerweile vor Südkorea bei den Infektionen", sagte Söder. "Die Lage ist ernst, sehr ernst."

Außerdem schlug Söder vor, die Stromsteuer und die EEG-Umlage auszusetzen, damit Bürger und Unternehmer bei den Stromkosten entlastet werden. Zudem forderte er vom Bund ein mindestens 100, eher 150 Milliarden Euro schweres Hilfspaket für die Wirtschaft.

09:28 Uhr | Londoner U-Bahn zum Teil stillgelegt

Teile der Londoner U-Bahn sind seit Donnerstag wegen der Corona-Pandemie stillgelegt. Bis zu 40 Stationen sollen nach Angaben der Verkehrsbetriebe zunächst geschlossen werden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Auch der Verkehr mit Bussen ist eingeschränkt worden.

09:20 Uhr | Italien will Ausgangssperre verlängern

In Italien muss die Ausgangssperre nach Einschätzung von Regierungschef Giuseppe Conte über den 3. April hinaus verlängert werden. Es sei unvermeidbar, die verhängten Maßnahmen wie die Schließung von Schulen und Unternehmen zu verlängern, sagte Conte der Zeitung "Il Corriere della Sera". In Italien gelten landesweite drastische Beschränkungen der Reise- und Versammlungsfreiheit, die bislang bis zum 3. April dauern sollen.

09:12 Uhr | Lindner unterstützt Kanzlerin Merkel

FDP-Chef Christian Lindner hat sich hinter den Appell von Bundeskanzlerin Merkel in der Corona-Krise gestellt. Lindner sagte MDR AKTUELL, Merkel habe die richtigen Worte gefunden. Und es sei auch richtig gewesen, dass sie sich mit dem besonderen Mittel einer Fernsehansprache an alle gewandt habe. Lindner sagte, die Kanzlerin habe völlig zu Recht die Dringlichkeit der Maßnahmen betont. Das öffentliche Leben müsse auf ein Minimum heruntergefahren werden, damit man irgendwann aus der Krise wieder herausfinde. Jeder habe es in der Hand, Ausgangssperren zu verhindern.

08:58 Uhr | Regierung holt mehr als 100.000 Deutsche zurück

Die Bundesregierung will in den nächsten Tagen mehr als 100.000 gestrandete Urlauber aus Ländern wie Ägypten, der Dominikanischen Republik, Marokko, Argentinien, den Philippinen und den Malediven zurückholen.

Schon am Mittwoch seien 10.500 Menschen aus Ägypten, Tunesien und Marokko zurückgeholt worden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas im ARD-"Morgenmagazin". Über das Wochenende sollen dann allein aus Ägypten weitere rund 20.000 Touristen mit Chartermaschinen zurück nach Deutschland gebracht werden.

08:48 Uhr | China zählt erstmals keine Neuansteckungen

In China ist erstmals seit Ausbruch des neuartigen Coronavirus keine neue Ansteckung innerhalb des Landes registriert worden. Nach Angaben des Gesundheitsausschusses wurden seit dem Vortag aber 34 neue Corona-Patienten erfasst, die sich im Ausland infiziert haben sollen. Zudem wurden acht weitere Todesopfer gemeldet. Die Zahl der Todesopfer ist damit in China auf 3.245 gestiegen.

08:40 Uhr | Thüringen verschärft die Regeln

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sollen ab Freitag in ganz Thüringen nun auch Gaststätten, Bekleidungsgeschäfte und Friseurläden schließen. Ein entsprechender Erlass der Landesregierung soll in ganz Thüringen für einheitliche Regeln im Umgang mit der Coronakrise sorgen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag mitteilte. Er tritt um 0 Uhr in der Nacht in Kraft. Ausgenommen von der Regelung sind:

  • Lebensmittelhandel
  • Bäckereien, Fleischereien
  • Getränkemärkte, Supermärkte, Wochenmärkte und Hofläden
  • Banken und Sparkassen
  • Apotheken
  • Drogerien
  • Hörgeräteakustiker und Optiker
  • Deutsche Post und Paketstellen von Logistikunternehmen
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Wäschereien und Reinigungen
  • Tankstellen und Kfz-Teileverkaufsstellen
  • Tierbedarf, Bau- und Gartenmärkte
  • Fernabsatzhandel
  • der Großhandel

Auch Handwerks-, Dienstleistungs- und Beherbergungsbetriebe, insbesondere Betriebe von Kfz-Reparaturen sowie Einrichtungen des Gesundheitswesens wie medizinische Fußpflege und Physiotherapie bleiben in Betrieb.

Alle Coronavirus-Meldungen aus Thüringen hier:

08:21 Uhr | Schutzmaßnahmen werden streng kontrolliert

Die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens sollen in Sachsen-Anhalt streng kontrolliert werden. Polizei, Gesundheits- und Ordnungsämter werden dabei nach eigenen Aussagen eng zusammenarbeiten. Wie das Innenministerium MDR SACHSEN-ANHALT bestätigte, sollen die Polizeibehörden das Vorgehen dazu jetzt zügig mit den Landkreisen und kreisfreien Städten besprechen. Wer sich nicht an die Vorgaben der Behörden im Kampf gegen das Coronavirus hält, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen.

Alle Coronavirus-Meldungen aus Sachsen-Anhalt hier:

08:06 Uhr | Noch immer 40 Kilometer Stau auf A4

Die Lage auf der A4 in Richtung Polen hat sich in der Nacht etwas entspannt. Nach Angaben der Polizei verkürzte sich der Stau von knapp 60 auf rund 40 Kilometer. Allerdings rechne man damit, dass sich die Situation wegen des anstehenden Rückreiseverkehrs zum Wochenende heute wieder verschärfe. Deshalb blieben auf der A4 alle Auffahrten von einschließlich Hermsdorf bis Görlitz vorerst gesperrt.

Alle Coronavirus-Meldungen aus Sachsen hier:

07:42 Uhr | Ifo fordert Kurzarbeitergeld für Kleinselbstständige

Angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie hat sich das Ifo-Institut Dresden dafür ausgesprochen, auch Kleinselbstständigen Kurzarbeitergeld zu zahlen. Vize-Chef Joachim Ragnitz sagte MDR AKTUELL, es sei wichtig, die Existenz der Betroffenen zu sichern. Die von Sachsens Wirtschaftsminister Dulig angekündigten Darlehen griffen wahrscheinlich zu kurz. Die Hilfen müssten irgendwann zurückgezahlt werden, was zu Problemen führen könne.

Ragnitz forderte zugleich ein höheres Kurzarbeitergeld für Geringverdiener. Derzeit liege der Lohnersatz bei 60 Prozent des Nettoeinkommens. Das könne für Geringverdiener sehr wenig sein. Es sei zu überlegen, das Kurzarbeitergeld für bestimmte Personengruppen aufzustocken.

07:30 Uhr | Lufthansa streicht 95 Prozent aller Flüge

Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugprogramm wegen der Coronakrise noch stärker zusammen als bisher bekannt. Bis 19. April fänden nur noch rund fünf Prozent der ursprünglich geplanten Flüge statt, teilte der Dax-Konzern in Frankfurt mit. Rund 700 von 763 Flugzeugen des Konzerns blieben vorläufig am Boden. Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr erklärte, er könne keine Geschäftsprognose für dieses Jahr abgeben. Sollte die Corona-Krise länger dauern, könne die Zukunft der Luftfahrt nicht ohne staatliche Hilfe gewährleistet werden.

07:20 Uhr | Tokio will Olympische Spiele vorerst nicht absagen

Für eine Entscheidung über eine mögliche Verschiebung der Olympischen Spiele in Japan ist es nach Einschätzung der Gouverneurin von Tokio noch immer zu früh. Voraussetzung für sichere Spiele in der japanischen Hauptstadt sei die Bekämpfung des Coronavirus, sagt Yuriko Koike. Sie denke gegenwärtig aber nicht daran, die für 24. Juli bis 9. August geplante Veranstaltung abzusagen oder ohne Zuschauer abzuhalten.

06:38 Uhr | Australien und Neuseeland machen Grenzen dicht

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schließen nun auch Australien und Neuseeland ihre Grenzen. Das kündigten am Donnerstag der australische Premierminister Scott Morrison und die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern an. Ausgenommen von dem Einreiseverbot seien in beiden Ländern lediglich die eigenen Bürger, Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz in ihren Ländern sowie deren enge Familienmitglieder.

06:35 Uhr | EZB legt 750-Milliarden-Programm auf

Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Zentralbank ein Notkaufprogramm aufgelegt. Wie die Notenbank in der Nacht mitteilte, hat es einen Umfang von 750 Milliarden Euro und soll bis Ende des Jahres laufen. Im Rahmen des Programms wolle die EZB staatliche und private Wertpapiere ankaufen. Damit solle den Risiken für die Entwicklung des Euro-Kurses begegnet werden, die durch die Corona-Krise entstünden. EZB-Chefin Christine Lagarde schrieb bei Twitter, außergewöhnliche Zeiten erforderten außergewöhnliches Handeln.

06:30 Uhr | Merkel: Die Lage ist ernst

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einer Fernsehansprache an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie Sozialkontakte zu meiden. Sie sagte am Mittwochabend, es sei existenziell, das öffentliche Leben so weit wie möglich herunterzufahren. Es gehe darum, das Virus auf seinem Weg durch Deutschland zu verlangsamen. Dabei komme es auf jeden Einzelnen an. Die beschlossenen Maßnahmen seien einschneidend, aber notwendig. Die Lage sei ernst.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. März 2020 | 00:30 Uhr