Coronavirus-Ticker 7. Mai: Coronavirus möglicherweise schon früher im Umlauf

Teilnehmer der Militärweltspiele in der chinesischen Metropole Wuhan haben das Coronavirus offenbar schon im Oktober weltweit verbreitet. In Deutschland gelten nach wie vor unterschiedliche Einreise-Bestimmungen in den Ländern. Ausflüge an die Ostsee etwa können im Moment nur Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern machen. Verbraucher wollen aber laut einer Umfrage ohnehin weniger reisen.

Bürger von Wuhan beim Essen auf der Straße
Das Coronavirus verbreitete sich offenbar schon im Oktober im chinesischen Wuhan. Teilnehmer der Militärweltspiele in Wuhan im Oktober berichten von Erkrankungen mit Covid-19-Symptomen. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Freitag.

23:05 Uhr | Unternehmen von Coronakrise stark betroffen

Die Coronakrise hinterlässt bei deutschen Unternehmen tiefe Spuren. Drei von vier Firmen erwarten einer Umfrage für das Bundeswirtschaftsministerium zufolge negative Auswirkungen der Pandemie. Am stärksten betroffen sind demnach Gaststätten und Hotels, die Dienstleistungsbranche, der Fahrzeug- und Maschinenbau sowie die Nahrungsmittelproduktion. Drei Viertel der befragten Firmen erwarten im zweiten Quartal Umsatzeinbußen von durchschnittlich 55 Prozent. Fast 60 Prozent der Unternehmen nutzen staatliche Soforthilfen. Mehr als ein Drittel nutzt oder plant Kurzarbeit.

22:14 Uhr | Forscher formulieren Bedingungen für Spielbetrieb von Orchestern

Wissenschaftler der Berliner Charité haben Bedingungen für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs von Orchestern definiert. Sie analysierten dafür die Eigenheiten der verschiedenen Instrumente. Dabei berücksichtigten sie Kriterien wie Luftströme, Bewegungen, Sitzordnung oder Atemfrequenz. Entsprechend der verschiedenen Eigenheiten geben sie unterschiedliche Abstände in den Orchesterreihen vor: So sollen die Streicher 1,50 Meter voneinander entfernt sitzen. Für die Bläser werden zwei Meter und ein Plexiglasschutz empfohlen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters nannte die Studie eine praktikable Anleitungen zu Orchesteranordnung, die man in die Neustart-Überlegungen intensiv mit einbeziehen werde.

21:53 Uhr | Weitere Lockerungen in Berlin

Der Berliner Senat hat weitere Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen. Frei- und Strandbäder dürfen am 25. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Voraussetzung ist ein Hygieneplan und die Einhaltung von Abstandsregeln. Am gleichen Tag dürfen Versammlungen unter freiem Himmel mit 100 Personen stattfinden. Bereits eine Woche früher sind Versammlungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Teilnehmern erlaubt. Stadtrundfahrten und -führungen im Freien sind ebenfalls ab 25. Mai wieder möglich. Ab 15. Mai dürfen Sportvereine wieder in Gruppen mit maximal acht Teilnehmer und ohne Körperkontakt trainieren. Ab 11. Mai ist bereits Fahrschul-Unterricht wieder möglich - mit Masken und Schutzvorrichtungen.

21:24 Uhr | Erzgebirge Aue kann mit Training beginnen

Die Profis von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue können am Freitag wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Wie der Club mitteilte, fiel ein dritter Corona-Test bei allen Spielern und Betreuern negativ aus. Aufgrund eines Corona-Falls im Funktionsteam stand der gesamte Auer Kader seit Dienstag unter häuslicher Quarantäne. Liga-Konkurrent Dynamo Dresden nahm heute bereits das Mannschaftstraining auf. Die erste Einheit in kompletter Mannschaftsstärke seit dem 13. März fand im Rudolf-Harbig-Stadion statt und dauerte knapp 90 Minuten.

20:47 Uhr | Mehrheit der Deutschen gegen Kaufprämie für Autos

Fast zwei Drittel der Deutschen lehnen einer Umfrage zufolge die von der Autoindustrie wegen der Corona-Krise geforderte Kaufprämie für Neufahrzeuge grundsätzlich ab. Das geht aus dem ARD-Deutschlandtrend hervor. Danach lehnen 63 Prozent eine solchen staatlichen Kaufanreiz ab. 22 Prozent sind der Meinung, es sollte Kaufanreize nur für klimafreundliche Autos geben. Zwölf Prozent befürworten eine Prämie für alle Neufahrzeuge.

20:26 Uhr | Corona-Bonus für Rettungs- und Pflegekräfte in Tschechien

Die tschechische Regierung will Rettungs- und Pflegekräften einen Corona-Bonus zahlen. Ministerpräsident Andrej Babis sprach von einem Ausdruck der Wertschätzung. Rund 7.000 Mitarbeiter der Rettungskräfte sollen für den Zeitraum März bis Mai monatlich umgerechnet knapp 1.500 Euro erhalten. Auch Pflegekräften, die sich um Coronavirus-Patienten kümmern, soll diese Summe zustehen. Das Parlament muss dem Bonus noch zustimmen.

20:05 Uhr | EU streitet über "Touristen-Korridore"

Die EU-Kommission lehnt Pläne von Mitgliedstaaten ab, Grenzen nur für Urlauber einzelner Länder zu öffnen. Innenkommissarin Ylva Johansson sagte, man könne nicht die Bürger eines EU-Landes einreisen lassen, die eines anderen aber nicht. Innerhalb der EU dürfe bei Grenzübertritten die Nationalität keine Rolle spielen. Die EU-Kommission will in der kommenden Woche Richtlinien für die koordinierte Rücknahme von Corona-Grenzkontrollen veröffentlichen. Einige besonders vom Tourismus abhängige Länder haben sich für die Schaffung von Urlauber-Korridoren ausgesprochen. So erwägt Österreich, schon bald deutsche Feriengäste wieder ins Land zu lassen.

19:46 Uhr | Bautzener Theatersommer abgesagt

Das Deutsch-Sorbische Volkstheater hat den Spielbetrieb und den 25. Bautzener Theatersommer abgesagt. Das Theater in Bautzen teilte mit, man habe vergeblich alle Möglichkeiten ausgelotet, den Betrieb unter den gegebenen Umständen und den Corona-Auflagen durchzuführen. Intendant Lutz Hillmann fügte jedoch hinzu, trotz der schwierigen Entscheidung blicke man optimistisch auf die neue Spielzeit.

19:35 Uhr | Kulanzfrist für Tüv in Thüringen verlängert

Autofahrer in Thüringen bekommen in diesem Jahr mehr Zeit für die Hauptuntersuchung. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, wurde die Übergangsfrist, in der trotz abgelaufener Tüv-Plakette weiter folgenlos mit dem Auto gefahren werden darf, um zwei auf vier Monat verlängert. Wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie sollen Fahrzeughalter so mehr Zeit für die Terminfindung bekommen. Erst wenn die Vier-Monatsfrist überschritten ist, soll eine versäumte Hauptuntersuchung geahndet werden. Die Regelung sei bundesweit abgestimmt und gelte vorerst bis Ende Dezember 2020.

19:18 Uhr | Stipendienprogramm für freie Künstlergruppen

Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt freie Künstlergruppen mit einem Stipendienprogramm. Wie die Stiftung mitteilte, wurden dazu 130 Stipendien ausgeschrieben. Bewerben könnten sich freie Gruppen der darstellenden Künste und der Musik mit mindestens drei Mitgliedern, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht auftreten können. Die Stipendien in Höhe von einmalig 25.000 Euro pro Gruppe werden für den Zeitraum Juli bis Dezember 2020 gewährt. Bewerbungen für das Stipendienprogramm "Reload" können vom 11. bis zum 25. Mai online eingereicht werden.

18:25 Uhr | Hohe Infektionszahlen im Landkreis Greiz bislang folgenlos für Lockerungen

Die Coronavirus-Infektionzahlen im Landkreis Greiz haben bisher keine Auswirkungen auf die Lockerungen der Maßnahmen. Der Kreis überschreitet momentan den als kritisch angesehenen Wert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Diese Quote gilt als Obergrenze. Wird sie überschritten sollen wieder strikte Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie greifen. Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg sagte MDR AKTUELL, man müsse noch nicht reagieren. Das Land werde nach der Festlegung zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten eine Verordnung erlassen. Welche Maßnahmen darin empfohlen würden, sei noch nicht bekannt. Schweinsburg bekräftigte aber, eine flächendeckende Isolierung des gesamten Landkreises werde es nicht geben.

18:16 Uhr | Virologe Kekulé erklärt Kawasaki-Syndrom

Der Virologe Alexander Kekulé erklärt im neuesten Podcast von MDR AKTUELL, was es mit dem Kawasaki-Syndrom bei infizierten Kindern auf sich hat, wovor in den USA und Großbritannien schon gewarnt wird. Außerdem beantwortet er die Frage, ob er Deutschland mit den Lockerungsbeschlüssen auf dem "schwedischen Weg" sieht.

18:05 Uhr | Kurzarbeitergeld auch für Pendler aus Tschechien und Polen

Pendler aus Polen und Tschechien erhalten wegen der Corona-Krise jetzt ebenfalls Kurzarbeitergeld. Das sächsische Wirtschaftsministerium teilte mit, das Bundesarbeitsministerium habe eine Regelungslücke beim Kurzarbeitergeld geschlossen, die vielen Betrieben und den Beschäftigten aus den Nachbarländern erhebliche Sorgen bereitete. Damit sei eine Gerechtigkeitslücke geschlossen. In Sachsen arbeiten den Angaben zufolge rund 10.500 Grenzgänger aus Polen und mehr als 9.100 aus Tschechien - sie wohnen in ihrem Heimatland und pendeln zur Arbeit.

17:54 Uhr | Bundestagsabgeordnete verzichten auf Diäten-Erhöhung

Die Abgeordneten des Bundestages verzichten in diesem Jahr auf die automatische Erhöhung ihrer Diäten. Alle sechs Fraktionen stimmten dafür, die Erhöhung wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise in diesem Jahr auszusetzen. Die Diäten werden regulär jeweils zur Jahresmitte erhöht. Die Erhöhung orientiert sich an der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Lohnentwicklung des Vorjahres. Derzeit erhalten die Parlamentarier rund 10.080 Euro im Monat. Da die Nominallöhne im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent gewachsen waren, hätten sich die Diäten dieses Jahr auf fast 10.350 Euro erhöht.

17:15 Uhr | Coronavirus offenbar schon im Oktober im Umlauf

Das neuartige Coronavirus ist offenbar schon viel früher in der chinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen als bislang bekannt. Der italienische Fecht-Olympiasieger Matteo Tagliariol berichtete der Zeitung "Corriere della Sera", dass er im Oktober nach Wuhan gereist sei, um an den Militärweltspielen teilzunehmen. Nach der Ankunft seien er, alle Mitbewohner seiner Wohnung und viele Athleten anderer Delegationen erkrankt. Er habe schweren Husten gehabt, andere Athleten Fieber. Nach seiner Rückkehr habe er hohes Fieber bekommen und nicht atmen können. Anschließend habe sein Sohn drei Wochen lang gehustet, auch seine Lebensgefährtin sei krank geworden.

Matteo Tagliariol beim Gewinn der Goldmedaille in Beijing 2008
Matteo Tagliariol wurde 2008 in Peking Olympiasieger. Bildrechte: dpa

Die von Tagliariol geschilderten Symptome entsprechen den Symptomen einer durch das Coronavirus ausgelösten Erkrankung. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wurde das Coronavirus bereits im Oktober weltweit verbreitet. An den Militärweltspielen in Wuhan hatten fast 10.000 Athleten aus mehr als 140 Ländern teilgenommen. Aus Deutschland waren 243 Sportler am Start. Rund um die Wettkämpfe waren mehr als 230.000 freiwillige Helfer im Einsatz. China meldete den ersten offiziellen Fall einer Coronavirus-Infektion im Dezember.

16:56 Uhr | LSB Sachsen sieht Klärungsbedarf bei Corona-Schutz

Der Landessportbund Sachsen ist froh darüber, dass Außen-Sportanlagen wieder genutzt werden dürfen. LSB-Justiziar Hendrik Pusch sagte MDR AKTUELL, bei den Vereinen sei eine große Dankbarkeit zu spüren - auch wenn Mannschaftssport außerhalb des Profibetriebs noch nicht erlaubt sei. Es müssten aber noch einige Punkte geklärt werden. Zum Beispiel, ob Sanitäranlagen im Inneren eines Vereinsheims mitgenutzt werden dürften oder ob Mobil-Toiletten aufgestellt werden müssten. Auch gebe es noch Unsicherheit, wie Corona-Schutzvorschriften etwa bei der Reinigung von Sportgeräten umzusetzen seien. Pusch betonte, gerade in kleineren Vereinen müssten sich Ehrenamtliche nun mit Dingen auseinandersetzen, mit denen sie bislang nichts zu tun gehabt hätten. Der Landessportbund versuche, sie zu unterstützen und praktische Lösungen zu finden.

16:33 Uhr | Österreich übernimmt Fixkosten von Firmen

Österreich übernimmt einen Teil der Fixkosten seiner durch die Corona-Krise gebeutelten Unternehmen. Vizekanzler Werner Kogler sagte, es würde ein Zuschuss von bis zu 75 Prozent der Fixkosten wie Mieten, Versicherungsprämien oder verderbliche Ware gewährt. Der Zuschuss werde je nach Höhe des Umsatzausfalls gestaffelt.

16:08 Uhr | Bundesliga-Start frei im TV empfangbar

Fußballfans können den Restart der Bundesliga im Free-TV verfolgen. Der Pay-TV-Sender Sky überträgt die Samstagskonferenz der Spiele am 16. Mai in seinem frei empfangbaren Sender Sky Sport News HD. Auch die Zweitligaspiele am 17. Mai zeigt Sky Sport News HD frei zugänglich. Sky will dann noch die Erst- und Zweitliga-Spiele eine Woche später in seinem Free-TV-Kanal übertragen.

15:46 Uhr | Leipzigs OB Jung begrüßt Bundesliga-Neustart

Städtetagspräsident Burkhard Jung hat die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga in der nächsten Woche begrüßt. Der Leipziger Oberbürgermeister sagte MDR AKTUELL, damit bekomme man ein Stückchen Normalität wieder hin. Es werde aber eine hohe Disziplin gebraucht. Im Umfeld der Stadien dürfe es keine Fanversammlungen geben. Mit dem Thema werde sich in Leipzig beispielsweise der Krisenstab beschäftigen. Man werde auf kluge Konzepte und die Eigenverantwortung der Menschen setzen. Die Deutsche Fußball Liga hatte beschlossen, die Saison am 16. Mai wieder aufzunehmen.

15:22 Uhr | Gericht sieht kein Corona-Mehrbedarf für Sozialhilfeempfänger

Sozialhilfeempfänger haben keinen Anspruch auf zusätzliche Leistungen für einen Lebensmittelvorrat wegen der Corona-Krise. Das Hessische Landessozialgericht erklärte, die durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfohlene Bevorratung für zehn bis 14 Tage führe nicht zu einem unausweichlichen Bedarf im Sinne des Sozialhilferechts. (Aktenzeichen: L 4 SO 92/10 B ER)

Voller Vorratsschrank
Sozialhilfeempfänger haben keinen Anspruch auf zusätzliche Hilfen für Bevorratung. Bildrechte: IMAGO

Ein schwerbehinderter Sozialhilfeempfänger hatte eine sofortige Pandemie-Beihilfe in Höhe von 1.000 Euro sowie eine Erhöhung der Regelleistung um monatlich 100 Euro beantragt. Er hatte erklärt, er könne wegen einer chronischen Erkrankung und Gehbehinderung nicht einkaufen gehen und sei auf Lebensmittellieferungen angewiesen. Sein Vorrat reiche nur für vier Wochen. Die zuständigen Behörden lehnten das unter anderem mit dem Hinweis auf ein örtliches Helfersystem ab.

Das Landessozialgericht sah keinen akuten Mehrbedarf. Die Richter erklärten, eine Gefährdung der Lebensmittelversorgung sei nicht zu erwarten. Außerdem sei nicht erkennbar, dass der Sozialhilfeempfänger die Kosten für die empfohlene Bevorratung aus den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nicht erbringen könne. Schließlich habe er sich bereits für die Dauer von vier Wochen Vorräte angelegt.

15:02 Uhr | Bundesliga-Schiedsrichter nicht getestet

Schiedsrichter Michael Bacher
Schiedsrichter sollen am Tag vor dem Spiel getestet werden. Bildrechte: imago images/Steffen Kuttner

Die Schiedsrichter und Schiedsrichter-Assistenten der Fußball-Bundesliga wurden bislang nicht auf das Coronavirus getestet. Das räumte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert ein. Er kündigte an, dass sich das schnell ändern werde. Der für die Schiedsrichter zuständige DFB wolle die Tests entsprechend den Vorgaben der DFL vornehmen. Laut DFL-Konzept sollen sich die Schiedsrichter am Vortag des von ihnen zu leitenden Spiels testen lassen. Im Falle eines positiven Befunds auf das Coronavirus müssen sie in eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Seifert versicherte, dass es auch an die Referees hygienische und medizinische Anforderungen geben. Den zeitlichen Unterschied zu den Tests der Spieler erklärte er damit, dass Schiedsrichter kein Zweikampftraining haben.

14:48 Uhr | Wechsel von Ärzten zwischen EU-Staaten erleichtert

Ärzte und Pfleger sollen leichter von einem EU-Staat in einen anderen wechseln können. Die EU-Kommission veröffentlichte Leitlinien zur gegenseitigen Anerkennung von Qualifikationen der Gesundheitsberufe in den EU-Staaten. Die Regelung soll den Krankenhäusern helfen, Personallücken auch in der Corona-Krise zu füllen. Die Leitlinien klären auch, wie mit Ausbildungslücken umzugehen ist, die wegen der Pandemie entstanden sind. So können zum Beispiel Ausnahmeregelungen beantragt werden.

13:22 Uhr | VW baut Krankenhaus in Südafrika um

Volkswagen baut mit Hilfe des Bundesentwicklungsministeriums ein derzeit nicht genutztes VW-Werk in Südafrika zu einem Corona-Krankenhaus um. Die Anlage in Port Elizabeth solle bis zu 4.000 Patienten aufnehmen können, teilte das Ministerium mit. Zudem solle die Klinik 800 Beatmungsgeräte erhalten. ​Der Umbau sowie die Versorgung von Kliniken in der Region werden demnach vom Ministerium mit 5,2 Millionen Euro unterstützt.

13:10 Uhr | Mehr Tests in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sollen deutlich mehr Menschen systematisch auf Sars-CoV-2 getestet werden. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte heute im Landtag, dies gelte etwa für alle Menschen mit Atemwegserkrankungen. Auch ältere Menschen und Kinder sollen demnach getestet werden. Geplant seien wöchentliche Stichproben in Pflegeheimen sowie Tests für Kinder bei Schuleingangs- und Vorsorgeuntersuchungen.

12:42 Uhr | Kreis Greiz bleibt Brennpunkt

Der Kreis Greiz in Thüringen bleibt einer der bundesweiten Brennpunkte neuer Coronavirus-Nachweise. Bis Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 80,5 (Stand 7. Mai 00:00 Uhr). Das geht aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts hervor. Damit war der Ost-Thüringer Landkreis unter allen Kreisen und kreisfreien Städten bundesweit der einzige über dem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Welche Folgen das für geplante Lockerungen etwa in der Gastronomie konkret hat, war vorerst unklar. Das Landratsamt wollte noch heute dazu informieren. Der Kreis ist seit Beginn der Pandemie ein Hotspot in Thüringen mit bisher mehr als 500 nachgewiesenen Infektionen und mehr als 30 Todesfällen.

12:00 Uhr | Elterngeld wird flexibler

Der Bundestag hat ein Gesetz verabschiedet, wonach Eltern, die während der Corona-Krise in systemrelevanten Berufen arbeiten, ihre Elterngeldmonate aufschieben können. Bislang müssen sie diese bis zum 14. Lebensmonat des Kindes nehmen. Auch soll Kurzarbeitergeld nicht das Elterngeld mindern. Werdende Eltern in Kurzarbeit können diese Monate für die Elterngeldberechnung ausklammern. Der Partnerschaftsbonus soll bleiben, auch wenn Eltern mehr oder weniger arbeiten. Die Regelungen sollen - nach Zustimmung des Bundesrats - rückwirkend zum 1. März in Kraft treten und zunächst bis Ende dieses Jahres gelten.

11:52 Uhr | Corona-Ausbruch in Zwickauer Klinik

Am Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau sind 16 Menschen durch Coronavirus-Infektionen erkrankt und zwei von ihnen gestorben. Wie das Krankenhaus heute mitteilte, wurden neun Patienten und sieben Mitarbeiter der Station für Nierenkrankheiten angesteckt. Die beiden gestorbenen Patienten hätten multiple Vorerkrankungen gehabt.

Für die Station sei ein Aufnahmestopp verhängt worden. Sie sei abgesperrt und isoliert. Die sieben positiv getesteten Patienten seien auf die eigentliche Isolierstation des Klinkums verlegt worden. Alle hätten bisher einen eher milden Krankheitsverlauf. Die betroffenen Mitarbeiter befänden sich in häuslicher Quarantäne.

Ausgangspunkt war den Angaben zufolge eine Patientin, die symptomfrei entlassen, im Nachgang aber positiv getestet wurde. Darüber sei die Klinik am 2. Mai informiert worden. Daraufhin seien alle Mitarbeiter und Patienten der Station getestet worden.

11:30 Uhr | Thüringer Kommunen dürfen selbst entscheiden

Landkreise und kreisfreie Städte in Thüringen dürfen selbst entscheiden, ob sie Gaststätten und Hotels schon vor dem 15. Mai öffnen. Das sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) heute dem MDR THÜRINGEN. Voraussetzung für einen früheren Neustart sei aber, dass Hygiene-Konzepte umgesetzt werden. Der 15. Mai war der vom Land vorgegebene Termin für die Gastronomie-Öffnung.

11:25 Uhr | Tägliche Neuinfektionen wieder über 1.000

Die Zahl der täglich neu gemeldeten Infektionen hat am Mittwoch wieder über der Marke von 1.000 gelegen, nachdem sie in den Tagen zuvor deutlich niedriger gewesen war. Laut Robert Koch-Institut zeigt das aber noch keine neue Dynamik der Virus-Ausbreitung an. RKI-Vizepräsident Lars Schaade vermutete, dass es "das normale Meldeverhalten im Wochenverlauf widerspiegelt". Es sei regelmäßig so, dass es am Mittwoch und Donnerstag die höchsten Zahlen gebe.

Institutionen wie "Risklayer" oder die Johns-Hopkins-Universität stützen sich auf die durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

11:11 Uhr | Schleswig-Holstein hebt Einreiseverbot auf

Schleswig-Holstein hebt das Einreiseverbot für Touristen am 18. Mai wieder auf. Wie die Landeregierung heute weiter mitteilte, entfällt damit auch das Betretungsverbot für Inseln und Halligen.

10:34 Uhr | Maskenpflicht auch in Bayern bestätigt

Die Maskenpflicht im Einzelhandel und in öffentlichen Verkehrsmitteln in Bayern bleibt in Kraft: Auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte es heute ab, die Vorschrift dazu per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. Der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit habe größeres Gewicht als eine zeitlich befristete und auch nur einzelne Lebensbereiche betreffende Einschränkung der Freiheitsgrundrechte. Ähnlich hatten in dieser Woche auch die obersten Verwaltungsgerichte in Niedersachsen und Hessen entschieden.

10:23 Uhr | Polen ändert das Wahlrecht

Nach der Einigung auf eine Verschiebung der Präsidentenwahl in Polen auf einen noch nicht festgelegten anderen Termin hat das Parlament in Warschau heute einer Änderung des Wahlrechts zugestimmt. Die Novelle sieht vor, das Staatsoberhaupt wegen der Coronavirus-Pandemie in einer reinen Briefwahl zu bestimmen. Um den ursprünglich für den 10. Mai geplanten Wahltermin hatte es auch innerhalb der Regierungspartei PiS großen Streit gegeben.

10:14 Uhr | RKI beendet regelmäßige Pressekonferenzen

Das Robert Koch-Institut (RKI) beendet seine regelmäßigen Pressekonferenzen zur Lage in der Coronavirus-Pandemie. Diese hatte es zuletzt zweimal in der Woche gegeben.

PK Lars Schaade, RKI
RKI-Vize Schaade: Keine regelmäßigen Pressebriefings mehr Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ab kommender Woche werde das nicht mehr so sein, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade beim heutigen Pressebriefing. Zu Beginn der Pandemie sei es wichtig gewesen, häufiger zu informieren. Es werde aber weiter RKI-Pressekonferenzen geben, dann aber jeweils aus einem konkreten Anlass.

Eine zweite Welle des Coronavirus in Deutschland noch vor dem Herbst schloss Schaade nicht aus, wenn Abstands- und Hygieneregeln nicht befolgt werden. Er sei aber optimistisch, dass dies verhindert werden könne. Zu Lockerungen sagte er, es sei "legitim, diesen Versuch jetzt zu machen und die Situation weiterhin zu beobachten". Das sei wahrscheinlich gesellschaftlich erforderlich.

10:05 Uhr | Infektionszahlen in Russland steigen weiter

In Russland sind 11.231 neue Coronavirus-Infektionen registriert worden - so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. Damit sei die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf 177.160 gestiegen, teilt die Coronavirus-Arbeitsgruppe mit. Die Zahl der Todesopfer sei um 88 auf nun insgesamt 1.625 gestiegen.

09:54 Uhr | Schleswig-Holstein öffnet Kitas

Die Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein sollen ab dem 1. Juni wieder einen eingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen. Dann dürften die Einrichtungen wieder zu 55 Prozent ausgelastet sein, kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) heute im Landtag an - zudem Öffnungen in der Gastronomie ab 18. Mai und die Möglichkeit von Veranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmern.

09:43 Uhr | Unterschiedliche Reise-Regelungen der Länder

Im Zuge der weitergehenden Lockerungen haben die Länder unterschiedliche Regelungen zu privaten Reisen erlassen. Ausflüge etwa an die Ostsee sind für Menschen, die nicht in Mecklenburg-Vorpommern leben, momentan noch verboten. Zu Pfingsten, genauer ab 25. Mai, sollen die Gäste aber auch aus anderen Bundesländern wieder kommen dürfen. Hier eine aktuellen Übersicht:

Grafik MDRklärt - Einreise in die Bundesländer im Mai
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

09:10 Uhr | Sachsen-Anhalt will konsequent handeln

Sachsen-Anhalt will auf einen möglichen neuen Anstieg der Coronavirus-Infektionszahlen "sehr konsequent" reagieren und Lockerungen wieder zurücknehmen. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) erklärte MDR AKTUELL, wie das gehen soll:

08:46 Uhr | Kekulé besorgt über Tempo der Lockerungen

Der Virologe Alexander Kekulé hat sich besorgt über das Tempo der Lockerungen beim Infektionsschutz geäußert. Im ZDF sagte er heute Morgen, die Nachverfolgbarkeit von Infektionen sei "noch nicht so weit wie gewünscht". Auch seien die Risikogruppen noch immer nicht hinreichend geschützt. Trotzdem werde "das Niveau der Sicherungen reduziert", was "zu einem viralen Sturm im Herbst führen" könne.

Der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Uni-Klinikum in Halle plädierte für "ein nachhaltiges Schutzkonzept", nicht für eine Politik des "Rein-Raus" bei den Schutzmaßnahmen.

08:17 Uhr | 900-Millionen-Euro-Kredit für Puma

Wie der größere Konkurrent Adidas braucht auch der fränkische Sportartikelhersteller Puma finanzielle Hilfe. Wie das Unternehmen mitteilte, hat es sich einen Kredit über 900 Millionen Euro gesichert, um die Zeit niedrigerer Umsätze zu überbrücken. Die bundeseigene Förderbank KfW übernehme 625 Millionen Euro. Der Rest komme von anderen Banken. Wegen der Ladenschließungen habe Puma derzeit nur etwa 50 Prozent der sonst üblichen Einnahmen.

07:57 Uhr | Forderung nach Grenzöffnungen

In der Union gibt es Proteste gegen die Verlängerung der Grenzkontrollen und -schließungen. Zwölf CDU-Bundestags- und Europa-Abgeordnete fordern die rasche Wiederöffnung der Grenzübergänge zur Schweiz, nach Frankreich und Luxemburg. Spätestens zum 15. Mai müssten alle Beschränkungen entfallen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, stammt die Stellungnahme vom früheren Fraktionschef im Bundestag, Volker Kauder, Vize-Fraktionschef Andreas Jung und zehn weiteren CDU-Abgeordneten: "Nach über sieben Wochen muss Schluss sein mit Gitterzäunen und Schlagbäumen im Herzen Europas", heißt es.

07:30 Uhr | Die Entwicklungen in Mitteldeutschland

Die Kollegen in den MDR-Landesfunkhäusern tickern auch heute wieder, was in ihren Ländern in der Coronavirus-Krise passiert. Es geht unter anderem um die neuen Lockerungen:

07:12 Uhr | Virus-Tests: Profi-Fußball versus Altenpflege

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat ein Schutzkonzept für die Altenpflege wie das der Deutschen Fußball Liga gefordert. Vorstand Eugen Brysch sagte, um die Alten und Pflegebedürftigen zu schützen, brauche es einen ähnlich umfangreichen Schutzplan wie für Profi-Fußballer. Auch Pflegebedürftige und das Pflegepersonal sollten jede Woche auf das Coronavirus getestet werden, forderte Brysch. Aktuell reichten die Kapazitäten dafür aber nicht aus, während Fußballspieler nun sogar zweimal die Woche getestet werden sollen.

06:36 Uhr | China exportiert mehr - trotz Corona-Krise

Trotz des globalen Coronavirus-Ausbruchs sind Chinas Exporte im April gestiegen. Wie die Zollbehörde am Donnerstag mitteilte, legten die Ausfuhren im Vergleich zum April des Vorjahres um 3,5 Prozent zu. Deutlich bergab ging es dagegen mit den Importen, die um 14,2 Prozent einbrachen. Analysten hatten bei Ein- und Ausfuhren mit einem deutlichen Rückgang gerechnet.

06:00 Uhr | Umfrage: Verbraucher wollen sich ändern

Solange kein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden ist, wollen viele Verbraucher trotz der Lockerungen der Schutzmaßnahmen ihr Verhalten im Alltag deutlich ändern. Aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens McKinsey geht hervor, dass gut 40 Prozent der Verbraucher seltener öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Züge oder Flugzeuge nutzen wollen. Stattdessen wollen sie häufiger zu Fuß gehen, auf das Fahrrad oder das eigene Auto zurückgreifen. Ein Drittel der Befragten will auch nach der Pandemie seltener auf Konzerte, ins Theater oder ins Kino gehen, 26 Prozent überhaupt nicht mehr. Gut 29 Prozent der Befragten gaben an, auch später weniger beruflich oder privat reisen zu wollen. Weitere 27 Prozent planen sogar, völlig darauf zu verzichten. Etwa 30 Prozent kündigten an, künftig weniger Geld für Luxusprodukte oder überflüssige Einkäufe ausgeben zu wollen.

05:05 Uhr | USA weisen Kritik an WHO-Zahlungsstopp zurück

Die USA haben die Kritik der Bundesregierung am Zahlungsstopp für die Weltgesundheitsorganisation zurückgewiesen. Das geht aus einem Schreiben von US-Außenminister Mike Pompeo hervor, aus dem die "Süddeutsche Zeitung" zitiert. Demnach schreibt Pompeo an Bundesaußenminister Heiko Maas, die höchste Priorität der US-Regierung gelte nicht öffentlichkeitswirksamen Gesten und kleinlicher Politik, sondern dem Schutz von Leben. Benötigt würden verlässliche globale Institutionen und nicht unfähige Bürokratien.

04:44 Uhr | Auch die Niederlande lockern Restriktionen

Auch in den Niederlanden werden die Restriktionen weiter gelockert. Restaurants, Cafés, Museen und Theater dürften ab 1. Juni wieder öffnen, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte an. Allerdings dürfen sich dort nicht mehr als 30 Menschen gleichzeitig aufhalten. Es müsse ein Abstand von 1,50 Metern zwischen den Menschen gewahrt werden. Im öffentlichen Nahverkehr seien ab Juni dann Atemschutzmasken zu tragen. Zudem sollen schon kommende Woche die Kindergärten und Grundschulen wieder öffnen, was bereits vor zwei Wochen angekündigt worden war. Weiterführende Schulen sollen im Juni wieder öffnen.

04:25 Uhr | Amtshilfe der Bundeswehr

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Bundeswehr laut einem Zeitungsbericht bereits mehr als 200 Mal Amtshilfe für Behörden im Kampf gegen die Krise geleistet. Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine interne Aufstellung der Bundesregierung berichtet, reichen die Hilfen vom Transport von Masken über die Verantwortung für die Zugangsschleuse einer Klinik bis hin zur Herstellung von Desinfektionsmitteln durch Soldaten der ABC-Abwehr. 82 Hilfsmaßnhamen der Bundeswehr für andere Behörden seien bereits abgeschlossen, zitiert die Zeitung aus den Regierungsangaben. 121 liefen noch, weitere 33 würden derzeit vorbereitet.

02:58 Uhr | Banksy: Krankenschwester als Superheldin

Der britische Streetart-Künstler Banksy hat sich mit einem Gemälde bei den Helden der Corona-Krise bedankt. Das Werk ging an das General Hospital in Southampton. Das auch auf Banksys Instagram-Account veröffentlichte Bild zeigt einen Jungen, der eine Krankenschwester-Puppe durch die Luft schweben lässt. Sie streckt dabei wie Superman ihre Hand aus - und trägt Gesichtsmaske, Umhang und eine Schürze mit einem roten Kreuz. Im Papierkorb vor dem Jungen liegen eine Batman- und eine Spiderman-Figur.

Der Künstler hinterließ laut BBC im Krankenhaus einen Zettel, auf dem stand: "Danke für alles, was Sie tun. Ich hoffe, dies erhellt den Ort ein wenig, auch wenn es nur schwarz und weiß ist."

02:05 Uhr | Kommunen erwarten Milliarden-Ausfälle

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund befürchtet für die Kommunen Einnahmeausfälle von bis 60 Milliarden Euro. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Bild"-Zeitung, die Einnahmen aus der Gewerbesteuer brächen dramatisch ein. Zudem fielen die Einnahmen von Schwimmbädern, Museen und öffentlichem Nahverkehr weg. Zugleich stiegen die Ausgaben etwas bei den Gesundheitsämtern. Wie Städtepräsident Burkhard Jung fordert Landsberg von Bund und Ländern einen Rettungsschirm für die Kommunen. Sie könnten die fehlenden Milliardenbeträge nicht aus eigener Kraft ausgleichen.

01:23 Uhr | Zalando erwartet Umsatzwachstum

Der Online-Modehändler Zalando erwartet in diesem Jahr trotz der Coronakrise ein Umsatzwachstum von bis zu 20 Prozent. Wie der Konzern am Mittwochabend mitteilte, rechnet er mit bis zu 200 Millionen Euro Gewinn. Noch Ende März hatte Zalando seine Jahresprognose zurückgezogen und erklärt, neue Zahlen gebe es erst, wenn die Auswirkungen der Pandemie absehbar seien. Nun profitiert das Unternehmen nach eigenen Angaben vom Wachstum im Online-Geschäft. Da Geschäfte in vielen Ländern geschlossen seien, habe sich die Kundennachfrage ins Digitale verlagert.

00:57 Uhr | Spanien verlängert Ausnahmezustand

Spanien hat den Ausnahmezustand verlängert. Das Parlament stimmte mit 178 zu 75 Stimmen dafür, 97 Abgeordnete enthielten sich. Damit können Ausgangsbeschränkungen mindestens zwei weitere Wochen in Kraft bleiben. Die Regierung hatte Mitte März die europaweit schärfste Ausgangssperre verhängt. Inzwischen wurde sie etwas gelockert. Kinder dürfen die Wohnungen nun wieder verlassen, auch Sport im Freien ist wieder erlaubt. Spanien gehört zu den von der Pandemie am stärksten betroffenen Ländern in Europa.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. Mai 2020 | 06:00 Uhr