Coronavirus-Pandemie Ticker: Viele Neuinfektionen in Frankreich und Spanien

Frankreich meldet 16.000 neue Corona-Ansteckungen seit Mittwoch, Spanien mehr als 10.000. Die EU-Kommission schlägt Alarm: Ohne besseren Infektionsschutz drohten in Europa Zustände wie im März. Auch in Deutschland steigen die Zahlen. Der Städtetag will eine schärfere Maskenpflicht und ruft zum Verzicht auf Reisen auf. Hoffnung machen Forscher in Berlin.

Unser Ticker am Donnerstag, den 24. September 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zur Pandemie und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:45 Uhr | Guterres: Weltgemeinschaft hat versagt

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat scharfe Kritik am internationalen Umgang mit der Corona-Pandemie geübt. Die Pandemie sei ein Test für die internationale Zusammenarbeit, "den wir im Wesentlichen nicht bestanden haben". Das Virus sei mit weltweit mehr als 30 Millionen bestätigten Infektionen und annähernd einer Million Toten außer Kontrolle geraten. Grund sei die fehlende weltweite Kooperation, Einigkeit und Solidarität. Wenn der Klimakrise genauso ungeordnet begegnet werde, "dann fürchte ich das Schlimmste", sagte Guterres.

22:05 Uhr | Spahn gegen allgemeine Maskenpflicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen eine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ausgesprochen. Er sagte den ARD-Tagesthemen, die Maßnahmen sollten lokal, regional, je nach Infektionsgeschehen ergriffen werden. Es komme immer auf die Quelle für erhöhte Infektionszahlen an. Spahn sagte: "Wir sehen ja jetzt vor allem, wo sie passieren, ( ... ) nicht im Einzelhandel, nicht vor allem in Kitas und Schulen, sondern eben vor allem beim Feiern."

21:00 Uhr | Lage in Frankreich und Spanien bleibt angespannt

Frankreich hat binnen eines Tages mehr als 16.000 neue Ansteckungen mit Sars-CoV-2 registriert. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie damit 445.000 Infektionen bestätigt und 31.200 Todesopfer. Mehr als 6.000 Covid-19-Patienten müssen aktuell in Kliniken behandelt werden, etwa 1.000 Infizierte liegen auf Intensivstationen. In Spanien wurden seit Mittwoch 10.650 Neuinfektionen erfasst. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle überschritt die Marke von 700.000, etwa 31.100 Infizierte sind bisher gestorben.

20:34 Uhr | Großbritannien mit Rekord-Neuinfektionen

Großbritannien meldet binnen 24 Stunden 6.634 neue Corona-Infektionen, das ist der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie. Die Behörden wiesen jedoch darauf hin, dass im Frühjahr noch deutlich weniger getestet worden sei, also viele Fälle unentdeckt blieben. Mit mehr als 41.000 Covid-19-Toten ist Großbritannien das am schwersten getroffene Land in Europa. Bislang sind etwa 445.000 Ansteckungen bestätigt.

20:00 Uhr | Polizei sammelte unberechtigt Corona-Daten

In Sachsen sind in größerem Umfang Daten von Corona-Infizierten an die Polizei gemeldet worden als bislang bekannt. Das räumte das Sozialministerium auf Anfrage der Linken ein. Bislang war nur von Einzelfällen die Rede. Zu Beginn der Pandemie im Frühjahr hatten Polizeidirektionen in Dresden und im Umland ohne Rechtsgrundlage etwa vom Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge die Namen von Infizierten, Kontaktpersonen und Betroffenen in häuslicher Quarantäne erhalten. Das war im Sommer publik geworden. Nun wurde bekannt, dass die Polizei auch Daten der Landkreise Görlitz und Zwickau sowie der Städte Chemnitz und Leipzig sammelte.

19:40 Uhr | Strenge Maskenpflicht in Neapel und Kampanien

Wegen steigender Corona-Fallzahlen müssen die Menschen in der Region Kampanien mit ihrer Hauptstadt Neapel ab sofort auch im Freien einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Regionalregierung warnte, nur mit "äußerster Disziplin" ließe sich eine neue Ausgangssperre vermeiden. Italienweit müssen Masken bisher in allen Läden sowie abends und nachts an gut besuchten öffentlichen Plätzen getragen werden. Das Land kämpft gegen eine zweite Corona-Welle. Am Donnerstag wurden 1.640 Neuansteckungen gemeldet.

19:05 Uhr | Auch Haseloffs zweiter Coronatest negativ

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat nach mehreren Tagen mit Corona-Vorsichtsmaßnahmen wieder seine normalen Dienstgeschäfte aufgenommen. Ein Sprecher bestätigte, auch Haseloffs zweites Testergebnis sei negativ. Der CDU-Politiker hatte in der vergangenen  Woche Kontakt mit einem Corona-Infizierten. Nachdem ein sofortiger erster Test negativ war, gab es nun mit dem zweiten Negativbefund endgültige Entwarnung.  

18:15 Uhr | Sachsen erlaubt Apotheken Verkauf von Antikörper-Schnelltest

Sachsens Apotheken dürfen ab sofort den Corona-Antikörpertest "AProof" frei verkaufen. Das Gesundheitsministerium gab nach Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen grünes Licht. Die Apotheken könnten niederschwellig beraten und aufklären. Dabei müsse allerdings klar sein, dass ein positiver Antikörpertest nicht unbedingt eine Immunität bedeute. Für den Test muss Blut aus dem Finger auf einen Teststreifen getropft und dieser in ein Labor geschickt werden. Das Ergebnis kann binnen 48 Stunden online abgerufen werden. Leipziger Forscher hatten Anfang September den Antikörpertest vorgestellt.

16:50 Uhr | Sieben-Tage-Schnitt in München wieder unter 50

Nach vielen Neuinfektionen zuletzt ist in der bayerischen Landeshauptstadt der Mittelwert bei Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen auf etwa 45 je 100.000 Einwohner gesunken und damit unter die kritische Marke von 50. Das ist wichtig, weil dieser Inzidenzwert Indikator für die Infektionslage ist und Behörden dann Schutzmaßnahmen verschärfen. Bundesweit überschritten am Donnerstag die Kreise Cloppenburg in Niedersachsen (60), Dingolfing-Landau in Bayern (74) und Hamm (95) in NRW den Grenzwert.

15:30 Uhr | Berliner Forscher planen passive Impfung

Berliner Forscher haben nach eigenen Angaben hochwirksame Antikörper gegen das Coronavirus entdeckt. Die Wissenschaftler der Charité und Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen wollen daraus einen passiven Impfschutz entwickeln. Dabei könnten die Antikörper präventiv schützen oder auch bereits Erkrankten helfen. Die Forscher isolierten fast 600 verschiedene Antikörper aus dem Blut von Corona-Patienten und bildeten besonders wirksame Exemplare künstlich nach. Den Angaben zufolge binden sie sich an das Virus und verhindern, dass es in Zellen eindringt und sich vermehrt. Untersuchungen an Hamstern zeigten demnach die Wirksamkeit.

15:05 Uhr | EU-Warnung: Lage teils schlimmer als im März

Die EU-Kommission hat die Mitgliedsstaaten zum intensiveren Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte, jetzt sei womöglich die letzte Chance, eine Wiederholung der schweren Krise im Frühjahr zu vermeiden. In einigen Ländern sei die Situation bereits schlimmer als im März. Die bisherigen Gegenmaßnahmen reichten nicht immer aus. Nötig seien unter anderem verstärkte Tests und die Rückverfolgung von Kontakten. Auch die EU-Seuchenbehörde zeigte sich besorgt. Europaweit sind mittlerweile mehr als fünf Millionen Ansteckungen bestätigt.

14:35 Uhr | Millionenbetrug mit Schutzmasken aufgeklärt

Ermittler aus Deutschland und anderen Ländern haben einen Millionenbetrug mit Corona-Schutzmasken aufgeklärt. Wie die Staatsanwaltschaft im bayerischen Traunstein mitteilte, wurden Verdächtige in den Niederlanden und Nigeria gefasst und teils bereits verurteilt. Demnach hatte ein von den deutschen Behörden beauftragter Geschäftsmann während der ersten Welle der Corona-Pandemie im März wegen der globalen Maskenknappheit neue Anbieter kontaktiert, die Masken gegen Vorkasse anboten. Der Geschäftsmann zahlte 1,5 Millionen Euro und später weitere 800.000 Euro, doch die Masken wurden nicht geliefert. Dann war der Kontakt zu den angeblichen Lieferanten abgebrochen und die Polizei übernahm den Fall.

14:00 Uhr | Neuer Rekordwert in Polen

Polen hat so viele neue Coronavirus-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Donnerstag registrierten die Behörden 1.136 Neuinfektionen. Laut Gesundheitsministerium lag der Schwerpunkt mit 183 Fällen in Kleinpolen im Süden, aber auch die Region um Warschau und Pommern im Westen seien stärker betroffen. Ein Sprecher sagte, es gebe keine großen lokalen Herde, es gehe um zahlreiche "kleine Ausbrüche", was "ein Effekt von mehr zwischenmenschlichen Kontakten" sei.

13:05 Uhr | Jung für Maskenpflicht und Reiseverzicht

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, hat sich für eine restriktive Auslegung der Maskenpflicht ausgesprochen. "Wo es dicht und eng ist, gibt es momentan keine Alternative dazu", sagte der SPD-Politiker heute im Deutschlandfunk. Die Maskenpflicht helfe "und wir wissen das". Er rief auch zu weniger Reisen in den Herbstferien auf und dazu, Risikogebiete komplett zu meiden." Reiseverzicht sei "vernünftig". Er wisse, wie schwierig das für die Tourismus-Branche sei: "Aber wir brauchen noch dieses Jahr."

12:45 Uhr | Weitere 25 Fälle in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle weiter gestiegen. Wie das Sozialministerium heute mitteilte, gab es im Vergleich zu gestern 25 neue Infektionen, mit neun Fällen die meisten im Burgenlandkreis, vor dem Salzlandkreis mit sieben.

12:11 Uhr | Auch Aschenbrödel-Schau jetzt abgesagt

Die inzwischen schon traditionelle Winterausstellung zum Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" auf Schloss Moritzburg fällt dieses Jahr aus. In den kleinen Räume sei ein funktionierendes Hygienekonzept nicht zu machen, sagte Schlossleiterin Dominique Fliegler.

"Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen", versicherte sie. Anders sei es aber nicht möglich gewesen: "Gönnen wir also Aschenbrödel eine kleine Pause und hoffen auf bessere Umstände" im nächsten Jahr.

Seit 2011 haben mehr als eine Million Menschen die Schau auf dem früheren Jagdschloss von August dem Starken (1670-1733) bei Dresden besucht – vor allem Ostdeutsche, die mit dem 1972 und 1973 auch dort gedrehten deutsch-tschechischen Film aufwuchsen, aber auch Gäste aus ganz Europa.

11:52 Uhr | Helsinki: Spürhunde sollen Infektionen finden

Am Flughafen der finnischen Hauptstadt Helsinki sollen Spürhunde mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Passagiere ausfindig machen. Ein entsprechendes Pilotprojekt wurde am Rande der normalen Testungen in dieser Woche gestartet. Von den Behörden hieß es, da Studien noch nicht bewiesen hätten, dass Hunde eine Infektion sicher wittern, sollen sich die freiwilligen Teilnehmer zusätzlich noch testen lassen.

11:00 Uhr | Nordrhein-Westfalen zieht die Zügel an

Als Konsequenz aus Verstößen gegen Schutzauflagen bei einer Feier in Hamm sollen die Vorschriften nun landesweit verschärft werden. In die Corona-Schutzverordnung solle, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt anzumelden seien, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute im WDR. Zudem sei ein Verantwortlicher zu nennen und eine Gästeliste abzugeben: "Dann kann das Ordnungsamt auch mal kontrollieren." Nach einer Hochzeit in Hamm waren dort die Infektionszahlen auf den bundesweit höchsten Wert gestiegen. Er lag heute Mittag bei 95,5 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

10:15 Uhr | Deutliche Unterschiede bei Kontaktverfolgung

Gesundheitsämter haben bei der Nachverfolgung von Kontakten offenbar ganz unterschiedliche Erfolgsquoten. Eine Umfrage von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR bei den Ämtern ergab, dass die Zahl der durchschnittlich ermittelten Kontakte im August zwischen einzelnen Bundesländern stark schwankte. Während demnach in Sachsen im Schnitt fast zehn Kontakte pro infizierter Person ermittelt wurden, waren es nur 3,6 in Baden-Württemberg. Noch größere Unterschiede gebe es auf Landkreisebene: So habe das Gesundheitsamt im Landkreis Leipzig im August bei jedem Infektionsfall 25 enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt, in Tübingen seien es nur statistische 1,7 gewesen – bei 4,9 im Bundesdurchschnitt.

10:00 Uhr | Ansteckungen in Deutschland weiter wie im April

Die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist bis Mittwoch in 24 Stunden um 2.030 gestiegen. Nach den neuesten Daten des Projekts Risklayer am Karlsruher Institut für Technologie ist sie noch etwas höher gewesen als am Mittwoch der vergangenen Woche und liegt damit weiter auf etwa dem Niveau vom April.

09:30 Uhr | Bisher relativ wenige Todesopfer in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat in seinem täglichen Lagebericht zur Coronavirus-Pandemie mitgeteilt, dass der Anteil der Verstorbenen unter den gemeldeten Covid-19-Fällen seit zwei Monaten kontinuierlich unter einem Prozent liegt. Das sei deutlich weniger als im Frühjahr.

beschriftete Glasscheiben am Robert Koch Institut
Das Robert Koch-Institut in Berlin Bildrechte: dpa

Als mögliche Gründe wurden mehrere genannt: So erkrankten aktuell mehr jüngere Menschen, die meisten jedoch weniger schwer. Auch werde jetzt mehr getestet, weshalb auch vermehrt mildere Fälle erkannt würden.

Zudem werde bei steigenden Fallzahlen "der Anteil schwerer Krankheitsverläufe erst nach einiger Zeit sichtbar, da zwischen Meldedatum und möglichem Tod eine erhebliche Zeitspanne liegen kann". Sollten wieder vermehrt ältere Menschen infiziert werden, werde es auch wieder mehr Todesfälle geben. Deshalb müssen die weitere Ausbreitung des Virus nach wie vor gebremst werden.

09:10 Uhr | Lichterwelten im Bergzoo Halle abgesagt

Der Bergzoo in Halle hat die beliebten Lichterwelten für diesen Winter abgesagt. Sprecher Tim Bernheim sagte dem MDR, der Zoo sehe sich in der Verantwortung ein "sichereres Besuchserlebnis" zu gewährleisten. Ohnehin würden die derzeitigen Bestimmungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie das ohnehin nicht zulassen. Halle hatte zuletzt an der Spitze der Infektionsstatistik in Sachsen-Anhalt gelegen.

09:00 Uhr | Verschärfte Coronaregeln in München

In München gelten seit heute verschärfte Schutzmaßnahmen, laut Allgemeinverfügung der Stadt zunächst bis 1. Oktober. Nur noch bis zu fünf Menschen oder Angehörige von höchstens zwei Haushalten dürfen sich treffen, egal ob zu Hause, im Freien oder im Lokal. In Gebäuden können private Feiern nur noch mit bis zu 25 Menschen stattfinden, wenn der Gastgeber ein Schutz- und Hygienekonzept vorweist. Unter freiem Himmel sind bis zu 50 Gäste erlaubt.

Von jeweils 9.00 Uhr bis 23.00 Uhr gilt in einigen Teilen der Innenstadt jetzt auch im Freien eine Maskenpflicht. Am Wochenende ist nächtlicher Alkoholkonsum an Treffpunkten wie dem Gärtnerplatz verboten. Die Stadt hatte zuletzt mehrere Tage die kritische Marke von 50 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten.

08:00 Uhr | Israel plant kompletten Lockdown

Kurz nach der Verkündung der neuen Rekordzahl von fast 7.000 neuen Infektionen an einem Tag sollen die Lockdown-Bestimmungen in Israel noch verschärft werden. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte an, dass aus den seit vergangenen Freitag geltenden Beschränkungen ab diesem Freitag für zwei Wochen ein "kompletter Lockdown" werden solle. Details nannte er noch nicht. Medien zufolge soll es Restriktionen auch für Gebete und Demonstrationen geben – kurz vor dem höchsten, am Sonntag beginnenden jüdischen Feiertag, Jom Kippur.

07:50 Uhr | Mehr Infektionen in Thüringen

Die Zahl der aktiv mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Thüringen ist am Mittwoch auf 250 Fälle gestiegen. Damit verdoppelte sich die Zahl der Infizierten innerhalb von zwei Wochen. Momentan gibt es in Thüringen keinen Landkreis ohne aktive Infektion.

07:12 Uhr | Freiwillige Infektionen zu Untersuchungszwecken

In Großbritannien sollen sich an klinischen Impfstoff-Studien auch Probanden beteiligen, die sich freiwillig mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Regierung prüfe entsprechende Vorhaben, sagt eine Regierungssprecherin. Ziel sei es, die Wirksamkeit von Impfstoffen zu testen, um die Pandemie schneller zu beenden. Am Mittwoch meldete Großbritannien mit 6.178 die höchste tägliche Zunahme an neuen Infektionen seit dem 1. Mai. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie 409.729 Menschen positiv getestet worden und 41.862 gestorben.

06:45 Uhr | Weitere Regionen zu Risikogebieten erklärt

Die Bundesregierung hat weitere elf Regionen in Europa zu Risikogebieten erklärt. Auf der Liste des Robert Koch-Instituts steht jetzt fast die gesamte Tschechische Republik, bis auf die Regionen um Ostrava und Ústí nad Labem. Neu ausgewiesene Risikogebiete gibt es zudem in Österreich, Frankreich, in den Niederlanden und Dänemark sowie um die Hauptstädte Kopenhagen in Dänemark, Lissabon in Portugal und Dublin in Irland. Insgesamt gelten nun 14 von 27 EU-Mitgliedstaaten zumindest teilweise als Risikogebiete. Wer aus solchen Gebieten nach Deutschland kommt, muss sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise testen lassen oder sich in Quarantäne begeben.

06:30 Uhr | Ärzte halten Corona-Warn-App für wenig wirksam

Die Amtsärzte halten die Corona-Warn-App des Bundes für wenig wirksam. Die Chefin des Ärzteverbands Öffentlicher Gesundheitsdienst, Ute Teichert, sagte, weil Daten nicht automatisch an Gesundheitsämter weitergeleitet werden, spiele die App bei der Bekämpfung von Coronavirus-Infektionen keine große Rolle. Es komme äußerst selten vor, dass sich ein Nutzer wegen eines Warnhinweises über die App bei den Gesundheitsämtern melde. Die Bundesregierung sieht die App hingegen als Erfolg. Sie wurde seit ihrem Start vor rund 100 Tagen mehr als 18 Millionen Mal heruntergeladen.

06:15 Uhr | Tausende Studenten in der Schweiz in Quarantäne

Nach Infektionen in Lausanne in der Schweiz sind dort rund 2.500 Studierende einer Hotelfachschule unter Quarantäne gestellt worden. Nach Angaben der Behörden sind drei Viertel der Studenten davon betroffen, die nun in ihren Wohnungen bleiben müssen. Das Virus war bei elf Studenten bstätigt worden, die bei Partys gewesen sein sollen. An der Schule werden Hotelfachleute aus aller Welt ausgebildet.

06:00 Uhr | Auch Altmaier in Quarantäne

Nach Außenminister Heiko Maas (SPD) hat sich auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Quarantäne begeben. Am Mittwochabend teilte Altmaier mit, er habe am Nachmittag erfahren, dass ein beim Treffen der EU-Handelsminister am Sonntag und Montag in Berlin anwesender Mitarbeiter eines EU-Ministers positiv getestet worden sei. Er habe sich deshalb vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Altmaier hatte sich am Freitag vor dem Treffen testen lassen. Von den Gästen mussten sich nur die vor der Anreise testen lassen, die aus einem Risikogebiet kamen. Zuvor war am Mittwoch bekannt geworden, dass Außenminister Maas in Quarantäne ist, weil einer seiner Personenschützer infiziert ist. Deshalb sagte Maas auch eine Reise nach Jordanien ab. Ein erster Test bei ihm sei negativ ausgefallen, teilte eine Sprecherin mit.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. September 2020 | 06:00 Uhr